Inhalt

FKT Nachrichten

Jahrbuch Technik im Gesundheitswesen 2010/11

Wertvolles Marketinginstrument

”Wer die Branche bewegt, gehört ins Jahrbuch TG” – und auch für die zweite Auflage des Jahrbuchs ”Technik im Gesundheitswesen” folgten Unternehmen diesem Aufruf und buchten ihre Präsentation schon kurz nach der Ankündigung der FKT. Was hat Sie an dieser Publikation überzeugt? In dieser und der folgenden Ausgabe präsentieren wir die schnellen Entscheider und ihre Gründe, sich im Jahrbuch TG 2010/11 zu engagieren. Wer wie die unten dargestellten Unternehmen noch eine Unternehmenspräsentation buchen will, wendet sich für weitere Informationen, Mediadaten und technische Hinweise an die FKT: Tel.: 07223/95 88 10 oder E-Mail fkt@fkt.de. Die Drucklegung des Werkes erfolgt ab August 2009.

 

ÖVKT Nachrichten

Verbandsmacht

Europäische Zusammenarbeit – 3. ECHE in Goes

Die 3. Europäische Konferenz über Krankenhaustechnik ist Anfang April in Goes als gemeinsame Veranstaltung der holländischen und belgischen Krankenhaustechnikervereinigungen unter starker Beteiligung der nationalen Mitglieder als ”61e NVTG Jaarcongres” über die Bühne gegangen. Der Kongress, dessen Schwerpunkt auf der kriti­schen Betrachtung der Innovationen in der Technik des Gesundheitswesens lag, hat, wie man dem zweisprachigen Kongressband entnehmen kann, im Gegensatz zu den bisherigen europäischen Krankenhaustechniker-Tagungen in Baden-Baden und Wien insgesamt eine relativ geringe Anzahl von Vorträgen aufgewiesen. Die Europa-Session der Veranstaltung wurde in drei parallelen Sitzungen an einem Nachmittag abgehalten – ein sehr enger Zeitplan für alle an diesen Themen interessierten Teilnehmer. Aus den europäischen Mitgliedsländern waren verhältnismäßig wenig Teilnehmer gekommen. Das traf auch auf die nahe gelegenen Länder wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien zu.

 

Blick in die Wirtschaft

Krisenfest

Gesundheitswirtschaft trotzt Wirtschaftskrise

Nahezu unberührt von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt die Gesundheitswirtschaft erstaunliche Stabilität. Die großen Mischkonzerne wie Siemens, GE oder Philips berichten über heftige allgemeine Umsatzeinbrüche – jedoch Zuwächse in ihren Gesundheitssparten. Sie – wie nahezu alle Anbieter im Gesundheitswesen – setzen auf Umsatz- und Gewinnzuwächse. Der baden-württembergische OP-Spezialist Berchtold GmbH & Co. KG hofft mit maßgeschneiderten Komplettlösungen für einen effizienten Workflow und eine hohe Patientensicherheit auf neue Absatzchancen. Und in der Tat scheint das Unternehmen recht zu bekommen.

 

Politik

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

Premiere: Guttenberg hält Grundsatzrede zum Thema Gesundheitswirtschaft

Eine Programmänderung beschert dem zweiten Tag des Hauptstadtkongresses ein echtes Highlight: Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg hat seinen Auftritt für Donnerstag, den 28.05.09, ab 15.30 Uhr fest zugesagt und wird zum ersten Mal eine Grundsatzrede zur Gesundheitswirtschaft halten. Nicht länger wird das Gesundheitswesen nur als Kostenfaktor, sondern als ein wichtiger Arbeitsplatz- und Wirtschaftsfaktor begriffen. Mit knapp 5 Mio. Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von ca. 260 Mrd. EUR ist die Gesundheitsbranche mindestens so wichtig wie die Automobilindustrie. Schon jetzt ist fast jeder zehnte Bundesbürger in der Gesundheitsbranche tätig. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes waren Ende 2007 in den Bereichen Pflege, Hausarztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern, Rehakliniken und Vorsorge rund 63.000 Menschen (= 1,5 Prozent) mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Die spannende Frage aber lautet: Wird dieses Wachstum auch im Krisenjahr 2009 anhalten? Kann die Gesundheitswirtschaft ihren Rang als Jobmotor behaupten und wie robust ist sie wirklich gegenüber negativen äußeren Einflüssen? Zu diesen wichtigen Fragen wird Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg ein Grundsatzstatement abgeben.

 

Kontrolle

Gesetz gegen Betrug mit Scheinkranken

Die Bundesregierung will nach einem Zeitungsbericht die gesetzlichen Krankenkassen schärfer kontrollieren und Betrügereien mit dem Gesundheitsfonds unterbinden. Künftig solle demnach das Bundesversicherungsamt auch Kassen prüfen und bestrafen, die sonst unter Landesaufsicht stehen, schreibt die "Financial Times Deutschland". Dazu gehörten auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen), von denen einigen Machenschaften mit überzogenen Diagnosen vorgeworfen werden. Auf einen entsprechenden Gesetzentwurf einigte sich nach FTD-Informationen am Donnerstag eine Arbeitsgruppe der Koalition. Stellt das Amt bei einer Kasse einen auffälligen Anstieg des Krankenstands fest, kann es sämtliche Abrechnungen prüfen und sogar einzelne, anonymisierte Arztpraxen durchleuchten, schreibt das Blatt. Seit der Gesundheitsreform kassierten die Krankenkassen für schwer kranke Patienten lukrative Zuschläge. Das verleite manche Kassen dazu, Ärzte zu beeinflussen, damit sie die gelisteten Krankheiten möglichst oft in ihre Diagnosen schreiben.

 

Abtreibungsrecht:

Scharfe Kritik - aber auch Lob

Die Neuregelung der Spätabtreibungen ist bei Lebensschützer-Organisationen auf scharfe Kritik gestoßen. Bundesärztekammer und Gynäkologen begrüßten hingegen die Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes. Zustimmung kam auch vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Die "Aktion Lebensrecht für Alle" (ALfA), die seit Jahren zu den schärfsten Kritikern des Abtreibungsrechts gehört, forderte die Abschaffung der psychosozialen Indikation. Nur so lasse sich die Zahl der Spätabtreibungen tatsächlich senken. Die vom Bundestag beschlossene dreitägige Bedenkfrist lasse sich leicht umgehen, sagte die Vorsitzende Claudia Kaminski. Schon heute werde ein Großteil der Abbrüche damit begründet, dass es für die psychische Gesundheit der schwangeren Frau unzumutbar sei, ein behindertes Kind auszutragen.

 

Widerstand

Streit um höhere Praxisgebühr

Gegen Forderungen nach höheren Praxisgebühren zum Stopfen von Finanzlöchern im Gesundheitswesen formiert sich breiter Widerstand. In der Konjunkturkrise seien weitere Zuzahlungen nicht die richtige Lösung, sagte die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Doris Pfeiffer, in Berlin. "Bevor wir über höhere Zuzahlungen sprechen, müssen wir klären, wie stark die Versicherten schon belastet sind", meinte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, in der "Bild"-Zeitung. Nach Ansicht des einflussreichen Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem müssen drohende Einnahmeausfälle der Krankenkassen ausgeglichen werden. "Eine Möglichkeit ist, die Zuzahlungen zu erhöhen. Das beträfe dann auch die Praxisgebühr", sagte Wasem dem Blatt. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bekräftigte hingegen: "Es wird keine Erhöhung der Zuzahlungen geben."

 

Vorsorge

Bund will Grippemittel für 90 Millionen Euro kaufen

Der Bund will angesichts der Gefahr einer weltweiten Ausbreitung der Schweinegrippe für rund 90 Millionen Euro zusätzliche Arzneimittel kaufen und einlagern. Eine "Bundesreserve" im Umfang von neun Millionen Einheiten solle die bereits vorhandenen Bestände der Länder ergänzen und einen möglichen Mehrbedarf decken, verlautete aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages in Berlin. Das Gesundheitsministerium beantragte die außerplanmäßige Ausgabe beim Finanzministerium. Die Einschätzung der Epidemie und die Liefersituation für Medikamente gegen Viruserkrankungen erforderten ein sofortiges Handeln, hieß es zur Begründung.

 

Ebbe

US-Rentenkasse früher leer als erwartet

Neues Problem für US-Präsident Barack Obama: Die staatliche Renten- und Krankenkasse für die Älteren leert sich schneller als erwartet. Wie aus einem in Washington veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht, wird ohne Gegenmaßnahmen bereits 2037 im Pensionsfonds Ebbe herrschen - vier Jahre früher als zuvor berechnet. Die Medicare-Krankenkasse wird demnach im Jahr 2017 zahlungsunfähig werden statt - wie bisher berechnet - 2019. Grund dafür sind hauptsächlich die Kostenexplosion im Gesundheitswesen und geringere Steuereinnahmen wegen der Rezession. US-Finanzminister Timothy Geithner rief dazu auf, die Lösung des Insolvenz-Problems nicht auf die lange Bank zu schieben. Je länger damit gewartet werde, desto "härter" würden die Optionen, warnte er. Obamas Vorgänger George W. Bush hatte sich seinerzeit erfolglos für eine Teilprivatisierung der Rentenversicherung stark gemacht.

 

Suchtrat

Regierung muss Prävention verbessern

Der nationale Drogen- und Suchtrat fordert von dem Bundeskabinett schnelle Maßnahmen gegen Tabak- und Alkoholmissbrauch. Das Gremium unter der Leitung der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) drängt in einem gefassten Beschluss darauf, nationale Programme zu verabschieden und "vordringliche Vorhaben" auf den Weg zu bringen. "Der Beschluss bestätigt, dass wir fachlich mit den Nationalen Aktionsprogrammen zur Tabak- und Alkoholprävention auf dem richtigen Weg sind", erklärte Bätzing, "auch wenn wir bei der Abstimmung mit den Bundesministerien, Ländern und Verbänden teilweise schmerzhafte Kompromisse eingegangen sind." Der Drogenrat appellierte erneut an das Familien- und das Verbraucherministerium, die beide von Unionsministern geführt werden, "ihre Blockadehaltung aufzugeben und einer Verabschiedung im Kabinett zuzustimmen". Die beiden Ministerien gäben "wahlpolitischen und wirtschaftlichen Interessen Vorrang vor dem Jugendschutz und der Gesundheit unserer Kinder", kritisierte Bätzing. Der Drogen- und Suchtrat setzt sich zusammen aus Vertretern aus Bundes- und Landesministerien, Verbänden der Suchtkrankenhilfe und der Selbsthilfe, der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Suchtforschung, der Bundesagentur für Arbeit und der Ärztekammer.

 

Prioritätenliste

Hoppe verteidigt Gesundheitsvorschläge gegen Kritik

Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe hat seinen umstrittenen Vorschlag zur Erarbeitung einer Prioritätenliste für die Behandlung von Krankheiten verteidigt. "Die Methode ist international erprobt. Sie funktioniert in Großbritannien und skandinavischen Ländern, in Neuseeland, Australien und teilweise in den USA", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Jeder bekomme eine Diagnose und Therapie, versicherte Hoppe. Allerdings werde die Zuteilung der Behandlungen reguliert. "Um es ganz klar zu sagen: Wenn wir Ärzte zugeteiltes Geld bekommen, können wir bei den Ausgaben auch nur nach Zuteilung arbeiten."

 

Die neuen Wahlhelfer

90 Prozent der Ärzte wollen ihre Patienten politisch informieren

Wird die nächste Bundestagswahl in den Warte- und Sprechzimmern der Ärzte entschieden? 90 Prozent der Ärzte wollen ihre Patienten im kommenden Wahlkampf politisch über die Gesundheitspolitik informieren. Das ergab eine Online-Umfrage des Ärztenetzwerks "Hippokranet.com".

 

Geschäft mit Haken

Hamburg zahlt 108,4 Millionen Euro an Asklepios

Der Verkauf der Hamburger Krankenhäuser an den Klinikbetreiber Asklepios AG entwickelt sich für die Stadt nach einem Bericht von Welt-online (10.5.) zum finanziellen Desaster. "Lediglich einen Teil des Kaufpreises in Höhe von 318,6 Millionen Euro hat der Neueigentümer bislang gezahlt. Aufgrund vertraglicher Regelungen hat die Stadt jedoch bereits 108,4 Millionen Euro zurück überwiesen, weil die Ertragslage des Unternehmens den garantierten Umsätzen nicht ansatzweise entsprach. Für das Geschäftsjahr 2007 musste Hamburg 39,2 Millionen Euro an Asklepios zahlen." (Welt-online) Hintergrund der Zahlungen sind die komplizierten Verträge des umstrittenen Deals. Danach hat Hamburg der Asklepios GmbH ein Umlaufvermögen im Landesbetrieb Krankenhäuser (LBK) von zwei Monatsumsätzen garantiert. Diese Garantie verpflichtet die Stadt zum Nachschießen von bis zu 75 Millionen Euro.

 

Wirtschaft

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ZENO-Konferenz:

Change-Management

Veranstaltung am 15. und 16. Juni 2009 in Berlin

ZenoIn welcher Change-Situation Sie sich in Ihrer Klinik auch befinden, in dieser Veranstaltung werden vielfältige Impulse für neue und bereits erfahrene Change Manager (Vorstände, klinische Direktoren, Führungskräfte, medizinische Leitungskräfte, Pflegedienstleiter) gegeben. Es werden bewußt erfolgreiche Ansätze und Lösungen aus der Gesundheitsbranche wie auch aus anderen Branchen dargestellt, um gerade durch diese Verzahnung und Praxisnähe für Ihren eigenen Bereich reelle Lösungsvarianten entwickeln zu können. Sie werden darüber hinaus vom Insiderwissen eines Headhunters profitieren. Mit dem so gewonnenen Vorsprung können Sie die für Sie wichtigen ärztlichen Leistungsträger nachhaltig an Ihre Organisation binden und neue Chancen finden, die für Sie richtigen Ärzte zu rekrutieren.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Konjunktur

Deutsche Wirtschaft im 1. Quartal um 3,8 Prozent eingebrochen

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2009 um 3,8 Prozent eingebrochen. Das war der vierte Rückgang gegenüber einem Vorquartal in Folge und der mit Abstand größte Einbruch seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1970, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

 
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ZeQ Management Campus

Qualitäts- und Kreativitätstechniken im Krankenhaus

ZeQSystematisches Qualitätsmanagement leistet einen deutlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Ihrer Einrichtung. Nutzen Sie hierfür Techniken wie das Pareto- oder Ishikawa-Diagramm. Diese sind seit langem in Industrie- und Dienstleistungsbranchen zur Analyse von Schwachstellen und Fehlerquellen sowie zur Ableitung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen etabliert. In unserem Seminar zeigen wir Ihnen deren Einsatz im Gesundheitswesen.

Termine im ZeQ Management Campus in Mannheim:

  • 17.06.2009
  • 03.12.2009


Der ZeQ Management Campus ist eine Stätte des Dialogs – Erfahrungsaustausch zwischen Führungskräften und Fachexperten steht im Vordergrund. Unsere Seminare bieten Ihnen praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie unter 0621-32885035, per E-Mail (training@zeq.de) oder unter www.management-campus.eu.

 

Machtkampf

VANGUARD-Gründer Robert Schrödel wehrt sich

Gegen eine mögliche Zerschlagung des Unternehmens VANGUARD AG wehrt sich Robert Schrödel, der am 27. April 2009 vom Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung des Amtes enthoben worden war. Schrödel befürchtet, dass seine Entmachtung Vorstufe für eine Zerschlagung des Unternehmens sei. Der Aufsichtsrat dagegen wirft Schrödel Bilanzfälschungen vor. Welche Seite Recht hat, ist derzeit noch unklar.

 
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Symposium

Bessere Qualität – Geringere Kosten – Gegensätze, die sich vereinen lassen?

22.06.2009 in Mainz

Medical ConsultAnhand von verschiedenen Praxisbeispielen erfahren die Teilnehmer u. a. wie z. B. sichergestellt werden kann, dass Maßnahmen des Qualitätsmanagements langfristig nicht nur Wettbewerbsvorteile mit sich bringen, sondern auch mit erheblichen Kostenvorteilen bei gleichzeitiger hoher Patientenzufriedenheit verbunden sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.rsmedicalconsult.com/Details.35.0.html?&showEvent=75

 

Nachfragerückgang

Celesio startet etwas schwächer ins neue Jahr

Eine geringere Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten sowie ein schwaches britisches Pfund haben wie erwartet Spuren beim Pharmahändler Celesio hinterlassen. Der operative Gewinn und der Umsatz gingen im ersten Jahresviertel 2009 zurück. Der Konzerngewinn stieg hingegen leicht. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet die mehrheitlich zum Haniel-Konzern gehörende Gesellschaft weiterhin einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) unter dem Vorjahreswert. Ohne negative Effekte sollte das Ergebnis jedoch die Höhe des Vorjahres erreichen. Unter anderem geht Celesio von neuen staatlichen Maßnahmen aus, die das Ergebnis in einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belasten könnten.

 
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St. Georg Klinikum Eisenach

Transportkosten nachhaltig um 66 Prozent reduziert

Das Aachener Softwarehaus INFORM optimiert im St.Georg Klinikum Eisenach seit 18 Monaten die Patiententransporte mit dem Transportleitsystem SyncroTESS.  Die Software organisiert über eine zentrale Leitstelle online und automatisch den gesamten Ablauf der Transportorganisation.

„Während vor Einführung des Systems durchschnittlich 6,50 Euro pro Transport anfielen, sind es nun nur noch 2,20 Euro“, erklärt Steffen Winter, Leiter des Hol- und Bringdienstes im St.Georg Klinikum Eisenach. Diese Einsparungen sind neben der Einführung des Transportleitsystems auch durch den Aufbau eines zentralen Transportdienstes möglich geworden.

„Durch die unsere Berechnungen weit übertreffenden Einsparungen von zwei Dritteln der bisherigen Transportkosten hat sich die Investition in das System für uns bereits jetzt amortisiert“, so die Geschäftsführung des Hauses, Hans-Peter Jochum und Dr. Uwe Leder.

Den ganzen Artikel sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.syncrotess.de/healthcare.

 

Ausverkauf

Alliance-Boots-Chef meldet Interesse an Phoenix an

Der Chef der britischen Firma Alliance Boots, Stefano Pessina, hat Interesse am zum Merckle-Imperium gehörenden Pharma-Großhändler Phoenix angemeldet. "Natürlich sind wir interessiert", sagte Pessina in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Eine Offerte habe Alliance Boots aber noch nicht abgegeben. Aktuell stehe Phoenix ja auch noch nicht zum Verkauf.

 
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Symposium

Die Personalkostenfalle: Ärzteschwund, Fachkräftemangel – Wie gehen wir damit um?

25.06.2009 in Nürnberg

Medical ConsultDie Entscheidung in Brüssel ist gefallen: Die EG Richtlinie wird nicht geändert - Bereitschaftsdienst bleibt Arbeitszeit. Damit ist die Frage nach flexiblen Arbeitszeitmodellen umso dringlicher gestellt. Wie sehen intelligente, kreative Arbeitszeitmodelle der Zukunft aus? Auf welche Erfahrungen lässt sich aufbauen? Was lässt sich von Anderen lernen?

In einem hoch spezialisierten Kreis ausgewählter Fachexperten aus Politik und Praxis diskutieren wir neue Ansätze und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.rsmedicalconsult.com/Details.35.0.html?&no_cache=1&tx_ffwaevent_pi1[showUid]=81&tx_ffwaevent_pi1[toDo]=detail

 

Produkteinführung

Bayer führt Verhütungspille Qlaira in Europa ein

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer startet die europaweite Markteinführung des Verhütungsmittels Qlaira. Ab diesem Freitag werde das Mittel in mehreren europäischen Ländern - darunter auch Deutschland - erhältlich sein, teilte Bayer Schering Pharma in Berlin mit. Im Herbst sollen weitere Länder folgen. Mit Qlaira entsteht den Angaben zufolge eine neue Klasse der Pille, deren Östrogenbestandteil auf Estradiol basiert. Das sei das gleiche Östrogen, das der weibliche Körper produziere.

 
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15. u. 16. Juni 2009 in Köln im Renaissance Köln Hotel

MCC Fachkonferenz Krankenhaus und ambulante Versorgung

MCCDie Erlöse im ambulanten Sektor steigen stetig an. Das “Ambulante Operieren“ - erfolgreich angewendet - führt zu Mehrerlösen in den Krankenhäusern. Welche Möglichkeiten sich zur Rentabilitätssteigerung ergeben und wie sie erfolgreich in den Klinikalltag integriert werden können, erfahren Sie auf der MCC Fachkonferenz Krankenhaus und ambulante Versorgung. Profitieren Sie von den Erfahrungen und Erkenntnissen ausgewählter Experten und ausgewiesener Praktiker. Sichern Sie sich die notwendigen Informationen zur Unterstützung auf dem Weg ins ambulante Krankenhaus.
Der § 116b SGB V richtig angewandt steigert Ihre Erlöse!
Diese Chance dürfen Sie nicht verpassen.

Programm und Anmeldung unter: www.mcc-seminare.de

 

Rückgang

Gewinn bei Generikahersteller STADA bricht im ersten Quartal ein

Der Arzneimittelhersteller STADA hat im Auftaktquartal bei einem Umsatzrückgang deutlich weniger Gewinn verbucht als im Vorjahr. Unter dem Strich sei der Überschuss um 20 Prozent auf 24,1 Millionen Euro gefallen, teilte der im MDAX notierte Konzern mit. Das operative Ergebnis fiel um 14 Prozent auf 48,6 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Bei Deutschlands drittgrößtem Hersteller von Nachahmer-Medikamenten stagnierte der Umsatz im Kerngeschäft Generika. In den ersten drei Monaten ging der Konzernumsatz auf 375,9 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr konnte Konzernchef Hartmut Retzlaff noch über Erlöse in Höhe von 399 Millionen Euro berichten.

 
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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2009

Zielgruppengerechte Kommunikation für Kliniken

medführerProfessionelle Kommunikationsstrategien zur Positionierung im Gesundheitsmarkt nehmen im Klinikmanagement eine immer zentraler werdende Rolle ein. Dabei steht die Erreichung der unterschiedlichen Zielgruppen im Mittelpunkt des Interesses. Informationen zu Möglichkeiten neben der klassischen PR-Arbeit effektiv Patienten und überweisende Ärzte online und offline zu erreichen, stellt der medführer Fachverlag auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2009 vom 27.05 bis 29.05. zur Verfügung. Geschäftsführer M. Nitsch und Verlagsleiter M. Scheidel laden Kommunikationsverantwortliche, Geschäftsführer und leitende Ärzte zum Austausch und zur Diskussion im ICC-Empfangsfoyer Nr. E 19 ein. Neben Informationen zu den neuen Qualitätsstandards der offiziellen Deutschen Klinik-Führer erhalten Besucher ein Buchkompendium.

Weitere Informationen: http://www.medfuehrer.de/188,87/Medfuehrer_News.html

 

Berufsausbildung

Fast 10.000 junge Menschen erlernen Berufe in Apotheken

Das berechnete die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände im Vorfeld des Tags des Ausbildungsplatzes, der in diesem Jahr am 14. Mai stattfand. Demnach werden genau 9.846 Jugendliche und junge Erwachsene in den 21.602 Apotheken im Bundesgebiet ausgebildet (Stand: Ende 2008). Darunter sind 1.327 Pharmaziepraktikant/innen, 2.553 PTA-Praktikant/innen und 5.966 PKA-Auszubildende. Wer Apotheker/in werden will, muss zunächst ein vierjähriges Universitätsstudium der Pharmazie und anschließend ein einjähriges Praktikum erfolgreich abschließen. Pharmazeutisch-Technische Assistent/innen (PTA) besuchen zwei Jahre lang eine Fachschule, bevor sie ein halbes Jahr praktische Erfahrungen in der Apotheke sammeln. Um Pharmazeutisch-Kaufmännische/r Angestellte/r (PKA) zu werden, durchläuft man eine duale Ausbildung, die drei Jahre dauert und parallel in Berufsschule und Apotheke absolviert wird.

 
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Symposium

Halbjahresbilanz nach Einführung des Gesundheitsfonds: Versorgung gesichert oder gefährdet?

26.06.2009 in Mainz

Medical ConsultMit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 01. Januar 2009 erfolgte unter erheblichen Kontroversen eine tiefgreifende Umstellung der Finanzierung der Gesetzlichen Krankenkassen. Zugleich wird der Risikostrukturausgleich unter den Krankenkassen auf die morbiditätsbezogene Systematik des "Morbi-RSA" umgestellt. Außerdem sollen die ambulanten und stationären Vergütungssysteme weiter reformiert und der Wettbewerb nachdrücklich gefördert werden. Wie müssen sich Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser positionieren, um unter den neuen Bedingungen zu bestehen und zu profitieren?

Erfahren Sie in diesem Symposium die daraus resultierenden strategischen Handlungsoptionen aus erster Hand unmittelbar beteiligter Entscheidungsträger der Politik, des Bundesversicherungsamtes, der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.rsmedicalconsult.com/Details.35.0.html?&showEvent=80

 

Tropenkrankheit

Sanofi Pasteur bauft Werk für Dengue-Impfstoff

Der weltgrößte Impfstoffanbieter Sanofi Pasteur baut in Südostfrankreich ein Werk für einen Impfstoff gegen das Dengue- Fieber. In Neuville-sur-Saône sollen von 2013 an jährlich 100 Millionen Dosen des neuen Impfstoffes produziert werden, teilte der französische Konzern mit. Die Tropenkrankheit bedrohe zweieinhalb Milliarden Menschen. Jährlich würden 230 Millionen infiziert. Das Werk koste 350 Millionen Euro.

 
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ZENO-Konferenz:

Kompetentes Lobbying

Veranstaltung am 01. Juli 2009 in Berlin

ZenoOhne kompetentes Lobbying sind politische Entscheidungsprozesse kaum denkbar. Für alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt ist es erforderlich, die eigenen Vorstellungen und Interessen politisch zu kommunizieren. Dieser Workshop soll Beteiligten im Gesundheitswesen Grundstrukturen des parlamentarischen Betriebs, der Denk- und Arbeitsweise von Parlamentariern und ihrer Gremien näherbringen. Vor allen Dingen geht es aber um die Vermittlung von Erfahrungen mit Instrumenten des Lobbying und der Roadshow.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Aufwertung

Forschungsabteilung des Weltkonzerns Fresenius kommt nach Krems

Der Weltkonzern Fresenius Medical Care, weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Dialyse, übersiedelt die Forschungsabteilung "Adsorbertechnologie" nach Krems. Die Verlagerung aus Deutschland nach Krems erfolgt ab 2010, ab Mitte 2010 soll die Produktion starten.

 

GfK-Studie

Ärzte haben Angst um ihre Praxen

Rund ein Drittel der Hausärzte in Deutschland hat Angst um die Zukunft ihrer Praxis. Wegen der Gesundheitsreformen in den vergangenen zwei Jahren halten es viele Ärzte derzeit kaum für möglich, in die eigene Praxis zu investieren oder Rücklagen zu bilden, heißt es in dem veröffentlichten Ärzteklima-Index des Marktforschungsinstitut GfK für das zweite Halbjahr 2008. Mehr als die Hälfte der befragten Mediziner gab dem Nürnberger Institut zufolge an, in diesem Zeitraum nicht mehr in ihre Praxis investiert zu haben. 80 Prozent sagten, sie hätten kein Personal eingestellt. 90 Prozent kündigten an, keine neuen Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Als schlecht bis sehr schlecht beurteilten die Ärzte vor allem die Behandlungsmöglichkeiten von Kassen-Patienten, die Arbeitsbedingungen als Arzt und die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens. Rund 40 Prozent der befragten Ärzte haben dem Ärzteklima-Index zufolge das Gefühl, ihre Patienten sind unzufrieden. Für den GfK-Ärzteklima-Index werden halbjährlich rund 470 Allgemeinmediziner und Internisten in Deutschland online befragt.

 

Zerfall

Ratiopharm-Verkauf beginnt im Mai

Noch im Mai soll nach Zeitungsinformationen der Verkauf des Erbes des Unternehmers Adolf Merckle beginnen. Schon in der kommenden Woche werde eine Bank mit dem Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm beauftragt, berichtet die "WirtschaftsWoche". Zu den Kandidaten zählten unter anderem Sal. Oppenheim, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. An einer Übernahme des Unternehmens seien mehrere Pharmahersteller und zwei Finanzinvestoren interessiert. Dagegen stocke der Verkauf des Mehrheitsanteils am Zementhersteller HeidelbergCement. Grundsätzlich interessierte Finanzinvestoren wie Goldman Sachs und PAI aus Frankreich hätten von den Banken finanzielle Zugeständnisse verlangt, zu denen diese nicht bereit seien. Beim Verkauf des Laupheimer Pistenbully-Bauers Kässbohrer werde bereits im Sommer mit einer Entscheidung gerechnet. Es soll mehrere Interessenten geben.

 

Weiterentwicklung

Fresenius strebt weiterhin kleinere bis mittlere Zukäufe an

Der Medizinkonzern Fresenius strebt nach der Übernahme des US-amerikanischen Generikaspezialisten APP Pharmaceuticals weiterhin kleinere bis mittlere Übernahmen an. "Große Deals wie zuletzt werden wir auf absehbare Zeit nicht anstreben. Wir sind keine Deal-Firma, keine Übernahme-Maschine", sagte Fresenius Vorstandschef Ulf Schneider der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). Kleinere und mittlere Akquisitionen wie etwa den Erwerb von Kliniken plant der Manager aber trotzdem weiterhin. Nach seinen Worten wären das Zukäufe mit Kaufpreisen zwischen zehn und 20 Millionen Euro beziehungsweise 100 bis 200 Millionen Euro. Übernahmen, sagte Schneider, dürften auch das Management nicht überfordern. Denn vorrangig gehe es darum, das operative Geschäft profitabel weiterzuentwickeln.

 

Namen & Nachrichten

Nachbesserung

Jährliche Zusatzrente für Contergan-Opfer

Der Bundestag hat die finanziellen Hilfen für Contergan-Opfer noch einmal aufgestockt. Mit dem Gesetz, das das Parlament am Donnerstag mit breiter Mehrheit verabschiedete, erhalten die Betroffenen über einen Zeitraum von 25 Jahren eine jährliche Zusatzrente von bis zu 4000 Euro - gestaffelt nach der Schwere ihrer Behinderung.

 

Lebensqualität Studie:

Deutsche befürchten steigenden Stress

Acht von zehn Deutschen finden ihr Leben laut einer Studie stressig - jeder Dritte steht unter Dauerdruck. Die Hälfte der Deutschen rechne außerdem damit, dass der Stress in ihrem persönlichen und beruflichen Umfeld in den nächsten Jahren weiter zunimmt. Das gab die Techniker Krankenkasse am Donnerstag in Berlin anhand einer repräsentativen Studie bekannt. Besonders pessimistisch sind demnach die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Baden-Württemberg. Am zuversichtlichsten seien die Bayern: Von ihnen rechnet kaum jeder Dritte mit einem steigenden Stress-Pegel. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 1014 Menschen zwischen 14 und 65 Jahren. Bereits jeder dritte Berufstätige fühle sich stark erschöpft oder ausgebrannt. Die Zahl der Krankschreibungen wegen des sogenannten Burnout-Syndroms sei innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 17 Prozent gestiegen. Laut der Studie sind Hausfrauen und Hausmänner gestresster als Manager. 95 Prozent von ihnen klagten über Stress, vier von zehn seien in körperlichem und psychischem Daueralarm. Am meisten belasteten sie die Kindererziehung und die Sorge um die familiären Finanzen.

 

Auszeichnung

TK und Bild am Sonntag verleihen Gesundheitspreis pulsus

Bereits zum fünften Mal verleihen die Techniker Krankenkasse (TK) und Bild am Sonntag am Donnerstag, 14. Mai 2009, den Gesundheitspreis pulsus. In diesem Jahr findet die Verleihung erstmals in den Räumen der TK in Hamburg statt. Neben Schauspielerin Mariella Ahrens, die den Preis für ihr besonderes Engagement für ältere Menschen erhält, stehen an diesem Abend Menschen im Mittelpunkt, die durch eigene Kraft ein schweres Schicksal meisterten oder anderen geholfen haben. Zu den Preisträgern, die von den Lesern der Bild am Sonntag sowie den TK-Mitgliedern gewählt wurden, gehören Barbara Lau, die in Herten einen therapeutischen Reiterhof für behinderte Kinder führt, und Dr. Karl-Georg Hermans aus Prüm, der ehrenamtlich Kinder in Kriegsgebieten operiert. Eine prominent besetzte Jury, zu der unter anderem die Professoren Dietrich Grönemeyer und Dagmar Schipanski sowie die TV-Moderatorinnen Dr. Susanne Holst und Dr. Franziska Rubin gehören, zeichnen zudem die Schloßparkschule Völklingen-Geislautern als gesündeste Grundschule aus und verleihen den pulsus an Religionslehrer Lukas Völker aus Bad Staffelstein. Er kümmert sich mit seinen Schülern um ältere Menschen in einem Wohn- und Pflegeheim.

 

Datenhandel

Justiz ermittelt wegen verkaufter Patientendaten

Wegen unbefugter Weitergabe von Sozialdaten ermittelt die Justiz im niedersächsischen Oldenburg und in Aurich gegen Mitarbeiter einer gesetzlichen Krankenkasse und einer privaten Versicherungsgesellschaft. Die Untersuchungen liefen seit Anfang 2008 und richteten sich gegen sechs Verantwortliche, sagten Sprecher der beiden Staatsanwaltschaften. Anlass seien Anzeigen des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Peter Schaar. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung sollen Krankenkassen in mindestens zwei Fällen Versichertendaten an eine Versicherung verkauft haben. Die Ermittlungen dauern an.

 

Stärkung

Hedwig François-Kettner wird stellvertretende Vorsitzende des APS

Hedwig François-Kettner, Pflegedirektorin der Charité Universitätsmedizin Berlin und DPR-Präsidiumsmitglied wurde als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS)gewählt. Damit ist jetzt neben Gunhild Leppin, DRK-Schwesternschaft Berlin, die in ihrem Amt als Beisitzerin bestätigt wurde, eine zweite Vertreterin der Pflege im Vorstand des Bündnisses präsent. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) wurde im April 2005 ins Leben gerufen und mit beeindruckend großem Erfolg umgesetzt.

 

Persönlichkeitsstörung

Römische Kaiser litten am Borderline-Syndrom

Nero, Caesar, Caligula und andere römische Herrscher gebärdeten sich während ihrer Regierungszeit oft seltsam, zuweilen wie Wahnsinnige. Doch nicht etwa, weil sie mit ihrer Machtfülle nicht zurechtkamen, sondern weil sie unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung litten. Dies berichtet der Emotionspsychologe Bordwin Bandelow in der aktuellen Ausgabe von P.M. PERSPEKTIVE (02/2009) Dem Göttinger Psychiatrie-Professor zufolge war der sprichwörtliche "Caesarenwahn" nicht die Folge der Macht, "sondern deren Voraussetzung": Die Gewaltherrscher seien emotional instabil gewesen und hätten gerade deshalb die Spitze der römischen Machtpyramide erklommen, weil sie auf der Suche nach Anerkennung weder auf sich noch auf andere Rücksicht genommen hätten. Zwar kamen besagte Kaiser aus zerrütteten Familienverhältnissen, doch die eigentliche Ursache für ihren Wahn sei in einer vererbten Störung des Neurotransmittersystems zu suchen: "Bei Narzisten, und stärker noch bei Borderline-Patienten, scheint das Belohnungssystem im Gehirn nicht richtig zu funktionieren", so Bandelow. "Die Endorphinrezeptoren müssen stärker stimuliert werden, um gute Gefühle zu erzeugen." Vor dem Hintergrund ihrer herausgehobenen Stellung hätten einige Kaiser dieses nur durch außerordentliche Ausschweifungen und Gewaltexzesse erreichen können.

 

Nachfolgeregelung

Neuer Finanzchef bei Novartis

Jonathan Symonds wird neuer Finanzchef von Novartis. Wie der Pharmakonzern in Basel mitteilte, übernimmt Symonds ab Frühling 2010 das Amt von Raymund Breu, der in den Ruhestand tritt. Symonds ist zurzeit als Manager bei der US-Bank Goldman Sachs tätig. Zuvor war er unter anderem acht Jahre lang Finanzchef des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Der 50-Jährige beginnt die Arbeit bei Novartis bereits Anfang September als Vize-Finanzchef.

 

Josef Beutelmann

Barmenia's Lenker feiert Geburtstag

Der Vorsitzende der Vorstände und Generaldirektor der Barmenia Versicherungen, Dr. h. c. Josef Beutelmann, vollendet sein sechzigstes Lebensjahr. Josef Beutelmann, der 1949 in Nordkirchen geboren wurde, ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Vor seinem Studium in Köln absolvierte er eine Ausbildung als Versicherungskaufmann in der Bezirksdirektion der Barmenia Versicherungen in Münster. Als Diplom-Kaufmann kehrte er 1976 zur Barmenia nach Wuppertal zurück. Auf Vorstandsassistenz folgte die erste Leitungsfunktion im Jahr 1979. Im Juli 1989 bestellte ihn der Aufsichtsrat als stellvertretendes Mitglied in die Vorstände der Barmenia Krankenversicherung und der Barmenia Allgemeine Versicherung. 1991 dann wurde er als ordentliches Mitglied der Vorstände in die Unternehmen Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG, Barmenia Krankenversicherung a. G. und Barmenia Lebensversicherung a. G. berufen. Seit Juli 1998 ist er Vorsitzender der Vorstände und zusätzlich Geschäftsführer der Barmenia Beteiligungsgesellschaft mbH. Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Unternehmensgruppe ist er in zahlreichen Funktionen als Vorsitzender von Aufsichtsräten, Mitglied von Präsidien und Sprecher von Ausschüssen vertreten. Herauszuheben sind seine Funktionen als Vorsitzender des Vorstands des Arbeitgeberverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., als Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber, als Vorsitzender des Vorstands des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. und als stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des PKV-Verbands. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der SANA Kliniken AG.

 

Krankenhaus Rating Report 2009

Lob der Pauschalförderung

Knapp ein Drittel aller Kliniken ist bis 2020 vermutlich pleite – verkürzte Meldungen dieser Art begleiten auch in diesem Jahr die Veröffentlichung des Krankenhaus Rating Reports des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Doch genauer betrachtet, ist die Lage nicht so trübe. Ohne Produktivitätsfortschritt könnten rund 29 Prozent aller Krankenhäuser bis 2020 eine erhöhte Insolvenzgefahr aufweisen – so lautet Ihr Ergebnis korrekt und weniger spektakulär formuliert. Gibt es Punkte im Rating Report, die für Sie eine wirkliche Überraschung darstellen? Ein interessantes Ergebnis ist für uns, dass viele Krankenhäuser selbst inves­tieren. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat bisher immer von einem Investitionsstau von 50 Milliarden Euro gesprochen, wir sind bislang von 20 Milliarden Euro ausgegangen. Doch in unserem Report kommen wir nun auf eine Summe von nur 9 Milliarden Euro. Das heißt natürlich nicht, dass die Länder aus der Pflicht sind: Die Lücke, die sie hätten finanzieren müssen, beträgt noch immer 16 Milliarden Euro.

 

Fährensmann tritt ab

Neuer Vorstandschef

Bei der zweitgrößten konfessionellen Krankenhausgruppe in Deutschland hat sich ein Führungswechsel vollzogen: Der 39-jährige Betriebswirt Klaus Goedereis ist neuer Vorstandsvorsitzender der katholischen St.-Franziskus-Stiftung Münster und löst damit Rudolf Kösters ab, der mit 65 Jahren in den Ruhestand geht. Goedereis arbeitete sich innerhalb der Stiftung nach oben und war zuletzt Mitglied des Vorstands. Kösters bleibt bis 2011 aber Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

 

Gesundheitsfonds

Unfinanzierbar

Der Gesundheitsfonds verstoße gegen das Prinzip der Nachhaltigkeit, sagt der Kieler Gesundheitsökonom und Chef des Instituts für Mikrodatenanalyse, Thomas Drabinski. Er fordert die Bundesregierung auf, den Gesundheitsfonds bis 2010 aussetzen: “Der Fonds ist auf Pump finanziert und kann in der Rezession nur durch Verschuldung des Gesundheitsfonds aufgefangen werden.” Das ebne den Weg in die Einheitskrankenkasse. Drabinski fordert: “Der Gesundheitsfonds und dessen Verteilungsmechanismus sollten umgehend und für den Zeitraum der Rezession auf den Rechtsstand vom 31.12.2008 gesetzt werden.

 

Zusatzbeiträge

Anlass zum Kassenwechsel

Zwölf Prozent der gesetzlich Krankenversicherten würden bei Erhebung eines Zusatz­beitrages ihre Kasse wechseln – das ist das Ergebnis einer Umfrage. Schon im Juli sollen die ersten Kassen Zusatzbeiträge erheben, erklärte das Bundesversicherungsamt. Die ersten Zusatzbeiträge erwarte ich zum 1. Juli”, sagte der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken, der Tageszeitung “Die Welt”. Nach derzeitigem Stand seien dabei rund 4,5 Millionen Mitglieder in 16 Kassen von den Zusatzbeiträgen betroffen.

 

Asklepios-Kliniken

Spekulation um Spionage

Asklepios kämpft mit dem ersten Lauschangriff im Gesundheitswesen: Auch Wochen nach der Entdeckung verwanzter Telefone in der Chefetage der Hamburger Klinikzentrale ist unklar, wer hinter der Spionageaktion steckt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst und Young, die mit der Untersuchung des Falls von Asklepios beauftragt worden war, konnte offenbar nicht ermitteln, wer den “Lauschangriff” gestartet hatte. Unklar blieb auch, ob die Wanzen überhaupt zum Einsatz gekommen sind. Sie kommt zu dem Schluss, dass weder ein Abhören von Räumen noch von Telefonaten stattgefunden haben könne. Asklepios gehe inzwischen von einem vorgetäuschten Lauschangriff aus. Das Gutachten hat die Verwirrungen und die Spekulationen in der Hamburger Presse um die Wanzen nur noch forciert. Abhörgeräte waren bereits am 22. März in den Telefonen der drei Geschäftsführer Peter Oberreuter, Christoph Mahnke und Anja Rohde in der Asklepios-Verwaltung in Hamburg-Barmbek gefunden worden. Danach wurden auch Wanzen in den Telefonen der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Katharina Ries-Heidtke und des Pressesprechers Rudi Schmidt entdeckt.

 

Auszeichnung

Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin verliehen

Anlässlich des Deutschen Anästhesie Congresses (DAC) 2009 in Leipzig verlieh die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) den diesjährigen Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin. Der von Dräger gestiftete Preis in Höhe von 10.000 Euro ging an Priv.-Doz. Dr. med. Björn Ellger, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster. Ausgezeichnet wurde seine Habilitationsschrift mit dem Titel "Endokrine Dysregulationen in der Intensivmedizin"1. Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG, übergab den Preis am Samstag, den 9. Mai. Der Preisträger Der 36-jährige Preisträger erforschte die Hintergründe darüber, wie und warum sich hormonelle Regelkreise bei kritisch kranken Patienten verändern - und zwar weitgehend unabhängig von der jeweiligen Grunderkrankung. Warum kommt es zu diesen Veränderungen und wie kann man sie beheben? Könnten sie doch sowohl Folge als auch Ursache kritischer Erkrankungen sein? Die Ergebnisse der Studien von Dr. Ellger legen nahe, dass die Blutzuckerkontrolle eine große Bedeutung dafür hat, die Prognose von Intensivpatienten zu verbessern. So verursacht die Hyperglykämie bei kritisch Kranken unter anderem eine Fehlfunktion der Zellatmung (mitochondriale Dysfunktion), eine Belastung mit toxischen Glukose-Metaboliten, eine Störung verschiedener vitaler Enzymsysteme sowie eine Störung regionaler Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid. Diese molekularbiologischen Abweichungen korrelierten mit Dysfunktionen verschiedener Organsysteme (Herz, Niere, Leber, zelluläre Immunantwort, Endothel). Des Weiteren hat Dr. Ellger auch die molekularbiologischen Grundlagen untersucht, die den charakteristischen Veränderungen der Schilddrüsen- und Wachstumshormonregulationen zu Grunde liegen.

 

Auszeichnungen

Rheuma-Forscher nehmen Crafoordpreis entgegen

Zwei Wissenschaftler aus Japan und ein US-Mediziner haben am Montag für ihre bahnbrechenden Erfolge bei der Rheuma-Forschung den schwedischen Crafoordpreis in Empfang genommen. Im Beisein von Königin Silvia überreichte König Carl XVI. Gustaf die mit insgesamt 500 000 Dollar (368 000 Euro) dotierte Auszeichnung an Tadamitsu Kishimoto und Toshio Hirano von der Universität Osaka sowie Charles Dinarello von der Colorado-Universität in Denver. Schwedens Wissenschaftsakademie begründete die Vergabe an die drei mit deren "Pionierleistungen" bei der Identifizierung von zwei zentralen Akteuren des Immunsystems, die an der Entstehung von Entzündungen im Körper entscheidend beteiligt sind. Der Crafoordpreis wird seit 1982 jährlich im Wechsel für Arbeiten von Mathematikern, Astronomen, Biologen, Geologen und Rheuma- Forschern vergeben. Er geht auf eine Stiftung des schwedischen Industriellenpaars Holger und Anna-Greta Crafoord zurück. Mit ihm sollen Leistungen in Wissenschaften belohnt werden, für die es keinen Nobelpreis gibt. Die Wissenschaftsakademie vergibt jedes Jahr auch die Nobelpreise für Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften.

 

Nachfolge

Dr. Hans-Heinrich Gerth neuer Vorsitzender des TK-Verwaltungsrates

Dr. Hans-Heinrich Gerth aus Meersburg ist vom Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK) zum alternierenden Vorsitzenden gewählt worden. Das Gremium hat ihn zugleich mit der Übernahme des Vorsitzes für das Jahr 2009 beauftragt. Die Neuwahl war erforderlich geworden, nachdem Peter K. Thomsen Ende der vergangenen Woche freiwillig auf sein Amt verzichtet hatte.

 

Klinik-News

Geldsegen

Charité erhält 23 Millionen Euro

Die Berliner Universitätsklinik Charité hat laut einem Bericht der Berliner Morgenpost (15.5.) außerplanmäßig 23,5 Millionen Euro beim Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses beantragt und bewilligt bekommen. Allerdings soll das Geld vorläufig gesperrt bleiben. Die zusätzlichen Millionen sollen für die Sanierung einer Dampfkesselanlage, für außerplanmäßige Baumaßnahmen an der Seuchenstation, für ein modernes Gerät zur Knochen- und Thoraxdiagnostik, für ein Gerät zur Darstellung der Blutgefäße (Angiographie) oder neue OP-Tische genutzt werden. "Im Masterplan der Charité sind rund 350 Millionen Euro bis 2015 vorgesehen. Charité-Chef Karl Max Einhäupl bezifferte den aktuellen Sanierungsbedarf auf 600 Millionen Euro."

 

Seitenwechsel

Manager bieten Kauf an

Fünf Manager der zu Landkreis Pinneberg gehörenden Kliniken Pinneberg, Elmshorn und Wedel wollen 74,9 Prozent der Anteile erwerben. Die Pinneberger Kliniken machen im Jahr 2008 ein Defizit von rund neun Millionen Euro. Nun möchten die gleichen Manager, die laut Beschwerden von örtlichen Politikern die "Schieflage" erzeugt haben, die Mehrheit an den Kliniken übernehmen. Natürlich möchten sie für ihre Anteile nur einen geringen Preis bezahlen.

 

Entscheidung

Gesundheitscampus in Bochum setzt neue Maßstäbe

Die Entscheidung ist gefallen: Bochum wird Standort des neuen Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen. Hans-Werner Kick, Kaufmännischer Vorstand des Verbandes Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, zeigte sich hoch erfreut: "Das ist eine sehr gute und wichtige Entscheidung für den Medizin- und universitären Klinikstandort Bochum." Die schon jetzt vorhandene und in der Begründung durch die Kommission für die Standortwahl betonte "wissenschaftliche, medizinische und gesundheitswirtschaftliche Kompetenz" Bochums werde mit dem Gesundheitscampus eine weitere Stärkung erfahren, so Kick. "Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit vieler Beteiligter bei der Erarbeitung der Bewerbungsunterlagen ist Garant auch für eine gelingende Umsetzung des Projektes Gesundheitscampus NRW", ist sich Kick sicher.

 

Kliniken des Landkreises FRG-Grafenau gGmbH

Es kann gebaut werden

12,3 Millionen Euro Förderung bewilligte das Bayerische Sozialministerium für zwei Bauabschnitte der Kliniken des Landkreises Freyung-Grafenau gGmbH. Für eine Förderung des zweiten Bauabschnitts wurden fünf Jahre lang verhandelt. Als Ergebnis stehen nun 12,3 Mio Euro zur Verfügung. Zusammen mit einem Eigenanteil von drei Mio Euro - halb vom Landkreis, halb von der Kliniken gGmbH - werden in den nächsten Jahren über 15 Mio Euro investiert.

 

Durchsetzungskraft

ver.di erzielt Tarifabschluss

In den Verhandlungen über höhere Löhne und Gehälter für die rund 15.000 Beschäftigten der Helios-Akutkliniken hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen Tarifabschluss erzielt. Danach erhalten die Beschäftigten rückwirkend vom 1. März 2009 an einen tabellenwirksamen monatlichen Sockelbetrag von 50 Euro zuzüglich drei Prozent. Ab 1. März 2010 kommen weitere 2,4 Prozent dazu. Mit Inkrafttreten des Tarifvertrags ist zudem eine Einmalzahlung von 225 Euro verbunden. Die Tarifvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010. "Der Abschluss kann sich sehen lassen. Damit halten die Helios-Beschäftigten Anschluss an die Gehaltsentwicklung bei den Konkurrenzunternehmen und im öffentlichen Dienst", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. Binnen zweier Jahre legen die Gehälter damit um rund acht Prozent zu. Ab 1. Januar 2010 erhalten die Beschäftigten in Ostdeutschland zudem 100 Prozent des Westgehalts. Neben den Gehältern werden rückwirkend zum 1. Januar 2009 die Ausbildungsvergütungen monatlich um 80 Euro angehoben. Erstmals sind die Helios-Ausbildungsvergütungen auch in gemeinsamen Tabellen tarifvertraglich fixiert worden.

 

Kliniken 2009

Kooperationen sollen das Überleben sichern

Neun von zehn Kliniken setzen in den kommenden drei Jahren verstärkt auf die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Hoch im Kurs stehen zudem Kooperationen mit anderen Krankenhäusern (86 Prozent). Vor allem private Kliniken wünschen sich aber vermehrt auch Krankenversicherungen als Partner. Kooperationen erhöhen den Handlungsspielraum der Kliniken und bieten gleichzeitig einen entscheidenden Ansatz zur Lösung des Zielkonflikts "Kostensenkung ohne Qualitätsverlust". Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Krankenhaus Trend 2009" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online. 85 Prozent der privaten Kliniken planen bis 2012 eine Zusammenarbeit mit privaten und gesetzlichen Versicherern. Hierbei geht es den Krankenhäusern insbesondere darum, durch neue und attraktive Versorgungsangebote - wie zum Beispiel einen "Rundum-sorglos-Service" mit abgestimmten ambulanten Voruntersuchungen sowie Nachbetreuung - die Zahl der Zuweisungen zu erhöhen. "Es ist damit zu rechnen, dass solche Kooperationen künftig auch für öffentliche und freie gemeinnützige Träger immer interessanter werden. Denn im härter werdenden Verdrängungskampf unter Kliniken spielen sie eine entscheidende Rolle", sagt Horst Martin Dreyer, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. "So ist durch eine weitere Erhöhung der Fallzahlen - zusammen mit einer Optimierung der Behandlungsprozesse - eine nachhaltige Steigerung des Deckungsbeitrages möglich." Von solchen Kooperationen profitieren aber nicht allein die Kliniken, sondern auch die Versicherungen. Sie versprechen sich Kostenvorteile und einen individuelleren Service für ihre Kunden.

Hintergrundinformationen
Der Berichtsband "Krankenhaus Trend 2009" stellt die Ergebnisse einer Online- und Telefonbefragung dar, die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit der Fachzeitschrift kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin durchgeführt wurde.

 

Anspruch

Praxiskliniken und GKV Spitzenverband nehmen Gespräche auf

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e. V. und der Spitzenverband der GKV führten am 8. Mai ein erstes Sondierungsgespräch zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben aus den neuen § §122 und 140b SGB V. Die PKG bekundet damit ihren Anspruch als Spitzenverband der Praxiskliniken. In dem sehr konstruktiv verlaufenen Gespräch, ging es um die Erstellung eines Kataloges für in Praxiskliniken ambulant und stationär durchführbare Operationen und um das zukünftig von Praxiskliniken zu erbringende Qualitätsmanagement. Letzteres wird sich nach Vorstellungen der PKG e. V. im wesentlichen an den schon bestehenden Vorgaben für die Mitgliedschaft im Verband orientieren. Die PKG wird umgehend einen Operationskatalog vorlegen.

 

Hohe Hürde

BSG-Urteil bremst medizinischen Fortschritt in Kliniken

Zur Grundsatzentscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) vom 6. Mai 2009 zum Ausschluss der Protonenbehandlung bei Brustkrebs aus der GKV-Leistungspflicht im Krankenhausbereich erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Mit der Entscheidung des BSG wird die Hürde zur Zulassung neuer medizinischer Verfahren im Krankenhaus so hoch gesetzt, dass die medizinische Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ein Stück mehr vom medizinischen Fortschritt abgekoppelt wird. Wenn in Zukunft auch in der Krankenhausmedizin nach der Regel ‚liegen keine Studien vor, ist der Nutzen nicht belegt’ verfahren wird, könnten von vornherein Leistungsausschlüsse für GKV-Versicherte von den Krankenkassen primär aus Kostenargumenten herbeigeführt werden. Damit liefen neue Methoden Gefahr, ausgeschlossen zu werden, ohne dass überhaupt die Chance bestanden hätte, in der klinischen Anwendung Erfahrungen zu sammeln. Mit dieser Entscheidung widerspricht das BSG der bisherigen Rechtsauffassung des Bundesministeriums für Gesundheit. Wenn die gesetzlichen Formulierungen eine solche fortschrittbremsende Interpretation zulassen, muss das Gesetz so schnell wie möglich so formuliert werden, dass die Krankenhausmedizin als die Eingangspforte für den medizinischen Fortschritt auch weiterhin offen bleibt."

 

Abschluss

Übernimmt die SHG-Gruppe bald Völklinger Klinik?

Die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) und das St. Michael-Krankenhaus Völklingen wollen enger zusammenarbeiten. Dies berichtet die Saarbrücker Zeitung am 9.5.2009. "Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss, sagte Heribert Frieling, Sprecher der Marienhaus GmbH, die das Völklinger Krankenhaus betreibt. "Es läuft darauf hinaus, dass die SHG das Krankenhaus übernimmt", sagte Frieling. Nach seiner Ansicht mache das Sinn, weil die SHG bereits ein Krankenhaus in Völklingen hat. Nach Abschluss der Verhandlungen muss aber unter anderem die Regionalversammlung noch ihr Okay geben. Im SHG-Aufsichtsrat gebe es aber keinen, der zu der Kooperation Nein sagt, meinte Aufsichtsratschef Paul Quirin."

 

Schwarze Zahlen

Vivantes macht Gewinn

Die Berliner Krankenhausgesellschaft Vivantes hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 2,4 Millionen Euro erwirtschaftet, rund 300 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Wie der Tagesspiegel am 9.5.2009 berichtet, schreibt das Unternehmen damit im fünften Jahr in Folge schwarze Zahlen. "Alle Gewinne werden reinvestiert, sagte Bovelet. Insgesamt 50 Millionen Euro habe das Unternehmen im vergangenen Jahr in die Sanierung der Standorte gesteckt, davon neben der Landesförderung 29 Millionen aus eigenen Mitteln. Allein für die Sanierung des maroden Standortes in Hellersdorf gibt Vivantes insgesamt 23 Millionen Euro aus. Und im Klinikum Friedrichshain wurde die Geburtsstation modernisiert.

 

Qualität

Bald Gütesiegel für Kinderkliniken?

Kinderkliniken in Deutschland können demnächst eine Art Gütesiegel bekommen. Es soll zwei Jahre gelten, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen, Jochen Scheel, zum Abschluss eines zweitägigen Treffens in Darmstadt. Dies erleichtere Eltern und Patienten die Auswahl. "Wo Kinderklinik dran steht, muss auch Kinderklinik drin sein", begründete Scheel. Für die Bescheinigung hat die Gesellschaft eine Umfrage gestartet, an der bisher rund 200 der insgesamt knapp 380 Kinderkliniken in Deutschland teilnahmen. Mit Ergebnissen wird im Herbst gerechnet. Die Einrichtungen mit Zertifikat will die Organisation auch auf ihrer Internetseite veröffentlichen. Ziel des Zertifikats sei, auch in Zeiten von Sparmaßnahmen einheitliche Standards für Kinderkliniken zu erreichen. "Wirtschaftlicher Druck in den Häusern bedeutet auch Druck auf die Qualität", sagte Scheel. Nicht alle Kliniken hätten ausreichend Fachärzte. "Eltern, deren Kind in ein Kinderkrankenhaus kommt, müssen sich aber darauf verlassen können, dass es eine ordentliche Versorgung gibt."

 

Pflege

Gut und Schlecht

Noten für Pflegeheime mit Farbkennzeichnung

Im Kampf gegen Pflege-Missstände werden künftig alle rund 10 000 Pflegeheime in Deutschland mit Schulnoten von ”sehr gut” bis ”mangelhaft” bewertet. Die Ergebnisse würden farblich in Abstufungen von sehr hell bis tieforange hinterlegt, berichteten die Pflegeanbieter und -kassen in Berlin. Die CSU kritisierte den "Pflege-TÜV" als zu lasch. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen (MDS) oder entsprechende Einrichtungen sollen die Pflegeeinrichtungen kontrollieren. Im Spätsommer sollen die ersten Ergebnisse im Internet veröffentlicht werden. Bis 2011 sollen alle Heime unabhängig geprüft und benotet sein. Für jedes Bundesland sollen Pflegebedürftige dann im Internet eine Auflistung sämtlicher Heime mit je einer Gesamtnote finden. Dazu kommen Einzelnoten für Pflegequalität und medizinische Versorgung, den Umgang mit Demenzkranken, für die Betreuung sowie für Verpflegung und Hygiene. Ergänzend werden die Ergebnisse von Bewohner-Befragungen veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung der Pflegequalität setzen die Kassen einen Kernpunkt der jüngsten Pflegereform um. Gute Einrichtungen sollen mit ihren Ergebnissen werben, schlechte unter Druck geraten. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) kritisierte, das Bewertungssystem als "einzige Kompromisssülze". Dieser Pflege-TÜV helfe schwarzen Schafen, über schlimme Mängel in Heimen hinwegzutäuschen.

 

Ohrfeige

DPR wehrt sich gegen Änderung des Krankenpflegegesetzes

Der Deutsche Pflegerat e.V. als Bundesarbeitsgemeinschaft der Pflege und des Hebammenwesens hält eine Änderung des Krankenpflegegesetzes für völlig kontraproduktiv. Er ist eine schallende Ohrfeige für 1,2 Millionen Pflegefachkräfte in Deutschland, denen attestiert wird, dass die Anforderungen an ihre Ausbildung und damit ihren Beruf sinken. Dies angesichts der Leistungen der Pflegefachkräfte unter schwierigsten Rahmenbedingungen. Im Koalitionsvertrag der derzeitigen Regierung haben sich die Koalitionspartner darauf festgelegt, die Weiterentwicklung der Pflegeberufe zu fördern. Unterstützt und bestärkt wurde dies durch das Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2007. Dort wird gefordert, "eine Tätigkeitsübertragung von Aufgaben insbesondere auf die Pflege und eine größere Handlungsautonomie derselben ist nicht zu umgehen, wenn die Versorgung aufrechterhalten und verbessert werden soll." In der Entscheidung zwischen Arbeitsmarktpolitik und Sicherung der Qualität der pflegerischen Versorgung hat erstere gewonnen. Schon heute haben selbst Pflegeschüler/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oft Schwierigkeiten, die Anforderungen der theoretischen Ausbildung zu bewältigen und Schulen berichten zunehmend von Schwierigkeiten, bei den Bewerber/innen mit dem aktuell verlangten Schulabschluss geeignete Schüler/innen zu finden. Es wird offensichtlich völlig unterschätzt, dass die Pflegeausbildung eine anspruchsvolle Ausbildung ist und die Forderung nach einer Ausbildung an Hochschulen nicht mit dem Prestigegewinn einer Berufsgruppe zu begründen ist, sondern mit den gewachsenen und wachsenden Anforderungen, darunter der Erwartung, pflegewissenschaftliche Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Nur Deutschland leistet sich innerhalb der EU eine weitgehend den Interessen und Bedarfslagen von Krankenhausträgern ausgelieferte Bildungsstruktur für die Krankenpflegeberufe.

 

Gutes Polster

Pflegekassen mit Millionenüberschuss

Trotz Rezession hat die gesetzliche Pflegeversicherung das erste Quartal mit einem Überschuss von 140 Millionen Euro abgeschlossen. Das berichtete das "Handelsblatt". Die Einnahmen legten demnach vor allem wegen der Erhöhung des Pflegebeitrags um 0,25 Prozentpunkte zur Mitte vergangenen Jahres zu: um rund 15 Prozent auf 5,11 Milliarden Euro. Dem standen Ausgaben von 4,97 Milliarden Euro gegenüber. Auch ohne Beitragserhöhung hätte sich ein leichtes Plus ergeben. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte der Zeitung, dass die Finanzierung der Pflege Dank der hohen Rücklagen auch über 2010 hinaus ohne Beitragserhöhung gesichert sei. "Das einzige, was passieren könnte, ist, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestreserve von etwa 1,5 Monatsausgaben etwas früher unterschritten wird, als noch im vergangenen Jahr erwartet, also schon 2014 statt 2016." Die Pflegekassen verfügen nach dem Bericht derzeit über Rücklagen von 3,95 Milliarden Euro oder 2,3 Monatsausgaben.

 

Netzwerk

Schmidt verspricht hunderte Pflegestützpunkte

Bis Ende 2009 soll es bundesweit mehrere hundert Pflegestützpunkte geben. Das kündigte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in Berlin an. Während der Verhandlungen zur Pflegereform im vergangenen Jahr hatte sich Schmidt noch für 4000 solcher Beratungs- und Koordinierungsstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eingesetzt. Der Kompromiss zwischen der in diesem Punkt skeptischen Union und der SPD hatte vorgesehen, dass die Einrichtung den Bundesländern freiwillig überlassen bleibt. "In vielen Regionen haben Stützpunkte bereits die Arbeit aufgenommen, und es finden intensive Vorbereitungen zur Einrichtung von Pflegstützpunkten statt", teilte Schmidt mit. Die rheinland- pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) sagte, Rheinland- Pfalz verfügt als erstes Land seit Anfang des Jahres über ein flächendeckendes Netz von 135 Pflegestützpunkten.

 

Frauenberuf

393.000 Pflegekräfte für 17 Millionen Patienten

Die Pflege bleibt in Deutschland eine Domäne der Frauen. Ihr Anteil an den Pflegekräften lag 2007 bei 86,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag zum Tag der Krankenpflege am 12. Mai mit. In der Kinderkrankenpflege waren sogar 98,4 Prozent Frauen. Insgesamt betreuten im Jahr 2007 rund 393 000 Pflegekräfte 17,2 Millionen Krankenhauspatienten. Die insgesamt 298 000 Vollkräfte im Pflegedienst versorgten im Durchschnitt 58 Patienten. Im regionalen Vergleich betreute eine Pflege-Vollkraft in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Fälle (63), die wenigsten eine Vollkraft in Bremen und Hamburg (beide 52). Auf den Pflegedienst entfällt fast die Hälfte des nicht-ärztlichen Krankenhauspersonals. Nahezu jeder zweite Mitarbeiter im Pflegedienst (46,7 Prozent) ist aber nur teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Der Tag der Krankenpflege erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910), die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt.

 

Medizin

Heimat bietet Schutz

Auslandstätigkeit birgt Risiken für Ärzte

Deutsche Ärzte, die im Ausland tätig sind, gehen häufig unnötige Risiken ein. Das sagt Günter Danner, stellvertretender Direktor der Deutschen Sozialversicherung in Europa. Viele Ärzte würden durch zusätzliche Einkünfte gelockt - beispielsweise zu Wochenend-Diensten in Großbritannien. "Eine Kurzzeitintegration in eine fremde 'Gesundheitswelt' setzt eine gründliche Vorbereitung voraus", so Danner. "Das fremde Ambiente, die abweichenden Strukturen und Verhältnisse dürfen ebenso wenig unterschätzt werden wie das Haftpflichtrisiko." Mit einer umsichtigen Vorbereitung könnten Ärzte die Risiken minimieren.

 

Jahrestagung

Hohe Dunkelziffer bei Diabetikern

Rund 25 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland haben Diabetes. Übergewicht und Bewegungsmangel lassen Experten einen weiteren Anstieg der Zahlen befürchten. "Wir erwarten, dass viele Jugendliche mit Adipositas bald Diabetes Typ 2 bekommen", sagte der Direktor der Leipziger Uniklinik für Kinder und Jugendliche, Professor Wieland Kiess, im Vorfeld der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Diabetes Typ 2 galt lange als Altersdiabetes, da er früher fast nur bei älteren Menschen auftrat. Zur Diabetes-Jahrestagung werden vom 20. bis 23. Mai in Leipzig 7000 Ärzte und Wissenschaftler erwartet.

 

Groß - mächtiger

Großoffensive von General Electric

Der zuletzt ins Hintertreffen geratene US-Mischkonzern General Electric (GE) startet eine groß angelegte Offensive im heiß umkämpften Gesundheitsmarkt. Bis zum Jahr 2015 sollen 6 Milliarden US-Dollar in neue Medizintechnik-Produkte, Partnerschaften und Projektfinanzierungen fließen, teilte der Siemens-Konkurrent in Washington mit. Mit dem "Healthymagination" betitelten Programm verdoppelt General Electric seine Investitionen ins Gesundheitsgeschäft, wie der für Europa, den Nahen Osten und Afrika zuständige Reinaldo Garcia gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX ausführte. General Electric hatte zu Jahresbeginn die Marktführerschaft in der Medizintechnik an den Erzrivalen Siemens abtreten müssen. Der Umsatz fiel von Januar bis März um fast ein Zehntel auf 3,5 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro). Das operative Ergebnis sank in der Folge um mehr als ein Fünftel auf 411 Millionen Dollar (308 Mio Euro). Schwierigkeiten machte vor allem der wichtige Heimatmarkt, wo die Regierung dem Gesundheitssystem eine radikale Sparkur verordnet hat. Auch Siemens mit seinem starken Standbein in den USA bekam die Probleme zu spüren, konnte diese aber durch bessere Verkäufe in Asien und Europa mehr als ausgleichen. "Healthymagination ist kein Programm gegen die Wirtschaftskrise", betonte Garcia jedoch.

 

Experte:

Fortschritte bei Palliativ-Medizin

Bei der Versorgung von Todkranken hat es in Deutschland nach Einschätzung des Vorsitzenden der Europäischen Vereinigung für Palliative Betreuung (EAPC), Lukas Radbruch, ”große Schritte vorwärts” gegeben. Allerdings seien die Hilfsangebote für Patienten im letzten Stadium einer Krebs- oder unheilbaren chronischen Erkrankung "nach wie vor regional sehr unterschiedlich", sagte Radbruch vor dem 11. EAPC-Jahreskongress in Wien. Die palliative Medizin versucht unter anderem, mit Schmerztherapien die Leiden von sterbenden Menschen zu lindern. An dem Kongress nahmen bis zu 3000 Experten aus 80 Ländern teil. "Es gibt in diesem Bereich sowohl Inseln der Glückseligen als auch Wüsteneien", sagte der Professor für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Aachen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine gute bis sehr gute Versorgung gebe es heute schon in manchen Städten, insbesondere Köln oder Aachen, während es auf dem Lande insgesamt, vor allem aber in den ostdeutschen Bundesländern, noch sehr schlecht aussehe. "Insgesamt geht es aber mit großen Schritten vorwärts", glaubt der Experte. "Der Durchbruch ist mit einer Gesetzesänderung im Rahmen der Gesundheitsreform vor zwei Jahren gekommen, in der die ambulante Versorgung sterbender Patienten abgesichert wurde." Nach Schätzungen deutscher Palliativexperten wird in Deutschland ein ambulantes Versorgungsteam für etwa 250 000 Einwohner benötigt. "Die Kosten dafür werden auf rund 600 Millionen Euro geschätzt." Allerdings seien durch den Aufbau eines ambulanten Versorgungssystems auch "massive Einsparungen" möglich, da die Patienten im Endstadium ihres Leidens nicht mehr in Krankenhäuser müssten. Radbruch lobte die palliative Versorgung in Österreich als "vorbildlich".

 

Technologie

Dauerthema

Elektronische Gesundheitskarte kommt nicht vor Ende 2009

"Die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte an die Versicherten macht vor Jahresende gar keinen Sinn. Die Voraussetzungen für den Betrieb fehlen ja noch, selbst in der Startregion Nordrhein." Mit diesen Worten kommentierte der Stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Günther E. Buchholz, wiederholte Meldungen, nach denen die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) angeblich bereits im Sommer dieses Jahres beginne. Laut Buchholz sind die Heilberufe noch gar nicht auf die Verarbeitung der eGK eingestellt: "Zuerst müssen die Praxen in Nordrhein, später auch die in den benachbarten Regionen mit den nötigen Kartenlesegeräten ausgestattet werden. Im ärztlichen Bereich hat die Umstellung begonnen, läuft aber schleppend. In den Zahnarztpraxen beginnt die Umstellungsphase wahrscheinlich in Kürze, dauert dann aber mindestens bis Oktober."

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt Mai 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Management
Produktmanager (m/w) Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialwesen
DGQ Service GmbH
Frankfurt am Main
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Technologie
Technische/n Leiter/in
Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH
Wiesbaden
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Wirtschaft
Leiter Zentrales Controlling (m/w)
Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart
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Technologie
Dipl. Ingenieur w/m
Herz-Kreislauf-Klinik Bevensen AG
Bad Bevensen
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Wirtschaft
Berater/in Betriebsorganisation
Hospitaltechnik Planungsgesellschaft MBH
Krefeld
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Wirtschaft
Leiter/in Zentraleinkauf & Materialwirtschaft
MummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover
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Medizin
Ressortleiter/in Medizin
MummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover
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Medizin
Ressortleiter/in Medizin
Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch GmbH
Sande
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Management
Referenten/in des Ärztlichen Direktors
Unfallkrankenhaus Berlin
Berlin
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Technologie
Mitarbeiter/in Medizintechnik
WIDI Gebäudeservice GmbH
Lüdenscheid
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Medizin
Facharzt/Oberarzt Psychiatrie und Psychotherapie (m/w)
IHRK CONSULTING
München
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Medizin
Assistenzarzt/Facharzt für Anästhesiologie (m/w)
IHRK CONSULTING
München
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Medizin
Facharzt/(ltd.) Oberarzt Neurologie (m/w)
IHRK CONSULTING
München
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Wirtschaft
Dipl.-Kauffrau / -mann
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Wirtschaft
Dipl.-Volkswirt / in
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Wirtschaft
Ärztin / Arzt
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
Bochum
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Technologie
Krankenhauscontroller/ Medizincontroller/ Medizininformatiker (w/m)
Hildebrandt GesundheitsConsult
Hamburg
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Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: aroedig@wikom.net

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - Juni 2009

kma-Vorschau Juni 2009

Die Juni-Ausgabe des Magazins “kma” greift in seinem Schwerpunktthema “ Medizin-Technik” die neueste Entwicklung in der sich rasant entwickelnden Medizintechnik auf. Speziell im OP-Bereich findet eine “Dauerrevolution” statt, die sich sowohl in der Qualität für den Patienten, aber ebenso sehr in Kostenfaktoren niederschlagen. Medizintechnik ist heute das TOP-Thema nicht nur für Ärzte, sondern auch für das Krankenhaus-Management. Wie zur “TOPClinica”.

Anzeigenschluss Juni-Ausgabe “kma” ist 26.5.2009


kma-Supplement “Krankenhaus-Technik” - Juni-Ausgabe 2009

Gemeinsam mit der Fachvereinigung Krankenhaus-Technik e.V. (FKT) bringt “kma” ein Supplement zum Thema “Krankenhaus-Technik”heraus. Dieses Supplement richtet auch den Blick auf die bevorstehende “TOPClinica” in Stuttgart.

Den Unternehmen bietet sich in diesem Supplement die Möglichkeit, sich werblich wie redaktionell umfassend zu präsentieren.

Anzeigenschluss “Supplement “Krankenhaus-Technik” ist 26.5.2009

 

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