Inhalt
- [1] Mehr Sicherheit bei Medikamenten
- [2] 300 000 Tote durch Klimawandel-Folgen
- [3] Berlin und Brandenburg stärken gemeinsam Gesundheitsprävention
- [4] Paris kauft 100 Millionen Impfdosen
- [5] Bischof besorgt über “Verrechtlichung”
- [6] Gesetzliche Kassen mit Überschuss im ersten Quartal 2009
- [7] Zypries attackiert Union wegen Patientenverfügung
- [8] Größere Steuerentlastung bei Kassenbeiträgen
- [9] Bund sichert Krankenkassen gegen größeres Minus ab
- [10] Karlsruhe urteilt im Juni über Gesundheitsreform
- [11] Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker begrüßt das EuGH-Urteil
- [12] Kassenärzte schlagen neues Tarifmodell vor
- [13] Zankapfel Hausarztverträge
- [14] Merkel verteidigt Gesundheitsreform
- [15] Ärzte wollen Medizinversorgung nach Dringlichkeit
- [16] Die 15. AMG-Novelle & Arzneimittelvertrieb
- [17] 406 Millionen Euro Praxisgebühr beim Zahnarzt
- [18] Managementkompetenzen für leitende Ärzte
- [19] DocMorris klagt gegen Apotheken-Schließung
- [20] Halbjahresbilanz nach Einführung des Gesundheitsfonds: Versorgung gesichert oder gefährdet?
- [21] AOK im 1. Quartal mit Einnahmeüberschuss
- [22] Der Kongress für Entscheider im Gesundheitsmarkt
- [23] Starke Apothekenmarke DocMorris wird international
- [24] Hausarztzentrierte Versorgung - Vertragspflicht ab 1. Juli 2009
- [25] Klaus-Dieter Schulz-Mühlenbein scheidet aus
- [26] Die Personalkostenfalle: Ärzteschwund, Fachkräftemangel - Wie gehen wir damit um?
- [27] Siemens mit unveränderter Auftragslage
- [28] Rhön-Klinikum verlieren knapp 9%
- [29] Sanofi-Aventis produziert für US-Regierung Impfstoff gegen Schweinegrippe
- [30] Pfizer an Übernahme von Intercytex interessiert
- [31] Große Krankenkassen gewinnen wieder Mitglieder
- [32] Neue BKK Gesundheit mit über 1,2 Millionen Versicherten entsteht
- [33] Novartis verstärkt für 925 Millionen Euro sein Generikageschäft
- [34] Immer mehr Ärzte
- [35] Prof. Kemser aus München zum Vorsitzenden gewählt
- [36] Krebspatient wettet gegen den Tod
- [37] Abtreibung schlimmer als Kindesmissbrauch
- [38] Deutsche wollen bei tödlicher Erkrankung Wahrheit hören
- [39] Fehlender Fingerabdruck durch Krebsmedikament
- [40] Preis für Demenz-Diagnostik
- [41] Robert Furchgott gestorben
- [42] Rotes Kreuz hebt Altersgrenze für Blutspender auf
- [43] Memorandum zur Pflegebildung
- [44] Experten für große Pflegeversicherungs-Reform
- [45] Pflegeheim-TÜV bleibt in der Kritik
- [46] “Öffnung der Pflegeausbildung nicht notwendig”
- [47] Hauptstadtkongress verzeichnet neuen Besucherrekord
- [48] Experte rechnet nicht mit Ansturm auf Drogenambulanzen
- [49] Jetzt 32 Fälle von Schweinegrippe in Deutschland
- [50] Pille für längeres Liebesspiel gibt es nicht zum Spaß
- [51] Tumorrückgang durch neuartige, zielgerichtete Krebstherapie
- [52] Krankenkassen zahlen Krebsstudie mit Kindern
- [53] Neue Rabattverträge können Zuzahlungen erheblich verändern
- [54] 2020 doppelt so viele Kleinkinder mit Diabetes
- [55] Neue Krankheiten durch Klimawandel und Globalisierung
- [56] Neue Methode für Schlüsselloch-OP in Hamburg
- [57] Rabattverträge mit 22 Pharmaunternehmen
- [58] Zwei Millionen Dollar Schadenersatz
- [59] Krankenkasse muss Anlage für Schwerhörige bezahlen
- [60] Ärzte treten bei Gesundheitskarte auf die Bremse
- [61] Fast nur noch Frauen studieren Zahnmedizin
- [62] Stellenmarkt Juni 2009
- [63] Vorschau kma Medien - Juli 2009
- [64] Impressum
Börse
Bundestag
Mehr Sicherheit bei Medikamenten
Um die Sicherheit von Arzneimitteln zu erhöhen, hat der Bundestag mehrere Vorschriften für Medizinprodukte geändert. Das Gesetz, das vom Parlament verabschiedet wurde, schreibt für die klinische Prüfung von Medikamenten eine Genehmigung durch die zuständige Bundesbehörde sowie durch eine interdisziplinär besetzte Ethik-Kommission vor. Bei Unstimmigkeiten über die Klassifizierung von Medikamenten wechselt die Entscheidungsbefugnis von den Landesbehörden zum Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
Politik
Weltgefahr
300 000 Tote durch Klimawandel-Folgen
Der Klimawandel lässt nach einer Studie bereits jetzt 300 Millionen Menschen leiden und verschlingt pro Jahr fast 90 Milliarden Euro an Kosten. Demnach sterben pro Jahr 300 000 Menschen an den Folgen der Erderwärmung. Durch eine zerstörte Umwelt und daraus folgender Mangelernährung und Krankheiten kann der Klimawandel bis zum Jahr 2030 sogar jährlich den Tod einer halben Million Menschen verursachen, wie aus einem Bericht zur Auswirkung des Klimawandels hervorgeht, den der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan in London vorstellte. Annan bezeichnete den Klimawandel als "größte Herausforderung der Menschheit unserer Zeit". Der Bericht wurde vom "Global Humanitarian Forum" erstellt, einer von Annan geleiteten internationalen Organisation, die zur Bewältigung humanitärer Herausforderungen gegründet wurde.
Gründung
Berlin und Brandenburg stärken gemeinsam Gesundheitsprävention
Ressourcen für Prävention und Gesundheitsförderung zu stärken ist das Ziel von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. Die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung wurde auf den Weg gebracht. Berliner und Brandenburger Akteure aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, freien Trägern und Verwaltung haben sich zusammengeschlossen, um gesundheitsfördernde Lebensstile und Lebensbedingungen in der Region gemeinsam zu fördern. Die Brandenburger Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler, die die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft mit initiiert hatte, zeigt sich erfreut: "Die Entscheidung, eine länderübergreifende Arbeitsgemeinschaft einzurichten, ist ein wichtiger Schritt, um Prävention in der Region zu stärken. Die guten Potentiale beider Länder können durch Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. in Zukunft besser genutzt werden." Katrin Lompscher, Berliner Gesundheitssenatorin, teilt diese Einschätzung: "Starke Partner und Qualität in der Prävention sind für alle Beteiligten ein Gewinn. Dass hier Berlin und Brandenburg zusammenwirken macht auch den Stellenwert deutlich, den wir der Schaffung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen beimessen." Mit dem neuen Verein wird Gesundheit Berlin e.V., die Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung in Berlin, zur gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft der Region Berlin-Brandenburg weiterentwickelt. Das Zusammenwachsen wurde in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Gespräche mit Vertreter/innen von Krankenkassen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Landessportbund, Kliniken und Kindertagesstätten vorbereitet.
Schweinegrippe
Paris kauft 100 Millionen Impfdosen
Frankreich bereitet sich auf den schlimmsten Fall einer Schweinegrippe-Pandemie im kommenden Winter vor. Die Regierung werde 100 Millionen Dosen Impfstoff gegen das Virus A/H1N1 kaufen, berichtet das "Journal du Dimanche" am Pfingstsonntag. Unklar sei nur noch, ob die Krankenkasse oder der Fiskus die Kosten der Impfkampagne trage.
Patientenverfügung
Bischof besorgt über “Verrechtlichung”
Der Landesbischof der evangelischen Landeskirche Sachsen, Jochen Bohl, hat für einen Verzicht auf die geplante gesetzliche Regelung zu Patientenverfügungen noch in dieser Legislatur plädiert. Mit Patientenverfügungen kann festgelegt werden, wie eine ärztliche Behandlung ablaufen soll, wenn der Patient etwa im Koma liegt und sich nicht äußern kann. Bohl plädiert im Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa für das Gespräch zwischen allen Beteiligten im Ernstfall und warnt vor einer "Verrechtlichung" durch eine gesetzlich festgeschriebene Verbindlichkeit der Patientenverfügung.
Volle Kassen
Gesetzliche Kassen mit Überschuss im ersten Quartal 2009
Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen ist offenbar besser als gedacht. "Angesichts erster vorliegender Daten von Kassen ist davon auszugehen, dass alle Kassen zusammen in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutliche Überschüsse verzeichnen. Damit ist klar, der Gesundheitsfonds funktioniert sehr gut", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bei einer Telefonaktion der Apotheken Umschau, dem Gesundheitsmagazin aus dem Wort & Bild Verlag. Nach Informationen der Apotheken Umschau aus Kassenkreisen beträgt der Überschuss im ersten Quartal über eine Milliarde Euro. "Wie zugesagt, werden damit in diesem Jahr 100 Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen durch die zielgenauen Zuweisungen des Fonds gedeckt", erklärte die Gesundheitsministerin bei der Telefonaktion der Apotheken Umschau.
Streit
Zypries attackiert Union wegen Patientenverfügung
Der Streit zwischen Union und SPD um eine gesetzliche Regelung für Patientenverfügungen nimmt immer weiter an Schärfe zu, soll aber noch in den nächsten Wochen entschieden werden. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) kritisierte die Union, weil diese aus ihrer Sicht das Gesetzgebungsverfahren ohne Grund scheitern lassen wolle. Trotz der jüngsten Querelen in der Koalition soll der Bundestag nun aber in jedem Fall am 18. Juni abstimmen. Darauf hat sich der Ältestenrat des Bundestags nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa verständigt.
Steuerliche Absetzbarkeit
Größere Steuerentlastung bei Kassenbeiträgen
Die steuerliche Absetzbarkeit von Kranken- und Pflegekassenbeiträgen fällt großzügiger aus als geplant. SPD und Union verständigten sich nach dpa-Informationen darauf, von 2010 an weitere Vorsorgeaufwendungen zum Steuerabzug zuzulassen. Von den Korrekturen profitieren in erster Linie Geringverdiener. Mit dem "Bürgerentlastungsgesetz" sollen von 2010 an die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung stärker steuerlich absetzbar sein als bisher. Das Entlastungsvolumen beträgt fast zehn Milliarden Euro. Nach dem jetzt erzielten Kompromiss sollen die Höchstgrenzen für andere Vorsorgeaufwendungen angehoben werden. Darunter fallen insbesondere Erwerbs- und Berufsunfähigkeits-Versicherungen, aber auch Haftpflicht-, Unfall- und andere Risikoversicherungen. Die Höchstgrenzen für Vorsorgeaufwendungen werden nun von 1500 Euro (für Arbeitnehmer und Beihilfeberechtigte) und 2400 Euro (für Steuerpflichtige, die ihre Krankenversicherung allein tragen) auf 1900 und 2800 Euro angehoben. Über diese Höchstbeträge hinaus können aber mindestens die tatsächlich geleisteten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung angesetzt werden. Das nützt Geringverdienern, die allein mit Kranken- und Pflegekassenbeiträgen Steuer-Freibeträge nicht ausnutzen können. Ein Beispiel: Ein lediger Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn von 17 000 Euro zahlt 1498 Euro Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge im Jahr, die er steuerlich absetzen kann. Daneben könnte er dann andere Versicherungsbeiträge bis zu 402 Euro geltend machen - die Differenz zum neuen Höchstbetrag von 1900 Euro. Wenn hingegen ein lediger Arbeitnehmer 3500 Euro Beiträge hat, bleibt ihm für sonstige Vorsorgeaufwendungen nichts mehr zusätzlich.
Bürge
Bund sichert Krankenkassen gegen größeres Minus ab
Der Gesundheitsfonds könnte in diesem Jahr durch die Wirtschaftskrise ein bis auf vier Milliarden Euro wachsendes Defizit einfahren. Der Bund gleicht das entstehende Minus mit einem Darlehen aus. "Aus vorsorglichen Gründen wird der Haushalt einen Ermächtigungsrahmen von vier Milliarden Euro aufweisen, weil man nicht weiß, was passiert", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Klaus Vater, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Die zuständigen Schätzer des Ministeriums, der Krankenkassen und des Bundesversicherungsamts waren kürzlich von einem Defizit von 2,9 Milliarden Euro ausgegangen. Der Gesundheitsfonds muss die Steuermilliarden nach jetzigem Stand 2011 zurückzahlen. Insgesamt muss der Bund im laufenden Jahr weitere 10,7 Milliarden Euro an neuen Schulden aufnehmen. Damit plant der Staat nach den bisherigen Plänen insgesamt eine Nettokreditaufnahme von 47,6 Milliarden Euro. Dies geht aus dem Entwurf des Bundesfinanzministeriums für einen zweiten Nachtragshaushalt hervor, der in Berlin veröffentlicht wurde.
Bundesverfassungsgericht
Karlsruhe urteilt im Juni über Gesundheitsreform
Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zur Gesundheitsreform am 10. Juni. Das gab das Gericht in Karlsruhe bekannt. In dem Verfahren beanstanden die privaten Krankenversicherungen (PKV) Teile der 2007 beschlossenen neuen Regelungen - darunter den Basistarif für Privatversicherte. Sie sehen die Berufsfreiheit und die Eigentumsgarantie der Unternehmen verletzt. Geklagt haben insgesamt 29 Versicherungsunternehmen sowie zehn Versicherte. Am 10. Dezember hatte der Erste Senat über einen Teil der Beschwerden verhandelt.
Fremdbesitzverbot
Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker begrüßt das EuGH-Urteil
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass es keine europarechtliche Notwendigkeit gebe, das in Deutschland geltende Fremdbesitzverbot für Apotheken aufzuheben. Die Regelung, dass eine Apotheke nur von einem approbierten Apotheker besessen und geführt werden darf, diene der fachlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Apothekers und somit der Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität der Patienten mit Arzneimitteln. "Schon im Verfahren zur Krankenhausversorgung hat der EuGH im September 2008 den Qualitätsgedanken in den Vordergrund gestellt und damit Wettbewerbsbeschränkungen gerechtfertigt. Es ist ein erneuter Sieg für die deutschen Patienten, dass der EuGH auch im Fremdbesitzverfahren seiner Linie treu geblieben ist", so Holger Hennig, Präsident des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e.V. anlässlich der Urteilsverkündung.
Spardruck
Kassenärzte schlagen neues Tarifmodell vor
Mit einem neuen Tarifsystem in der Krankenversicherung wollen die Kassenärzte die medizinische Versorgung trotz wachsenden Spardrucks sichern. Neben dem bisherigen Tarif, der Versicherten grundsätzlich freien Zugang zu allen Ärzten ermöglicht, wäre bei einer zweiten Tarifoption zunächst ein Besuch beim Hausarzt verpflichtend, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, in Mainz. Bei diesem Modell könne die Praxisgebühr wegfallen. Bei einem dritten Tarif, der sich vor allem für junge und gesunde Menschen lohnen könne, trete der Versicherte beim Arztbesuch wie Mitglieder von Privatkassen in Vorkasse und rechne dann mit der Krankenkasse ab. Bei dem Hausarzt-Tarif müsse sich jedoch noch zeigen, ob dadurch Patientenströme gesteuert und teures "Doktorhopping" vermieden werden könne, sagte Köhler. Auch der Bundesgesetzgeber sieht von diesem Sommer an ein Hausarztprogramm vor, bei dem jede Kasse ihren Versicherten ein entsprechendes Angebot bieten muss. Der Vorschlag der KBV habe den Vorteil, dass es sich um einen Kollektivvertrag handele, betonte Köhler. Die bisherigen Hausarztverträge wurden zwischen einzelnen Kassen und Medizinergruppen ausgehandelt.
Hausarztprogramm
Zankapfel Hausarztverträge
Der Umbruch für hunderttausende Krankenversicherte wurde vor einem Jahr mit großen Worten angekündigt. "Wir organisieren etwas wirklich Neues", sagte der Chef der AOK Baden-Württemberg, Rolf Hoberg, nach Vertragsabschluss mit dem Hausärzteverband und dem Ärzteverband MEDI. Erstmals nützte eine Kasse die Gesundheitsreform und bezahlte Ärzte an der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vorbei. In Hausarztprogramme schreiben sich die Versicherten prinzipiell freiwillig ein. Sie binden sich an ihren Hausarzt und sollen dafür eingehender versorgt werden, vor allem als Chroniker. Bis 30. Juni sind Hausarztprogramme Pflicht bei allen Kassen. Auch der bayerische Ableger des Hausärzteverbands hat mit der dortigen AOK schon einen solchen Vertrag vereinbart. Die KBV sieht daher die flächendeckende Versorgung gefährdet, die sie per Gesetz sicherstellen muss und wofür sie im Namen aller Vertragsärzte Verträge mit den Kassen aushandelt. Auch die Ersatzkassen wettern gegen die Hausarztverträge wie in Bayern, weil sie nur den Hausärzten mehr Geld brächten, den Versicherten aber keine bessere Versorgung. Sie haben Ärztenetze und -gemeinschaften zu Verhandlungen ohne Hausärzteverband aufgefordert. Ministerin Ulla Schmidt (SPD) meint dagegen, die Hausärzte seien über Jahre hinweg schlecht behandelt worden. Sie setzt auf Abschlüsse wie im Südwesten als Basis für die Stärkung der Hausärzte als Lotsen im Gesundheitswesen.
Geldsucht
Merkel verteidigt Gesundheitsreform
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Gesundheitsreform der Bundesregierung und die neue Honorarordnung für Ärzte verteidigt. Nach ihrem Eindruck gebe es zurzeit einen Kampf zwischen den einzelnen medizinischen Disziplinen ums Geld, sagte Merkel in einer RTL-Sendung auf die Frage eines Kinderarztes. Die Bundesregierung habe drei Milliarden Euro mehr ins Gesundheitssystem gegeben. Trotzdem seien viele Ärzte unzufrieden. Das könne nicht sein.
Druckmaßnahmen
Ärzte wollen Medizinversorgung nach Dringlichkeit
Weniger dringliche Fälle sollen nach Vorschlägen der Bundesärztekammer in der gesetzlichen Krankenversicherung künftig nicht mehr wie heute behandelt werden. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe erläuterte in Mainz, wie seine strittige Forderung eines Gesundheitsrats umgesetzt werden soll. "Der Gesundheitsrat soll dem Gesetzgeber anhand von Dringlichkeit vorschlagen, was die gesetzlichen Kassen noch bezahlen", sagte Hoppe der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. "Kriterien können sein, ob eine Krankheit lebensbedrohlich ist, ob es einen hohen Leidensdruck gibt und ob andere Menschen gefährdet sind", sagte Hoppe. Der Ärztepräsident will entweder eine drastische Steigerung der Mittel fürs Gesundheitswesen oder eine Rangfolge von Erkrankungen und deren Behandlung. Er sagt, schon heute könne nicht alles bezahlt werden. Wenn schon Sparen, dann wenigsten nach klaren Maßstäben, meint er. Dazu zählten die Dauer der Erkrankung, die Erfolgsaussichten einer Therapie und der Nachweis der Wirksamkeit. "Fragezeichen dürften bei knappen Kassen bei Wunschmedizin, Komfort und Wellness angebracht sein." Aus der Gewichtung solcher Kriterien könnten mehrstufige Rangfolgen entwickelt werden. Bei der bereits existierenden Rationierung würden Patienten manche Arzneitherapien und generell bestmögliche Versorgung in Klinik und Praxis ungeregelt vorenthalten. "Priorisierung dagegen kann dazu führen, dass knappe Mittel nach gesellschaftlich anerkannten Kriterien möglichst gerecht verteilt werden."
Wirtschaft
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ZENO-Konferenz:
Die 15. AMG-Novelle & Arzneimittelvertrieb
Veranstaltung am 23. Juni 2009 in Berlin
Die 15. AMG-Novelle verändert massiv die Arzneimitteldistribution. Die Direktbelieferung von Apotheken unter Umgehung des pharmazeutischen Großhandels wird eingeschränkt. Die aktuelle AMG-Novelle erteilt dieser Umgehung des Großhandels eine Absage und sieht mit dem Entwurf des § 52 b AMG einen Bestandsschutz für den pharmazeutischen Großhandel dergestalt vor, daß die vollversorgende Arzneimittelgroßhandlung gesetzlich als Teil der Distributionskette festgeschrieben wird. Gleichzeitig wird eine Umstrukturierung des derzeitigen Erlösmodells mit festgelegten Großhandelsspannen vorgenommen. Im Rahmen dieser ZENO-Konferenz wird über die neuen Vergütungsmodelle aus Sicht der Industrie, des Großhandels, der Apotheken und der Kassen informiert und diskutiert.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de
Finanzierung
406 Millionen Euro Praxisgebühr beim Zahnarzt
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen immer mehr Praxisgebühr beim Zahnarzt. Im vergangenen Jahr hätten die Versicherten laut einer Hochrechnung 406 Millionen Euro Gebühr bei den 54 780 Vertragszahnärzten in Deutschland entrichtet, sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Jürgen Fedderwitz, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. 2007 seien es noch 401,5 Millionen Euro gewesen, 2006 rund 395 Millionen.
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mibeg-Institut Medizin
Managementkompetenzen für leitende Ärzte
Wie sichere ich den wirtschaftlichen Erfolg meiner Klinik? Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse benötigt man dazu? Wie positioniert man ein Krankenhaus im Markt? Wie motiviert und führt man seine Mitarbeiter und gestaltet mit ihnen gemeinsam den Erfolg? Die Weiterbildung „Health Management“, die das mibeg-Institut Medizin bereits zum 22. Mal in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein startet, informiert leitende Ärztinnen und Ärzte über gesundheitspolitische und
ökonomische Eckdaten des Gesundheitswesens und zeigt lösungsorientierte Ansätze für wirtschaftliches Handeln im Krankenhaus auf. Ziel des Seminars ist es, die ökonomischen Perspektiven medizinischer Prozesse so transparent zu machen, dass leitende Ärzte unterstützt werden in ihrer Entscheidungsverantwortung für eine optimale Patientenversorgung.Die Weiterbildung startet am 25. September 2009 und umfasst sieben Seminareinheiten im Zeitraum eines Jahres.
Weitere Informationen unter www.mibeg.de.
Gericht
DocMorris klagt gegen Apotheken-Schließung
Die Versandapotheke DocMorris klagt gegen die Schließung ihrer einzigen Filialapotheke in Saarbrücken. Das teilte das Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis mit. Eine Klagebegründung liege zunächst noch nicht vor. Die Klage richtet sich gegen den Bescheid des saarländischen Gesundheitsministeriums vom 22. Mai, mit dem die 2006 erteilte Betriebsgenehmigung für die Filialapotheke widerrufen wurde (Geschäfts-Nr. 3 K 478/09). Hintergrund ist das Apothekenurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg vom 19. Mai (Rechtssachen: C-171/07 und C- 172/07). Die obersten EU-Richter hatten darin das deutsche Apothekenrecht bestätigt, wonach nur Pharmazeuten mit Kammerzulassung Apotheken betreiben und maximal drei Filialen besitzen dürfen und so die Bildung von Apothekenketten durch Unternehmen untersagt. Mehrere Apotheker hatten vor dem Verwaltungsgericht des Saarlandes gegen die Betriebserlaubnis von 2006 geklagt. Die Richter hatten sich daraufhin an den EuGH gewandt.
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Symposium
Halbjahresbilanz nach Einführung des Gesundheitsfonds: Versorgung gesichert oder gefährdet?
Veranstaltung am 26.06.2009 in Mainz
Das Symposium arbeitet kurz vor Abschluss des ersten Halbjahres die sich zeigenden Auswirkungen und Trends heraus: Bringt der Gesundheitsfonds die von Kritikern gefürchtete Staatsmedizin oder die notwendige Bestandsgarantie in Zeiten der Wirtschaftskrise? Welcher Anteil der zusätzlich bereit gestellten Finanzmittel kommt bei Krankenhäusern und Ärzten an? - Oder ist das deutsche Gesundheitswesen ein Faß ohne Boden?
Referenten:
- Manfred Zach, Ministerium für Arbeit und Soziales, Baden-Württemberg
- Dr. Dirk Göpffarth, Bundesversicherungsamt
- Wilfried Jacobs, AOK Rheinland/Hamburg
- Bernd Beyrle, Techniker Krankenkasse Hamburg
- Dr. Bernhard Rochell, Kassenärztliche Bundesvereinigung
- Thomas Bublitz, Bundesverband Deutscher Privatkliniken
Erfolg
AOK im 1. Quartal mit Einnahmeüberschuss
Trotz Wirtschaftskrise und Ausgabenzuwächsen hat die AOK-Gemeinschaft das erste Quartal 2009 mit einem Überschuss von 538 Millionen Euro abgeschlossen. Zu dem Ergebnis trugen zahlreiche Sondereffekte bei, teilte der AOK-Bundesverband am Mittwoch in Berlin mit. Die Sondereffekte wie vorgezogene Vorauszahlungen von Versicherten für ihre Eigenbeteiligung und der frühere Zufluss von Steuergeldern überkompensierten die Ausgabenzuwächse von bis zu mehr als zehn Prozent, etwa für ärztliche Behandlung. Für das Gesamtjahr zeichnet sich den Angaben zufolge ein ausgeglichenes Ergebnis ab. Damit blieben den 24 Millionen AOK-Mitgliedern Zusatzbeiträge erspart.
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MCC health world 2009
Der Kongress für Entscheider im Gesundheitsmarkt
Veranstaltung am 22. und 23. Juni 2009 in Aachen
Die MCC health world hat sich als feste Größe für den Erfahrungsaustausch und der Wissensvermittlung bei den Entscheidern im Gesundheitsmarkt etabliert. Seien Sie mit dabei, wenn Gesundheitsministerin Ulla Schmidt mit weiteren Top- Referenten über aktuelle Themen und Entwicklungen referiert und diskutiert. Die diesjährigen Themen der MCC health world sind u.a.: "Auswirkungen der Gesundheitsreform auf Kostenträger und Leistungserbringer", "Umbruch der gesundheitlichen Versorgungsstrukturen" und natürlich auch „Deutschland vor der Wahl - Wo geht die Reise hin?".
Die 7. MCC health world findet am 22. und 23. Juni 2009 in Aachen im Hotel Pullman Quellenhof statt. Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung und melden Sie sich rechtzeitig an. Es lohnt sich!
Vorankündigung und Anmeldung unter www.health-world.info.
Expansion
Starke Apothekenmarke DocMorris wird international
DocMorris, ein Tochterunternehmen von Celesio, eröffnete ihre erste Apotheke in Irland. Damit wird die bekannteste Apothekenmarke Deutschlands international etabliert. "Ab jetzt können Patienten und Verbraucher auch in Irland von der starken Apothekenmarke DocMorris profitieren", sagt Stefan Meister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Celesio und verantwortlich für den Geschäftsbereich Patient and Consumer Solutions. "Wir sind davon überzeugt, dass das Konzept von DocMorris mit gutem Service, guter Beratung, fairen Preisen und einem starken Eigenmarkensortiment auch in Irland erfolgreich sein wird." Celesio hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, Apotheke DocMorris als Marke auch außerhalb Deutschlands einführen zu wollen. Der Einstieg in den irischen Markt ist ein Pilotprojekt für die Internationalisierung der Marke DocMorris als Franchisemarke oder als Marke für eigene Apotheken. "Wir werden den Markt und das Kundenverhalten in den kommenden Monaten sehr genau analysieren. Anschließend entscheiden wir auf der Grundlage unserer Erfahrungen, wie wir die Marke Apotheke DocMorris in Irland positionieren", erläutert Meister. 70 eigene Apotheken betreibt Celesio in Irland unter dem Namen Unicarepharmacy. Celesio hat in der vergangenen Woche bekräftigt, das Geschäft von Apotheke DocMorris deutlich auszubauen. Dies sei Teil des Arbeitsprogramms Agenda 2015, dessen Ziel es ist, im Jahr 2015 ein EBITDA von mindestens 1 Milliarde Euro zu erreichen.
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ZENO-Konferenz:
Hausarztzentrierte Versorgung - Vertragspflicht ab 1. Juli 2009
Veranstaltung am 22. Juni 2009 in Berlin
Ausgerechnet in den beiden größten Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in Baden-Württemberg und Bayern sind die Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung (HzV) mit der jeweils größten Krankenkasse, der AOK, an den Start gegangen. Die Pessimisten unter den KV-Vorständen sehen darin den Anfang vom Ende der Körperschaften. Sobald viele Hausärzte den HzV-Verträgen beitreten und viele Patienten zur Teilnahme bewegen, bringe das einen Aderlaß mit sich, der eine bundesweite Erosion zur Folge hat. In diesem Workshop werden die Protagonisten der ersten HzV-Verträge, betroffene KV-Vorstände aber auch Fachärzte und Krankenkassen-Vertreter die neue Situation beleuchten. Daneben gibt es Informationen zu praxisnahen EDV-Lösungen.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de
TEVA Deutschland
Klaus-Dieter Schulz-Mühlenbein scheidet aus
Nach 28 Jahren Firmenzugehörigkeit scheidet Klaus-Dieter Schulz-Mühlenbein auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2009 aus TEVA Deutschland und damit aus der Geschäftsleitung aus, um sich neuen Aufgaben zu widmen. "Mit Klaus-Dieter Schulz-Mühlenbein verliert TEVA einen Experten der Pharmabranche und des deutschen Gesundheitswesens. Herr Schulz-Mühlenbein hat nicht nur TEVA beim Aufbau des Deutschland Geschäfts unterstützt, sondern über seine langjährige Tätigkeit auch die Entwicklung der Generika Industrie in Deutschland mitgestaltet", so Dr. Sven Dethlefs, Geschäftsführer von TEVA Deutschland.
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Symposien
Die Personalkostenfalle: Ärzteschwund, Fachkräftemangel - Wie gehen wir damit um?
Veranstaltung am 25.06.2009 in Nürnberg / 18.09.2009 in Mainz - Frühbucherrabatt bis 30.06.!
Die Entscheidung in Brüssel ist gefallen: Die EG Richtlinie wird nicht geändert - Bereitschaftsdienst bleibt Arbeitszeit. Damit ist die Frage nach flexiblen Arbeitszeitmodellen umso dringlicher gestellt. Wie sehen intelligente, kreative Arbeitszeitmodelle der Zukunft aus? Auf welche Erfahrungen lässt sich aufbauen? Was lässt sich von Anderen lernen? In einem hoch spezialisierten Kreis ausgewählter Fachexperten aus Politik und Praxis diskutieren wir neue Ansätze und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.
Trotz Krise:
Siemens mit unveränderter Auftragslage
Die aktuelle Auftragslage beim Mischkonzern Siemens zeigt sich unverändert zum zweiten Geschäftsquartal (bis März). Das machte Finanzchef Joe Kaeser am Rande einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance and Management deutlich: Das kleinste Standbein Medizintechnik sei stabil, im Energiegeschäft kämen weiterhin große Bestellungen herein wie jüngst für hunderte Windanlagen und ein Kraftwerk, im großen Industriesektor sei der Boden noch nicht erreicht. Vor allem die hier angesiedelte Licht-Tochter Osram, die Automations- sowie die Antriebstechnik hatten zuletzt kräftige Einbußen hinnehmen müssen. "Die Kurzzykliker sind zwar gebremst, aber immer noch auf dem Weg nach unten", sagte Kaeser.
Kapitalerhöhung
Rhön-Klinikum verlieren knapp 9%
Die Titel von Rhön-Klinikum sind nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung abgesackt. Gegen 10.35 Uhr fielen die Papiere des Klinikbetreibers um 8,71 Prozent auf 14,68 Euro und zählten damit zu den schwächsten Werten im MDAX. Der Index der mittelgroßen Werte sank hingegen lediglich um 1,15 Prozent auf 5.746,06 Zähler. Rhön-Klinikum will sein Kapital um 500 Millionen Euro erhöhen. Der Schritt solle in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Schritt "wird die Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen", hieß es in der Mitteilung. Ein Händler sagte: "Kurzfristig dürfte der Schritt die Aktien sicherlich belasten. Auf lange Sicht sollte der Markt die Kapitalerhöhung aber gut heißen, da sie das Fundament für ein weiteres Wachstum des Unternehmens legt." Bei Analysten traf die Kapitalerhöhung auf ein unterschiedliches Echo. So stuften die Experten von Cheuvreux die Aktien von der "Selected List" auf "Outperform" ab, beließen das Kursziel aber auf 21,00 Euro. Die Ankündigung wie auch die geplante Höhe komme überraschend, da er nichts von geplanten größeren Unternehmenskäufen wisse, schrieb Analyst Craig Abbott in einer Studie. Das Anlagerisiko sei nun gestiegen. Die Experten der UniCredit jedoch beließen ihre Einschätzung auf "Buy". Das Ziel beträgt weiterhin 22,00 Euro. Die Ankündigung der Kapitalerhöhung sei für sie nicht unerwartet gekommen, schrieb Analystin Silke Stegemann. Sie habe dies angesichts einer möglichen neuen Privatisierungswelle und damit verbundenen Zukäufen durch den Klinikbetreiber bereits als mögliche Option dargestellt.
Großauftrag
Sanofi-Aventis produziert für US-Regierung Impfstoff gegen Schweinegrippe
Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis soll für die US-Regierung einen Impfstoff gegen das neue Schweinegrippe-Virus A (H1N1) produzieren. Der Auftrag habe einen Wert von 190 Millionen US-Dollar, teilte das Unternehmen in Lyon mit. Der Konzern erwartet weitere Bestellungen. Es liefen bereits Verhandlungen mit anderen Staaten, die sich gegen eine Pandemie mit Impfstoff bevorraten wollten. Die endgültige Zusammensetzung des Impfstoffs ist allerdings noch unklar. Mit der Entwicklung werde die Impfstoff-Sparte Sanofi Pasteur beginnen, sobald das Virenmaterial eingetroffen sei. Die ersten klinischen Tests könnten im August beginnen. Die Massenproduktion könne dann in einigen Monaten beginnen. Die Angabe eines genaueren Zeitpunkts ist demnach zufolge derzeit nicht möglich.
Kaufgelüste
Pfizer an Übernahme von Intercytex interessiert
Der US-Pharmakonzern Pfizer ist einem Pressebericht zufolge an der Übernahme des britischen Biotechspezialisten Intercytex interessiert. Die Amerikaner hätten entsprechende Signale gegeben, berichtete die "Sunday Times" ohne Quellenangabe. In der vergangenen Woche hatte Intercytex berichtet, von mehreren Unternehmen kontaktiert worden zu sein. Namen hatten die Briten nicht genannt, die Intercytex-Papiere waren daraufhin dennoch um 50 Prozent nach oben geschossen.
Gewinner
Große Krankenkassen gewinnen wieder Mitglieder
Seit Einführung des Gesundheitsfonds zu Jahresbeginn kehren viele Versicherte zu den großen Krankenkassen zurück. Wie die "Berliner Zeitung" berichtete, verzeichnete etwa die Techniker Krankenkasse im ersten Quartal mehr als 36 000 neue Mitglieder. Die Barmer Ersatzkasse konnte die Zahl der Versicherten im gleichen Zeitraum um etwa 12 500 steigern, die Deutsche Angestellten Krankenkasse meldete rund 6.500 Neuzugänge. Verlierer des neuen Einheitsbeitrags sind dem Bericht zufolge viele Kassen, die zuvor einen vergleichsweise niedrigen Beitragssatz hatten. Die einstmals günstige AOK Plus verlor in den ersten drei Monaten des Jahres mehr als 15 000 Versicherte, die im vergangenen Jahr preiswerteste Krankenkasse, die IKK Sachsen, verzeichnete ein Minus von 1357. Viele Versicherte wechseln offenbar wieder zu den großen Kassen, denen sie einst wegen der höheren Beiträge den Rücken gekehrt hatten.
Fusion
Neue BKK Gesundheit mit über 1,2 Millionen Versicherten entsteht
Die TAUNUS BKK und die BKK Gesundheit werden zum 1. Oktober 2009 zur BKK Gesundheit fusionieren. Dies haben die Verwaltungsräte beider Krankenkassen in ihren Sitzungen am 19. Mai beschlossen. Die neue Kasse wird den Namen BKK Gesundheit tragen und mit rund 1,2 Millionen Versicherten und über 2.000 Mitarbeitern die größte Betriebskrankenkasse in Deutschland sein. Thomas Bodmer, Vorstandsvorsitzender der BKK Gesundheit, und Udo Sennlaub, Vorstand der TAUNUS BKK, werden alternierend den Vorsitz der neuen BKK Gesundheit wahrnehmen. "Im Vordergrund der Fusion steht die Bündelung von Kompetenz und Know-how etwa durch die Ausweitung des Vor-Ort-Services sowie die Nutzung von Synergien im Interesse der Versicherten und Arbeitgeber", erläutert Thomas Bodmer stellvertretend für beide Vorstände der neuen Krankenkasse.
Übernahme
Novartis verstärkt für 925 Millionen Euro sein Generikageschäft
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis übernimmt von der österreichischen EBEWE Pharma das Spezial-Geschäft mit injizierbaren Generika. Der Preis betrage 925 Millionen Euro in bar, teilte Novartis am Mittwoch in Basel mit. "EBEWE Pharma wird unsere Pipeline mit zahlreichen, in naher Zukunft geplanten Neueinführungen weiter verstärken", sagte Novartis-Chef Daniel Vasella. Der Zukauf kommt der Novartis-Generikasparte Sandoz zugute. Zu den Produkten des übernommenen Generika-Segmentes gehören den Angaben zufolge unter anderem Paclitaxel, Epirubicin, Methotrexat, Oxaliplatin, Carboplatin, Doxorubicin und Gemcitabin. Diese Medikamente seien wesentlicher Bestandteil der Behandlungsleitlinien für viele Krebsformen, hieß es. Der separate EBEWE-Unternehmensbereich der injizierbaren neurologischen Produkte ist von der Transaktion ausgeschlossen.
Anstieg
Immer mehr Ärzte
Die Arztzahlen steigen seit Jahren an - im Jahre 2008 ähnlich wie in den Vorjahren um 1,9 Prozent. Von den rund 422 000 Ärzten sind etwa 320 000 berufstätig, wie die Statistik der Ärztekammer ergab. Rund 154 000 arbeiten in Krankenhäusern, 138 000 ambulant, die anderen unter anderem in Behörden. Der beginnende Strukturwandel hin zu einer stärkeren Bündelung unter anderem in Versorgungszentren schlägt sich bereits in der Statistik nieder. So ist im ambulanten Bereich die Zahl der angestellten Ärzte 2008 um 20,9 Prozent auf 12 576 gestiegen. Damit hat sich deren Zahl seit 1993 mehr als verdoppelt.
Namen & Nachrichten
dip
Prof. Kemser aus München zum Vorsitzenden gewählt
Der neue Verwaltungsrat des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat Prof. Johannes Kemser einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er ist an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in München (KSFH) Professor für Pädagogik, Soziale Arbeit und Pflege sowie Gründungsmitglied des dip. Das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden hat Christa Garvert übernommen. Sie hat als Mitglied des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands Sitz und Stimme in diesem Gremium. Beide haben zuvor schon über Jahre im bisherigen Vorstand des Instituts mitgearbeitet. Bereits im Januar dieses Jahres hatte die Mitgliederversammlung des Instituts eine Strukturreform eingeleitet. Der bisherige ehrenamtliche Vorstand ist durch einen hauptamtlichen Vorstand abgelöst worden. Der neue Verwaltungsrat steht diesem Vorstand nun zur Seite. Kemser ist Gründungsdekan der Pflegestudiengänge der KSFH.
Überlebensstrategie
Krebspatient wettet gegen den Tod
Ein todkranker Krebspatient hat in England gegen sein Sterben gewettet und vorerst gewonnen. Jon Matthews (59) wollte nicht wahrhaben, dass er nur noch wenige Monate zu leben haben sollte, als Ärzte im April 2006 bei ihm einen Tumor diagnostizierten. Als ihm vorhergesagt wurde, das Jahr 2007 nicht mehr zu erleben, wettete er bei einem Buchmacher 100 Pfund, nicht vor dem 1. Juni 2008 zu sterben. Tatsächlich überlebte er und gewann 5000 Pfund (5700 Euro), wie britische Medien berichteten. Dann legte der Mann nach: Er wettete weitere 100 Pfund, dass er bis zum 1. Juni 2009 überleben wird. Damit wurde er um weitere 5000 Pfund reicher. Mit Jackett, Krawatte und einem breiten Lächeln betrat er den Buchmacher-Laden und holte sich seine Geldscheine ab. Zwar hat Matthews sein Testament schon geschrieben und die Beerdigung organisiert, aber er plant eine weitere Anschlusswette: Überlebt er bis zum 1. Juni 2010, gewinnt er weitere 10 000 Pfund. "Ich glaube, ich bin der erste auf der ganzen Welt, der auf sein eigenes Leben wettet", sagte der hagere Mann aus der Grafschaft Buckinghamshire.
Obskurer Vergleich
Abtreibung schlimmer als Kindesmissbrauch
Der tausendfache Missbrauch von Kindern in Einrichtungen der katholischen Kirche in Irland ist nach Ansicht eines hohen Geistlichen des Vatikans nicht so gravierend wie die Abtreibung. "Was in einigen (irischen) Schulen geschehen sein mag, ist nicht zu vergleichen mit den Millionen von Leben, die durch Schwangerschaftsabbrüche zerstört wurden", sagte der spanische Kardinal Antonio Cañizares dem Fernsehsender TV3. Der frühere Primas der katholischen Kirche in Spanien wies nach Medienberichten zugleich darauf hin, dass der Missbrauch von Kindern in Irland "absolut zu verurteilen" sei. "Dafür müssen wir uns entschuldigen." Cañizares war vom Papst zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ernannt worden. Die spanische Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez übte scharfe Kritik an den Äußerungen des Geistlichen. Es sei "völlig unangebracht und unverantwortlich", den Missbrauch von Kindern mit der Abtreibung zu vergleichen, sagte die sozialistische Politikerin. "Dies sind zwei völlig verschiedene Dinge."
Umfrage
Deutsche wollen bei tödlicher Erkrankung Wahrheit hören
Die Menschen in Deutschland wollen bei einer tödlichen Erkrankung laut einer repräsentativen Umfrage die Wahrheit von ihrem Arzt hören. Genau gesagt wollen das 96 Prozent der 1003 Befragten. Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK wurde am Mittwoch veröffentlicht. "Immer mehr Menschen legen Wert auf ein menschenwürdiges Sterben. Und dazu gehört, dass man rechtzeitig weiß, was einem bevorsteht", sagte Kassenchef Reiner Geisler laut einer Mitteilung. Das Ergebnis solle es Ärzten leichter machen, sich in Krisensituationen für Offenheit zu entscheiden, meinte Geisler.
Kurios
Fehlender Fingerabdruck durch Krebsmedikament
Ein krebskranker Mann wurde bei der Einreise in die USA vier Stunden lang festgehalten, weil er keinen Fingerabdruck geben konnte. Das Krebsmedikament Xeloda hatte die Fingerrillen des 62-jährigen Mannes aus Singapur zerstört. Sein Onkologe Eng-Huat Tan vom Nationalen Krebs-Zentrum in Singapur rät deshalb allen Patienten, die das Mittel mit dem Wirkstoff Capecitabine bekommen, bei Reisen einen entsprechenden Brief ihres Arztes mitzunehmen. Wie Tan in der neuen Ausgabe des Krebsjournals "Annals of Oncology" erläutert, kann das in Tablettenform zur Chemotherapie eingesetzte Mittel als Nebenwirkung eine chronische Entzündung der Handflächen auslösen. "Das kann nach und nach zu einem Verschwinden der Fingerabdrücke führen", sagte der Experte. Auch andere Patienten hätten auf ihren Blogseiten über das Phänomen berichtet.
Hirnliga
Preis für Demenz-Diagnostik
Die Hirnliga e.V. verleiht 2009 erstmals den GE Healthcare Preis für Demenz-Diagnostik. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung honoriert hervorragende experimentelle und klinische wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der bildgebenden Demenz-Diagnostik. Teilnahmeberechtigt sind klinische wissenschaftliche Arbeiten, die seit 2007 in Europa veröffentlicht wurden bzw. bis zum 1. Juni 2009 zur Veröffentlichung eingereicht worden und in deutscher bzw. englischer Sprache verfasst sind. "Wir möchten mit der Verleihung des Preises für Demenz-Diagnostik die Bedeutung der Früherkennung von Demenzerkrankungen unterstreichen", erläutert Bert Bertram, Vorstand der Hirnliga e.V. In Deutschland leiden derzeit etwa 1,2 Millionen Menschen an Demenz – Tendenz steigend. Der Grund: Das Risiko nimmt mit dem Alter zu. Weil in unserer Gesellschaft der Anteil älterer Menschen wächst, rechnen Experten mit einer Zunahme an Demenzerkrankten. Sie erwarten für das Jahr 2030 2,5 Millionen Betroffene. "Fortschrittliche bildgebende Verfahren ermöglichen immer frühere und genauere Diagnosen von Demenzerkrankungen", erklärt Jean-Luc Vanderheyden, GE Healthcare Global Molecular Imaging Technology Leader. "Dies ist entscheidend, damit passende Therapieformen frühzeitig den geistigen Abbau verzögern und emotionales Wohlbefinden sichern können." Die Forschungsarbeiten einschließlich Lebenslauf und wissenschaftlichem Werdegang des Autors können bis zum 1. Juni 2009 bei der Hirnliga e.V., Postfach 1366 in 51657 Wiehl eingereicht werden. Ausführliche Informationen erhalten Interessenten unter www.hirnliga.de
Wegbereiter
Robert Furchgott gestorben
Der amerikanische Pharmakologe und Nobelpreisträger Robert F. Furchgott, der mit seiner Forschung den Weg für die Potenzpille Viagra bahnte, ist tot. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf die Tochter des Wissenschaftlers, Susan Furchgott, dass er im Alter von 92 Jahren in Seattle gestorben ist. Furchgott war für seine bahnbrechende Arbeit zu den biochemischen Einflüssen von Stickstoffmonoxid im menschlichen Körper 1998 anteilig mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden.
Altersgrenze
Rotes Kreuz hebt Altersgrenze für Blutspender auf
Das Deutsche Rote Kreuz hebt die Altersgrenze bei Blutspenden auf. ”Ab sofort liegt es im Ermessen der Ärzte, ob Menschen, die älter als 68 Jahre sind, Blut spenden dürfen”, sagte DRK-Sprecher Thomas Bischoff. Die Lockerung gelte zunächst nicht bundeseinheitlich, sondern nur für die Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen, für die der Spendedienst in Springe zuständig ist. Damit solle dem biologischen Alter mehr Gewicht gegeben werden. "Der Bedarf an Blutpräparaten wird steigen", erklärte Bischoff. Außerdem dürfen ab sofort auch Menschen, die älter als 59 Jahre sind, Erstspender werden. "Oft entscheiden sich Frauen oder Männer erst im Rentenalter, wenn sie mehr Zeit haben, Blut zu spenden", sagte Bischoff. Wenn diese Menschen in körperlich guter Verfassung seien, stände einer Blutspende nichts im Weg. Der Blutspendedienst regelt in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Bundesärztekammer und der EU die Altersgrenze. Studienergebnisse amerikanischer Wissenschaftler bestätigten, dass Blutspenden von bis zu 78 Jahre alten Testpersonen gut verwendet werden können, teilte das DRK mit. Damit könnten auch langjährige Spender länger Blut spenden als bisher. Im August vergangenen Jahres hatten hochsommerliche Temperaturen zu einem Mangel an Blutkonserven geführt. Laut DRK kamen bis zu 20 Prozent weniger Spender. Auch zu den Feiertagen Ende Dezember gab es einen Rückgang.
Pflege
Appell
Memorandum zur Pflegebildung
Der Deutsche Pflegerat e.V. und seine Mitgliedsverbände fordern die Parteien des Deutschen Bundestages und der Landtage auf, unverzüglich eine grundlegende Reform von Alten- und Krankenpflegegesetz vorzunehmen. Die demographische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf an pflegerischer Unterstützung und Betreuung bei Pflegebedürftigkeit, chronischer und akuter Krankheit, zur Prävention und Rehabilitation und am Ende des Lebens in der Palliativversorgung bei gleichzeitig sinkenden Zahlen von Schulabgängern. Diese Herausforderungen verlangen eine umfassende Investition in die Pflegebildung zur qualitativen und quantitativen Sicherstellung der professionellen pflegerischen Versorgung der Bevölkerung. Dazu ist es unerlässlich, dass die bisher drei Pflegefachberufe (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege) unter Beachtung der Vorgaben der EU-Richtlinie 2005/36/EG zu einem Beruf mit einer Berufsbezeichnung und Schwerpunktbildung in einer bundesrechtlich reglementierten Ausbildung zusammengeführt werden,die pflegeberufsbildenden Schulen aus der organisatorischen und wirtschaftlichen Verantwortung der Träger von Gesundheitseinrichtungen gelöst werden,die Pflegeerstausbildung an höheren Berufsfachschulen nach Landesrecht und an Hochschulen etabliert wird, nur so sind Bildungsstandards zu sichern und der Anteil von akademisch ausgebildeten Pflegenden steigt perspektivisch,die Durchlässigkeit im Bildungssystem verbessert wird, eine Ausbildungsoffensive den theoretischen und praktischen Unterricht und die praktische Ausbildung unterstützt, diese Regelungen eingebunden werden in ein Berufegesetz, das prioritär vorbehaltene Aufgaben der Pflege definiert.
Debatte
Experten für große Pflegeversicherungs-Reform
14 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung steht eine grundlegende Reform des Systems zur Debatte. Ein Gremium von Experten schlägt vor, die steigende Zahl Pflegebedürftigen einschließlich der Demenzkranken besser zu versorgen. Deshalb soll es künftig fünf statt drei Pflegestufen geben. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) begrüßte den in Berlin vorgelegten Bericht. Er weise den Weg zu einem "Paradigmenwechsel", der wegführe von der "Minutenpflege", wo minutengenau abgerechnet wird. Das stelle die Pflegeversicherung "ein Stück weit vom Kopf auf die Füße". Die Einführung weiterer Pflegestufen kann zu Mehrkosten von bis zu 3,6 Milliarden Euro führen. Weitere Milliardenbeträge zeichnen sich für Übergangsregelungen ab. Zur Finanzierung einer so grundlegenden Reform forderte Schmidt erneut eine Pflege-Bürgerversicherung, in die auch die privaten Pflegekassen mit ihren Überschüssen einbezogen werden müssten.
Schulnoten
Pflegeheim-TÜV bleibt in der Kritik
Der geplante Pflegeheim-TÜV wird nach Ansicht von Gesundheits- und Sozialexperten die zum Teil vorhandenen Missstände nicht beheben. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) sprach im "Spiegel" von einem Versuch "reiner Volksverdummung". Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagte dem Nachrichtenmagazin: "Nach den Tests werden wir genauso schlau sein wie vorher." Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) widersprach dieser Einschätzung.
Ausbildung
“Öffnung der Pflegeausbildung nicht notwendig”
Nach einer Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) gibt es heute bereits rund 4.000 Hauptschulabsolventen unter den Krankenpflegeschülern. Darauf wies Prof. Weidner, Leiter des dip, auf dem Bundeskongress der DRK-Schwesternschaften in Würzburg hin. Hintergrund ist das Vorhaben von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, noch vor der Wahl den Zugang zur Pflegeausbildung für Hauptschulabsolventen, die zehn Jahre lang die Schule besucht haben, zu öffnen. Die ursprüngliche Absicht, den Hauptschulabschluss nach neun Jahren als Zugangsvoraussetzung gesetzlich festzulegen, scheint hingegen aus EU-rechtlichen Bedenken vom Tisch zu sein.
Medizin
Treffpunkt
Hauptstadtkongress verzeichnet neuen Besucherrekord
Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Berliner ICC war auch in seinem zwölften Jahr wieder ein großer Erfolg, die Teilnehmerzahlen des Vorjahres wurden sogar noch übertroffen. 7870 Klinikmanager, Gesundheitsunternehmer, Wissenschaftler, Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Vertreter von Politik und Verbänden diskutierten drei Tage lang über die wichtigen Themen der Branche (2008 waren es rund 7500). "Es hat sich gezeigt, dass der Kongress auch in Zeiten der Krise das bedeutendste Treffen der Gesundheitsbranche bleibt", erklärte Kongresspräsident und Gesundheitssenator a. D. Ulf Fink. Während die Teilnehmerzahlen beim "Deutschen Pflegekongress" (1900) und im "Forum Physiotherapie" (270) stabil blieben, verzeichnete der Managementkongress "Krankenhaus Klinik Rehabilitation" einen leichten (2050) und das "Deutsche Ärzteforum" einen sehr deutlichen Anstieg auf 1550 Teilnehmer. Der Ausstellungs- und Workshopbereich war mit rund 2100 Teilnehmern so gut besetzt wie 2008. Krönender Abschluss des großen Gesundheits-Gipfeltreffens vom 27. bis 29. Mai war am Freitag der "Tag der Niedergelassenen", zu dem die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Ärzte
eingeladen hatte.
Drogen
Experte rechnet nicht mit Ansturm auf Drogenambulanzen
Nach dem Bundestagsbeschluss zur Abgabe des künstlichen Heroins Diamorphin an Schwerstabhängige rechnen Suchtexperten nicht mit einem Ansturm auf Drogenambulanzen. "Ich gehe bundesweit von 1000 bis 2000 zusätzlichen Patienten aus", sagte der Hamburger Mediziner Christian Haasen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er leitete von 2002 bis 2006 ein bundesweites Modellprojekt zur Diamorphin-Abgabe. Der Bundestag hatte die Diamorphin-Abgabe am Donnerstag beschlossen. Voraussetzungen für eine Behandlung sind eine Drogenabhängigkeit von mindestens fünf Jahren, zwei erfolglose Therapieversuche mit dem Ersatzstoff Methadon sowie ein Mindestalter von 23 Jahren. Kritiker aus der Unionsfraktion hatten davor gewarnt, dass bis zu 80 000 Abhängige das Projekt in Anspruch nehmen und den Krankenkassen Kosten in dreistelliger Millionenhöhe bringen könnten.
Anstieg
Jetzt 32 Fälle von Schweinegrippe in Deutschland
Die Zahl der Infektionen mit dem Erreger der Schweinegrippe A/H1N1 in Deutschland ist auf 32 gestiegen. Die Behörden berichteten von einem infizierten Vierjährigen in Niedersachsen und einem infizierten US-Bürger in Leipzig. In beiden Bundesländern handelt es sich jeweils um die ersten Infektionen. Die Patienten stehen unter Quarantäne. Zudem wurden am Montag in Köln zwei weitere Fälle von Schweingerippe bekannt. Die 32 deutschen Fälle verteilen sich inzwischen auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (11), Bayern (7), Sachsen-Anhalt (5), Brandenburg (2), Hessen (2) und jeweils 1 in Thüringen, Hamburg, Baden- Württemberg, Sachsen und Niedersachsen. Das Robert Koch- Institut berichtete vor durchweg milde verlaufenen Fällen, Grund zur Entwarnung gebe es aber nicht.
Liebeslust klein gehalten
Pille für längeres Liebesspiel gibt es nicht zum Spaß
Mediziner haben vor dem Verkaufsstart der Männerpille ”Priligy” Hoffnungen auf eine breite Anwendung für längeres Liebesspiel gedämpft. "Wir verschreiben es nicht, um den Lifestyle zu verbessern", betonte der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerkunde), Hermann Behre, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das neue Medikament gegen vorzeitige Ejakulation sei rezeptpflichtig. Das Medikament sollten nur Männer bekommen, bei denen durch vorzeitigen Samenerguss ein gewisser "Leidensdruck" bestehe. Eine Untersuchung und die Beratung durch einen Urologen seien Pflicht. Im Juni soll das Medikament des Pharmaunternehmens Janssen-Cilag auf den deutschen Markt kommen. Die Pille verzögert den Samenerguss, in dem sie Serotonin-Rezeptoren im Gehirn blockiert.
Hoffnung
Tumorrückgang durch neuartige, zielgerichtete Krebstherapie
Die auf dem ASCO-Kongress präsentierten Endergebnisse einer Phase-II-Studie zeigen, dass 25 % der Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs einen bemerkenswerten Tumorrückgang feststellen konnten, wenn sie mit dem neuen Wirkstoff namens Trastuzumab-DM1 (T-DM1) behandelt wurden. T-DM1 ist eine neue und hochspezialisierte Krebsbehandlung, die zwei Ansätze zur Behandlung von Krebs in einem Arzneimittel vereint. Dies ist die erste Behandlungsmethode für Brustkrebs in einer neuen Klasse von leistungsstarken Medikamenten, die unter dem Namen Antikörper-Arzneimittel-Konjugate (ADC - Antibody-Drug Conjugates) bekannt sind. Die zwei Bestandteile von T-DM1 sind: Der bekannte und bewährte Antikörper Trastuzumab (Herceptin), der sich speziell gegen HER2 richtet, und der Chemotherapie-Agent DM1. Trastuzumab transportiert DM1 zum Tumor, wo dieses Zellen tötet, die zu viel krebserregendes HER2 produzieren. Durch die Kombination beider Wirkstoffe ist T-DM1 in der Lage, gezielt gegen Krebszellen vorzugehen und den besten klinischen Effekt zu erreichen, während nachteilige Nebenwirkungen minimiert werden.
Pionierprojekt
Krankenkassen zahlen Krebsstudie mit Kindern
Erstmals zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung krebskranker Kinder bei einer Studie mit dafür nicht zugelassenen Arzneimitteln. Bis 2015 sollen voraussichtlich etwa 300 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss von Kassen, Ärzten und Kliniken in Berlin. Damit wird erstmals eine gesetzliche Neuerung umgesetzt, die auf bessere Therapien für Kinder abzielt. Pharmaherstellern wird seit Jahren vorgeworfen, sich zu wenig um unabhängige, aussagekräftige Studien mit Minderjährigen zu bemühen. Grund dafür sei, dass es zu wenig Erkrankte gebe und das wirtschaftliche Interesse deswegen gering sei. Man setze große Hoffnung in die Studie, sagte der Vize-Chef des Spitzenverbands der Krankenversicherung, Johann-Magnus von Stackelberg. Die Resultate der ersten vom Bundesausschuss zugelassenen Studie dieser Art will er im Internet veröffentlichen.
Umstellung
Neue Rabattverträge können Zuzahlungen erheblich verändern
Neue Rabattverträge können die Höhe der gesetzlichen Zuzahlungen, die Patienten bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln leisten müssen, erheblich beeinflussen. So kann es sein, dass die Apotheke bisher ein zuzahlungsbefreites Medikament für den Patienten auswählen durfte, aber jetzt ein Rabattarzneimittel mit Zuzahlungspflicht abgeben muss. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) angesichts der zum 1. Juni 2009 in Kraft tretenden AOK-Rabattverträge aufmerksam, in deren Folge Millionen AOK-Versicherte innerhalb kürzester Zeit auf neue Präparate umgestellt werden müssen. In Deutschland sind alle Apotheken gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen zugunsten der Krankenkassen einzusammeln. 2008 mussten gesetzlich krankenversicherte Patienten 1,674 Mrd. Euro für ihre verordneten Arzneimittel zuzahlen. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln muss jeder Patient 10 Prozent des Verkaufspreises zuzahlen: mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro. Der Zuzahlungsbetrag ist jedoch nie höher als die tatsächlichen Kosten des Präparats. Rabattarzneimittel können zur Hälfte (50 Prozent) oder komplett (100 Prozent) von der gesetzlichen Zuzahlung befreit werden. Dies gilt jedoch nur für die betroffenen Versicherten der jeweiligen Krankenkasse. Die Krankenkasse muss also die Zuzahlungsermäßigung oder -befreiung ausdrücklich aussprechen. Bei den AOK-Rabattverträgen, die zum 1. Juni 2009 in Kraft treten, kann es passieren, dass unterschiedliche Zuzahlungsregelungen je nach Bundesland und Wirkstoff wirksam werden. Bei der AOK und in den Apotheken können die AOK-Patienten erfahren, ob sie von den Neuregelungen betroffen sind oder nicht.
Dramatisch
2020 doppelt so viele Kleinkinder mit Diabetes
Mediziner befürchten einen drastischen Anstieg von Diabetes-Erkrankungen bei Kleinkindern. Bis 2020 werden demnach doppelt so viele Kinder unter fünf Jahren am Diabetes vom Typ 1 erkrankt sein wie noch 2005, wenn der aktuelle Trend anhält. Chris Pattersen von der Universität Belfast (Großbritannien) und Kollegen werteten für ihre Hochrechnung im Fachjournal "The Lancet" (online vorab) die Daten von mehr als 29 000 Diabetes-Patienten aus 17 europäischen Ländern im Zeitraum 1989 bis 2003 aus. Im Gegensatz zum weitaus häufigeren Typ 2, der meist mit Übergewicht in Zusammenhang steht, wird Typ 1 durch Insulinmangel verursacht und beginnt in der Regel im Kindes- und Jugendalter. Nach Berechnung der Forscher stieg die Zahl der Diabetes-1- Neuerkrankungen im Untersuchungszeitraum jedes Jahr um 3,9 Prozent, bei Kindern unter fünf Jahren sogar um 5,4 Prozent. Über die Gründe spekulieren die Experten noch. Neben genetischen Faktoren könnten auch Wachstumsstörungen oder die zunehmende Zahl der Kaiserschnitte eine Rolle spielen. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass in Europa die Zahl der erkrankten Kinder unter 15 Jahren von 94 000 in 2005 um 70 Prozent auf 160 000 in 2020 steigen wird. Bei Typ-1-Diabetes sind die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Betroffene müssen sich in der Regel lebenslang Insulin spritzen. Der stark zunehmende Typ 2 ist die weitaus häufigere Form und wird auch "Altersdiabetes" genannt, da er früher fast ausschließlich bei älteren Menschen auftrat. Zunehmend leiden aber auch Jüngere daran.
Folgen
Neue Krankheiten durch Klimawandel und Globalisierung
Durch Klimawandel und Globalisierung werden sich aus Medizinersicht in Mitteleuropa Infektionskrankheiten ausbreiten, die dort bisher unbekannt waren. Krankheitsüberträger wie verschiedene Mückenarten könnten in neue Gebiete vordringen, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit (FLI), Thomas Mettenleiter, auf einer Tagung in Greifswald. Zudem könnten sich auch heimische Tierarten verändern und neue Erreger übertragen.
Schlüsselloch-OP
Neue Methode für Schlüsselloch-OP in Hamburg
Hamburger Ärzte haben bundesweit erstmals zwei Tumore an Magen und Leber durch einen winzigen Schnitt im Bauchnabel entfernt. Ein zwei Zentimeter langer Schnitt habe genügt, teilte das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) mit. Bisher seien für solche minimalinvasiven Operationen vier bis fünf Schnitte nötig gewesen. Der 55 Jahre alte Patient habe das Krankenhaus fünf Tage nach der zweistündigen Operation wieder verlassen. Vorteile der Methode seien ein geringeres OP-Trauma mit weniger Schmerzen und eine nicht sichtbare Narbe.
Recht
Machtposition
Rabattverträge mit 22 Pharmaunternehmen
Nach langen Rechtsstreitigkeiten hat die AOK mit 22 Pharmaunternehmen Rabattverträge geschlossen. Dabei handle es sich um insgesamt 63 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem Einsparpotenzial allein in Baden-Württemberg von rund 77 Millionen Euro pro Jahr, teilte die für alle Allgemeinen Ortskrankenkassen bundesweit federführende Kasse in Stuttgart mit. Die Verträge starten mit mehrmonatiger Verspätung zum 1. Juni und gelten für zwei Jahre. Sie betreffen Generika, also Medikamente mit abgelaufenem Patentschutz, und patentfreie Originalpräparate.
Teure Vergesslichkeit
Zwei Millionen Dollar Schadenersatz
Mehr als 24 Stunden musste eine 49-jährige Jamaikanerin im vergangenen Jahr ohne Hilfe in der Notaufnahme einer New Yorker Klinik warten, danach starb sie unbeachtet auf dem Boden des Wartezimmers. Jetzt bekommt ihre Familie zwei Millionen Dollar (1,44 Millionen Euro) Schadenersatz. Wie die "New York Times" berichtete, hat die Stadt als Trägerin der psychiatrischen Klinik die Verantwortung für den Vorfall übernommen. Die Frau, eine sechsfache Mutter, litt an Depressionen. Sie war deshalb in die Notaufnahme des Krankenhauses gekommen. Dem Obduktionsbefund zufolge starb sie nach der langen Wartezeit, weil Blutklumpen aus den Beinen in ihre Lunge wanderten. Ein Video aus dem Wartezimmer zeigte, wie die Frau mit Krämpfen zu Boden fiel. Selbst danach kümmerte sich länger als eine Stunde niemand um sie, obwohl Krankenhauspersonal in den Raum kam. Die Gesundheitsbehörde versichert, dass die Betreuung in den psychiatrischen Einrichtungen inzwischen verbessert worden sei.
Finanzierung
Krankenkasse muss Anlage für Schwerhörige bezahlen
Die gesetzliche Krankenkasse muss hochgradig schwerhörigen Versicherten eine Anlage finanzieren, die Telefonklingeln und Schellen an der Tür in Lichtsignale überträgt. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen in einem veröffentlichten Urteil entschieden. Die Kasse hatte sich zunächst geweigert, die Kosten zu übernehmen, da es sich bei der Anlage nicht um ein technisches Hilfsmittel handele. Dem widersprach das Gericht. In einem weiteren Fall wurde einer gehörlosen Frau zudem eine Gehörlosen-Notrufanlage zugebilligt. Die Revision zum Bundessozialgericht wurde zugelassen.
Technologie
Dauerthema
Ärzte treten bei Gesundheitskarte auf die Bremse
In der langen Geschichte der elektronischen Gesundheitskarte drohen weitere Verzögerungen. Die deutsche Ärzteschaft sprach sich zum Abschluss des Ärztetags in Mainz für eine sorgfältige Erprobung aus. Die Ergebnisse der Tests müssten erst abgewartet werden. Wie in den vergangenen Jahren zweifelte eine Mehrheit der Delegierten an der Konzeption der Karte. Bundesgesundheitsministerium und Krankenkassen warben um Unterstützung für das Projekt. Die mit Foto und Speicherchip versehene Gesundheitskarte soll weniger Papierkrieg in der Praxis, Klarheit über die Vorgeschichte von Schwerkranken und sinkende Kosten bringen. Die Ärzte versicherten, weiter konstruktiv und kritisch daran mitzuarbeiten. "Sorgfalt geht vor Schnelligkeit", betonte ein Sprecher der Ärztekammer allerdings. So dürften die Tests noch nicht Bestandteil eines Online-Betriebs der Karte werden. Die Ärzte wollen mit der neuen Karte und den dahinter stehenden Netzwerken nur freiwillig online gehen - aber nicht dazu verpflichtet werden. Eine Pflicht hatten die Krankenkassen gefordert. Ärztevertreter warnten davor, dass einzelne Kassenärzte am Ende wohl gar ihre Zulassung abgeben könnten, wenn sie zum Verschicken von Patientendaten via Netzwerke gezwungen würden.
Beruf & Karriere
Frauenberuf
Fast nur noch Frauen studieren Zahnmedizin
Immer weniger Männer wollen Zahnarzt werden. Die Zahnmedizin entwickle sich zunehmend zu einer Frauendomäne, sagte der Ärztliche Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der Universität Tübingen, Heiner Weber, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Für Frauen sei vor allem die Vorstellung attraktiv, als Zahnärztin gut in Teilzeit arbeiten zu können. Während es in den 70er-Jahren noch "frauenfreie Semester" gegeben habe, sei der Anteil der Studentinnen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde seit den 80er- Jahren gestiegen.
Stellenmarkt
Stellenmarkt Juni 2009
Bereich, Stelle Firma, Ort Download Pflege
Bereichsleitung m/wOrtenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Lahr» PDF-Dokument Management
Produktmanager (m/w) Schwerpunkt Gesundheits- und SozialwesenDGQ Service GmbH
Frankfurt am Main» PDF-Dokument Technologie
Technische/n Leiter/inStiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH
Wiesbaden» PDF-Dokument Wirtschaft
Leiter Zentrales Controlling (m/w)Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart» PDF-Dokument Technologie
Dipl. Ingenieur w/mHerz-Kreislauf-Klinik Bevensen AG
Bad Bevensen» PDF-Dokument Wirtschaft
Berater/in BetriebsorganisationHospitaltechnik Planungsgesellschaft MBH
Krefeld» PDF-Dokument Wirtschaft
Leiter/in Zentraleinkauf & MaterialwirtschaftMummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover» PDF-Dokument Medizin
Ressortleiter/in MedizinMummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover» PDF-Dokument Medizin
Ressortleiter/in MedizinNordwest-Krankenhaus Sanderbusch GmbH
Sande» PDF-Dokument Management
Referenten/in des Ärztlichen DirektorsUnfallkrankenhaus Berlin
Berlin» PDF-Dokument Technologie
Mitarbeiter/in MedizintechnikWIDI Gebäudeservice GmbH
Lüdenscheid» PDF-Dokument Medizin
Facharzt/Oberarzt Psychiatrie und Psychotherapie (m/w)IHRK CONSULTING
München» PDF-Dokument Medizin
Assistenzarzt/Facharzt für Anästhesiologie (m/w)IHRK CONSULTING
München» PDF-Dokument Medizin
Facharzt/(ltd.) Oberarzt Neurologie (m/w)IHRK CONSULTING
München» PDF-Dokument Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdfKontakt Anzeigenverkauf
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Vorschau
Vorschau kma Medien - Juli 2009
kma-Vorschau – Juli 2009
Spezialthema: SicherheitstechnikDie Sicherheit in und um das Krankenhaus war stets ein brisantes Thema. In Zeiten zunehmender Patientenmündigkeit gewinnt dieses Thema an Gewicht. Die Sicherheit der Krankenhäuser ist zum Chefthema geworden. Das Magazin “kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin” nimmt sich dieser Thematik in einem Schwerpunktthema an und beschreibt die neuesten Innovationen.
Anzeigenschluss ist 24.6.2009
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