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Büchershop

Hitliste

Zwei Dauerrenner mit Höchstauflagen

Die beiden neuesten Bucherscheinungen im WIKOM-Verlag haben sich zum Dauerrenner entwickelt. Das Handbuch zur Planung und Ausführung von Krankenhaus-Neubau-Projekten "...und fertig ist das Klinikum" mit einer Mischung aus Konzept und Tipps steht kurz vor dem Ausverkauf der ersten Auflage. Das Buch vereint die Gebäudearchitektur mit zu realisierenden neuen Denkmodellen, und zeigt auf, wie Investitionen am Ende zu dem gewünschten Resultat führt. Herausgeber des Buches "...und fertig ist das Klinikum" ist unter anderem Prof. Dr. med. Jörg F. Debatin, Chef des UKE, Hamburg. Das Buch kostet 32 ,- Euro (plus Versandkosten).und kann online über www.wikom.net/shop bestellt werden.

Immer noch werden Wirtschaftszweige wie Gesundheit fälschlicherweise als reine Kostenfaktoren wahrgenommen und nicht als Treiber für Innovation, Wachstum und Arbeitsplätze. So wurde es höchste Zeit für das Fachbuch "Gesundheitswirtschaft in Deutschland - Die Zukunftsbranche", in dem zahlreiche Autoren neue interessante Perspektiven für die Gesundheitswirtschaft entwickeln. Wer in der Gesundheitswirtschaft zu Hause sein will, der muss dieses spannende Werk lesen, um mitsprechen zu können.

Beide Bücher sind im WIKOM-Verlag erschienen und können zum Preis von 49,00 Euro (Gesundheitswirtschaft in Deutschland) und zum Preis von 32,00 Euro (...und fertig ist das Klinikum) plus Versandkosten unter www.wikom.net/shop bestellt werden.

 

Politik

Fortschritt

Ulla Schmidt froh über Ärztehonorar-Regelung

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Fortschritte zur Lösung des Streits über die Ärztehonorare begrüßt. Der für die Honorarverteilung zuständige Bewertungsausschuss mit Vertretern von Ärzteschaft und Krankenkassen sei "ein gutes Stück vorangekommen", sagte Schmidt der "Financial Times Deutschland" (Dienstag). Ausdrücklich positiv zu bewerten sei, dass Psychiater ab Juli einzelne Gesprächs- und Betreuungsleistungen außerhalb der gedeckelten Quartalspauschale abrechnen könnten. "So wird eine gesonderte Vergütung möglich. Und dies dürfte dazu beitragen, eine gute Versorgung psychisch kranker Menschen zu erreichen." Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen hatten sich am Montag darauf verständigt, das Regelwerk nachzujustieren. Die Änderungen sollen zum 1. Juli greifen. Konkret geht es darum, dass bestimmte ärztliche Leistungen aus dem finanziell gedeckelten "Regelleistungsvolumen" (RLV) herausgenommen werden. Dazu gehören etwa Gesprächsleistungen der Psychiater. Auch sollen die kritisierten Durchschnittspauschalen für spezielle Praxisformen und medizinische Versorgungszentren angehoben werden.

 

Neuregelung

Gemeinsamer Gesetzentwurf zu Spätabtreibung

Im Streit um die Neuregelung der Spätabtreibung hat sich ein Teil der Abgeordneten aus Union, SPD und FDP auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf geeinigt. Danach sollen Ärzte verpflichtet werden, Frauen vor einem Schwangerschaftsabbruch nach der 13. Woche auf die Möglichkeiten der psychosozialen Beratung hinzuweisen, teilte der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Johannes Singhammer (CSU), mit. Andernfalls drohe dem Arzt ein Bußgeld von 10.000 Euro. Zugleich sieht der Gesetzentwurf eine dreitägige Bedenkfrist zwischen Beratungsgespräch und Abbruch vor. Bislang lagen dem Parlament für die Neuregelung der Spätabtreibungen insgesamt fünf verschiedene Anträge vor. Mit der Verständigung auf den gemeinsamen Gesetzentwurf haben sich drei der fraktionsübergreifend arbeitenden Abgeordnetengruppen nun zusammengeschlossen. Die familienpolitische Sprecherin der SPD- Fraktion, Caren Marks, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, mehrere Frauenpolitikerinnen von SPD und Grünen prüften jetzt einen gemeinsamen Gegenentwurf. Singhammer sagte, er sei dennoch zuversichtlich, dass es nach der Verständigung der drei Gruppen noch in dieser Wahlperiode zu einer Neuregelung kommt. Nicht einigen konnte man sich allerdings auf die im Unions-Vorschlag ursprünglich vorgesehene statistische Erfassung der Abtreibungen.

 

Fortschritthemmnis

Gentests auf spätere Krankheiten werden verboten

Sieben Jahre nach entsprechenden Experten- Forderungen wollen Union und SPD diese Woche strengere Regeln für Gentests beschließen. Heimliche Vaterschaftstests sollen mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden können. Vorgeburtliche Untersuchungen auf Krankheiten im Erwachsenenalter sollen unterbunden werden. Hier gab die SPD zähneknirschend nach. Nicht ein zweites Mal soll das ethisch schwierige Gendiagnostikgesetz dem Ende einer Legislaturperiode zum Opfer fallen wie vor vier Jahren.

 

Steuern

Experten für Korrektur am Bürgerentlastungsgesetz

Bei der geplanten steuerlichen Absetzbarkeit der Kranken- und Pflegekassenbeiträge haben Experten weitere Korrekturen gefordert. Wirtschaftsverbände und Steuerrechtsexperten verlangen wie auch Politiker der Koalition, dass über die Entlastungen bei Krankenkassenbeiträgen hinaus weitere Vorsorgeaufwendungen zum Steuerabzug zugelassen werden. Die Spitzenverbände der Wirtschaft halten es für "unverzichtbar", Sonderabzugsmöglichkeiten für andere Beiträge zur Daseins- und Altersvorsorge beizubehalten. Gemeint sind insbesondere Erwerbs- und Berufsunfähigkeits-Versicherungen, aber auch Haftpflicht-, Unfall- und andere Risikoversicherungen. Mit dem "Bürgerentlastungsgesetz" sollen von 2010 die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung die Steuerlast der Bürger weit stärker drücken als bisher. Das Entlastungsvolumen beträgt laut Finanzministerium jährlich 9,3 Milliarden Euro. In der Koalition wird eine stärkere Entlastung von Geringverdienern gefordert. Für Streit sorgt auch die Absetzbarkeit anderer Vorsorgebeiträge.

 

Sucht mit dem Tod

Deutsche Ärzte fördern Tablettensucht

Die Zahl der Tablettensüchtigen, die abhängig von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sind, ist nach Angaben des Nachrichtenmagazins ”Der Spiegel” wesentlich höher als bisher gedacht. Das Magazin beruft sich auf eine neue Studie des Hamburger Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung. Danach erhalten mehr als 1,5 Millionen Patienten die süchtig machenden Präparate aus der Medikamentengruppe der Benzodiazepine länger als in den Leitlinien der Mediziner vorgesehen. In der bisher umfänglichsten Untersuchung zur Tablettensucht in Deutschland hätten die Forscher insgesamt 3,5 Millionen Kassenrezepte analysiert, schreibt der "Spiegel". Bei knapp 800.000 Patienten pro Jahr sorgten demnach Ärzte dafür, dass sie zu Dauerkonsumenten der Mittel werden. In 130.000 Fällen hätten die Verschreibungen die Opfer zu Schwerstabhängigen gemacht, denen der Ausstieg aus der Sucht nur noch in seltenen Fällen aus eigener Kraft gelinge. "Wir waren völlig überrascht über den Umfang des Benzodiazepin-Missbrauchs in Deutschland", erklärt der Hamburger Studienleiter Peter Raschke.

 

DGK

Gute Chancen für Herzforschungszentrum

Nach jahrelangen Ringen bestehen nach Ansicht der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) gute Chancen für die Gründung eines nationalen Herzforschungszentrums. Entsprechende Gelder wolle die Bundesregierung 2010 in den Bundeshaushalt einstellen, berichtete DGK-Präsident Gerd Heusch in Mannheim nach Gesprächen mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU). Er sei nicht naiv, sagte der Kardiologe aus Essen mit Blick auf die Bundestagswahlen in diesem Jahr. "Wir denken aber, dass das Zentrum nicht im parteipolitischen Gezerre untergeht", meinte Heusch zum Auftakt der 75. Jahrestagung mit rund 7000 Medizinern.

 

Fatale Prognosen

Krankenkassen warnen vor finanziellem Sprengstoff

Drei Monate nach dem Start des Gesundheitsfonds mehren sich die Warnungen der Krankenkassen vor einem Milliardendefizit. Bereits jetzt häufe sich immer mehr "finanzieller Sprengstoff" an, sagte der Vorsitzende der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit.. Die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin, die Finanz- und Wirtschaftskrise gehe nicht spurlos an der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorüber. Im Krisenjahr 2009 stehen die Kassen vor einem Einnahme- und einem Ausgabenproblem, wie der Vorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, berichtete. Bereits seit Monaten gehen die Kassen davon aus, dass ihnen die rund 167 Milliarden Euro aus dem Fonds dieses Jahr nicht reichen. Angesicht wachsender Kosten für Ärzte, Medikamente und Kliniken sagte Jacobs, nun kletterten die Ausgaben wohl noch stärker als geplant. "Sie dürften gegenüber 2008 um sieben Prozent wachsen", sagte er der dpa. Dies wäre ein Anstieg auf rund 172 Milliarden Euro. Unabhängig davon brechen dem Fonds wegen der Rezession die Einnahmen weg - unklar ist noch der Umfang. Der Schätzerkreis von Kassen, Bundesregierung und Bundesversicherungsamt will Ende April eine neue Prognose vornehmen. Bislang ging die Regierung von rund einer Milliarden Euro aus. Jacobs sagte, er erwarte nun ein Defizit von mehr als 2 Milliarden Euro. Kailuweit sagte der dpa: "Insgesamt summieren sich die Einnahmeausfälle auf 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro - Tendenz steigend." Darin enthalten seien 750 Millionen Euro für den beschlossenen Aufbau einer Reserve.

 

Ermahnung

Kassen müssen für Kostensenkung sorgen

Das Bundesgesundheitsministerium hat die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zu strengerer Ausgabenkontrolle aufgerufen. Angesichts der Warnungen mehrerer Kassenvorstände vor einer bevorstehenden Finanzierungslücke erklärte ein Ministeriumssprecher in Berlin, die Kassen hätten zahlreiche Instrumente zur Verfügung, die Versorgung effizienter zu gestalten, die Qualität zu verbessern, Überversorgung abzubauen und die Kosten in den Griff zu bekommen. Dafür würden ihre Vorstände "sehr gut bezahlt. Man kann erwarten, dass sie das Beste geben, diese Instrumente auch zu nutzen." Der Gesetzgeber habe mit dem Gesundheitsfonds seit Anfang 2009 eine stabile Neuordnung der GKV-Finanzen geschaffen. Mögliche Ausfallrisiken seien bekannt, betonte der Sprecher. Deshalb habe man rechtzeitig zusätzlich Vorsorge für mögliche Einnahmeausfälle getroffen.

 

Wirtschaft

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ZENO-Konferenz:

Arzneimitteltherapien in der Onkologie

Veranstaltung am 16. Juni 2009 in Berlin

ZenoDie Ausgestaltung einer multimodalen und interdisziplinären Behandlung von onkologischen Erkrankungen wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Viele Fragen sind offen. Diese ZENO-Konferenz wird das Thema umfangreich darstellen. Experten aus der Klinik, dem niedergelassenen Sektor, der Kostenträger, der Pharmaindustrie und der Deutschen Krebsgesellschaft stehen für die Beantwortung zur Verfügung.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Gut gesstartet

Abbott Laboratories mit kräftigen Gewinnsprung

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories ist mit einem saftigen Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet. Unter anderem wegen einer Sonderzahlung des langjährigen Geschäftspartners Takeda Pharmaceutical kletterte der Überschuss von 938 Millionen auf 1,44 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Geholfen habe auch die wachsende Nachfrage nach dem Mittel Humira. Bereinigt um Sondereffekte wies Abbott einen Gewinn je Aktie von 73 Cent aus, was drei Cent mehr waren als von Analysten erwartet. Enttäuschen musste der Pharmakonzern allerdings beim Umsatz. Dieser ging im Quartal um knapp ein Prozent auf 6,72 Milliarden Dollar zurück, während hier am Markt mit einem Anstieg gerechnet wurde. Für das Gesamtjahr bestätigte Abbott seine Prognose. 2009 soll der Gewinn je Aktie (EPS) 3,65 bis 3,70 Dollar betragen. Im zweiten Quartal will der Konzern pro Aktie 0,87 bis 0,89 Dollar Gewinn vor Sonderposten ausweisen.

 
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ZeQ Management Campus

Lizenzierte KTQ-Trainings – für eine erfolgreiche (Re-)Zertifizierung

ZeQSie haben sich für die KTQ-Ein­führung entschieden, stehen bereits vor der Re-Zertifizierung oder interessieren sich einfach nur für KTQ? Unsere Trainings sind ganz auf Ihre Be­dürf­nisse ausgerichtet. Als führender KTQ-Trainingspartner bieten wir lizenzierte KTQ-Trainings zu Grundlagen sowie zu Kennzahlen und Messgrößen an. Neu im Programm haben wir das Training zum KTQ-Katalog 2009 & CIRS.

Termine in Mannheim:

  • 18.-19.05.09 (Grundlagen)
  • Neu: 15.06.09 (KTQ-Katalog 2009 & CIRS)
  • 05.-06.10.09 (Grundlagen)
  • 02.-03.12.09 (Kennzahlen)

Der ZeQ Management Campus in Mannheim ist eine Stätte des Dialogs zwischen Führungskräften und Fachexperten. Unsere Seminare bieten praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie per E-Mail (training@zeq.de), Telefon (0621/32885035) oder unter www.management-campus.eu.

 

Gemeinsam gegen Aids

GlaxoSmithKline und Pfizer gründen Joint-Venture für HIV-Medizin

Die Pharmakonzerne GlaxoSmithKline und Pfizer bündeln ihr Geschäft mit HIV-Medizin. Geplant sei ein gemeinsames Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten gegen das Immunschwächevirus spezialisiert, teilte Glaxo am Donnerstag in London mit. Die Briten werden an dem Joint-Venture mit 85 Prozent die Mehrheit halten. Auf Pfizer kommen 15 Prozent der Anteile. Die Kooperation der Pharmakonzerne steht im Zusammenhang mit den sehr hohen Kosten, die auf dem Gebiet der HIV- und AIDS-Forschung anfallen. Das Gemeinschaftsunternehmen soll den Angaben nach einen Marktanteil von 19 Prozent bei HIV- und AIDS-Therapien erreichen und über eine Produkt-Pipeline von elf Medikamenten verfügen, die zusammengenommen 1,6 Milliarden britische Pfund Umsatz (1,8 Mrd Euro) machen. Sechs weitere Mittel werden noch erprobt und befinden sich in der klinischen Phase II.

 
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mibeg-Institut Medizin

Sicherer Umgang mit DRGs

Veranstaltung am 8. Mai 2009 in Köln

Das mibeg-Institut Medizin hat als eines der ersten Institute in Deutschland eine Ausbildung für Kodierer entwickelt und somit maßgeblich auf die Entwicklung dieses Berufsbildes hingewirkt. Seitdem wird die Weiterbildung kontinuierlich in ständig aktualisierter Form angeboten. Das Seminar richtet sich an alle Berufsgruppen, die an der Dokumentation des Leistungsprozesses beteiligt sind. Es qualifiziert grundlegend in der Dokumentation und der Kodierung der medizinischen Leistungen und informiert über die Auswirkungen auf die Finanzierung von Krankenhausleistungen. Methoden der Medizinischen Dokumentation im DRG-Umfeld werden in Trainingsmodulen praktisch geschult, um die notwendige Sicherheit für eine erfolgreiche Umsetzung in der täglichen Arbeit zu vermitteln. Absolventen der Weiterbildung bietet das mibeg-Institut Medizin ein jährliches Update an, das über aktuelle Veränderungen umfassend informiert.

Das mibeg-Institut Medizin startet das 19. Intensivseminar DRGDokumentar/in am 8. Mai 2009 in Köln.

Weitere Informationen unter www.mibeg.de.

 

Weitermachen wie bisher?

Zurückkehrende Risikobereitschaft unter Fondsmanagern

Die Risikobereitschaft nimmt angesichts einer verbesserten weltweiten Wirtschaftsstimmung wieder zu - das ist das Ergebnis der im April durchgeführten Merrill Lynch-Umfrage unter Fondsmanagern. Der Optimismus über Wachstumsaussichten hat den höchsten Stand seit Anfang 2004 erreicht. Saldierte 26 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Weltwirtschaft in den nächsten 12 Monaten verstärken wird. Dies ist ein starker Anstieg gegenüber minus 24 Prozent im Januar. Im Gegensatz zur Befragung im März beginnen Anleger nun, auf die verbesserten Aussichten zu reagieren und bauen zuvor fest etablierte Baisse-Positionen ab. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, dass der Pessimismus von Anlegern über Bankenaktien langsam zurückgeht. Der saldierte Prozentsatz der Befragten, die Banken untergewichtet hatten, schwang im April stark um und belief sich gegenüber einem Wert von 48 Prozent im März auf saldierte 26 Prozent. Der saldierte Prozentsatz von Investoren, die Barmittel übergewichtet hatten, ging von 41 Prozent im März auf 28 Prozent zurück. Nur 17 Prozent der Befragten hatten Aktien untergewichtet, verglichen mit 41 Prozent im März. Die Vermögenszuteilung konzentriert sich zunehmend auf zyklische Sektoren wie Technologie.

 
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15. u. 16. Juni 2009 in Köln im Renaissance Köln Hotel

MCC Fachkonferenz Krankenhaus und ambulante Versorgung

MCCDie Erlöse im ambulanten Sektor steigen stetig an. Das “Ambulante Operieren“ - erfolgreich angewendet - führt zu Mehrerlösen in den Krankenhäusern. Welche Möglichkeiten sich zur Rentabilitätssteigerung ergeben und wie sie erfolgreich in den Klinikalltag integriert werden können, erfahren Sie auf der MCC Fachkonferenz Krankenhaus und ambulante Versorgung. Profitieren Sie von den Erfahrungen und Erkenntnissen ausgewählter Experten und ausgewiesener Praktiker. Sichern Sie sich die notwendigen Informationen zur Unterstützung auf dem Weg ins ambulante Krankenhaus. Der § 116b SGB V richtig angewandt steigert Ihre Erlöse! Diese Chance dürfen Sie nicht verpassen.

Programm und Anmeldung unter: www.mcc-seminare.de

 

Kniefall

Rabattverträge bleiben Domäne der Generikaindustrie

Im Februar 2009 bestanden 6.954 Rabattverträge, an denen 201 Krankenkassen und 121 pharmazeutische Unternehmer beteiligt waren. Damit hat die Zahl der Vereinbarungen nach § 130a Abs. 8 SGB V gegenüber dem Vorjahresmonat um das 2,2fache zugenommen. Im Februar 2008 bestanden 3.145 Rabattverträge, deren Partner 240 Krankenkassen und 90 pharmazeutische Unternehmer waren. Die Anzahl der pharmazeutischen Unternehmer, die mit Krankenkassen kontrahiert hatten, hat sich innerhalb eines Jahres um 34,4% erhöht. Die Rabattverträge wurden zu insgesamt 28.773 aktiven Handelsformen geschlossen. Auf jede Handelsform entfielen dabei rein rechnerisch 81,3 Rabatte. Im Februar 2009 existierten damit insgesamt 2.339.794 Arzneimittelrabatte. 2.268.210 (96,9 Prozent) davon betrafen Generika. Generika schultern damit auch weiterhin die Hauptlast der Arzneimittelrabattverträge. Obwohl die aus diesen Verträgen resultierenden Preisnachlässe die Erträge der Hersteller empfindlich verringern, sind die Generikaunternehmen nahezu gezwungen, mit möglichst vielen marktstarken Krankenkassen solche Vereinbarungen abzuschließen. Tun sie dies nicht, sind sie per Gesetz aus der Arzneimittelversorgung der jeweiligen Versicherten ausgeschlossen. Denn seit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz sind die Apotheker verpflichtet, nur rabattierte Arzneimittel abzugeben, wenn die allgemeinen Voraussetzungen für die Substitution gegeben sind. Ausnahmen sind nur in pharmazeutisch zu begründenden Einzelfällen erlaubt. Auch der Arzt kann auf seinem Rezept den Austausch des verordneten Medikaments ausschließen. Dies findet aber äußerst selten statt.

 
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ZENO-Konferenz:

6. Kassen-Gipfel 2009

Veranstaltung am 25. Juni 2009 in Berlin

ZenoEin halbes Jahr Umgang mit den neuen Instrumenten: Gesundheitsfonds, Einheitsbeitragssatz, morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich, Honorarreform der Ärzte und die Veränderungen im Krankenhausbereich - Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen, um Stärken und Schwächen, Implementierungsprobleme und Kommunikationsfragen zu diskutieren und schließlich daraus Lehren abzuleiten für die Diskussion um das, was politische Vorstellungen für die Zeit nach der Bundestagswahl noch beeinflussen könnte. Alle Akteure der Gesundheitswirtschaft, Kassen, Kliniken, Ärzte und die Industrie sind nicht nur Beteiligte und Betroffene, sondern Gestalter dieses fachlichen Diskurses.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Namen & Nachrichten

Abwerbung

Berliner Forschern gelingt spektakuläre Berufung aus USA

Berliner Forschern gelingt spektakuläre Berufung aus den USA Das Exzellenzcluster NeuroCure an der Charité - Universitätsmedizin Berlin erhält prominenten Zuwachs: Der Neurowissenschaftler Prof. Christian Rosenmund vom Baylor College in Houston (Texas) hat den Ruf auf eine W3-Professur angenommen. Die attraktiven Forschungsbedingungen des im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Land geförderten Clusters haben Prof. Rosenmund wie vor ihm schon mehrere andere namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu bewegt, eine herausgehobene Position in den USA aufzugeben und nach Deutschland zurück zu kehren. Prof. Rosenmund gehört weltweit zu den führenden Grundlagenforschern auf dem Gebiet der Informationsübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen des Gehirns, der so genannten synaptischen Transmission. Zurzeit ist er als 'Full Professor' am Baylor College of Medicine, einer der größten und renommiertesten Forschungseinrichtungen der USA, tätig. Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen war er Arbeitsgruppenleiter beim Nobelpreisträger Professor Erwin Neher. Der 44jährige Deutsche und seine Arbeitsgruppe haben als erstes umfassend Einzelheiten des komplexen Prozesses der Signalübertragung aufgeklärt und so zum besseren Verständnis der Kommunikation zwischen den Nervenzellen beigetragen. Diese Erkenntnisse und die damit verbundene Methodenentwicklung leisten heute einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis neurologischer Krankheiten wie Epilepsie, Autismus und Alzheimer.

 
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3. Frankfurter Forum für Gesundheitskommunikation

Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in einer vernetzten Gesundheitswirtschaft

Bereits zum dritten Mal diskutieren am 15. Mai 2009 Kommunikationsexperten aus Kliniken, Reha-Einrichtungen, Ärztenetzen, Krankenkassen, Verbänden und Unternehmen über erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in einer vernetzten Gesundheitswirtschaft.

  • Chancen crossmedialer Werbung
  • Kommunikation in ländlichen Regionen
  • Erfolgreiches Verbände-Bündnis zur Rettung der Krankenhäuser
  • Debatte: Partner, Gegner, Berichterstatter – Kooperationsprojekte mit Medien

Veranstalter ist die FuP Kommunikations-Management GmbH, Kooperationspartner sind die Hessischer Krankenhausgesellschaft e.V., der LAOH e.V. sowie die Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v.

Mehr Informationen und Online-Anmeldung: www.forum-gesundheitskommunikation.de.

 

Mysterium

Todesserie in Pflegeheim reißt nicht ab

Die Serie mysteriöser Todesfälle in einem Pflegeheim in der Eifel reißt nicht ab. Am Montagmorgen ist eine weitere Bewohnerin im Alter von 82 Jahren in Hillesheim gestorben, wie die Staatsanwaltschaft in Trier mitteilte. Sie ist das neunte Todesopfer innerhalb weniger Wochen. Die Seniorin hatte über ähnliche Symptome geklagt wie andere Erkrankte und war im März in ein Krankenhaus gebracht worden. Mitte April habe sie jedoch die Klinik verlassen können. Gerichtsmediziner hatten bei drei der bislang acht Todesopfer eine natürliche Todesursache festgestellt - fünf Fälle sind unklar. Die Senioren litten an seltsamen Infektionen der Atemwege und der Lunge. Viren, Bakterien und Pilze wurden bereits als Ursache der Lungeninfektionen ausgeschlossen. Mit Raumluft-Messungen war überprüft worden, ob es Ausdünstungen in der Station gab. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stehen noch aus.

 
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ZeQ Management Campus

Erlös- und Kostentransparenz im medizinischen und pflegerischen Bereich

ZeQUm die künftigen Herausforderungen als Chance zu nutzen, muss das moderne Krankenhausmanagement neue Wege der Ergebnisverantwortung beschreiten. Ökonomie und gute Medizin stehen dabei in enger Wechselwirkung. Lernen Sie die Grundstruktur der DRG-Kalkulation und neue Instrumente zur Budgetierung kennen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie effizient Ihre Mittel verteilen, Wirtschaftlichkeitspotenziale aufdecken und somit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.

Termine in Mannheim:

  • 15.05.09
  • 18.09.09
  • 13.11.09

Der ZeQ Management Campus in Mannheim ist eine Stätte des Dialogs zwischen Führungskräften und Fachexperten. Unsere Seminare bieten praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie per E-Mail (training@zeq.de), Telefon (0621/32885035) oder unter www.management-campus.eu.

 

Sittenwächter

Krebsverein zeigt Lokale in Wien an

Die Wiener Selbsthilfegruppe ”Krebspatienten für Krebspatienten” hat insgesamt 372 Lokale aus der Wiener Innenstadt wegen der Nichtbeachtung des geltenden Nichtraucherschutz-Gesetzes angezeigt. Sie wollte damit auf die nach Meinung von Experten zu lasche österreichische Gesetzgebung aufmerksam machen. Die österreichische Ärztekammer sprach sich im Zusammenhang mit der Initiative für ein vollständiges Rauchverbot in der Alpenrepublik aus. In Österreich gilt seit Jahresanfang ein Rauchverbot in Lokalen, das nach Meinung der Kritiker jedoch durch zahlreiche Ausnahmen weitgehend wirkungslos geblieben ist.

 

Melkkuh

Laborärzte kassieren bei Privatpatienten

Die privaten Krankenversicherungen müssen pro Patient gut viermal mehr für Laboruntersuchungen ausgeben als die gesetzlichen Krankenkassen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des wissenschaftlichen Instituts des PKV-Verbands, aus der das ”Handelsblatt” berichtete. Danach wandten die gesetzlichen Kassen in den Jahren 2004 bis 2005 je Patient nur 24 Euro für Labormedizin auf. Bei den privaten Versicherungen lagen die Ausgaben bei etwas mehr als 100 Euro bis zu viereinhalb Mal höher. Würden in der PKV die gleichen jährlichen Laborkosten je Versichertem zugrunde gelegt, wie für die GKV ermittelt wurden, so hätten PKV und die Beihilfe für Beamte zwischen 630 und 720 Millionen Euro einsparen können, heißt es in der Studie. Für die Untersuchung wurden die Daten von 21 großen privaten Krankenversicherungen ausgewertet. Danach entfiel auf jeden niedergelassenen Labormediziner ein Umsatz von jährlich rund 240 000 Euro aus Leistungen an Privatversicherte.

 

Glücklich gebellt

Glücksbringer auf vier Pfoten

Beim Spiel mit dem geliebten Hund flutet das Schmusehormon Oxytocin unser Hirn. Wenn Frauchen oder Herrchen mit ihrem Hund herumtollen, können sie dabei Glücksgefühle entwickeln, die Forscher im Gehirn nachweisen können, berichtet die "Apotheken Umschau". Das Hirn schüttet verstärkt das Hormon Oxytocin aus, das unter anderem Gefühle wie Liebe, Treue und eine innige Mutter-Kind-Beziehung fördert. Dies könnte auch der Grund dafür sein, so Forscher der japanischen Azuba-Universität, dass Hunde bei der Behandlung von Ängsten und Depressionen manchmal sehr hilfreich sind.

 

Mann vor Frau

Herbert Lochs wird Rektor

Der Rat der Universität hat gegen eine erste Rektorin gestimmt. Gastroentologe Herbert Lochs leitete zuvor verschiedene Abteilungen der Medizinischen Klinik Charité in Berlin. Der Gastroentologe Herbert Lochs ist vom Universitätsrat zum neuen Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck gewählt worden. Damit hat der Rat der Universitätsklinik gegen die allgemeinen Erwartungen, zum ersten Mal eine Frau an die Spitze zu berufen, gestimmt.

 

Weichen für die Zukunft

Genentech-Präsident Levinson bleibt im Amt

Die Roche Holding AG hat nach Abschluss der Genentech-Übernahme die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt und personelle Entscheidungen getroffen. Diese sollen am 1. Mai 2009 in Kraft treten. Arthur Levinson, Verwaltungsratspräsident und CEO von Genentech, werde auch künftig dem Verwaltungsrat von Genentech vorsitzen, wie Roche mitteilte. Zudem werde der Verwaltungsrat der Roche Holding Levinson auf der Generalversammlung 2010 zur Wahl in das Roche-Gremium vorschlagen. Die Leitung des Biotechnologieunternehmens Genentech soll Pascal Soriot übernehmen. Soriot werde zudem Mitglied der Konzernleitung von Roche.

 

Erweiterung

Anja Schweitzer verantwortet im IGES Institut den Bereich Marktforschung

Das Berliner Forschungs- und Beratungsinstitut IGES erweitert das Spektrum seiner Arbeit um den Bereich Marktforschung. Anja Schweitzer leitet diesen neugeschaffenen Bereich. Schweitzer ist Diplom Volkswirtin und arbeitete zwölf Jahre lang beim Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics AG. Dort leitete sie unter anderem die Gesundheitsforschung und seit 2007 die Niederlassung Berlin.

 

Sprung nach Oben

Gehaltssprung für Krankenkassen-Chef

Das Bundesversicherungsamt hat nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins ”Der Spiegel” satte Gehaltssprünge bei den Spitzengehältern der Vorstände der Techniker Krankenkasse (TK) moniert. Nach der Fusion mit der Internet-Kasse IKK-Direkt erhält der Vorstandsvorsitzende Norbert Klusen demnach jährlich 273 000 Euro, zuzüglich Dienstwagen und "großzügiger Vorsorgeaufwendungen". 2008 bekam er noch 245 000 Euro sowie einen Sonderbonus von 50 000 Euro. Nach Einschätzung der Bonner Aufsichtsbehörde wären für Klusen 210 000 Euro angemessen, schreibt der "Spiegel". Die Bezüge der Kassenchefs müssten sich am "Maß des Notwendigen orientieren" und nicht etwa an Vorstandsgehältern in der Privatwirtschaft. Die TK- Gehälter überschritten "die vergleichbaren Bezüge massiv und werden daher von uns beanstandet". Klusens Stellvertreter Helmuth Doose kommt mit Grundgehalt und Zulagen auf 252 000 Euro im Jahr, schreibt der "Spiegel".

 

Amtsenthebung

VKVD stellt Insolvenzantrag

Unstimmigkeiten bei der Kassenführung zwingen Heinz Windisch, VKVD, zum Rücktritt. Mit Bestürzung nahm der Vorstand des VKVD Verband der Krankenversicherten Deutschlands e.V. durch seinen Vorsitzenden Heinz Windisch zur Kenntnis, dass es zu Unstimmigkeiten bei der Kassenführung durch den kassenbevollmächtigten Vorsitzenden des Verbandes gekommen war. In einer dringlich einberufenen Sondersitzung am gestrigen Mittwoch (8. April 2009) informierte Heinz Windisch die Mitglieder im Vorstand des Verbandes über die aktuelle Situation. Durch die Vorkommnisse besteht beim VKVD die Gefahr einer Insolvenz. Der Vorsitzende des VKVD, Heinz Windisch, hat für die Vorgänge bereits die volle Verantwortung übernommen. Er trat mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Im Auftrag des Vorstandes stellte die Vizepräsidentin des Verbandes vorsorglich den Insolvenzantrag. Alle Vorstandsmitglieder erklärten einstimmig ihren sofortigen Rücktritt. Der Vorsitzende des Verbandes, Heinz Windisch, hat bereits eine Wiedergutmachung des durch ihn entstandenen Schadens eingeleitet. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die demnächst stattfinden soll, wird über die Zukunft des VKVD entschieden.

 

Klinik-News

Übernahmefieber

GlaxoSmithKline übernimmt US-Hautspezialist Stiefel

Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) übernimmt den US-Hautpflegehersteller Stiefel Laboratories für bis zu 3,6 Milliarden Dollar (2,77 Mrd Euro). Eine entsprechende Vereinbarung sei nun unterzeichnet worden, gaben beide Unternehmen am Montag in London bekannt. GSK will mit dem Kauf des Traditionsunternehmens der führende Anbieter von Medikamenten gegen Hautkrankheiten werden. Stiefel wurde vor mehr als 160 Jahren gegründet und ist noch zum Teil in den Händen des US-Finanzinvestors Blackstone. GSK zahlt jetzt 2,9 Milliarden Dollar in bar und übernimmt zusätzlich Stiefels Schulden. Die Übernahme soll bis Ende September abgeschlossen sein. Die Übernahme wird nach Einschätzung von GSK vom Jahr 2012 an Kosteneinsparungen von 240 Millionen Dollar pro Jahr bringen. Die Integrationskosten belaufen sich in den kommenden drei Jahre jedoch auf 325 Millionen Dollar. Beide Unternehmen haben im Bereich Hautkrankheiten zusammen einen Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Dollar. Die Marke Stiefel soll auch nach der Übernahme erhalten bleiben und weiter von Charles Stiefel geführt werden. Nach eigenen Angaben ist Stiefel das größte unabhängige Dermatologie-Unternehmen der Welt und stellt verschreibungspflichtige Mittel gegen Akne und andere Hautkrankheiten her. Die Eigentümer von Stiefel haben der Transaktion bereits zugestimmt.

 

Frontlinie

Krankenhausfusionen im Kampf gegen Privatisierung

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will die hessische Krankenhäuser fusionieren, um eine Privatisierung zu verhindern. Wie "FR-online" am 15.4. berichtet, schlägt Verdi vor, die kommunalen Krankenhäuser im Rhein-Main-Gebiet (Hanau,Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach) zu fusionieren, um durch eine enge Zusammenarbeit die Häuser kostengünstiger führen zu können und eine Privatisierung zu vermeiden. Nach Meinung von Georg Schulze-Ziehaus von Verdi könnte damit eine Einsparpotenzial von rund zwei Millionen Euro erzielt werden. Wie "FR-online" weiter berichtet, hätten sich bereits potenzielle Kaufinteressenten für die vier Krankenhäuser vorgestellt. Verdi möchte mit ihrem Vorschlag, eine mögliche Privatisierung verhindern und hat daher ein Wirtschaftsinstitut damit beauftragt, zunächst Chancen und Risiken für eine Fusion der vier Krankenhäuser zu bewerten.

 

Reorganisation

Charité will Defizit durch Optimierung der klinischen Abläufe reduzieren

2009 will die Charité das Defizit auf 19,5 Millionen Euro reduzieren. Wie die "Ärzte-Zeitung vom 14.4.2009 berichtet, hat die Charité im vergangenen Jahr ein Defizit von 56 Millionen Euro bei einem Gesamtumsatz von rund einer Milliarde Euro angehäuft. Nun soll das Defizit rigoros auf 19,5 Millionen Euro abgebaut werden. Von Kündigungen will die Charité nach Vorstandschef Professor Karl Max Einhäupl jedoch absehen. Statt dessen soll eine die leistungsorientierte Steuerung der Charité-Zentren und Kliniken verbessert werden. Angestrebt ist außerdem eine Verkürzung der Verweildauer durch ein konsequentes Entlassungsmanagement. Nach Meinung des Ärztlichen Direktors Professor Ulrich Frei soll "bereits bei der Aufnahme klar sein, was bei Entlassung mit dem Patienten passiert."

 

Neubau der Zukunft

Schlüsselübergabe an Europas größter Spezialklinik

Nach rund zweijähriger Bauzeit hat der Generalunternehmer heute der Geschäftsführung der ENDO-Klinik Hamburg die Schlüssel für den Erweiterungsbau übergeben. Rund 60 Millionen Euro sind in die 250 Betten umfassende Spezialklinik für Knochen-, Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie geflossen. 38 Millionen stammen aus dem Fördertopf für Sonderinvestitionsprogramme der Hansestadt Hamburg. Entstanden ist eine moderne Klinik, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Sieben Geschosse hoch, helle Natursteinfassade und viel Glas in Kombination mit Stahl kennzeichnen den Neubau der ENDO-Klinik, der sich direkt neben dem seit 1976 in Betrieb stehenden Altbau befindet. 2011 sollen beiden Gebäudeteile miteinander verschmelzen, bis dahin wird der Altbau für 28 Millionen Euro saniert. Herzstück der neuen Klinik sind die acht hochmodernen Operationssäle, darunter der 213 m² große OP mit vier OP-Tischen. Auf der gleichen Ebene schließen sich die Wachstation, die Intermediate Care zur Stabilisierung in der postoperativen Phase und eine Intensivstation an. Die Patienten sind auf insgesamt vier Stationen untergebracht, die mit ihrem hellen und modernen Raumdesign mehr an ein Hotel als an ein Krankenhaus erinnern. Mit dem Umzug in den Neubau erweitert die ENDO-Klinik auch ihr operatives Spektrum und Therapieangebot. "Nach dem Umzug wollen wir unser Kerngeschäft der Endoprothetik um bis zu 20 Prozent ausweiten. Zudem planen wir das Spektrum um den Bereich der Sportorthopädie und Sporttraumatologie sowie der rheumatologischen Orthopädie auszubauen", so Dr. Gehrke. Pro Jahr werden im Herzen Hamburgs weit über 5.000 operative Eingriffe vorgenommen.

 

Für alle Hobbysportler

Vorsorgeprogramm am Zentrum für Präventivmedizin erweitert

sportSport liegt bei den Hamburgern im Trend. Ob im Verein, im Fitnessstudio oder ohne Gruppendynamik solo aktiv: In der Hansestadt wird geschwommen, gejoggt, geradelt und gekickt. Doch viele Hobbysportler überschätzen sich und gehen über ihre Leistungsgrenze hinaus. Tragisches Beispiel: Der Tod eines Hobby-Marathonläufers im vergangenen Jahr in Hamburg. Am 26. April fällt wieder der Startschuss für das Massenspektakel. Sport und Medizin müssen sich deshalb sinnvoll ergänzen: Im vor knapp vier Jahren etabliertem Zentrum für Präventivmedizin am Marienkrankenhaus wurde jetzt das Vorsorgeprogramm um einen Leistungs-Check “Fit für den Sport” erweitert. Mit diesem neuen Angebot will die Klinik vor allem eine wichtige Versorgungslücke schließen. Denn während bei Spitzensportlern ein regelmäßiger Check-up Pflicht ist, fehlt diese Regelung im Breitensport. “Normale Vereinsspieler haben keinen Check-Up. Viele Hobbysportler überschätzen sich aber. Kontrolle ist besser, als auf dem Platz umzukippen”, lautet der Appell von Tobias Lietz (22), Hockey-Nationalspieler beim Harvestehuder Tennis- und Hockeyclub (HTHC). In einer bislang in Hamburg einmaligen Kombination können Probleme am Bewegungsapparat und am gleichen Tag vor Ort die Funktion von Herz und Kreislauf durch Ergometrie und EKG geprüft werden.

Die internistische Basisuntersuchung wird von den Internistinnen Dr. Janine Röhreke und Dr. Gabriele Ellgoth durchgeführt. Bei Auffälligkeiten am Herzen kann für eine differenzierte Diagnose die Untersuchung des Herzens mit dem Kernspintomographen vorgenommen werden. Diese diagnostischen Maßnahme wird von dem renommierten Experten Prof. Dr. Peter C. Ostendorf geleitet. Der Ablauf ist gekennzeichnet durch kurze Wege und Zeiten. Mit Dr. Ulf Lütjohann, dem langjährigen Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Marienkrankenhaus, berät ein kompetenter Spezialist alle Hobbysportler, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen. “Beschwerden an Gelenken, Sehnen, Bändern, Kapseln können im Präventivzentrum in einer individuellen Beratung umfassend abgeklärt werden”, betont Lütjohann. Der Vorsorge-Check umfasst außerdem Rückenschmerzen und Überlastungszeichen bei körperlicher Aktivität. Am Ende von Gespräch und Untersuchung mittels Kernspintomographie oder konventionellem Röntgen legt der Arzt dem Patienten eine sporartenspezifische Analyse vor. Welcher Sport für ihn wie häufig geeignet? Darf er noch Tennis spielen oder sollte er lieber seine Bahnen im Schwimmbad ziehen? Dr. Ulf Lütjohann berät im Zentrum für Präventivmedizin darüber hinaus auch Patienten, die eine endoprothetische Versorgung an Hüfte und Knie erhalten haben und ihre sportliche Belastungsfähigkeit überprüfen wollen. Zu seinen ersten Patienten gehört der Hamburger Verhaltenstrainer Wilfried Oldenburg (63), der 2002 ein künstliches Kniegelenk erhielt. Radfahren und Bergsteigen gehören dennoch zu seinem festen Trainingsprogramm – aber wohldosiert in Maßen ohne Gelenk und Bänder zu überlasten. Auch Oldenburg appelliert an alle sportbegeisterten Hamburger, vor dem Binden der Turnschuhe einen Leistungscheck “Fit für den Sport” zu machen. “Es hat keinen Sinn, halbtot ins Ziel zu kommen. Das ist falscher Ehrgeiz!”

Der neue Leistungscheck im Zentrum für Präventivmedizin ist momentan nur offen für alle privatkrankenversicherten Patienten und Selbstzahler. Er kostet 100 Euro – in Kombination mit einer Basis-Vorsorgeuntersuchung von Herz und Kreislauf 500 Euro.

Mehr Informationen im Internet unter: www.marienkrankenhaus.org

 

Management

Trend 2009

Deutsche Kliniken erhöhen Ausgaben für Kundenbindung

70 Prozent der Kliniken in Deutschland investieren in den kommenden drei Jahren in die Kundenbindung. Dabei wollen sich vor allem kleinere und mittlere Betreiber künftig stärker finanziell engagieren. Während 83 Prozent der Kliniken mit bis zu 1.000 Mitarbeitern zusätzliche Gelder für Kundenbindungsmaßnahmen freistellen werden, räumen nur 44 Prozent der Großkliniken entsprechende Investitionsbudgets ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Krankenhaus Trend 2009" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online. Das Investitionsverhalten zur Stärkung der Kundenbindung spiegelt ein Top-Thema der kommenden zwölf Monate in der Gesundheitsbranche wider. Mehr als ein Viertel der Klinikbetreiber planen, die Finanzausstattung in der Kundenbetreuung drastisch aufzustocken. Neben der Informationstechnologie und dem Qualitätsmanagement genießt derzeit kein anderer Bereich eine vergleichbare Aufmerksamkeit bei den Budgetverantwortlichen im Gesundheitswesen.

Diese Bereitschaft zur Investition in Kundenbindung wird durch einen Trend zur Ausweitung des Leistungsspektrums im ambulanten Bereich untermauert. Für 73 Prozent der Befragten liegt hier ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Zusammenhang liegt auf der Hand: So lassen sich beispielsweise durch die Anbindung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) Patientenströme gezielt steuern. Gleichzeitig rücken die Krankenkassen, die sich unter dem Druck des Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) zunehmend im Versorgungsmanagement engagieren, als Kooperationspartner in den Fokus. So wollen 85 Prozent der privaten Klinikbetreiber diese Partnerschaften forcieren, um so einen weiteren wichtigen Vertriebskanal zu erschließen. Dabei können Patienten gezielt über entsprechende Vereinbarungen, zum Beispiel bei Wahltarifen oder Versorgungsprogrammen, zu ausgewählten Leistungserbringern geleitet werden. Durch den entstehenden Wettbewerb um Qualität und Service könnte sich für den Kunden "Patient" die Versorgungsqualität zukünftig weiter verbessern.

 

Pflege

Fachlicher Rat

Erfolgreiches Pflegemanagement im Krankenhaus

Der BALK-Vorsitzende, Peter Bechtel, hat ein Buch von besonderem Interesse für Manager, Person- und Projektleiter sowie für Stations- und Pflegedienstleiter herausgebracht. Erfolgreiches Pflegemanagement bedingt heute schon, sich mit immer komplexer werdenden Strukturen im Klinikalltag auseinandersetzen zu müssen. Auch in Zukunft werden die Aufgabenstellungen in der täglichen Praxis vielfältiger und anspruchsvoller. Konzepte, die geeignet sind, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um die vielfältigen Aufgabenstellungen in der Praxis erfolgreich umsetzen zu können, sind gefragt. Die Beiträge zu den Themenschwerpunkten Führungsverantwortung, Personalmanagement, betriebswirtschaftlich orientiertes Handeln, Organisation und Prozessmanagement, Qualitätsmanagement und rechtliche Fragen zeichnen sich durch Anwendbarkeit in der Praxis und handlungsorientierte Beispiele aus. Zukunftsfähige Gestaltungsideen geben neue Impulse für ein erfolgreiches Pflegemanagement. Das Buch "Erfolgreiches Pflegemanagement im Krankenhaus - Antworten auf Führungsfragen von morgen" mit 688 Seiten kostet 49,00 Euro und ist im März 2009 erschienen. Bestellnummer: ISBN 978-3-7747-2128-9 CW Haarfeld.

 

Medizin

Ablehnung

Bundesbürger gegen Klonen von Mensch und Tier

Die große Mehrheit der Deutschen lehnt das Klonen von Menschen und Tieren strikt ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau". Acht von zehn der Befragten (81,9 %) sind der Auffassung, das gentechnisch identische Reproduzieren von Tieren sollte unbedingt untersagt werden. Beim Klonen von Menschen ist die Meinung der Deutschen noch eindeutiger: Hier sagen fast neunzig Prozent der Bundesbürger (89,3 %), die Forscher sollten davon ein für allemal die Finger lassen - egal, welche Chancen damit verbunden sein könnten. Fast sechs von zehn Frauen und Männern (58,5 %) sagen sogar, die Gentechnik sei "ein fataler Irrweg". Der Mensch könne der Natur nicht ungestraft "ins Handwerk pfuschen".

 

Internistenkongress

Dauerhafte Bronchitis unterschätzt

Immer mehr Menschen erkranken an chronischer obstruktiver Bronchitis, einer dauerhaften Lungenerkrankung. "Die Krankheit wurde jahrelang unterschätzt", sagte Professor Michael Pfeifer auf dem Internistenkongresses in Wiesbaden. In Deutschland seien bereits mehr Menschen davon betroffen als von der Atemwegserkrankung Asthma: 8,7 Prozent der Männer und 3,7 Prozent der Frauen über 40 Jahren seien erkrankt. Die chronisch obstruktive Bronchitis nach dem englischen Ausdruck kurz "COPD" genannt gilt als Raucherkrankheit: Nahezu alle Betroffenen seien Raucher, so der Internist vom Universitätsklinikum Regensburg.

 

Gefährliche Blüten

Bisher verhaltene Heuschnupfensaison

Heuschnupfen-Patienten sind nach Einschätzung des Jenaer Mediziners Claus Krögel bislang glimpflich davongekommen. "Wir hatten wegen des langen und kalten Winters endlich wieder einmal vier bis fünf nahezu pollenflugfreie Monate hintereinander", sagte der Leiter der Abteilung Pneumologie/Allergologie am Universitätsklinikum Jena in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. In Deutschland leiden schätzungsweise 20 Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie.

 

Weltmalariatag

Neue Initiative für erschwingliche Malariamittel

Eine internationale Initiative will Medikamente gegen Malaria für Menschen in elf besonders gefährdeten Ländern erschwinglich machen. Die von Moskitos übertragene Krankheit tötet täglich 2000 Kinder. Jedes Jahr fallen eine Million Menschen der Malaria zum Opfer, 90 Prozent noch im Kindesalter, teilte die Malaria Drugs Initiative in Oslo zum Weltmalariatag am 25. April mit. An dem 225-Millionen-Dollar-Projekt (etwa 173 Millionen Euro) beteiligen sich unter anderen das UN-Kinderhilfswerk UNICEF, die Weltbank, die niederländische Regierung, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose sowie die Bill-und- Melinda-Gates-Stiftung.

 

Weibliche Genauigkeit

Ärztin betreut Herzpatientinnen sorgfältiger

Ärztinnen behandeln Frauen mit chronischer Herzschwäche laut einer Fachgesellschaft sorgfältiger als Ärzte. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) stützt ihre Aussage auf eine Studie am Universitätsklinikum des Saarlandes, die bei der DGK-Jahrestagung in Mannheim vorgestellt wurde. "Weibliche Ärzte behandelten ihre Patienten gleich, unabhängig von deren Geschlecht, wohingegen männliche Ärzte ihre weiblichen Patienten signifikant seltener und mit geringeren Dosierungen therapierten", heißt es in einer DGK-Mitteilung. Die Forschergruppe um Magnus Baumhäkel hatte die Behandlungsdaten von mehr als 1800 Patienten mit chronischer Herzschwäche analysiert. Ergebnis: Die Patientinnen wurden deutlich seltener mit sogenannten ACE-Hemmern und AT-1-Antagonisten und tendenziell seltener mit Beta- Blockern therapiert als ihre männlichen Leidensgenossen. Sie bekamen zudem niedrigere Dosierungen. Nach Angaben des Universitätsklinikums bieten jedoch erst die entsprechend ärztlicher Leitlinien hohen Dosierungen dem Patienten den besten Schutz vor Herzleiden. Vorherige Studien bei anderen Erkrankungen seien zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, berichtet das Klinikum. Ursache könne das Unterschätzen der Symptome weiblicher Patienten sein. Auch unabhängig vom Geschlecht der Patienten hat jenes der Ärzte einen Einfluss auf den Therapieverlauf. Ärztinnen behandelten mehr ihrer Patienten mit den Medikamenten und dosierten diese auch höher als ihre männlichen Kollegen. Gründe könnten darin liegen, dass weibliche Ärzte mehr Zeit pro Patienten-Arztkontakt aufwenden, schreibt das Universitätsklinikum. "Darüber hinaus beziehen weibliche Ärzte ihre Patienten eher in die Therapieentscheidungen mit ein, wodurch die Einnahmetreue der Medikamente erhöht werden könnte." Zudem analysierten Ärztinnen möglicherweise die Symptome ihrer Patienten detaillierter.

 

Tierische Schönheit

Schönheits-OP mit Veterinärgeräten

Mit Geräten eines Tierarztes hat ein falscher Arzt in Barcelona Schönheitsoperationen vorgenommen. Wie die Polizei berichtete, konnte der 63-jährige Spanier weder medizinische Zeugnisse noch eine Zulassung der Gesundheitsbehörden vorweisen. Die Eingriffe seien "unter erbärmlichen hygienischen Bedingungen" in einer kleinen, dreckigen Wohnung vorgenommen worden. Der Mann lebte dort mit drei Hunden, einer Katze und einem Papagei. Der Mann wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Bei Eingriffen zu Brustvergrößerungen habe er den Patientinnen Silikon mit Pistolen eingespritzt, die normalerweise von Tierärzten verwendet werden. Die Spritzgeräte seien nach dem Gebrauch nicht desinfiziert worden. In der "Praxis" habe es überhaupt keine Anlage gegeben, um Geräte zu desinfizieren. Die Operationen seien mit Preisen von 250 bis 500 Euro relativ billig gewesen. Daher habe der falsche Arzt Patientinnen aus verschiedenen Teilen Spaniens behandelt. Unter den Kunden seien auch viele Transsexuelle gewesen, die sich die Brust vergrößern lassen wollten. Die Polizei war dem Mann durch den Hinweis eines Arztes auf die Spur gekommen. Der Mediziner hatte eine Patientin behandelt, die nach einer Operation bei dem Verdächtigen lebensgefährliche Folgeschäden erlitten hatte.

 

Macht das Herz auf

Neue Behandlungsmethode für verengte Herzgefäße

Ein Tübinger Medizin-Professor hat eine Methode entwickelt, die tausende Patienten mit einer Herzgefäßverengungen vor einer schweren Operation bewahren soll. Christian Herdeg erhielt dafür bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim den mit 5000 Euro dotierten Andreas-Grüntzig-Preis. Herdeg sprüht verengte Herzgefäße von innen mit einem Medikament ein, bevor er ein kleines Gitterröhrchen, einen sogenannten Stent, einsetzt. Durch das Medikament werde das Risiko einer erneuten Gefäßverengung verringert - eine schwere Bypass-Operation könne so häufig verhindert werden, teilte die Universitätsklinik Tübingen mit. Die neue Methode helfe vor allem Patienten, bei denen sich die Herzgefäße immer wieder verengen. Auch an Stellen, wo Stents bislang nicht eingesetzt werden konnten - etwa an Verästelungen der Gefäße - berge die Methode neue Chancen. "Für unsere Patienten ist das eine wirkliche Verbesserung", sagte Herdeg. Die Ärzte weiten die verengten Herzgefäße zunächst mit einem speziellen Ballon und sprühen sie anschließend von innen mit dem Medikament Paclitaxel ein. Es greift in das Zellskelett ein und sorgt dadurch für die langanhaltende Stabilisierung des Gefäßes. Das Verfahren werde derzeit weltweit nur an der Tübinger Universitätsklinik angewendet.

 

Recht

Klinische Umwelt

Ärzte zukünftig finanziell belastet

Das Landgericht München hat nach mündlicher Verhandlung heute mitgeteilt, dass es in der kostenlosen Abgabe von werbefinanzierten Arzneimitteldatenbanken an niedergelassene Ärzte das Risiko einer unzulässigen Beeinflussung der Ärzteschaft sieht. Ob und zu welchem Zeitpunkt das bislang noch nicht schriftlich vorliegende Urteil rechtskräftig wird, ist allerding unklar. Dieses überraschende Urteil könnte zu einer finanziellen Mehrbelastung der Ärzte führen. Hintergrund der Entscheidung des Landgerichts München war die Klage des Vorstandes der ePrax AG, Wolfgang Scholz. Darin hatte Scholz die Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise angezweifelt, niedergelassenen Ärzten eine Arzneimitteldatenbank kostenlos zur Verfügung zu stellen, die sich durch Werbung der pharmazeutischen Industrie finanziert. Das Urteil aus München überrascht, da weder die Qualität noch die Art der vorhandenen Werbung strittig ist, sondern das Gericht allein den Umstand anprangert, dass Ärzte diese Daten auch ohne zusätzliche Vergütung erhalten können. "Dies kann in letzter Konsequenz auch andere Bereiche betreffen, z.B. derzeit noch kostenlose Fortbildungen", kommentiert Herr Jochen Brüggemann, Geschäftsführer der ifap, das Urteil. Brüggemann weiter: "Daher wird die ifap bis zur Rechtskraft bzw. vorläufigen Vollstreckbarkeit des Urteils an der bewährten Vorgehensweise in der Distribution der Arzneimitteldaten an niedergelassene Ärzte festhalten."

 

Bundesfinanzhof

Schadensersatz für getöteten Ehemann nicht steuerpflichtig

Witwen und Witwer müssen keine Einkommenssteuer auf die Schadensersatz-Rente für den Tod des Partners zahlen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (AZ: X R 31/07). Die Rente sei ihrer Rechtsnatur nach kein Unterhalt sondern Schadensersatz - und damit steuerfrei. Wenn Schadensersatz als Einmalzahlung nicht steuerpflichtig sei, werde er es auch dadurch nicht, dass er in regelmäßigen Zahlungen ausgegeben werde, so der BFH. Schadensersatz-Renten seien nur dann zu versteuern, wenn diese weggefallene steuerpflichtige Einkünfte ersetzten.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt April 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Technologie
Krankenhauscontroller/ Medizincontroller/ Medizininformatiker (w/m)
Hildebrandt GesundheitsConsult
Hamburg
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Technologie
Projektleiter/In Krankenhaustechnik
CoSolvia Betriebstechnik GmbH
Hasbergen-Gaste
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Management
Leiter/in Betriebstechnik
Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne
Herne
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Technologie
Dipl.-Ing. Medizin-/Labortechnik
Faust Consult GmbH
Wiesbaden
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Management
Ärztlicher Geschäftsführer (m/w)
Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart
» PDF-Dokument
Technologie
Leiter/in in Vollzeit
Klinikum rechts der Isar
München
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Management
Leiter/in des Zentraleinkaufs
Paracelsus-Kliniken-Deutschland GmbH & Co. KGaA
Osnabrück
» PDF-Dokument
Management
Belegungsmanager/in
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Hamburg
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Pflege
Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w)
Klinikum Garmisch-Partenkirchen GmbH
Garmisch-Partenkirchen
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Management
Management Berater / Medizincontroller für Krankenhausplanung
Lohfert & Lohfert AS
Kgs. Lyngby
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Management
Zentralen Qualitätsmanagement-Beauftragten
Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)
Homburg/Saar
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Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

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Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: aroedig@wikom.net

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - Mai 2009

kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Während die allgemeine Wirtschaft lahmt und sogar Wachstumsrückgänge verzeichnen muss, entwickelt sich die inländische Gesundheitswirtschaft stabil weiter. Konjunkturprogramm und steigender Bedarf an qualifizierten Gesundheitsdienstleistungen unterstützen die stabile Entwicklung in diesem Wirtschaftsmarkt. Das Magazin "kma" zeigt mit seinem Schwerpunktthema OP-Management und OP-Ausstattung nicht nur die Innovationsfähigkeit dieser Branche auf, sondern weckt auch Bedarf für eine entsprechende Qualifizierung in diesem Sektor.

Anzeigenschluss für diese kma-Ausgabe ist 28.4.2009

kma-Report Technologie

Mit der Mai-Ausgabe erscheint auch dieses Jahr wieder der kma-Report Technologie mit neuesten Innovationen aus diesem Bereich. Das Supplement spiegelt die Leistungs- und Innovationsbreite aus dem Gesamtbereich "Krankenhaus-Technologie" wider.

Anzeigenschluss für das Supplement "Technologie", das allen kma-Ausgaben beigelegt wird, ist 28.4.2009

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Impressum

Kontakt
kma Medien
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Redaktionsverantwortung
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