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Politik

Diagnose-Betrug

Gesundheitsfonds und Arzthonorar wird verbessert

Ärzte sollen künftig Krankheiten ihrer Patienten nicht mehr dramatischer darstellen, damit deren Krankenkassen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds bekommen. Vertreter einzelner Kassen seien in Arztpraxen aufgetaucht und hätten zu entsprechenden Diagnosen gedrängt, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, in Berlin. Für viele Kranke bekommen Kassen mehr Geld aus dem Fonds. Ab 1. Juli sollen Richtlinien zur korrekten Angabe der Diagnosen Abhilfe schaffen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zeigte sich zuversichtlich zu den Einigungschancen. Nötig sei eine "qualitätssichernde Komponente" gegen unerwünschte Effekte des Codierens der Krankheiten, sagte Sprecherin Ann Marini der dpa. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte bereits auf die Möglichkeit staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen bei betrügerischen Kassen hingewiesen. Im Februar wurde zunächst das Bundesversicherungsamt in Bonn tätig: Kassen, die in kürzester Zeit durch stark gestiegene Krankenzahlen auffallen, sollten trotzdem nicht mehr Geld aus dem Fonds bekommen.

 

Dauerfehde

Kein Ende des Streits um Ärztehonorare in Sicht

Das geplante Angebot neuer Behandlungen für gesetzlich Krankenversicherte stockt wegen des anhaltenden Streits um die Ärztehonorare. Derzeit könnten keine neuen Leistungen generell eingeführt werden, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, in Berlin. Dies betreffe einige Phototherapien bei Hauterkrankungen, die Untersuchung des Gehörs von Babys sowie bestimmte HIV-Behandlungen. Eine Lösung könne es frühestens bei einer nächsten Verhandlungsrunde von Ärzte- und Kassenvertretern am 20. Mai geben. Insgesamt ist im Streit um die Honorare für die 140 000 niedergelassenen Ärzte in Deutschland kein Ende in Sicht. Die seit Jahresbeginn geltenden Honorarregeln sollten zum 1. Juli nachgebessert werden, sagte Köhler. Eine völlige Neufassung sei bereits für Beginn des kommenden Jahres geplant.

 

Kollegenschelte

Von der Leyen kritisiert Drogen-Aktionsprogramm

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Aktionspläne der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) in der jetzigen Form abgelehnt. "Maßgebliche Teile der vorgestellten Aktionsprogramme haben (...) lediglich prüfenden und empfehlenden Charakter", teilte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin mit. Außerdem seien sie mit den Beteiligten nicht ausreichend abgestimmt. "Das reicht qualitativ für eine nationale Initiative der Bundesregierung nicht aus." Bätzing hatte der Union eine Blockade ihrer Aktionspläne gegen Alkohol und Tabak vorgeworfen und darauf verwiesen, dass diese bereits intern abgestimmt seien.

 

Steuerspritze

Milliarden-Spritze für Kassen - Offene Rechnung

Nach monatelangem Rätselraten ist jetzt klar: Die Wirtschaftskrise reißt 2009 ein Loch von 2,9 Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds. Die Versicherten spüren davon aber zunächst nichts. Denn Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) springt auch dafür mit einer Steuerspritze ein, und zwar in voller Höhe. Doch nach der Expertenschätzung des Defizits warnen die Krankenkassen: Die Frage, wer die Rechnung am Ende bezahlt, bleibt offen. Schon 2010 könnten die Beitragszahler für Rezessions-Folgen zur Kasse gebeten werden. So ähnlich hatte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) das schon vor Tagen vorhergesagt. Das Geld kommt aus dem Bundeshaushalt. Der Steuerzuschuss an die Kassen klettert damit 2009 auf die Rekordmarke von rund 10 Milliarden Euro. Etwas überraschender ist das zweite Ergebnis. An der Ausgaben- Prognose ändert sich zumindest anhand der vorliegenden Daten nichts, unter anderem weil geplante Mehrausgaben für die Krankenhäuser ins nächste Jahr verschoben wurden. Für Ärzte, Kliniken und Arzneien müssen die Kassen aus Sicht von Bundesversicherungsamt (BVA) und Bundesregierung in diesem Jahr 166,8 Milliarden Euro aufwenden, aus Sicht des GKV-Spitzenverbands ist es eine Milliarde mehr.

Das erwartete stärkere Ausgabenplus bleibt aus - Konsequenz: Das Risiko für Zusatzbeiträge allein zulasten der Versicherten steigt vorerst nicht. Folglich gilt weiter, was BVA-Präsident Josef Hecken bereits angekündigt hat: Ab Mitte des Jahres dürften 16 Kassen den Extra-Obolus von ihren 4,5 Millionen Mitglieder verlangen. Entwarnung gilt also erstmal für die meisten der rund 70 Millionen Versicherten - in diesem Jahr. "Was im nächsten Jahr passiert, ist eine andere Frage", betont aber GKV-Verbandschefin Doris Pfeiffer. Das Milliarden-Darlehen muss schließlich nach jetziger Planung 2011 an den Bund zurückgezahlt werden. "Die Politik muss entscheiden, ob die Versicherten das über Zusatzbeiträge zahlen müssen, oder ob das Darlehen in einen Zuschuss umgewandelt werden muss, denn da kommen erhebliche Lasten auf die Versicherten zu", sagt Pfeiffer.

 

Aktionspläne

Koma-Trinken nimmt zu

Koma-Trinken gehört bei immer mehr Jugendlichen in Deutschland zum Alltag. Mehr als 23.000 Kinder wurden vergangenes Jahr teils bewusstlos betrunken ins Krankenhaus gebracht - so viele wie nie zuvor, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) in Berlin bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts. Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen seien 2008 mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen, berichtete Bätzing. Fast jeder zehnte Jugendliche konsumiere riskant oder gefährlich viel Alkohol. Trotzdem liegen geplante nationale Aktionsprogramme gegen Alkohol und Tabak wegen Streits in der Koalition auf Eis, kritisierte Bätzing.

 

Gegenwehr

Techniker Krankenkasse gegen Einheitsbeitrag

Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse Norbert Klusen forderte ebenfalls die Abschaffung des Einheitsbeitrages der gesetzlichen Kassen. "Am besten wäre es, wenn die Kassen ihre Beiträge wieder selber kalkulieren könnten", sagte er der "Bild"-Zeitung.

 

Chaos

Wachsende Kritik am Gesundheitsfonds

Die Kritik am Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenversicherung nimmt angesichts milliardenschwerer Beitragsausfälle in Folge der Wirtschaftskrise zu. Kassen, Verbände und Krankenhäuser verlangen die Rücknahme des Fonds oder zumindest deutliche Änderungen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft plädierte in der "Berliner Zeitung" für die Abschaffung des Fonds und die Rückkehr zur flexiblen Beitragsgestaltung durch die rund 200 Krankenkassen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hält die finanzielle Ausgestaltung des Gesundheitsfonds hingegen für ausreichend. Mit dem Regierungsdarlehen über knapp drei Milliarden Euro für konjunkturbedingte Einnahmeausfälle funktioniere er "gut als Schutzschirm gegen die Krise", sagte Schmidt dem "Tagesspiegel am Sonntag".

"Umso mehr sollten sich die Kassenmanager anstrengen, eine gute Versorgung zu organisieren, Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und überflüssige Ausgaben zu vermeiden", fügte die Ministerin hinzu. Niemand wisse, wie die Einnahmen 2011 aussehen. "Vielleicht deuten die andauernden Kassandrarufe von einigen Kassenverbandsfunktionäre darauf hin, dass diese fehlbeschäftigt sind." In diesem Jahr verfügt der Fonds - Herzstück der Gesundheitsreform der großen Koalition - über insgesamt 167 Milliarden Euro, aus denen die Ausgaben für die medizinische Versorgung von etwa 70 Millionen Bürgern bestritten werden. Gespeist wird er aus den Beiträgen der Versicherten und Steuermitteln. Dazu wurde den Krankenkassen erstmals ein Einheitsbeitrag von derzeit 15,5 Prozent vorgeschrieben. Vom 1. Juli an sinkt er als Folge des Konjunkturpakets der Regierung auf 14,9 Prozent.

 

”Focus”

Große Probleme bei Pandemie-Übung

Bei der bundesweiten Pandemie-Übung ”Lükex 2007” ist es nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins ”Focus” zu Pannen gekommen, die im Erstfall schwerwiegende Folgen gehabt hätten. Das berichtet "Focus" unter Berufung auf den als "Verschlusssache" eingestuften 53-seitigen Abschlussbericht. In dem vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erstellten Papier sei von etlichen "Schwachstellen", "Defiziten" und "Missverständnissen" die Rede. Demnach waren die übenden Krisenstäbe zum Teil unfähig, Entwicklungen vorherzusagen und "vorausschauende strategische Entscheidungen" zu fällen. Bedrohliche Szenarien wurden "zum Teil unterschätzt", auf gravierende Auswirkungen nur schleppend oder gar nicht reagiert. Der Bericht moniere, es habe an "Instrumenten und Daten" gefehlt, um den Bedarf an Antibiotika oder antiviraler Arznei realistisch einzuschätzen. Bund und Länder sprachen sich laut "Focus" nur unzureichend ab und entschieden in grundsätzlichen Fragen gegensätzlich, etwa ob Schulen geschlossen werden müssen. Als Fehler werteten die Autoren des Berichts die "überraschende vorzeitige Beendigung" der Übung durch Behörden des Bundes und einzelner Länder. Die personelle Besetzung der Krisenstäbe müsse deshalb "für den Realfall einer kritischen Prüfung unterzogen werden", zitiert das Magazin aus dem Papier.

 

Krankheitserreger

Schavan unterstreicht Bedeutung der Grippeforschung

Angesichts der Ausweitung der Schweinegrippe hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) auf die Bedeutung einer umfangreichen Forschung in diesem Bereich hingewiesen. Das Ministerium fördere die Erforschung von Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, mit insgesamt rund 30 Millionen Euro, teilte Schavan in Berlin mit. "Diese Forschung muss breit angelegt sein und verschiedene Krankheitserreger einbeziehen", sagte die Ministerin. "Die Wissenschaft kann auf diese Weise helfen, dass wir beim Auftauchen neuer Erreger möglichst gut vorbereitet sind."

 

"Vertane Chance"

Geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie vom Tisch

Nach rund fünf Jahre langen zähen Verhandlungen ist die geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie endgültig vom Tisch. Ein Treffen zwischen Vertretern des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten brachte erneut keinen Erfolg, teilte die tschechische Ratspräsidentschaft am Dienstag in Brüssel mit. "Das Ergebnis der Gespräche war mit Sicherheit beeinflusst von den anstehenden Wahlen zum Europaparlament", sagte der Ratsvorsitzende und tschechische Arbeitsminister Petr Necas. Streitpunkt zwischen dem EU-Parlament und dem EU-Ministerrat war die maximale Arbeitszeit in der Europäischen Union.

Das EU-Parlament wollte an der 48-Stunden-Woche festhalten. Der Ministerrat hatte in Ausnahmefällen bis zu 65 Stunden Arbeit erlauben wollen. Diese Ausnahmeregelung, die sogenannte Opt-out-Bestimmung, hatte Großbritannien 1993 für sich durchgesetzt, um von der 48- Stunden-Woche abweichen zu können. Die Europaabgeordneten wollten diese Regelung auslaufen lassen, der Rat widersprach. Die Sperrminderheit im Ministerrat, darunter nach Diplomatenangaben auch Deutschland, war nach Aussagen der Vize-Präsidentin des Parlaments, Mechthild Rothe (SPD), "fast wie Stahlbeton". Auch Großbritannien, Polen, die Slowakei und Malta wollten Ausnahmen weiterhin zulassen.

 

Obamas letzte Lücke

US-Senat bestätigt Sebelius

Das Kabinett von US-Präsident Barack Obama ist komplett. Der US-Senat bestätigte am Dienstag mit 65 gegen 31 Stimmen die Gouverneurin von Kansas, Kathleen Sebelius, als neue Gesundheitsministerin. Der ursprüngliche Kandidat Obamas, Tom Daschle, musste wegen Problemen mit seinen Steuererklärungen zurücktreten. Allerdings hatte auch Sebelius einräumen müssen, in den vergangenen drei Jahren gut 7000 Dollar (rund 5300 Euro) zu wenig Steuern bezahlt zu haben. Die Steuern - es handelte sich unter anderem um nicht korrekt verbuchte Spenden - seien mittlerweile nachgezahlt worden, betonte sie. Der Finanzausschuss des Senats hatte nach der Anhörung der Kandidatin mit 15 zu acht Stimmen ihre Bestätigung empfohlen. Die erste Herausforderung für die Politikerin wird nun der Umgang mit der auch in den USA grassierenden Schweinegrippe sein; zudem soll sie künftig die ehrgeizigen Pläne Obamas für eine umfassende Gesundheitsreform in den USA umsetzen.

 

Wahlprogramm

Wirtschaftsflügel der CDU macht Druck auf Merkel

Der Wirtschaftsflügel der CDU will laut einem Zeitungsbericht mit einem eigenen Wahlprogramm Druck auf Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel ausüben. In dem 24- seitigen Papier, das der "Financial Times Deutschland" vorliegt, verlangt der Wirtschaftsrat der CDU eine Abschaffung von Erbschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Er geht damit weit über die Positionen der Parteispitze hinaus. Um die Mittelschicht zusätzlich zu entlasten, soll der Anstieg der Einkommensteuertarife in der nächsten Wahlperiode abgeflacht und regelmäßig an die Inflation angepasst werden. Die Steuerpläne würden Bund und Länder demnach voraussichtlich bis zu 20 Milliarden Euro kosten.

Wirtschaftsrats-Präsident Kurt Lauk legt in dem Programm laut dem Bericht auch Wahlkampf-Forderungen zu den Themen Finanzen, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Energie, Verkehr und Europa vor. Der CDU- Flügel setze auf eine Privatisierung staatlicher Leistungen sowie Subventionsabbau und eine ehrgeizigere Sanierung der öffentlichen Haushalte. "Wir fordern den Einstieg in die Altschuldentilgung", heißt es laut "FTD" in dem Papier. Der umstrittene Gesundheitsfonds solle so umgebaut werden, dass die Krankenkassenbeiträge nicht mehr als Lohnnebenkosten von den Arbeitgebern mitgetragen werden müssen.

 

Gendiagnostikgesetz

Große Koalition stolz auf ihr Gentestgesetz

Es gibt Tage, an denen die Abgeordneten von Union und SPD auch einmal so richtig stolz darauf sind, was sie nach zähem internen Ringen mit ihrer breiten Mehrheit im Parlament gemeinsam durchsetzen können. Mit der Verabschiedung des Gendiagnostikgesetzes am Freitag im Bundestag zog die große Koalition vorerst einen Schlussstrich unter eine zehnjährige kontroverse Debatte. Das Gesetz stellt klar: Arbeitgeber wie Versicherungen dürfen von Bewerbern und Kunden grundsätzlich keine Gen-Tests verlangen. Ausnahmen gelten nur für Versicherungssummen ab 300 000 Euro. Und für die Untersuchungen wie auch für den Umgang mit den Daten in der medizinischen Diagnostik gelten künftig strengste Auflagen.

 

Tauziehen

Merkel skeptisch bei Patientenverfügungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich skeptisch zu einer umfassenden gesetzlichen Regelung für Patientenverfügungen geäußert. Es könne Bereiche geben, in denen Gesetze nicht helfen würden, sagte die CDU-Vorsitzende am Freitag auf einer Konferenz ihrer Partei in Berlin. Mit Patientenverfügungen kann für den Fall von Koma oder Bewusstseinsverlust angeordnet werden, wie die Behandlung weitergehen soll. Merkel äußerte sich vor den entscheidenden Beratungen im Bundestag über die ethisch und juristisch schwierige Frage. Im Bundestag wird bereits seit Jahren darüber gesprochen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa soll nun Mitte Mai in der großen Koalition eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fallen.

 

Europa

Zustimmung für EU-weite Gesundheitsversorgung

Patienten aus Europa sollen sich nach dem Willen des Europaparlaments in jedem EU-Staat auf Kosten ihrer heimischen Krankenkasse behandeln lassen können. Die Volksvertretung stimmte in Straßburg in erster Lesung einer entsprechenden EU-Richtlinie zu. Damit sollen alle europäischen Krankenkassen künftig medizinische Dienstleistungen vom Hörgerät bis hin zu Operationen erstatten. Auch die 27 Mitgliedstaaten müssen der Direktive noch grünes Licht geben. Die Delegationen ringen derzeit allerdings noch um Kompromisse zu mehreren Punkten. So ist umstritten, ob Patienten beispielsweise Krankenhausaufenthalte vorher bei ihrer Kasse anmelden müssen. Länder wie Großbritannien oder Spanien befürchten eine Abwanderung ihrer Patienten und damit eine Gefährdung ihrer Gesundheitssysteme. Die deutschen Krankenkassen zahlen bereits größtenteils für Behandlungen im EU-Ausland. Experten betonen, dass Deutschland mit seiner guten Versorgung profitieren und Kranke aus dem Ausland anlocken könnte.

 

Komasaufen

Nächtliches Alkoholverkaufsverbot im Südwesten

Als erstes Bundesland wird Baden-Württemberg ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol verhängen. Die CDU/FDP-Koalition einigte sich in Stuttgart nach monatelangem Ringen darauf, den Verkauf von Alkohol an Tankstellen, Kiosken oder Supermärkten von 22.00 bis 05.00 Uhr zu untersagen. Damit will das Land Trinkgelagen von Jugendlichen vorbeugen. CDU-Fraktionschef Stefan Mappus sagte am Rande der Landtagssitzung, der Gesetzentwurf werde noch vor der Sommerpause ins Parlament eingebracht. Das Verbot solle zum 1. Januar 2010 in Kraft treten. Ausnahmeregelungen werde es unter anderem für Stadtfeste oder Feste auf Bauernhöfen geben. Über die Ausnahmen sollen jeweils die Regierungspräsidien entscheiden. Im Gegenzug für das Verkaufsverbot, dem die FDP skeptisch gegenübersteht, werden die Sperrzeiten der Gaststätten verkürzt. Sie dürfen an Wochentagen eine Stunde und am Wochenende zwei Stunden länger öffnen. Justizminister Ulrich Goll (FDP) begrüßte den Kompromiss. Er sagte aber auch, das Verkaufsverbot allein reiche nicht. Alkoholmissbrauch müsse auf vielen Ebenen bekämpft werden.

 

Gesetzliche Sozialversicherung 2008

Überschuss von 6,5 Milliarden Euro

Die gesetzliche Sozialversicherung hat im Jahr 2008 nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit einem kassenmäßigen Finanzierungsüberschuss (in Abgrenzung der Finanzstatistik) von 6,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Jahr 2007 hatte der Finanzierungsüberschuss 9,0 Milliarden Euro betragen. Die Ausgaben der gesetzlichen Sozialversicherung stiegen 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% auf 477,4 Milliarden Euro, die Einnahmen um 1,6% auf 484,0 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). In der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen die Ausgaben (+ 4,7% auf 162,0 Milliarden Euro) und Einnahmen (+ 4,0% auf 162,8 Milliarden Euro) stärker als in der gesetzlichen Sozialversicherung insgesamt. Im Jahr 2008 ergab sich hier ein geringer Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Euro, nach 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2007. In der gesetzlichen Rentenversicherung erhöhten sich die Einnahmen im Jahr 2008 um 2,6% auf 241,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben nahmen mit 1,4% deutlich geringer zu und erreichten 238,0 Milliarden Euro. Der Finanzierungsüberschuss im Jahr 2008 von 3,7 Milliarden Euro war damit erheblich höher als im Jahr 2007 (1,0 Milliarden Euro).

Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich des Versorgungsfonds) gingen im Jahr 2008 um 2,2% auf 36,7 Milliarden Euro zurück. Die Einnahmen sanken kräftig um 13,2% auf 38,4 Milliarden Euro, wesentlich bedingt durch die Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung zum 1. Januar 2008 von 4,2% auf 3,3%. Im Jahr 2008 verblieb dennoch ein Finanzierungsüberschuss der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 1,6 Milliarden Euro, der allerdings deutlich geringer ausfiel als 2007 (6,6 Milliarden Euro). Die gesetzliche Pflegeversicherung verzeichnete im Jahr 2008 Einnahmen in Höhe von 19,8 Milliarden Euro. Zum Einnahmenzuwachs um 9,7% gegenüber dem Vorjahr hat die Erhöhung des Beitragssatzes von 1,7% auf 1,95% (für Kinderlose von 1,95% auf 2,2%) zum 1. Juli 2008 beigetragen. Die Ausgaben der gesetzlichen Pflegeversicherung stiegen deutlich langsamer, um 4,4% auf 19,1 Milliarden Euro. Nach einem Finanzierungsdefizit von 0,3 Milliarden Euro im Jahr 2007 konnte die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahr 2008 einen Finanzierungsüberschuss von 0,6 Milliarden Euro verbuchen.

 

Politisch induzierter Mangel

Ärztekammer fordert mehr Geld gegen Ärztemangel

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat wegen zunehmenden Ärztemangels Alarm geschlagen und mehr Geld für die ärztliche Versorgung gefordert. BÄK-Vizepräsident Frank Ulrich Montgomery machte die Politik für die "Mangelsituation" verantwortlich. Notwendig seien auch bessere Rahmenbedingungen. "Die heute herrschende Mehr-Klassen-Medizin ist von der Ärzteschaft nicht gewollt - sie ist Konsequenz eines politisch induzierten Mangels, gepaart mit einem ebenso politisch gewollten Preiswettbewerb", sagte er in Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium wies die Forderung nach mehr Geld umgehend zurück. Montgomery ignoriere "offenbar vollständig" die gesetzlichen und finanziellen Verbesserungen für Ärzte, sagte eine Sprecherin. "In solchen Zeiten der Krise dauernd nach noch mehr Geld zu rufen, ist schon ein starkes Stück."

Seit 1991 nahm die Zahl der Mediziner in Deutschland zwar laut BÄK um gut 30 Prozent zu. Gleichwohl sind nach Montgomerys Worten in vielen Krankenhäusern derzeit 20 bis 50 Prozent der Arzt-Stellen unbesetzt. Überstunden und gedeckelte Budgets verleideten vielen Medizinern den Job und ließen sie seit Jahren zu Tausenden ins Ausland abwandern. Hochqualifizierte junge Mediziner seien nicht mehr bereit, ihre "Lebensqualität und ihre Arbeitnehmerrechte an den Pforten der Krankenhäuser, der Medizinischen Versorgungszentren oder am Eingang ihrer Praxis abzugeben", sagte der BÄK-Vize.

 

Wirtschaft

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ZENO-Konferenz:

Der neue Chefarztvertrag

Veranstaltung am 22. Juni 2009 in Köln

ZenoDer Chefarzt ist heute mehr denn je eine Führungskraft im Krankenhaus mit besonderer Verantwortung. Insofern ist die Chefarzt-Besetzung eine wesentliche strategische Entscheidung für ein Krankenhaus. In diesem Workshop werden von zwei Experten aus medizinischer, juristischer sowie Management-Sicht der Prozeß von der strategischen Auswahl bis hin zur Vertragsgestaltung mit den enthaltenen Konfliktpotentialen vorgestellt, diskutiert und entsprechende Lösungsvorschläge und Modelle präsentiert. Zu den Schwerpunkten der Veranstaltung zählen vor allem Vergütungsfragen, deren Höhe, und die hieraus erwachsenden Konsequenzen für die Vertragsgestaltung. Die üblichen Klauseln eines Chefarztvertrages, die Bedeutung von Entwicklungsklauseln kommen ebenso zur Sprache, wie Fragen interessengerechter Beendigung von Chefarzt-Dienstverhältnissen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Schwangerschaft

Bayer startet abschließende klinische Studien mit Verhütungspflaster

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat abschließende Studien zur klinischen Prüfung eines Verhütungspflasters für Frauen gestartet. Das Pflaster enthalte eine Kombination der Hormone Ethinylestradiol und Gestoden in niedriger Dosierung, teilte der Konzern am Dienstag mit. In zwei weltweiten Phase III-Studien mit etwa 3.300 Frauen werde die Wirksamkeit des Pflasters geprüft. Mit den ersten Zulassungsanträgen sei im Jahr 2012 zu rechnen. Das Produkt solle weltweit vermarktet werden. Das Verhütungspflaster sei bequem anzuwenden. Es werde nur einmal pro Woche gewechselt, so dass die Anwenderin pro Menstruationszyklus drei Wochen lang je ein Pflaster trage. Das nächste Pflaster werde erst wieder nach einwöchiger Unterbrechung angewendet.

 
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ZeQ Management Campus

Führen mit Jahreszielen – Mitarbeiter motivieren und langfristig binden

ZeQIn Zeiten von Ärzteknappheit und Pflegenotstand ist die Kunst, qualifizierte Mitarbeiter zu motivieren und langfristig zu binden, entscheidend für den Erfolg jeder Einrichtung. Führen mit Jahreszielen ist ein wichtiges Instrument, diesen Erfolgsfaktor in Ihrer Klinik zu etablieren. In unserem Seminar zeigen wir Ihnen mit zahlreichen Praxisübungen den wirksamen Einsatz dieses Instruments.


Termine im ZeQ Management Campus in Mannheim:

  • 16.06.2009
  • 05.10.2009

Der ZeQ Management Campus ist eine Stätte des Dialogs – Erfahrungsaustausch zwischen Führungskräften und Fachexperten steht im Vordergrund. Unsere Seminare bieten Ihnen praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie unter 0621-32885035, per E-Mail (training@zeq.de) oder unter www.management-campus.eu.

 

Pharmaindustrie

Insulin-Marktführer Novo Nordisk sieht weitere Wachstumschancen

Der Weltmarktführer für Insulin, Novo Nordisk, erwartet trotz wachsender Konkurrenz im Diabetes-Geschäft und Verzögerungen bei einer wichtigen Neuentwicklung weiterhin starkes Wachstum. "Wir planen langfristig jährliche Wachstumsraten von zehn Prozent, sagte Vorstandschef Lars Rebien Sørensen. Damit würde das börsennotierte dänische Unternehmen mit umgerechnet rund 6,1 Milliarden Euro Umsatz derzeit auf Position 20 der Pharmabranche deutlich stärker zulegen als der globale Arzneimittelmarkt. Marktforscher von IMS Health prognostizierten für die Branche insgesamt maximal 3,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Schon in den vergangenen zehn Jahren zeichnete sich Novo Nordisk durch zweistelliges organisches Wachstum aus. Seit 2000 hat die Firma ohne größere Zukäufe ihren Umsatz quasi verdoppelt und den Nettogewinn auf 1,3 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Die Ebit-Rendite liegt dem Bericht zufolge mit 27 Prozent im oberen Bereich der Pharmabranche.

 
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mibeg-Institut Medizin

Sicherer Umgang mit DRGs

Veranstaltung am 8. Mai 2009 in Köln

Das mibeg-Institut Medizin hat als eines der ersten Institute in Deutschland eine Ausbildung für Kodierer entwickelt und somit maßgeblich auf die Entwicklung dieses Berufsbildes hingewirkt. Seitdem wird die Weiterbildung kontinuierlich in ständig aktualisierter Form angeboten. Das Seminar richtet sich an alle Berufsgruppen, die an der Dokumentation des Leistungsprozesses beteiligt sind. Es qualifiziert grundlegend in der Dokumentation und der Kodierung der medizinischen Leistungen und informiert über die Auswirkungen auf die Finanzierung von Krankenhausleistungen. Methoden der Medizinischen Dokumentation im DRG-Umfeld werden in Trainingsmodulen praktisch geschult, um die notwendige Sicherheit für eine erfolgreiche Umsetzung in der täglichen Arbeit zu vermitteln. Absolventen der Weiterbildung bietet das mibeg-Institut Medizin ein jährliches Update an, das über aktuelle Veränderungen umfassend informiert.

Das mibeg-Institut Medizin startet das 19. Intensivseminar DRGDokumentar/in am 8. Mai 2009 in Köln.

Weitere Informationen unter www.mibeg.de.

 

Tragik

Merckle-Sohn: Keine Chance für Familien-Imperium

Philipp Daniel Merckle sieht keine Zukunft für das überschuldete Familien-Imperium. "Mein Gefühl war schon seit längerem: Dieses verschachtelte Firmenkonstrukt kann nicht mehr funktionieren. Aktiv steuerbar ist mittlerweile ohnehin nichts mehr", sagte er im ersten Interview nach dem Selbstmord seines Vaters am 5. Januar dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Adolf Merckle sei schwer herzkrank gewesen vor seinem Suizid: "Es wäre durchaus möglich gewesen, dass er das nächste halbe Jahr nicht mehr erlebt hätte."

 
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MCC health world 2009

Der Kongress für Entscheider im Gesundheitsmarkt

Veranstaltung am 22. und 23. Juni 2009 in Aachen

MCCDie MCC health world hat sich als feste Größe für den Erfahrungsaustausch und der Wissensvermittlung bei den Entscheidern im Gesundheitsmarkt etabliert. Seien Sie mit dabei, wenn Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit weiteren Top-Referenten über aktuelle Themen und Entwicklungen referiert und diskutiert.

Die diesjährigen Themen der MCC health world sind u.a.:

  • "Auswirkungen der Gesundheitsreform auf Kostenträger und Leistungserbringer"
  • "Umbruch der gesundheitlichen Versorgungsstrukturen"
  • "Deutschland vor der Wahl - Wo geht die Reise hin?"

Die 7. MCC health world findet am 22. und 23. Juni 2009 in Aachen im Hotel Pullman Quellenhof statt. Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung und melden Sie sich rechtzeitig an. Es lohnt sich!


Vorankündigung und Anmeldung unter www.mcc-seminare.de.

 

Erfolgskurs

Fresenius zuversichtlich für wichtigste Sparten

Der DAX-Neuling Fresenius hat sich nach einem Gewinnanstieg zuversichtlich über das laufende Geschäftsjahr geäußert und seine Ziele für den Konzern bestätigt. Danach soll der Umsatz währungsbereinigt um mehr als 10 Prozent steigen, wie der Arbeitgeber von mehr als 125.000 Mitarbeitern am Donnerstag in Bad Homburg bei Frankfurt mitteilte. Das Konzernergebnis soll auf bereinigter Basis weiterhin um rund 10 Prozent wachsen. Ohne Zukäufe will Fresenius das organische Wachstum um 6 bis 8 Prozent erhöhen. Im ersten Quartal hatten Zukäufe und Währungseffekte durch die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro einen positiven Effekt für Fresenius. Der Konzern erwirtschaftet fast die Hälfte seines Umsatzes in den USA.

Für seine nach dem Dialysespezialisten FMC zweitwichtigste Sparte Kabi, die auf Infusionstherapien spezialisiert ist, erwartet Konzernchef Ulf Schneider im laufenden Jahr weiterhin ein Umsatzplus von 25 bis 30 Prozent (währungsbereinigt). Die EBIT-Marge soll 19,5 bis 20,5 Prozent betragen. Im Auftaktquartal konnte Fresenius bei Kabi durch die Übernahme des US-Unternehmens APP Pharmaceuticals zwar den Umsatz um 32 Prozent auf 722 Millionen Euro steigern, der Überschuss sank wegen der Finanzierungskosten für die Milliardenübernahme jedoch um 17 Prozent auf 38 Millionen Euro. Für seinen Krankenhausbetreiber Helios - das dritte Standbein der Bad Homburger - prognostiziert Fresenius für 2009 unverändert einen Umsatzanstieg auf mehr als 2,3 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 180 bis 200 Millionen Euro.

 
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Changemanagement von Fosbury lernen

Von Laborinstituten zum diagnostischen Zentrum

Der Leichtathlet R.D. Fosbury überquerte erstmals die Hochsprunglatte rücklings, nachdem bis dahin der Straddle die einzig vorstellbare Variante war. Damit revolutionierte er den Hochsprung und gewann olympisches Gold. Der Übergang des bis dahin ständig verbesserten Straddle zum Fosbury Flop war ein typischer Prozessmusterwechsel. Die Entwicklung von einzelnen Laborinstituten zu einem unternehmerisch geführten diagnostischen Zentrum mit Umsetzung von Synergiepotenzialen und Kosteneinsparungen im Klinikum Ludwigshafen ist ein Beispiel für einen gelungenen Prozessmusterwechsel.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns, Sie am 8. Juli 2009 um 18.00 Uhr in Berlin zu einem Fachvortrag zu diesem Thema einladen zu dürfen.

Gastgeber:

  • Dr. med. Stefan Drauschke, Aufsichtsratsvorsitzender der GÖK Consulting AG und Gründer der NextHealth
  • Wolfgang Foest, Hartmut Ponßen sowie Dr.-Ing. Jörg Risse, Vorstände der GÖK Consulting AG

Referent:

  • Peter Asché, Geschäftsführer Klinikum der Stadt Ludwigshafen gGmbH

Melden Sie sich unter www.goek-ag.de an und gewinnen Sie 2 Eintrittskarten zur 12. IAAF Leichtathletik WM in Berlin. Sie erhalten umgehend eine Bestätigung.

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Auslaufmodell

Pharmabranche entwickelt sich zur Gesundheitsindustrie

Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen stellt nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) das Pharma-Geschäftsmodell in Frage. Von 1985 bis 2000 habe sich der Marktwert der führenden Pharmakonzerne um den Faktor 85 vervielfacht. Doch nun drohe das bewährte Geschäftsmodell in absehbarer Zeit zum Auslaufmodell zu werden - zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie "Pharma 2020: Challenging Business Models" von PwC. "Die Gesundheitssysteme vieler Industriestaaten stehen unter Reformdruck. Verstärkte Prävention, interdisziplinäre Therapieansätze und nicht zuletzt eine am Behandlungserfolg orientierte Vergütung sollen die massiven Kostensteigerungen eindämmen. Pharmaunternehmen werden sich auf diese Veränderungen in zunehmendem Maße einstellen müssen", sagte Volker Booten, verantwortlicher Partner für den Bereich Chemicals & Pharma bei PwC in Deutschland. Auch die größten Konzerne könnten sich dem Wandel nicht entziehen. Schon heute machen viele Gesundheitssysteme den Arzneimittelherstellern Preisvorgaben oder verlangen von ihren Versicherten Zuzahlungen für bestimmte Medikamente. Da Patienten im Jahr 2020 einen erheblich größeren Teil der Gesundheitsausgaben als heute selbst übernehmen müssten, würden sie verstärkt nach Alternativen zur Verschreibung teurer Medikamente fragen, sagte Booten.

 
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Bewerbungsfrist Ende Juli

Marketing-Award der Gesundheitswirtschaft

ZeMarkDie Verleihung des ZeMark-Med Awards für herausragende Marketing- und Kommunikationsleistungen wird traditionell im Anschluss der Zentralen Marketing-Tagung in der Gesundheitswirtschaft (ZeMark) verliehen. Der Zentrale Marketingclub in der Gesundheitswirtschaft fördert die Professionalisierung des Marketings, Weiterbildung sowie Networking dieser Branche. Der Vorstand ruft Kliniken auf, sich für die Kategorien Marketingkonzept für Kliniken, brillanteste Marketingstrategie sowie innovativste Kommunikationskampagne zu bewerben. Frühere Gewinner waren u. a. die SRH Kliniken und das Marienkrankenhaus Hamburg. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli 2009.

Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Homepage des Vereines bereitgestellt www.zemark-med.de.

 

Sparkurs

Siemens erhöht Sparziel in Vertrieb und Verwaltung

Der Mischkonzern Siemens will nach einem Zeitungsbericht in Vertrieb und Verwaltung weit mehr einsparen als bislang geplant. Bis zum kommenden Jahr sollten die Kosten statt um 1,2 nun um 1,6 Milliarden Euro gedrückt werden, schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Konzernchef Peter Löscher hatte bereits am Mittwoch bei Vorlage der Halbjahres-Zahlen eingeräumt, dass Siemens bei den Einsparungen besser vorankomme als erwartet und sich das Unternehmen zutraue, die Zielmarke zu übertreffen. Eine genaue Summe hatte er indes nicht genannt. Die Spar-Erfolge kommen zur richtigen Zeit: Siemens musste gestern angesichts zusammengeschmolzener Bestellungen die eigenen Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr (Ende März) drastisch runterschrauben. Eine Bodenbildung sei noch nicht in Sicht, hatte Löscher gesagt. Nach dem Industriegeschäft hielten sich die Kunden jetzt auch beim bisher florierenden Energiegeschäft mit neuen Aufträgen zurück. Einzig die Medizintechnik konnte noch leicht zulegen.

 
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ZENO-Konferenz:

Eigener Leistungskatalog für Praxiskliniken

Veranstaltung am 26. Juni 2009 in Berlin

ZenoEin Blick in das jüngste Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) läßt ahnen, daß man dort, getreu dem Motto ”Mehr Wettbewerb“, Großes mit den Praxiskliniken vor hat. Einen eigenen Leistungskatalog für Praxiskliniken sollen der GKV-Spitzenverband und die Vertreter der Praxiskliniken erarbeiten, dazu auch gleich noch Maßnahmen zur Qualitätssicherung. In dieser Veranstaltung positionieren sich Vertreter der Praxiskliniken, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und Krankenkassen. Es kommen aber auch die zu Wort, die als Kostenträger oder Leistungserbringer bereits Erfahrungen im Rahmen von Integrationsverträgen sammeln konnten.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Monopolstellung

Rabattverträge bei der AOK gehen in Schlussrunde

Nach langen Rechtsstreitigkeiten hat die AOK weitere Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern geschlossen. Nach eigenen Angaben konnte die AOK Zuschläge für weitere 6 der insgesamt 63 ausgeschriebenen Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen erteilen, berichtete die AOK-Baden-Württemberg . Darunter befinde sich auch der im AOK-System umsatzstärkste Wirkstoff Omeprazol. Von dem Mittel gegen Magenbeschwerden seien mit dem AOK-System 2007 bundesweit rund 5,8 Millionen Verordnungen abgerechnet worden, was einem Umsatzvolumen von mehr als einer Viertel Milliarde Euro entspreche.

 

Positive Erwartungen

Pharmaverband vfa erwartet 2009 Umsatzplus

Der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) rechnet ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise im laufenden Jahr mit einem leichten Umsatzanstieg. "Die forschenden Pharmaunternehmen gehen mit verhalten positiven Erwartungen in das weitere Jahr 2009", sagte Wolfgang Plischke, Vorsitzender des Verbandes, vor Journalisten in Frankfurt. Bei einer Umfrage des vfa unter den 47 deutschen und ausländischen Mitgliedsunternehmen hätten zwei Drittel ihre Erwartungen eines "moderaten" Anstiegs der Umsätze bestätigt. 2008 hatten die vfa-Unternehmen einen Umsatzanstieg von 3,8 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro verbucht. Die Exportquote der Firmen betrug 2008 unverändert 52 Prozent. 2009 dürfte das Erlösplus in einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr liegen, sagte Plischke. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise würden bei den forschenden Herstellern nicht oder nur in geringem Maße gesehen. Damit erweise sich die Branche weiterhin als krisenrobust. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung seien 2008 um 6,9 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro gestiegen. Plischke plädierte vor dem Hintergrund der internationalen Chancengleichheit erneut für eine steuerliche Forschungsförderung. Dafür sollten 10 Prozent des gesamten F&E-Aufwandes eines Pharmaunternehmens von der Steuerschuld abgezogen werden. Wettbewerber wie die USA, Großbritannien oder auch Frankreich würden heute bereits die Forschung in ihren Ländern steuerlich fördern. Die Zahl der Beschäftigten sank 2008 um rund 3.500 auf 88.000. Dem Verband gehören von den deutschen Pharmaherstellern Bayer, Boehringer Ingelheim, Merck KGaA, Merz und Grünenthal an.

 

Rückgang

Generikakonkurrenz belastet Pfizer-Gewinn

Die Konkurrenz durch Nachahmermedikamente und ein Umsatzeinbruch beim Kassenschlager Lipitor haben dem weltgrößten Pharmakonzern Pfizer zum Jahresauftakt weniger Gewinn einbracht als im Vorjahr. Der Überschuss fiel im ersten Quartal um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro), wie der im Dow Jones Industrial Average (DJIA) gelistete Branchenprimus am Dienstag in New York mitteilte. Vor allem sein Kassenschlager, das mit fast 13 Milliarden Dollar im Jahr 2008 weltweit meistverkaufte Medikament Lipitor, verbuchte einen prozentual zweistelligen Umsatzrückgang. Der Konzernumsatz fiel auch wegen negativer Währungseffekte um acht Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar.

 

Wachstumsbranche

Medizinische Biotechnologie wächst trotz Krise um 9 Prozent

In der Wirtschaftskrise zeigt sich die medizinische Biotechnologie bislang resistent. 2008 seien die Biopharmazeutika- Umsätze in Deutschland mit 9 Prozent doppelt so stark gewachsen wie der Gesamtpharmamarkt, sagte Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und Vorstandsmitglied des Biotech-Unternehmens MediGene bei der Vorstellung des Branchenreports "Medizinische Biotechnologie 2009" in Berlin. Der Bericht wurde von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) für vfa bio, die Interessengruppe Biotechnologie im vfa, erstellt. "Bei der biopharmazeutischen Produktion behauptet Deutschland in Europa unangefochten Platz eins und ist weltweit nach den USA auf Position zwei."

Wachstumstreiber waren insbesondere Medikamente gegen Krankheiten des zentralen Nervensystems (ZNS) wie Multiple Sklerose (+25 %), Krebs (+20 %) und immunologische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis (+17 %). Bei letzterem Krankheitsgebiet erzielen Biopharmazeutika mittlerweile einen Marktanteil von 53 Prozent, bei Infektionskrankheiten 28 Prozent. Etwa jeder sechste Euro im deutschen Arzneimittelmarkt wurde 2008 mit Biopharmazeutika, also gentechnisch hergestellten Präparaten erzielt, insgesamt 4,4 Milliarden Euro.

 

Einnahmeausfälle

Krankenkassen-Zusatzbeiträge im Juli erwartet

Schon Mitte dieses Jahres werden die ersten gesetzlichen Krankenkassen voraussichtlich Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen. Nach derzeitigem Stand seien insgesamt 4,5 Millionen Mitglieder in 16 Krankenkassen von den Plänen betroffen, sagte der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken, der Tageszeitung "Die Welt". Fast ebenso viele Versicherte könnten umgekehrt mit der Auszahlung einer Prämie rechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen fürchten in der Wirtschaftskrise um ihre finanziellen Grundlagen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung rechnen die Kassen bis 2010 mit Beitragsausfällen von insgesamt 7,34 Milliarden Euro. Den Schätzungen zufolge sorgt der erwartete Anstieg der Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr für Einnahmeausfälle bei den Kassen von 2,89 Milliarden Euro und im kommenden Jahr von 4,45 Milliarden.

Beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hieß es: "Die Zahlen können wir nicht bestätigen." Erst wenn der GKV-Schätzerkreis Ende der kommenden Woche getagt habe, könne man die Auswirkungen der Rezession auf die Krankenversicherung genauer abschätzen, sagte Verbandssprecher Florian Lanz. Allerdings sei mit einem spürbaren Rückgang der Beitragszahlungen infolge der Krise zu rechnen. Im Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute war der Sozialversicherung insgesamt ein Beitragsrückgang von 7,6 Milliarden Euro in diesem Jahr und weiteren 4,1 Milliarden Euro im nächsten Jahr prognostiziert worden. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnet wegen der Rezession mit erheblichen Mindereinnahmen des Gesundheitsfonds. Konjunkturbedingte Beitragsausfälle würden aber vom Steuerzahler ausgeglichen, hatte sie der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Allerdings müssen die Kassen diesen Zuschuss später zurückzahlen.

 

Namen & Nachrichten

Rechenschaft

Marburg Implantat wider Willen - Ex-Chefarzt vor Gericht

Weil er einer Patientin gegen ihren Willen ein Rinderknochen-Implantat eingesetzt haben soll, muss sich ein früherer Chefarzt des Universitätsklinikums Marburg vor Gericht verantworten. Der 67-Jährige ist vor dem Landgericht Marburg wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt; es ist der erste Prozess gegen ihn in dieser Sache. Bereits seit rund vier Jahren wird gegen den Mediziner allerdings wegen der Verwendung von abgelaufenen oder nicht zugelassenen Implantaten ermittelt. Es seien etwa 20 von ursprünglich knapp 300 Fällen zur Anklage gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der frühere Chefarzt soll bei Knochenoperationen nicht zugelassene Metall- oder Rinderknochen-Implantate verwendet haben, deren Verfallsdatum bis zu einem Jahr überschritten war. Er soll seinen Patienten die Implantate ohne deren Wissen und bisweilen sogar gegen ihren Willen eingesetzt haben. In einer Vielzahl der Fälle habe sich der Verdacht aber nicht erhärtet und die Ermittlungen seien eingestellt worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

 

Vorbildfunktion

Modellprojekt zur Betreuung geistig Behinderter

In Magdeburg hat ein Modellprojekt zur Betreuung geistig behinderter Menschen begonnen. Ziel ist es, den Betroffenen ein Leben mit weniger Medikamenten zu ermöglichen, vor allem stark dämpfend auf das Nervensystem wirkenden Psychopharmaka. Beteiligt sind 35 Bewohner des Magdeburger Regenbogenhauses, die momentan bis zu fünf verschiedene Medikamente einnehmen. Ihnen werden die Mittel teils seit Jahrzehnten verabreicht, ohne dass klar ist, ob sie sie wirklich noch brauchen, wie der Heimleiter und Initiator des Vorhabens, Gerhard Ackermann, sagte. Im Zuge des Modellprojekts soll nun versucht werden, die Tabletten schrittweise abzusetzen.

Wissenschaftlich begleitet wird das auf drei Jahre ausgelegte Projekt, das nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes bundesweit einmalig ist, von Experten der Universität Halle- Wittenberg. Im Falle eines Erfolges könne es Vorbild sein für die Betreuung geistig Behinderter in Heimen, aber auch in Familien, sagte die Geschäftsführerin des Paritätischen Sozialwerkes Behindertenhilfe Sachsen-Anhalt, Birgit Reinhardt. Nach ihren Angaben erhalten in den Heimen ihres Verbandes zwei Drittel der geistig behinderten Bewohner Medikamente.

 

Vermasselt

Patiententod in England: Deutscher Arzt verurteilt

Ein übermüdeter Vertretungsarzt aus Deutschland hat mit einem Behandlungsfehler den Tod eines 70-Jährigen in England verursacht und damit die Aufsichtsbehörden aufgeschreckt. Bei seiner ersten Vertretungsschicht im Königreich wurde der Arzt aus dem nordrhein-westfälischen Witten außerhalb der Sprechstundenzeiten zu einem Routine-Hausbesuch in der Grafschaft Cambridgeshire gerufen. Der 70 Jahre alte Patient litt unter Nierenschmerzen. Offenbar aus Müdigkeit spritzte der Arzt, der mehr als 20 Jahre Berufserfahrung hat, dem Mann eine tödliche Überdosis Schmerzmittel.

Der Arzt wurde vom Amtsgericht Witten wegen Fahrlässigkeit zu neun Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt, bestätigte am Montag die zuständige Staatsanwaltschaft Bochum Berichte englischer Zeitungen. Der Arzt, der weiter in Deutschland praktiziert, entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen des 70-Jährigen schriftlich und begründete seinen Fehler mit "extremem Stress". Er sei aus Deutschland eingeflogen, dann per Mietwagen zur Agentur und danach weiter ins Krankenhaus gefahren. Vor Antritt seiner Schicht habe er nur drei Stunden Schlaf gehabt, hieß es in dem Brief, der der Zeitung "The Guardian" vorlag.

 

Alfred Felscher

Paracelsus erweitert Geschäftsführung

Um die ökonomische Leistungsfähigkeit des Paracelsus-Konzern zukunftsweisend auszurichten, wird seit dem 1. Mai die Unternehmensleitung der Paracelsus-Kliniken Deutschland von 3 Geschäftsführern verantwortet. Neben Peter Clausing, Sprecher der Geschäftsführung, und Bert Juhnke wurde Alfred Felscher als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling berufen.

 

Kai Schmuck

trans-o-flex erweitert Geschäftsführung

Kai Schmuck (48) verstärkt seit diesem Monat die trans-o-flex-Geschäftsführung in Weinheim sowie die Leitung der Division Paket und Logistik der Österreichischen Post AG. "Wir freuen uns, mit Kai Schmuck einen sehr erfahrenen Logistiker an Bord nehmen zu können", sagt Carl-Gerold Mende, Vorstand Paket & Logistik der Post. Aufgabenschwerpunkt der gesamten trans-o-flex-Geschäftsführung werde zunächst die Gestaltung der Struktur von trans-o-flex sein, mit der das Unternehmen den Kundennutzen steigert und seine Profitabilität erhöht. "Dabei bildet der bestehende Branchenschwerpunkt im Pharma-Bereich eine wesentliche Säule für die weitere nationale und internationale Organisationsentwicklung."

 

Personalmangel

Am 5. Mai war Internationaler Hebammentag

Am Internationalen Hebammentag informieren Geburtshelferinnen über ihren Berufsstand. Seit 1991 stellen sie am 5. Mai ihre vielfältigen Aufgaben von Geburtsvorbereitungskursen bis hin zur Ernährungsberatung von Neugeborenen und Kleinkindern vor. Durch kürzere Verweildauern im Krankenhaus benötigen immer mehr Neugeborene und Mütter eine längere Betreuung durch eine Hebamme im häuslichen Wochenbett. Unter dem diesjährigen Motto "Hebammen unterwegs - für Frauen und Familien" nutzen rund 17.000 organisierte Geburtshelferinnen in Deutschland den Tag, um auf Probleme wie Personalmangel, Überstunden und zu viel Nachtarbeit hinzuweisen. (Internet: www.hebammenverband.de)

 

Gerresheimer AG Vorstand:

Andreas Schütte zum Vorstand bestellt

Mit Wirkung zum 1. Mai 2009 ist Herr Andreas Schütte (47) zum Vorstand der Gerresheimer AG bestellt worden. Herr Schütte übernimmt innerhalb des Gerresheimer Vorstands die Verantwortung für den Geschäftsbereich Plastic Systems. Dieser Geschäftsbereich umfasst die Gerresheimer Wilden GmbH und die Business Unit Gerresheimer Plastic Packaging. Gerresheimer Wilden entwickelt und produziert hochinnovative Systeme sowie Systemkomponenten für Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik. In der Business Unit Plastic Packaging werden standardisierte Systemverpackungen für Arzneimittel hergestellt. Der Geschäftsbereich Plastic Systems verfügt über Produktionsstandorte in Europa, Amerika und Asien und verzeichnet die höchsten Wachstumsraten im Gerresheimer Konzern. Herr Schütte war zuvor in verschiedenen Geschäftsführungspositionen internationaler Unternehmen tätig, u. a. bei Hydro Aluminium. Zuletzt war Herr Schütte Vorsitzender der Geschäftsführung der Siteco Gruppe. Weiterhin gehören dem Vorstand an: Herr Dr. Axel Herberg als Vorsitzender der Vorstands, Herr Dr. Max Raster mit der Zuständigkeit für den Geschäftsbereich Tubular Glass, Herr Uwe Röhrhoff mit der Zuständigkeit für die Geschäftsbereiche Moulded Glass und Life Science Research sowie Herr Hans-Jürgen Wiecha als Chief Financial Officer.

 

Prävention

Lufthansa nimmt Arzt an Bord

Angesichts der Schweinegrippe nimmt die Deutsche Lufthansa auf allen Flügen von und nach Mexiko jeweils einen Arzt an Bord. Der Mediziner solle den Passagieren für Fragen zur Verfügung stehen und nach Symptomen der Schweinegrippe Ausschau halten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Seit Dienstagmorgen kontrollieren Ärzte die am Frankfurter Flughafen aus Mexiko ankommenden Maschinen. Wirtschaftlich spürt die Lufthansa nach eigenen Angaben noch keine Auswirkungen der Schweinegrippe. Die Flüge nach Mexiko seien noch gut gebucht, Rückflüge aus Mexiko seien voll. Für den Fall eines Grippe- Patienten hat die Lufthansa auch Mundschutz an Bord, der aber nur bei akutem Bedarf eingesetzt werde. Das Mitführen des Arzneimittels Tamiflu lehnte die Lufthansa ab.

 

Berchthold

Stephan Sagolla ist neuer Geschäftsführer

Stephan Sagolla (56) ist seit 1. April 2009 neuer globaler Geschäftsführer bei der Berchthold Gruppe in Tuttlingen. Der international erfahrene Manager war bis zu seinem Wechsel zu Berchthold in verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen Gesundheitswesen und Medizintechnik beschäftigt. "Stephan Sagolla ist eine Idealbesetzung für die Position des Geschäftsführers unseres Unternehmens. Er ist ein Global Player mit Managementerfahrung in West- und Osteuropa, Asien, Südamerika und USA", so Theo Fritz, Verwaltungsratsvorsitzender der Berchthold Gruppe. Stephan Sagolla studierte Betriebswirtschaft an der Universität Mannheim und war zuletzt bei der Vanguard AG, Berlin für die internationale Geschäftsentwicklung zuständig. Über Berchthold: Seit mehr als 80 Jahren gehört Berchthold zu den weltweit führenden Entwicklern und Herstellern hochwertiger chirurgischer Ausrüstungen.

 

Überraschung

Vanguard-Chef Schrödel gefeuert

In einer überraschenden Aktion hat der Aufsichtsrat der Vanguard AG den Vorstandsvorsitzenden Robert Schrödel seines Amtes enthoben. Die Nachricht sorgt für Erstaunen. Am 27. April hat die Vanguard AG ihren Vorstandsvorsitzenden Robert Schrödel abberufen. Diese Entscheidung hat der Aufsichtsrat kurz vorher einstimmig getroffen. Schrödel ist Gründer, Anteilseigner und das Gesicht von Vanguard. Seit der Gründung 1998 ist er die treibende Kraft des Berliner Medizintechnikunternehmens. Schrödel zeigte sich von der Entscheidung des Aufsichtsrats überrascht. “Die Hintergründe sind mir momentan noch nicht bekannt”, sagte er einen Tag nach seiner Abberufung. Der Aufsichtsrat hat Schrödel gegenüber angekündigt, ihm demnächst ein Dossier mit einer Begründung zukommen zu lassen. “Da werden meine Anwälte jede Menge Prüfstoff haben”, sagte Schrödel.

 

Ruhestand

Im Diagnostica-Verband endet eine Ära

Der langjährige VDGH-Geschäftsführer Dierk Meyer-Lüerßen hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Meyer-Lüerßen, der am 10. April seinen 65. Geburtstag feierte, hatte den Verband und seine Entwicklung in über 30 Jahren entscheidend geprägt, 27 Jahre davon als Geschäftsführer. Nachfolger von Dierk Meyer-Lüerßen ist Dr. Martin Walger (47). Der Volkswirt, der 1962 in Lüdenscheid geboren und in Trier promoviert hatte, leitet künftig den VDGH, dessen Geschäftsstelle im März nach Berlin umgezogen ist. Walger kennt die Berliner Verhältnisse bestens: Er war dort zuvor Geschäftsführer Personalwesen und Krankenhausorganisation in der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

 

Wechsel

Curanum-Chef tritt zurück

Der Vorstandvorsitzende von Curanum, Hans-Milo Halhuber, scheidet überraschend aus. Halhuber verlasse den Posten zum 15. Mai aus persönlichen Gründen, teilte Curanum mit. Nachfolger werde Finanzvorstand Bernd Rothe. Halhuber, der seit dem Jahr 2000 an der Spitze steht, wechsle in den Aufsichtsrat.

 

Aufstieg

Agfa HealthCare AG mit neuem Vorstandsteam

Mit Wirkung zum 1. April 2009 wurde Herr Dr. Volker Wetekam, Executive Vice President IT-Division der Agfa-Gevaert N.V., Mortsel (Belgien), zum Vorstandsvorsitzenden der Agfa HealthCare AG, Trier, berufen. Dr. Wetekam ist seit dem 15. September 2008 im Unternehmen und verantwortet weltweit das IT-Geschäft im Gesundheitssektor von Agfa-Gevaert. Zu weiteren Vorständen der Agfa HealthCare AG wurden Winfried Post (General Manager Agfa HealthCare D-A-CH) und Albrecht Müller (Geschäftsführer Agfa HealthCare GmbH) ernannt.

 

Neues Ufer

Stefan Paech wechselt zu Sana-Kliniken

Der langjährige Leiter des Beratungsbereichs und Prokurist des Deutschen Krankenhausinstituts, Dr. med. Stefan Paech, übernimmt zum 1. Mai 2009 die Position des Leiters Medizinstrategie bei der Sana Kliniken AG, München. Herr Dr. Paech hat seit 2002 den Bereich Beratung und Inhouse-Seminare beim Deutschen Krankenhausinstitut erfolgreich weiterentwickelt und geleitet. Schwerpunkte bildeten hierbei die Strategie- und Transaktionsberatung von Krankenhäusern und Klinikverbünden. In Zukunft wird sich Dr. Paech in verantwortlicher Position dem Strategieprozess und der medizinischen Positionierung der Sana Kliniken widmen.

 

Journalistenpreis

Walter-Trummert-Preis 2009 für Frau Dr. Nicola Siegmund-Schultze

Kölner Medizin- und Wissenschaftsjournalistin erhält Medizinpublizistik-Preis der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse e.V. Für ihre besonderen Verdienste im Bereich der medizinischen Publizistik in der Fach- und Publikumspresse ist die Kölner Medizin- und Wissenschaftsjournalistin Frau Dr. Nicola Siegmund-Schultze in Wiesbaden während des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin mit dem Walter-Trummert-Preis 2009 ausgezeichnet worden. Die promovierte Biologin und Journalistin arbeitet seit 1989 als Medizin- und Wissenschaftsjournalistin, zunächst als Redakteurin und dann als Pressereferentin, seit 1994 als freie Autorin, unter anderen für die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Rundschau", die "Ärzte Zeitung" und das Deutsche Ärzteblatt. Mit der Auszeichnung würdigt die Vereinigung der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse e.V. die langjährige Tätigkeit von Frau Dr. Siegmund-Schultze als Autorin für Publikums- wie für Fachmedien. Zu ihren publizistischen Schwerpunkten gehören seit vielen Jahren rechtsmedizinische Themen wie die DNA-Analyse, die Immunologie und Molekularbiologie und vor allem die Transplantationsmedizin, ein Gebiet, auf dem sie sich auch als Buch-Autorin einen Namen gemacht hat. "Die publizistische Tätigkeit von Frau Dr. Siegmund-Schultze zeichnet sich durch ein hohes Maß an handwerklichem Können, Differenziertheit und Glaubwürdigkeit aus", wie Dr. med. Thomas Kron, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse e. V. in seiner Laudatio in Wiesbaden betont hat.

 

Betrug

Hamburger Apothekerin soll Kassen geprellt haben

Eine Apothekerin aus Hamburg soll mit Rezepten von Ärzten aus ganz Deutschland gesetzliche Krankenkassen um mehrere hunderttausend Euro betrogen haben. Mitarbeitern einer Krankenkasse, denen Abrechnungen über diese Apotheke aufgefallen waren, hatten die Ermittlungen mit einer Anzeige ausgelöst. Mediziner aus dem ganzen Bundesgebiet sollen der Inhaberin der Apotheke seit mindestens 2005 unberechtigt Rezepte geschickt haben. Die angeblich verkauften Medikamente rechnete sie über die Krankenkassen ab, lieferte aber ein preisgünstigeres, in Deutschland nicht zugelassenes Medikament einer niederländischen Apotheke. Eine Erlaubnis für den Versandhandel hatte die Apotheke nicht. Wie viele Krankenkassen betroffen sind, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. "Wir müssen erst Unmengen an Material auswerten." Die Polizei durchsuchte bereits am Mittwoch die Apotheke, Büroräume und zwei Wohnungen in Hamburg und im Kreis Stade sowie eine Arztpraxis in Hannover. Die Beamten beschlagnahmten Abrechnungen, Konto- und Geschäftsunterlagen sowie Datenträger. Die Ermittlungen gegen die Apothekerin laufen wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Abrechnungsbetrugs.

 

Vermeidbare Komplikationen

Mediziner beklagen Qualitätsmängel in Kliniken und bei der ambulanten Versorgung

Über Honorarprobleme reden Ärzte viel, über Qualitätsmängel bei der eigenen Arbeit seltener. In der aktuellen Ausgabe des Magazins GEO brechen Insider das Schweigen und berichten über vermeidbare Fehler und ihre Ursachen. "Viel zu oft üben Ärzte an lebenden Patienten", wirft Marcus Rall, Leiter des Tübinger Patientensicherheits- und Simulationszentrums "TüPASS", seinen Kollegen vor. Während es für Piloten selbstverständliche Routine sei, kritische Szenarien am Simulator immer wieder zu trainieren, sei ein Simulatortraining für Ärzte rein freiwillig und bisher extrem selten. Als Folge nennt Rall "vermeidbare Komplikationen ohne Ende": Da dürfe der chirurgische Assistent, der zu Hause noch nie eine Nähnadel benutzt hat, die erste Naht seines Lebens statt an Übungsmaterial am Körper des Patienten ausführen - "dafür muss der dann eine halbe Stunde länger in Narkose liegen". Oder die Punktion bei der Betäubung einer Hochschwangeren führe zu acht Tagen Kopfschmerzen, weil ein Unerfahrener mit der Nadel zu tief stieß. Ein Grund für die unhaltbare Situation: Kliniken hätten bisher keinerlei finanziellen Vorteil davon, solche vermeidbaren Fehler tatsächlich zu vermeiden. Zwar sei ausgefeilte Technik vorhanden, doch Training an Simulatoren koste im Gegensatz zum Training an Patienten schon im Vorweg Geld.

 

Klinik-News

Krankenhauskeime

Defizite beim Klinikpersonal

Rund ein Drittel aller Infektionen im Krankenhaus sind nach Einschätzung des Rostocker Hygiene-Mediziners Andreas Podbielski bei besserer Hygiene vermeidbar. "Pro Arbeitsschicht ist die Desinfektion der Hände zwischen 30 und 60 Mal notwendig", sagte der Leiter der Abteilung für Krankenhaushygiene an der Universitätsklinik Rostock, Andreas Podbielski, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa vor dem internationalen Tag gegen Krankenhauskeime. Vor allem auf den Allgemeinstationen ohne Intensivmedizin gebe es häufig Probleme. Auf diesen Stationen sei der Personaldruck größer, die Mitarbeiter müssten eine große Zahl von Patienten versorgen. "Das ist kein böser Wille. Je mehr Personal eingespart wird, desto größer werden die Hygieneprobleme", sagte Podbielski. "In der Arbeitshetze neigt man zu Schludrigkeiten."

 

Kassen-Prüfer

Viele Klinikrechnungen zu hoch

Bei der Abrechnung von Behandlungskosten im Krankenhaus wird nach Darstellung der Krankenkassen-Kontrolleure häufig betrogen. "In etwa 40 Prozent der überprüften Fälle sind die von den Krankenhäusern eingereichten Abrechnungen überhöht", sagte der Chef des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), Peter Pick, dem Magazin "Spiegel". In vielen Fällen versuchten die Kliniken, teurere Leistungen abzurechnen als sie tatsächlich erbracht hatten. Laut Picks Statistik sind die frisierten Rechnungen um durchschnittlich 500 Euro zu hoch. Bei 1,4 Millionen geprüften Fällen im vergangenen Jahr dürfte es sich demnach um einen Betrag von rund 300 Millionen Euro handeln. Offizielle Angaben zum Gesamtschaden macht der Medizinische Dienst aber nicht, auch weil er nur etwa zehn Prozent aller Krankenhausrechnungen kontrolliert hat.

 

Aufstockung

Asklepios baut Finanzbeteiligung an MediClin AG aus

Die Asklepios Kliniken Gruppe hat ihren Anteilsbesitz an der MediClin AG von 10,7 Prozent auf rund 20,2 Prozent erweitert. Eine dementsprechende Mitteilung ist gestern an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin und die MediClin AG gegangen. Ziel der Aufstockung ist die Festigung der führenden Position von Asklepios im deutschen Krankenhausmarkt. Asklepios bietet darüber hinaus dem Management der Mediclin AG sein strategisches Branchen-Know how als Unterstützung an, um das Geschäftsmodell der Gesellschaft weiter voran zu bringen. Die MediClin AG hat im Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von 456,8 Mio. Euro erzielt und beschäftigt rund 5.800 Mitarbeiter. Das Bundeskartellamt hat gegen den Anteilserwerb keine Einwände erhoben. Über den Kaufpreis des Pakets wurde Stillschweigen vereinbart.

 

Entfremdung

Sana zieht sich zurück

Wie die Allgäuer-Zeitung berichtet, "steigt Sana aus den Vertragsverhandlungen" über einen Managementvertrag für die fünf Häuser des Krankenhausverbunds Ostallgäu-Kaufbeuren aus. Nach Meinung der Geschäftsführung der Sana Kliniken AG ist der Abschluss eines Managementvertrags "zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sinnvoll". Sana sieht sich nicht in der Lage, die Krankenhäuser in ihrer heutigen Struktur sinnvoll zu führen. Nach Ansicht von Sana fehle ein Gesamtkonzept, das die Zukunft der Häuser einerseits sichert, aber auch zukunftsweisend ausrichtet.

 

Durchleuchtet

Schön Kliniken legen Qualitätsbericht 2008 vor

Die Daten von über 80.000 Behandlungen sowie die Befragungen von 37.000 Patienten aus 15 Schön Kliniken bilden die Grundlage für den jetzt veröffentlichten Qualitätsbericht 2008 der Klinikgruppe. Medizinische Leistungsfähigkeit wird anhand von 116 Indikatoren bei 59 Krankheitsbildern in verständlichen Tabellen, Grafiken und erklärenden Texten dargestellt und vergleichbar gemacht. So soll Orientierung für Patienten, Transparenz für Ärzte und Krankenkassen sowie Vergleichbarkeit mit eigenen und anderen Kliniken geschaffen werden. Vier neue Kliniken, 50 Prozent mehr Krankheitsbilder und Indikatoren haben den Qualitätsbericht im Vergleich zu seinem Vorgänger aus dem Jahr 2006 auf 230 Seiten anwachsen lassen. "Wir möchten, dass Patienten die Qualität unserer Arbeit einschätzen können und wir möchten zeigen, wo wir gut oder sehr gut arbeiten. Und wo es eben auch noch etwas besser geht", erklärt Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer der Schön Kliniken. "Die Tabellen, Grafiken und Texte müssen für Patienten verständlich und für Mediziner aussagefähig sein." Die Inhalte sollten darüber hinaus aktuell sein. Die Klinikgruppe will künftig jedes Jahr im April die Daten vorlegen.

 

Schiffschaukel

Krankenhäuser können dieses Jahr durchatmen

Das vergangene Jahr dürfte wirtschaftlich eines der schlechtesten für Krankenhäuser gewesen sein, das laufende eines der besten werden. Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen in seinem aktuellen Krankenhaus Rating Report. Während sich 2008 durch hohe Kostensteigerungen und nur moderat steigende Erlöse noch eine milliardenschwere Finanzierungslücke aufgetan habe, könnten Kliniken 2009 von zusätzlichen Erlössteigerungen durch das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) und von Zuweisungen für Investitionen aus dem Konjunkturpaket II profitieren, so die Wirtschaftsforscher.

Sie gehen jedoch davon aus, dass sich die Lage bereits im nächsten Jahr wieder deutlich verschlechtern dürfte, wenn die Folgen der Finanzkrise auch die Gesundheitswirtschaft erreichen. In einer Ampelskala ordnet das RWI derzeit hinsichtlich ihres Insolvenzrisikos 16 % der Krankenhäuser im roten Bereich ein, 15 % im gelben und 69 % im grünen. Ab 2010 wird der Anteil der Kliniken im roten Bereich nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher jedoch erneut ansteigen. Ohne produktivitätssteigernde Maßnahmen dürfte sich die Situation künftig erheblich verschlechtern, der Anteil der Häuser im roten Bereich könnte sich dann bis 2020 auf fast 30 % erhöhen, so das RWI. Kleine Krankenhäuser schneiden im Rating signifikant schlechter ab als große oder mittelgroße, westdeutsche schlechter als ostdeutsche, öffentlich-rechtliche schlechter als private oder freigemeinnützige.

 

Unerbetener Lauscher

Wanzen in Klinikzentrale

Ein angeblicher Abhörskandal in der Hamburger Zentrale des Klinikbetreibers Asklepios ist Thema in nahezu allen Hamburger Medien. Ob Spiegel- oder Welt-online, nahezu alle Hamburger Print-Medien berichten in großer Aufmachung über Wanzen in den Telefonen von drei Vorständen, des Betriebsratsvorsitzenden wie des Pressesprechers der Hamburger Zentrale des Klinikbetreibers Asklepios. Bei der Staatsanwaltschaft läuft inzwischen ein Vorermittlungsverfahren gegen unbekannt. Die Spekulationen, wer den Einbau der Wanzen veranlasst hat, sind weitreichend. Laut der Zeitung "Hamburger Morgenpost" vom 24.4. "tobt hinter den Kulissen ein Machtkampf. Seit dem Wechsel der Eigentümer versucht die Konzernzentrale in Königstein im Taunus die Kontrolle komplett an sich zu reißen." Alternativ wird auch vermutet, dass "ein anderes Unternehmen versucht, Geschäftsgeheimnisse von Asklepios auszuspähen." Besonders empfindlich reagiert der Deutsche Journalistenverband. Da auch das Telefon des Konzernsprechers Rudi Schmidt verwanzt war, wird befürchtet, dass Gespräche mit Journalisten abgehört wurden und damit gegen Artikel 5 des Grundgesetzes verstoßen worden ist. Als makaber bezeichnet die Presse auch das Geheimhaltungsverhalten der Konzernspitze von Asklepios. Obwohl die Stadt Hamburg Mitgesellschafter der Hamburger Kliniken ist, wurde die Stadt Hamburg von der Asklepios-Konzernspitze angeblich wochenlang nicht informiert.

 

Krisengewinner

Rhön-Klinikum rechnet erst 2010 mit neuer Privatisierungswelle

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum will die Wirtschaftskrise für weitere Übernahmen nutzen. Im Superwahljahr 2009 könne es aber zu weniger Übernahmemöglichkeiten als in den Vorjahren kommen. "2010 werden die Folgen der Finanzkrise bei den Kliniken, bei den Kommunen und bei den Ländern ankommen. Die Länder werden sich fragen müssen, wie sie ihre Investitionen bei den Uni-Kliniken schultern können", sagte Wolfgang Pföhler, Vorstandschef von Rhön-Klinikum der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Was offen ist, ist die Frage, wie sich die Wahlen auf die Gesundheitswirtschaft auswirken.

 

Neubau

Neuer Gebäudekomplex am Kreiskankenhaus Prenzlau eröffnet

Nach eineinhalbjähriger intensiver Bauzeit wurde heute der neu errichtete Gebäudekomplex am Kreiskrankenhaus Prenzlau per Anschnitt und Schlüsselübergabe offiziell eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. Der Neubau ergänzt die Notfallaufnahme, die Intensivversorgung und den OP-Bereich des Krankenhauses. Zwei Operationssäle, eine Intensivtherapiestation mit 7 Betten, ein Aufwachraum und ein spezieller Teil für die Einlieferung liegender und verunfallter Patienten gehören dazu. Gebäude und Ausstattung entsprechen neuesten medizin-technischen Standards. Insgesamt 7,7 Millionen Euro wurden investiert. Außer dem Land Brandenburg ist auch der Landkreis Uckermark an der Investition beteiligt. Bei der Auftragsvergabe wurde bewusst darauf geachtet, möglichst ortsansässige Betriebe einzubeziehen, um diese wirtschaftlich zu stärken. So haben schließlich mehr als 80 % regionale Baufirmen von den Aufträgen profitiert.

 

Ausschüttung

RHÖN-KLINIKUM will in Zukunft 30 Prozent des Gewinns an Aktionäre ausschütten

Der Klinikbetreiber RHÖN-KLINIKUM will in Zukunft 30 Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Dies sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler in Frankfurt anlässlich der Zahlen für 2008 und fürs erste Quartal. Für das abgelaufene Geschäftsjahr werde der Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung von 0,28 auf 0,35 Euro je Aktie vorgeschlagen. RHÖN-KLINIKUM hat das Geschäftsjahr 2008 nach endgültigen Zahlen mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und mit einem Gewinnanstieg von 10,3 Prozent auf 122,6 Millionen Euro abgeschlossen.

 

Management

Krankenhaus Trend 2009

Deutsche Kliniken erhöhen Ausgaben für Kundenbindung

70 Prozent der Kliniken in Deutschland investieren in den kommenden drei Jahren in die Kundenbindung. Dabei wollen sich vor allem kleinere und mittlere Betreiber künftig stärker finanziell engagieren. Während 83 Prozent der Kliniken mit bis zu 1.000 Mitarbeitern zusätzliche Gelder für Kundenbindungsmaßnahmen freistellen werden, räumen nur 44 Prozent der Großkliniken entsprechende Investitionsbudgets ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Krankenhaus Trend 2009" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online.

 

Ahr Service

Personaldienstleistungen und medizinische Schreibdienste neu im Angebot

Der Oberhausener Servicespezialist im Gesundheitswesen Ahr bietet seinen Kunden jetzt auch Personaldienstleistungen und medizinische Schreibdienste an. Das Spektrum reicht von Zeitarbeit für sämtliche Gesundheits- und Serviceberufe bis hin zur Personalvermittlung und -poolmanagement. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung kann die Ahr Service GmbH mit weiteren Leistungen Kernprozesse in Krankenhäusern abdecken. Dies führt zu flexibleren Kostenstrukturen, mit denen sich Gesundheitsunternehmen besser im Wettbewerb aufstellen können.

Bei seinen Personaldienstleistungen vermittelt oder stellt Ahr auf Basis des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) qualifiziertes Personal. Neben Zeitarbeit bietet das Unternehmen auch Personalvermittlung und Personal-Poolmanagement. Der Servicespezialist erstellt maßgeschneiderte Konzepte für die Vermittlung von Fach- und Führungskräften, schaltet Personalanzeigen in relevanten Medien, trifft eine Vorauswahl der Bewerber, führt Interviews und stellt passende Kandidaten den Kunden vor. Mit dem Angebot "Testen und Einstellen" gewinnen Kliniken und Pflegeeinrichtungen Zeit für fundierte Entscheidungen. Nach einer Phase der Arbeitnehmerüberlassung können potentielle Arbeitgeber die Fachkräfte in ein festes Arbeitsverhältnis übernehmen oder nicht. Klinikträger verschaffen mit der Bildung eines Personalpools ihren Einrichtungen Flexibilität im Personaleinsatz. Ahr übernimmt dabei das Management der Mitarbeiter.

 

Pflege

Auszeichnung

Pflegewissenschaft in Vallendar aufgewertet

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz ist nun auch offiziell eine Katholische Hochschule im Universitätsrang. Nach Zustimmung von Kirche und Land Rheinland-Pfalz konnte der zuständige Generalrektor der Pallottiner, P. Friedrich Kretz, in Rom Anfang April das offizielle Errichtungsdekret ausstellen. Damit umfasst die PTHV nunmehr zwei Fakultäten. Neben der Theologie wird seit mehreren Jahren kontinuierlich die Pflegewissenschaftliche Fakultät als erste ihrer Art in Deutschland aufgebaut. Letztere ist durch das Errichtungsdekret nun fest in die Hochschulstrukturen eingebunden. Nach außen dokumentiert die aufstrebende Hochschule diese Entwicklungen mit einem völlig neu gestalteten Internetauftritt. Unter www.pthv.de können sich Bewerber, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit nun umfassend informieren und vielfältige Materialien herunterladen.

 

Segen aus dem Osten

Bis zu 100.000 Pflegekräfte aus Osteuropa

Schätzungsweise 100.000 Haushaltshilfen aus Mittel- und Osteuropa helfen in Deutschland bei der Versorgung alter Menschen. Das geht aus der ersten Übersichtsstudie zu diesem Thema hervor, die der Deutsche Caritasverband in Berlin präsentierte. "Das ist kein Rand- oder Nischenphänomen", resümieren die Autoren vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (Köln). Vor allem allein lebende Frauen jenseits der 80 und mit körperlichen Behinderungen nutzen danach die Unterstützung durch Haushaltshilfen aus Mittel- und Osteuropa. Derzeit sind in Deutschland insgesamt 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig.

 

Medizin

Nachzügler

"Neues Wissen kommt zu spät beim Arzt an"

Innerhalb von etwa fünf Jahren verdoppelt sich das medizinische Wissen - ein enormer Fortschritt, der aber bei vielen Ärzten nur mit Verzögerung ankommt. "Das ist zwar weltweit ein Problem, aber in Deutschland besonders stark ausgeprägt", kritisiert Dr. Gerd Antes, Leiter des Deutschen Cochrane Zentrums, das sich als Teil eines internationalen Netzwerkes für eine schnellere Umsetzung von neuem Wissen in die medizinische Praxis einsetzt. Schätzungen zufolge könnten oder wollten achtzig Prozent der deutschen Mediziner keine englischsprachigen Fachartikel lesen, erklärt Antes in der "Apotheken Umschau".

In der deutschen Fachliteratur hingegen sieht er "einen katastrophalen Mangel": keine systematische Darstellung der aktuellen Studienlage, zufällige Auswahl der Themen und die Gefahr der Abhängigkeit von Anzeigen der pharmazeutischen Industrie. "Interessanterweise wird der Wissenstransfer eher von Publikumsmedien als von Fachzeitschriften geleistet", so seine Beobachtung. Antes fordert, dass "die wichtigsten Veröffentlichungen den Ärzten in Englisch, und wenn möglich auch in Deutsch, frei ins Haus geliefert werden".

 

Sprachlosigkeit

Hausarzt sieht psychische Probleme selten

Burnout, Depression oder Ängste: Solche psychischen Probleme bleiben bei Hausärzten einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung zufolge oft unentdeckt. Das liege einerseits daran, dass vielen Patienten der Mut zur Offenheit beim Allgemeinmediziner fehle. Zum anderen fragten aber auch Hausärzte nicht ausreichend aktiv nach, teilte die Stiftung am Montag in Gütersloh mit. Gehen Patienten wegen derartiger Erkrankungen zum Hausarzt, wurde bei nur 8,4 Prozent eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Suchten die Betroffenen hingegen Spezialisten wie Psychotherapeuten auf, berichtete mehr als die Hälfte der Patienten (52,6 Prozent) von einer entsprechenden Diagnose.

Für die repräsentative Untersuchung im Rahmen des aktuellen Gesundheitsmonitors der Stiftung waren knapp 1500 Menschen befragt worden. Nur die Hälfte von ihnen gab an, psychische Beschwerden beim Hausarzt zu thematisieren: Wegen mangelnden Mutes sagten 68 Prozent. Ein knappes Drittel (30 Prozent) meinte aber auch, der Arzt "sei mit seinem Latein am Ende" gewesen. Jeder achte Patient bemängelte zudem, dass psychische Probleme an sich nicht ausreichend zur Sprache kämen.

 

Erfolglosigkeit

US-Todesrate durch Krebs kaum gesunken

Trotz aller medizinischen Bemühungen ist in den USA die Todesrate durch Krebs in den vergangenen 60 Jahren kaum gesunken. Nach wie vor sterben etwa 200 von 100 000 Amerikanern pro Jahr an der heimtückischen Krankheit - nur fünf Prozent weniger als 1950, wie die "New York Times" am Freitag unter Hinweis auf Zahlen des nationalen Zentrums für Gesundheitsstatistik berichtete. Die Todesrate durch Herzleiden sank dagegen im gleichen Zeitraum um etwa zwei Drittel, die durch Schlaganfälle sogar um drei Viertel.

Mediziner führen dem Bericht zufolge die enttäuschenden Ergebnisse bei der Krebsbehandlung darauf zurück, dass nach wie vor keine durchschlagenden Behandlungsmethoden gefunden wurden. Bei Herzleiden dagegen waren die medizinischen Fortschritte enorm. Während in den 50er Jahren - bezogen auf 100 000 US-Einwohner - fast dreimal soviel Menschen an Herzkrankheiten starben wie an Krebs, haben sich die Zahlen inzwischen angenähert. Massiv gestiegen ist vor allem die Rate der Lungenkrebstoten, bei Brust- und Prostatakrebs blieben die Zahlen etwa gleich, bei Darmkrebs sanken sie.

 

Recht

Gleichstellung

Auch Beamte müssen Praxisgebühr zahlen

Auch Beamte müssen Praxisgebühr zahlen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Es revidierte damit zwei Entscheidungen des Oberverwaltungsgerichts Münster. Staatsdiener und ihre Angehörigen zur Praxisgebühr heranzuziehen, verstoße nicht gegen Verfassungsrecht. "Insbesondere ist die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Beamten nicht verletzt", teilte das Gericht mit. Auch für Beamte sei die Zahlung von 10 Euro pro Quartal zumutbar. Die jetzt entschiedenen Klagen hatten sich gegen die Kürzung der Beihilfen für ärztliche Leistungen um den Betrag der Praxisgebühr gerichtet.

 

Technologie

Telemedizin

Telemedizinpreis 2009 ausgeschrieben

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) hat zum dritten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Preis ausgeschrieben. Die DGTelemed will getreu ihrer Satzung dazu beitragen, das Wissen über die vielfältigen Möglichkeiten in der Telemedizin und e-health in der Gesundheitsversorgung, in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu erweitern und die Zusammenarbeit vielfältiger Akteure im Interesse einer optimalen Gesundheitsversorgung zu fördern. Eine Möglichkeit hierzu soll der seit 2007 initiierte Innovationspreis Telemedizin sein, der jährlich in Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, Unternehmen der Gesundheitsbranche und weiteren Partnern vergeben wird. Seit 2008 ist der Preis mit dem Namen Karl Storz – dem Gründer des Unternehmens KARL STORZ GmbH & Co. KG in Tuttlingen/Baden- Württemberg – verbunden. Karl Storz gründete sein Unternehmen, das Endoskope und andere medizinische Geräte herstellt, im Jahre 1945. Mit über 400 Patenten auf seine Erfindungen hat er die Entwicklung der Endoskopie maßgeblich beeinflusst.

Mit dem Preis sollen Institutionen, Einzelpersonen oder interdisziplinäre Arbeitsgruppen bzw. Projektinitiativen ausgezeichnet werden, die sich in besonderem Maße in der Telemedizin verdient gemacht haben und deren Leistungen den Zielen der DGTelemed entsprechen. An der Ausschreibung können sich Institutionen aus der Medizin, Wissenschaft und Wirtschaft, interdisziplinäre Arbeitsgruppen oder Projektgemeinschaften sowie Verbände und Vereine beteiligen. Die Bewertung der eingereichten Beiträge und die Ermittlung des Preisträgers werden von einer unabhängigen Jury vorgenommen. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Die Jury kann bis zu drei verschiedene Preisträger bestimmen. Die Preisvergabe findet im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung am ersten Tag des Fachkongresses "Telemedizin 2009 – Geschäfts- und Versorgungsmodelle im klinischen Alltag" der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin am 05.11.2008 in Berlin statt.

 

Termine

Terminankündigung

10. Deutscher Medizinrechtstag in Frankfurt

Der 10. Deutsche Medizinrechtstag findet am 4. und 5. September 2009 in Frankfurt am Main statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Haftung ohne Grenzen - Risiken durch Telemedizin, Delegation, Marketing". Einige Akzente des diesjährigen Medizinrechtstags:

Telemedizin:

  • Nutzen und Widerstände

Delegation ärztlicher Leistungen:

  • Folgen für die Arzthaftpflicht
  • Folgen für die Abrechnung
  • Werberecht für Ärzte
  • Neue Strategien des Freiberufler-Marketings

Der jährliche Medizinrechtstag ist eine Tagung von Medizinrechts-Anwälten und Ärzten. Referenten aus Justiz, Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Politik beleuchten im Rahmen der Veranstaltung einen Themenkreis aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Symposium wird von der Stiftung Gesundheit, Hamburg, und dem Medizinrechtsanwälte e.V., Lübeck, veranstaltet.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt Mai 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Wirtschaft
Dipl.-Kauffrau / -mann
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Wirtschaft
Dipl.-Volkswirt / in
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Wirtschaft
Ärztin / Arzt
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Technologie
Krankenhauscontroller/ Medizincontroller/ Medizininformatiker (w/m)
Hildebrandt GesundheitsConsult
Hamburg
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Technologie
Projektleiter/In Krankenhaustechnik
CoSolvia Betriebstechnik GmbH
Hasbergen-Gaste
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Management
Leiter/in Betriebstechnik
Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne
Herne
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Technologie
Dipl.-Ing. Medizin-/Labortechnik
Faust Consult GmbH
Wiesbaden
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Management
Ärztlicher Geschäftsführer (m/w)
Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart
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Technologie
Leiter/in in Vollzeit
Klinikum rechts der Isar
München
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Management
Leiter/in des Zentraleinkaufs
Paracelsus-Kliniken-Deutschland GmbH & Co. KGaA
Osnabrück
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Management
Belegungsmanager/in
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Hamburg
» PDF-Dokument

Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: aroedig@wikom.net

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - Juni 2009

Gleich mit drei Titeln erscheinen im Monat Juni die kma-medien:

  • kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin
  • kma - Supplement "Krankenhaus-Technik"
  • kma-Pflege - Das Magazin für die Pflegewirtschaft


kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin erscheint im Juni mit dem Schwerpunkt-Thema "Medizin-Technik" mit Blick auf die wichtige Messe "Top Clinica" und berichtet nicht nur über Innovationen der Stuttgarter Aussteller, sondern auch über aktuelle Produktneuheiten national und international.

Anzeigenschluss ist 26.5.2009


kma-Supplement "Krankenhaus-Technik"

Das regelmäßig erscheinende Supplement "Krankenhaus-Technik" berichtet über aktuelle Neuheiten und umfasst dabei den Gesamtbereich der Krankenhaustechnik, den Energiesektor, die Instandhaltung von Brandschutzanlagen, der Experimental-OP Tübingen, etc. Da das Supplement allen Ausgaben des Magazins "kma" beigelegt wird, erreicht es alle Entscheider in Krankenhäusern, Kliniken und Reha-Einrichtungen. Bekanntlich ist das Magazin "kma" unter anderem auch offizielles Organ der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V. (FKT) wie der österreichischen Schwesterorganisation ÖVKT.

Anzeigenschluss ist 26.5.2009


kma-Pflege - Das Magazin für die Pflegewirtschaft

Das interdisziplinäre Pflegewirtschaftsmagazin für die gesamte Breite ambulanter wie stationärer Pflege gewinnt von Ausgabe zu Ausgabe an Bedeutung. Mit dem Spezialthema "Gaumenfreuden - Gesund ist nicht genug: Essen muss auch schön sein. Wie die Caterer sich auf die steigenden Ansprüche der Heime einstellen" und dem weiteren Schwerpunkthema "Ausstattung von Gemeinschaftsräumen in Pflegeeinrichtungen" greift kma-Pflege zwei interesssante Themen auf.

Anzeigenschluss: ist 14.5.2009

 

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Impressum

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Redaktionsverantwortung
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