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Büchershop

Empirische Erkenntnisse

Schriftenreihe ”Gesundheitswirtschaft” setzt Erfolgsreihe fort

Band7Die Schriftenreihe “Gesundheitswirtschaft”, die von Prof. Dr. Wilfried von Eiff herausgegeben wird und bereits eine Reihe von Bestsellern erzielt hat, hat nunmehr den Band 7 mit dem Titel Effizienzreserven, Wettbewerbspotenziale und Selektionsativitäten im deutschen Gesundheitswesen auf den Markt gebracht.

Das soeben erschienene Buch behandelt Fragen wie “beeinflussen gut aufbereitete Qualitätsinformationen von Krankenhäusern die Patientenströme? Worin liegen die Ursachen für die bestehenden regionalen Abweichungen in der vermeidbaren Sterblichkeit? Sind Krankenhäuser, die zwischen privat und gesetzlich Versicherten Patienten bei der Terminvergabe zu Gunsten der privat versicherten Patienten unterscheiden, finanziell erfolgreicher?” Brisante Themen, die sich sowohl an Manager und Mediziner in der Gesundheitswirtschaft richten.

Die Neuerscheinung verspricht bereits heute eine neue Diskussion anzufachen.

Das Buch erscheint im WIKOM-Verlag und kann zum Preis von 37,00 Euro (incl. MwSt. - plus Versandkosten) unter wikom.net/shop bestellt werden.

 

Politik

Parteitaktik

Bis zuletzt Streit über Patientenverfügung-Gesetz

Im Streit über ein Gesetz für Patientenverfügungen haben Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Unions- Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) vor einem Scheitern gewarnt. Wenige Tage vor den abschließenden Beratungen im Bundestag wandten sich beide in Gesprächen mit der Deutschen Presse-Agentur dpa gegen die Haltung der Bundesärztekammer. Diese warnt - unterstützt von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) - vor einem solchen Gesetz. Die Ärztekammer fürchtet eine "Verrechtlichung des Sterbens". Zypries attackierte Kauder scharf und warf ihm parteitaktisches Verhalten "auf dem Rücken der Bürger" und eine "Blockadehaltung" vor.

 

Agitationstrupp Aktion 15:

SPD-Wahldebakel Erfolg der Ärzte

"Das SPD-Wahldebakel ist ein Erfolg der Anti-SPD-Plakate in den deutschen Arztpraxen", analysiert Dr. Thomas Fix, Sprecher der "Aktion 15 Prozent", das Ergebnis der Europawahl. Fix kündigt für Bayern spezielle Plakate an, da die SPD dort schon unter die Fünfzehn-Prozent-Marke abgerutscht sei. "Außerdem dehnen wir die Aktion jetzt auf die CDU und Bundeskanzlerin Merkel aus, die der Vernichtung der freiberuflichen Arztpraxen tatenlos zuschaut. Sie ist damit für den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen verantwortlich", sagt Fix.

 

Aufschrei

AOK führt Arztbewertung per Internet ein

Die AOK will ihre 25 Millionen Versicherten zur öffentlichen Bewertung ihrer Ärzte im Internet aufrufen. Er erwarte einen "Aufschrei" der Mediziner, sagte der Vize-Vorsitzende des AOK- Bundesverbands, Jürgen Graalmann. Das Arzt-Bewertungsportal "AOK- Arzt-Navigator" solle im Laufe des Jahres starten und ziele auf Verbesserungen der Behandlungsqualität ab. Ärztevertreter reagierten umgehend mit Kritik. Grundsätzliche Zustimmung kam von der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (SPD).

 

Finanzierung

Krankenkassen im Plus - Zusatzbeiträge befürchtet

Trotz eines Überschusses der Krankenkassen von 1,1 Milliarden Euro seit Jahresanfang drohen den Versicherten laut AOK flächendeckend Zusatzbeiträge. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rief dagegen die gesetzlichen Kassen in Berlin zu "vernünftigem Wirtschaften" auf. Dann könnten sie möglicherweise weiter sinkende Einnahmen im kommenden Jahr teils selbst ausgleichen. Der Marktführer AOK warnte dagegen vor einem Kassen-Defizit von rund 7 Milliarden Euro allein für 2010 und forderte höhere Zuschüsse sowie baldige Reformen zugunsten der Krankenversicherung.

Zur Jahresmitte sei nach ihrem Kenntnisstand bei weniger als zehn Kassen mit Zusatzbeiträgen zu rechnen, sagte Schmidt. "Ich glaube, dass es möglich ist, dass man dieses Jahr mit einem Plus abschließen könnte, wenn alle gemeinsam daran arbeiten, das Geld vernünftig einzusetzen", sagte Schmidt. Insgesamt gibt es knapp 200 Krankenkassen. Nach offiziellen Schätzungen reißt die Wirtschaftskrise ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro ins Kassen- Budget, das der Staat durch ein Darlehen aus Steuermitteln ausgleicht. Es könnten aber auch nur 2 Milliarden sein, sagte Schmidt. Ausgaben in Höhe von 41,4 Milliarden Euro standen seit Jahresbeginn Einnahmen von 42,5 Milliarden gegenüber. Der Gesundheitsfonds sei folglich nicht unterfinanziert, so Schmidt. Die Ausgaben stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal teils deutlich, etwa um 9,1 Prozent für die Ärzte, 5,5 Prozent für Arzneimittel, 5,6 Prozent für Kliniken und 11,1 Prozent fürs Krankengeld. Das Ergebnis könne unter anderem wegen Ausgabenschwankungen nicht aufs Gesamtjahr hochgerechnet werden, sagte Schmidt. Es gebe aber keinen Anlass für die Kassen zu sagen: "Wir brauchen Zusatzbeiträge."

 

Korrektur

Privatkassen sehen Absage an Bürgerversicherung

Die privaten Krankenversicherungen (PKV) sehen sich trotz ihrer gescheiterten Klage gegen die Gesundheitsreform durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt. Das Urteil sei "ein klares Bekenntnis (...) zur privaten Krankenversicherung als zweite Säule des Gesundheitssystems", sagte der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Reinhold Schulte, in Berlin. Er sieht darin vor allem "eine klare Absage an das Konzept einer Bürgerversicherung". Die strebt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) an. Schulte hält das Konzept für "nicht verfassungsgemäß".

Der Verbandschef betonte, die Karlsruher Richter hätten zwar den Basistarif bestätigt, den die Privatkassen seit Jahresbeginn anbieten müssen und der sich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen orientiert. Sie hätten zugleich aber eine "Beobachtungspflicht" formuliert: Danach ist der Gesetzgeber zur Korrektur verpflichtet, wenn es bei den Privatkassen zu nicht verkraftbaren Belastungen durch den Basistarif kommen sollte. "Diese Regelung bietet uns also für den Notfall eine Reißleine."

 

Versicherungssystem

Union gegen Bürgerversicherung

Das Karlsruher Urteil zur Gesundheitsreform gibt der SPD nach Ansicht von Gesundheitspolitikern der Union keinen Freibrief für die Einführung einer Bürgerversicherung. "Aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Gesundheitsreform lässt sich keine Legitimation für den Ladenhüter der Linken ableiten", sagte die Gesundheitsexpertin der Unionsfraktion im Bundestag, Annette Widmann- Mauz, der "Leipziger Volkszeitung". Die Karlsruher Richter hätten vielmehr die Rolle der privaten Krankenversicherung als eine Säule im dualen Versicherungssystem deutlich bekräftigt. Die SPD macht sich seit langem für eine Bürgerversicherung als Krankenkasse stark, in die alle einzahlen müssten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte Klagen mehrerer Privatversicherungen abgewiesen, die durch die Gesundheitsreform ihr Geschäftsmodell gefährdet sahen. Die Privatversicherungen müssen ihren Kunden einen Basistarif anbieten, der nicht teurer als die gesetzlichen Krankenkassen sein darf.

 

Philologen

Magersucht-Seiten im Internet sperren

Internetseiten, auf denen Mädchen Magersucht und Bulimie unterstützen, sollten nach Ansicht des Deutschen Philologenverbandes für Jugendliche gesperrt werden. ”Diese sogenannten Pro Ana Seiten werden meist von Jugendlichen betrieben, die selbst erkrankt sind, aber keine Heilung anstreben, sondern andere missionieren wollen”, sagte der Verbandsvorsitzende, Heinz- Peter Meidinger am Freitag in einer Mitteilung.

Schätzungen zufolge gebe es etwa tausend solcher Internetseiten auf Deutsch, sagte Meidinger. In Foren beraten sich die meist weiblichen Besucher gegenseitig über das Abnehmen oder das Verschleiern ihrer Krankheit. Der Verband fordert deshalb, die Seiten auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien setzen zu lassen. Damit würden sie bestimmten Vertriebs-, Verbreitungs- und Werbebeschränkungen unterliegen und dürften nur noch Erwachsenen zugänglich gemacht werden. Insgesamt sind nach Meidingers Angaben rund 600 000 junge Frauen zwischen 14 und 18 Jahren von Magersucht bedroht.

 

Begehrlichkeiten

Krankenkassen fordern Milliardenzuschuss

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) fordert die Umwandlung des Bundes-Darlehens zum Ausgleich krisenbedingter Einnahmeausfälle in einen Zuschuss. Die Bundesregierung müsse noch in dieser Legislaturperiode sicherstellen, dass die Ausfälle durch die Wirtschaftskrise in diesem und im kommenden Jahr durch Bundesmittel ausgeglichen werden, forderte der Verwaltungsrat des GKV- Spitzenverbands in Berlin.

Ende April waren die Einnahmeausfälle der Krankenversicherung für 2009 auf 2,9 Milliarden Euro taxiert worden. Diesen Betrag gleicht der Bund mit einem Darlehen aus, das nach bisherigem Stand 2011 zurückgezahlt werden muss. Das Gesamtbudget der Kassen im Gesundheitsfonds soll die für 2009 vorgesehenen 167 Milliarden Euro trotz Krise auf jeden Fall erreichen.

Das Darlehen sollte in einen Zuschuss umgewandelt werden, so der Verband. Dies gelte auch für etwaige Zahlungen im kommenden Jahr. Auch 2010 seien Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die GKV-Einnahmen zu erwarten, sagte Verbandssprecher Florian Lanz der Deutschen Presse-Agentur dpa.

 

Wirtschaft

Wirtschaftskrise

Bayer Schering beklagt globalen Preisdruck

Die globale Wirtschaftskrise trifft auch Bayer Schering Pharma, die Ertragssäule des Bayer-Konzerns. "Der Preisdruck in der Pharmabranche nimmt zu", sagte Vorstandschef Andreas Fibig dem Tagesspiegel. Die Krise mache sich vor allem in Märkten bemerkbar, in denen Patienten ihre Medikamente selber bezahlen müssten.

Zudem reduzierten viele Regierungen ihre Ausgaben für Gesundheit, weil sie Konjunkturprogramme finanzieren müssten. Statt um bis zu fünf Prozent werde der Weltpharmamarkt in diesem Jahr wohl nur um zwei bis drei Prozent wachsen. "Wenn sich das Wachstum der Branche halbiert, geht das nicht spurlos an uns vorüber", sagte Fibig. Trotzdem wolle Bayer Schering weiter schneller als der Markt wachsen. In China, wo das Berliner Unternehmen Marktführer ist, seien weiter zweistellige Wachstumsraten zu erzielen. Die Stagnation der Branche in den USA werde die Bayer-Tochter nicht stark beeinträchtigen, weil sie dort nur ein Viertel ihres Umsatzes erziele.

 
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ZENO-Konferenz:

Healthstyle, Finanzkrise und Gesundheitsmarkt

Veranstaltung am 8. Juli 2009 in Berlin

ZenoDie Medizin von heute kann viel mehr, als vor 100 Jahren vorstellbar war. Gesellschaft, Gesundheitssysteme und vor allen Dingen der Mensch haben sich gewandelt. Die Bedürfnisse des Menschen von heute sind andere als noch vor Jahrzehnten. Healthstyle statt Lifestyle, Alterung der Gesellschaft und die Möglichkeiten der Medizin führen zur Erosion sozialer Sicherungssysteme. Finanz- und Wirtschaftskrise werden trotz des "Rettungsschirms Gesundheitsfonds" mittelfristig die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gefährden.
In dieser Gemengelage soll die Politik richtungsweisende Entscheidungen treffen. Mit was haben die Partner im Gesundheitswesen nach der Bundestagswahl zu rechnen? Um rechtzeitig in der Krise die richtigen strategischen Weichen zu stellen, sollten Sie an dieser Konferenz teilnehmen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Zuversicht

Johnson & Johnson optimistisch für Pharmasparte

Der US-amerikanische Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson (J&J) zeigt sich für sein Medikamentengeschäft zuversichtlich und will damit künftig wieder mehr Geld verdienen. Bis 2013 sollen fast ein Dutzend neue Medikamente neu zugelassen werden, teilte der Konzern am auf einer Investorenkonferenz mit. Darunter sei auch ein erfolgsversprechendes Präparat gegen Hepatitis C, das bereits im nächsten Jahr zur Zulassung vorgelegt werden soll. In den nächsten Jahren sollen dann Mittel gegen Volkskrankheiten wie Diabetes, Tuberkulose, Übergewicht und diverse Schmerzmittel folgen.

Johnson & Johnson sieht sich mit seiner Medikamenten-Pipeline an der Spitze der Branche. "Wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft" sagte die für den Pharmabereich zuständige Managerin Sheri McCoy. Für das laufende Jahr hat der Konzern aber eine Stagnation bei den Gewinnen angekündigt, nachdem in den vergangenen Jahren zweistellige Zuwachsraten erzielt worden waren. J&J leidet vor allem unter dem Auslaufen von Patenten für verschreibungspflichtige Medikamente. Um das Ergebnis zu halten, ist der Konzern auf die übrigen Sparten für Hygieneartikel und Medizingeräte angewiesen. Branchenbeobachter teilen jedoch die Auffassung, dass die Pharmasparte wieder als Umsatz- und Gewinnbringer zurückkehren wird.

 
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MCC RehaForum 2009

13. u. 14. Oktober 2009 im Linder Congress Hotel Düsseldorf

von Experten für Experten

MCCMit der Gesundheitsreform 2007 hat sich die Politik für die Reha stark gemacht und Rehaleistungen in den Pflichtkatalog der Krankenkassen aufgenommen. Dennoch droht bis zu jeder 5. dt. Reha-Klinik nach einer Studie des RWI die Insolvenz. Kosten steigen, Einnahmen stagnieren und ab 2010 werden die hohen Lohnabschlüsse zusätzlich nachwirken. Zusammen mit der Wirtschaftskrise und dem durch den Gesundheitsfonds bedingten Kostendruck sehen Reha-Einrichtungen einer ungewissen Zukunft entgegen. Daher gilt es heute umso mehr, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen, Chancen und Risiken klar zu definieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wer sich im Markt behaupten will, muss neue Wege gehen. Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung auf dem 5. MCC RehaForum und melden Sie sich jetzt an.

Programm und Anmeldung unter: www.mcc-seminare.de

 

Studie

China auf dem Weg zum globalen Pharmalabor

Pharmaunternehmen stehen auf dem chinesischen Markt vor neuen Herausforderungen. Auslöser der Veränderungen ist die staatliche Gesundheitsreform, die unter anderem den Aufbau einer zentralen Behörde für die Zulassung und Kontrolle von Medikamenten sowie die Ausgabenerstattung durch die Krankenversicherung vorsieht. Gleichzeitig soll die Pharmaforschung in China durch Steuer- und Abgabenerleichterungen gefördert werden. Die Studie "Investing in China's Pharmaceutical Industry" von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt auf, welche Chancen sich internationalen Pharmakonzernen und Medizintechnikherstellern in den kommenden Jahren bieten.

"In China vertraut ein großer Teil der Bevölkerung auf die traditionelle chinesische Medizin (TCM). Doch greifen immer mehr Patienten bei akuten und exakt lokalisierbaren Gesundheitsproblemen zu westlichen Pharmaerzeugnissen. Schätzungen zufolge dürfte der Umsatz mit diesen Medikamenten weiterhin zweistellig wachsen und im Jahr 2012 ein Volumen von gut 21,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Zusammen mit einem prognostizierten Volumen des TCM-Marktes von 28 Milliarden US in 2010 zählt China bereits jetzt zu den fünf größten Pharmamärkten weltweit", erläutert Dr. Volker Fitzner, verantwortlicher Partner für den Bereich Pharma im Bereich Advisory bei PwC. "Westliche Pharmakonzerne haben dabei zunehmend die traditionelle chinesische Medizin als möglichen Impulsgeber für neue Produkte im Blick".

 
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ZENO-Konferenz:

Kompetentes Lobbying

Veranstaltung am 01. Juli 2009 in Berlin

ZenoOhne kompetentes Lobbying sind politische Entscheidungsprozesse kaum denkbar. Für alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt ist es erforderlich, die eigenen Vorstellungen und Interessen politisch zu kommunizieren. Dieser Workshop soll Beteiligten im Gesundheitswesen Grundstrukturen des parlamentarischen Betriebs, der Denk- und Arbeitsweise von Parlamentariern und ihrer Gremien näherbringen. Vor allen Dingen geht es aber um die Vermittlung von Erfahrungen mit Instrumenten des Lobbying und der Roadshow.


Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Finanzen

Fresenius will Schulden mit Anleihe weiter senken

Der Medizinkonzern Fresenius will seine Schulden weiter zurückfahren. Fresenius will über die Tochtergesellschaft Fresenius Finance eine Anleihe in Höhe von voraussichtlich 125 Millionen Euro begeben. Die Mittel sollen verwendet werden, um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, wie die im DAX notierte Fresenius SE am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Die geplante Emission werden im Rahmen einer Privatplatzierung institutionellen Anlegern angeboten.

Der Konzern hatte 2008 durch die Milliardenübernahme des US-amerikanischen Generikaspezialisten APP Pharmaceuticals die nach dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) zweitgrößte Sparte Fresenius Kabi (Infusionstherapien) gestärkt. Der Kaufpreis belief sich inklusive Schulden und möglichen Sonderzahlungen auf bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar. Die Übernahme führte zu einem deutlichen Anstieg der Finanzschulden auf 9,2 Milliarden Euro (März 2009).

 

Namen & Nachrichten

Zukunftssicherung

Thieme übernimmt kma Medien vom Wikom Verlag

Thieme übernimmt – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes – zum 1. Juli 2009 sämtliche Objekte und Aktivitäten des Wikom Verlags. Dazu gehören Zeitschriften, Bücher, Newsletter und das Online-Portal. Die Angebote von Wikom sind heute als "kma Medien" am Markt etabliert. Sie beschäftigen sich mit den wichtigen Fragen der Gesundheitswirtschaft sowie mit Managementprozessen im Krankenhauswesen. Thieme erweitert damit sein Informations- und Leistungsspektrum für Kliniken und sonstige Institutionen des Gesundheitswesens sowie die dazugehörige Industrie.

Verwaltungsleiter, Ärztliche Direktoren, Qualitätsmanager, Einkäufer, Technische Leiter bzw. die Ingenieure im Krankenhaus sowie die IT-Leiter haben heute wichtige Funktionen , die für einen reibungslosen Ablauf des Klinikalltags sorgen. Die Optimierung von Prozessen, hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards spielen für sie eine ebenso große Rolle wie systematisches Kostenmanagement. Die Besonderheiten des Organisationssystems Krankenhaus und anderer Versorgungsstrukturen verlangen spezielle Kenntnisse und Kompetenzen. Diese zu vermitteln, steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten des Wikom Verlages.

Besonders bekannt ist die Zeitschrift "kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin", die sich mit einer Auflage von monatlich 12.000 Exemplaren an Entscheider in der Gesundheitswirtschaft richtet. Die "kma Pflege" wendet sich mit entsprechenden Themen an Pflegedirektoren, Pflegedienstleiter die Geschäftsführer der Altenpflege-Einrichtungen und der ambulaten Pflegedienste. Neben den beiden regelmäßig erscheinenden Zeitschriften gibt es eine Reihe von Sonderheften, die monothematisch spezielle Fragen der Gesundheitswirtschaft aufgreifen. Darüber hinaus kann man sich über den 14-tägig erscheinenden kma-Newsletter und das Portal www.kma-online.de regelmäßig über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitswirtschaft und über den Klinikmarkt informieren.

Mit den Patientenaufklärungsbögen von DIOmed und proCompliance sowie speziellen Fortbildungsangeboten für Kliniken wie "CNE – Certified Nursing Education" bietet Thieme heute schon eine Vielzahl von Informations- und Serviceleistungen für Kliniken an. "Mit den kma Medien kommt jetzt eine Komponente dazu, die hilft, die gesamten Prozesse im Klinikalltag noch besser zu unterstützen", erläutert Hartmut Fandrey, Verlagsleiter Klinik & Praxis in der Thieme Verlagsgruppe, die Entscheidung, die Aktivitäten des Wikom Verlags zu übernehmen.

"Wir freuen uns, mit Thieme einen Verlag gefunden zu haben, der als starke Marke im Klinikmarkt die kma Medien im Verbund mit anderen Angeboten der Verlagsgruppe noch besser etablieren kann", erklären die Geschäftsführer des Wikom Verlags und Herausgeber der kma Medien, Gunter Murzin und Gerhard Hirz. Die Aktivitäten rund um die kma Medien werden innerhalb der Thieme Verlagsgruppe im Verlagsbereich "Klinik und Praxis" unter der Leitung von Hartmut Fandrey und Dr. Udo Schiller weitergeführt. Die bisherigen Herausgeber und die 20 Mitarbeiter des Wikom Verlags an den Standorten Berlin und Wegscheid bleiben auch nach der Übernahme für die kma Medien aktiv. "Der Erfolg der kma Medien hängt entscheidend von der Kompetenz und der engen Vernetzung der heutigen Akteure in der Gesundheitswirtschaft ab. Diese wollen wir auch weiterhin intensiv pflegen", erklärt Hartmut Fandrey, Verlagsleiter Klinik und Praxis bei Thieme. Die Übernahme der Aktivitäten des Wikom Verlags erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes. Die Thieme Verlagsgruppe gehört zu den führenden deutschen Medienunternehmen im Bereich der medizinischen Fachinformationen. In den letzten Jahren baute Thieme sein Angebotsspektrum immer weiter aus: Neben Büchern, Zeitschriften, elektronischen Off- und Online-Medien umfasst es heute auch direkte Informationsforen wie Kongresse und Seminare sowie Beratungsangebote für Leistungserbringer im Gesundheitswesen.

 

Etikettenschwindel

USA verbieten “Light”-Zigaretten

Zigarettenhersteller in den USA dürfen ihre Produkte künftig nicht mehr als ”light” oder ”ultra-light” anpreisen. Das entschied der Senat in Washington am Donnerstag mit breiter Mehrheit. Zudem werden Zigaretten mit speziellen süßen oder fruchtigen Geschmackszusätzen verboten, die vor allem auf junge Raucher abzielen. Die Anti-Raucher-Lobby begrüßte die Entscheidung. "Light"-Zigaretten mit weniger Teergehalt seien nicht weniger gesundheitsschädlich als normale Zigaretten. Allerdings muss dem Verbot auch noch das Repräsentantenhaus zustimmen.

 

DKI Gundolf Gubernatis scheidet aus

Die Vorstandsebene des DKI wird neu gestaltet.

Professor Dr. med. Gundolf Gubernatis (56) scheidet zum 1. Juli 2009 als nebenamtlicher Vorstand des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) aus. Hauptamtlich ist Prof. Gubernatis seit September 2005 Vorstand Krankenversorgung im Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven.

 

Fachkompetenz

Sirius Genomics gibt Ergebnis der Vorstandswahl 2009 bekannt

Sirius Genomics, ein in der Entwicklung pharmakogenomischer Diagnostika tätiges Unternehmen hat auf der vorJahreshauptversammlung den Vorstand für das Jahr 2009 gewählt. Die sechs Mitglieder des Vorstands sind: Dr. James McEwen (Vorsitzender), Dr. Heiner Dreismann, Herr Jim Heppell, Herr Amos Michelson, Dr. Bradley Popovich und Herr Patrick Terry.

"Unser Vorstand zeichnet sich aus durch umfassende Fachkompetenz im Bereich der Molekulardiagnostik und Vermarktung sowie durch umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der personalisierten Medizin. Dies wird Sirius dabei helfen, seinen Kurs weiterzuverfolgen und das erste Begleitdiagnostikum , das der Bewertung des Ansprechverhaltens auf rekombinantes humanes aktiviertes Protein C dient, erfolgreich auf den Markt zu bringen. Mit dieser Führungsmannschaft ist Sirius bestens positioniert, um ein weltweiter Akteur auf dem stark wachsenden Markt der Begleitdiagnostika und personalisierten Medizin zu werden", erklärte Dr. Popovich, Präsident und CEO von Sirius Genomics.

 

Blockierung

Erneute Beschlagnahmung von Medikamenten für Entwicklungsländer

Eine Ladung des lebensrettenden Antibiotikums Amoxicillin wurde am 5.Mai 2009 am Frankfurter Flughafen vom Zoll beschlagnahmt. Das Medikament aus indischer Produktion war für die Republik Vanuatu (Pazifik) bestimmt und auf dem Transit durch Frankfurt. Mehrere entwicklungspolitische Organisationen verurteilen diese Maßnahme und fordern eine vollständige Aufklärung der Hintergründe. Die BUKO Pharma-Kampagne, medico international und Oxfam Deutschland fordern die Europäische Kommission dazu auf, sicherzustellen, dass die zeitnahe Versorgung von Entwicklungsländern mit Medikamenten nicht durch EU-Verordnungen blockiert wird.

 

Remigius-Krankenhaus

Krankenhaus-Manager im Ruhestand

Der Geschäftsführer der Katholischen Kranken- und Pflegeeinrichtungen Leverkusen, Hans Hötte, geht nach 20 Dienstjahren in den Ruhestand. Hötte wurde am 1. September 1988 zum Geschäftsführer des Opladener Remigius-Krankenhauses bestellt. 1991 übernahm er zusätzlich die Geschäftsführung des St.-Albertus-Altenheims. 1999 nach der Fusion mit dem St.-Josef-Krankenhaus in Wiesdorf wurde er außerdem Geschäftsführer der neuen "Katholischen Kranken- und Pflegeeinrichtungen Leverkusen gGmbH" (KKP), zu der seit Ende 2006 auch das "Haus Rheinpark" gehört.

 

Musculo-Skelettale Onkologie (EMSOS)

Prof. Dr. Stefan Bielack zum neuen Präsidenten gewählt

Anlässlich der 22. Jahrestagung der European Musculo-Skeletal Oncology Society EMSOS in Stuttgart wurde der Ärztliche Direktor der Kinderonkologie des Pädiatrischen Zentrums - Olgahospital im Klinikum Stuttgart, Prof. Dr. Stefan Bielack, für die nächsten drei Jahre zum Präsidenten der Gesellschaft gewählt. EMSOS, die führende europäische Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Tumoren des Bewegungsapparates, wurde 1987 durch europaweit führende orthopädische Chirurgen, Onkologen und andere in Diagnostik und Therapie involvierte Spezialisten mit dem Ziel gegründet, eine internationale Plattform zum wissenschaftlichen Austausch schaffen.

 

Klinik-News

Fragwürdigkeit

Behandlung aus Kostengründen verweigert

77 Prozent der deutschen Klinikärzte haben ihren Patienten laut einer Tübinger Studie schon sinnvolle Behandlungen aus Kostengründen vorenthalten. Das habe eine bundesweite Umfrage bei 1137 Klinikärzten aus der Intensivmedizin und der Kardiologie ergeben, teilte die Universität Tübingen mit. 13 Prozent der Ärzte gaben sogar an, sie müssten ihren Patienten mehr als einmal pro Woche eine nützliche Behandlung verweigern, weil ihr Budget ausgeschöpft sei, schreiben die Tübinger Medizinethiker in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift".

 

Spezialservice

Wenn Papageno verstummt: Sprechstunde für Sänger

Am Universitätsklinikum in Münster haben Fachärzte für Krankheiten der Stimme nun eine spezielle Sänger-Sprechstunde eingerichtet. "Das Arbeitsfeld von professionellen Sängern oder Schauspielern ist durchaus mit dem eines Hochleistungssportlers zu vergleichen", sagt Prof. Antoinette am Zehnhoff-Dinnesen, die Direktorin der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie. Es kommt auch auf die Technik an: "Man darf absolut nicht aufs Geratewohl singen", berichtet die Opernsängerin an den Städtischen Bühnen Münster, Henrike Jacob, aus ihrem Berufsalltag.

In dem Münsteraner Team arbeiten drei Mediziner und zwei Logopäden. Zwei Ärzte sind selbst ausgebildete und aktive Sänger. "Wir kennen auch die Anforderungen und den Druck, unter dem Sänger stehen können", sagt Oberarzt und Bassbariton Dirk Deuster. Zu den häufigsten Gründen für Stimmprobleme gehören eine falsche oder zu starke Belastung des Stimmapparates, Infektionen und psychosomatische Faktoren.

Wolfgang Quetes, der Generalintendant der Städtischen Bühnen Münster, erhofft sich von den Fachärzten auch objektive Kriterien, ob ein Sänger etwa mit Kratzen im Hals auftreten und eine Vorstellung durchhalten kann. "Es ist ein Dilemma, überred' ich den, oder muss ich die Vorstellung absagen?", erzählt der Theaterchef. "Der Schauspieler hat auch ein schlechtes Gewissen, obwohl er nichts dafür kann." Für die Bühnen geht es an einem Abend um Einnahmen von 15 000 bis 35 000 Euro. Die Spezialisten trauen sich ein Urteil zu: "Wir beraten auch, ob ein Auftritt möglich ist, oder nicht", meint Oberarzt und Sänger Deuster.

 

Schaumburg-Lippe

Vertrag für ein neues Zentralklinikum unterzeichnet.

Die Vertreter des Landkreises Schaumburg-Lippe, der Stiftung Bethel und Pro Diakos haben ein Vertragswerk für ein neues Zentralklinikum unterschrieben. In fünf Jahren Bauzeit soll ein neues Krankenhaus mit 437 Betten entstehen, das über eine neue Fachabteilung für Neurologie verfügt und medizinisch spezialisierter aufgestellt sein soll als die bisherigen Häuser. Die Investitionskosten werden auf 100 bis 120 Millionen Euro geschätzt.

Mit der Vertragsunterzeichnung übernimmt Pro Diako endgültig die Regie über die Schaumburger Krankenhäuser.

 

Lockrufe

Rhön-Klinik lockt Ärzte mit Gesellschafterstatus

Nach einem Bericht der Ärztezeitung (4.6.) bietet der private Klinikbetreiber Rhön-Klinikum niedergelassenen Ärzten Beteiligungsmöglichkeiten an. "Wir bieten den Ärzten an: Werdet Gesellschafter der Rhön-Klinik", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Rhön Dr. Christoph Straub bei einer Diskussionsveranstaltung der "AG Zukunft des Gesundheitswesens" in Düsseldorf. Es gehe darum, über unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zwischen stationärem und ambulantem Sektor die Patientenversorgung künftig sicherzustellen. Das sei gerade in der Fläche, außerhalb von Ballungszentren, eine große Herausforderung, also da, wo Rhön vor allem aktiv ist.

"Eine effiziente medizinische Versorgung in der Zukunft ist proaktiv, koordiniert, integriert und interdisziplinär", so Straub. Die Möglichkeit, in ein MVZ einzusteigen, bleibt bestehen. Da sich die niedergelassenen Ärzte individuell in sehr unterschiedlichen Situationen befänden, setze der Klinikkonzern auf verschiedene Formen der Kooperation, berichtete Straub. Rhön kauft Arztsitze für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) oder bietet Ärzten die Option, selbstständig oder als Angestellte in einem MVZ zu arbeiten.

 

Jahreskongress

Apotheker wollen engere Zusammenarbeit mit Kliniken

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Apotheken und Krankenhäusern hat der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) angeregt. "Dies verbessert nicht nur die Versorgung des Patienten, sondern erhöht auch die Wirtschaftlichkeit", sagte ADKA-Präsident Holger Hennig in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) anlässlich des Jahreskongresses seines Verbands in Darmstadt. Zu dem viertägigen Treffen werden bis Sonntag rund 400 Apotheker und 300 andere Teilnehmer wie etwa Ärzte erwartet.

Schon bei der Aufnahme ins Krankenhaus könnten die Betreuung der Patienten verbessert und gleichzeitig Kosten gespart werden. "Wenn der Apotheker hier gleich mit eingeschaltet wird, kann er den Patienten nach dessen Medikamenten befragen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dem Arzt Ratschläge für die weitere Behandlung zu geben", sagte Hennig. "Qualität und Wirtschaftlichkeit werden verbessert, weil Unfug verhindert wird", meinte der 46-Jährige. "Eine genauere Versorgung des Patienten fördert das Gesundwerden und reduziert die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus."

Beim Verhältnis von Krankenhäusern und Krankenhausapotheken sei Deutschland im europäischen Vergleich Schlusslicht. "In Europa kommen auf 100 Krankenhausbetten statistisch gesehen 0,93 Apotheker, in Deutschland aber nur 0,3 Apotheker." Bundesweit gebe es 439 Krankenhausapotheken und 2100 Krankenhäuser.

 

Krankenhausfinanzierung

Geldsegen für Nürnbergs Kliniken

Aus dem Bauprogramm des Freistaates erhalten die Nürnberger Kliniken 30 Millionen Euro. Über 30 Millionen Euro bekommen vier Nürnberger Krankenhäuser vom Freistaat Bayern für verschiedene Bauprojekte. Hauptnutznießer ist das Nordklinikum mit 17,8 Millionen Euro.

 

Schnäppchenjagd

Kommunale Kliniken wehren sich gegen private Investoren

Der Interessenverband Kommunaler Krankenhäuser (IVKK) wehrt sich laut einer Meldung in der ”Neuen Osnabrücker Zeitung gegen die ”Schnäppchenjagd” von privaten Investoren. Die privaten Klinikbetreiber missbrauchen die Wirtschaftskrise, um "billig" an die Häuser zu kommen. Der Verband fordert eine grundlegende Reform bei der Krankenhausfinanzierung, so Verbandschef Hansjörg Hermes im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Kommunen würden "kaltschnäuzig" zum Verkauf von Krankenhäusern gedrängt. Private Investoren wollen sich die Vorteile des deutschen Gesundheitsmarktes sichern. Dieser gelte weltweit als beispielhaft, weil er durch das Umlagesystem der gesetzlichen Krankenversicherung selbst in Rezessionszeiten stabile Umsätze garantiere.

 

Pinnenberg

Klinikbetreiber buhlen um die Regio-Kliniken

Nachdem die Manager der Regio-Kliniken des Landkreises Pinneberg ihr Interesse an einer Übernahme der Kliniken bekundet haben, zeigen auch die großen privaten Klinikbetreiber Appetit auf die Häuser. Um fünf bis zehn Millionen Euro wollte das Management laut einer Information des Wedel-Schulauer-Tageblatt das Eigenkapital der drei Kreis-Krankenhäuser aufstocken, wenn sie im Gegenzug dafür 74,9 Prozent der Anteilte erhielten. Inzwischen haben die Manager jedoch starke Konkurrenz bekommen. Wie man erfahren konnte, zeigen sich dem Asklepios auch die Klinikbetreiber Sana und Helios an den drei Einrichtungen interessiert. Mit wie viel Geld die drei jeweils einsteigen wollen, ist nicht bekannt. Das Landratsamt hält sich mit seinen Auskünften bedeckt.

 

Tarifverhandlungen

Marburger Bund setzt Rhön-Kliniken unter Druck

Neun Prozent mehr Geld fordert der Marburger Bund für die rund 4.200 Ärzte der Rhön-Kliniken. Der Marburger Bund setzt den privaten Klinikbetreiber Rhön-Kliniken sichtlich unter Druck. Seit 2. Juni verhandelt die Gewerkschaft mit der Geschäftsführung des Klinikbetreibers und fordert für die Ärzte des Konzerns eine Gehaltssteigerung von neun Prozent. Begründet wird die Forderung mit einer angeblich weitaus besseren Gehaltstabellenstruktur bei anderen privaten Klinikbetreibern – wie zum Beispiel bei den Helios-Kliniken.

Nach Meinung des Marburger Bundes sei es für Rhön-Kliniken nun an der Zeit, den Wettbewerbern mit einem guten artspezifischen Tarifvertrag zu folgen. Gewerkschaftsfunktionär Hammerschlag sieht für Rhön-Kliniken die Chance, "im hart umkämpften Krankenhausmarkt neue Maßstäbe zu setzen und seine Position zu stärken."

 

Konjunkturpaket II

Energiesparen füllt die Kassen

Insgesamt 7,7 Millionen Euro für ”Energiesparen im Krankenhaus bewilligt die Regierung von Unterfranken aus den Mitteln der Konjunkturpakets II ihren Häusern. Auch Krankenhäuer am Bayerischen Untermain profitieren von den Zuschüssen – das Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos, das Klinikum Aschaffenburg und die Aschaffenburger Frauenklinik am Ziegelberg.

 

Krankenhausplan

EuromedClinic Fürth geht gegen Söder vor

Nach einer Meldung des Online-Dienstes der Süddeutschen Zeitung will die EuromedClinic in Fürth den bayerischen Gesundheitsminister verklagen. Laut SZ-Online hat Markus Söder (CSU) der Fürther EuromedClinic die Aufnahme in den Krankenhausplan des Freistaates versprochen, jedoch nach langen Verhandlungen abgelehnt. "Ursprünglich habe Söder aber versprochen, einen Kompromiss zu finden. Daher habe er "dreist" gelogen, hieß es. Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass es keinen zusätzlichen Bedarf an Krankenhausbetten in der Region gebe.", so SZ-Online.

"Das Gesundheitsministerium reagierte mit Unverständnis. "Die EuromedClinic hat doch den Klageweg schon längst beschritten, und zwar im August 2008", sagte eine Sprecherin in München."

 

Management

Dunkelziffer

Schiedskommission stellt 2090 Arzt-Fehler fest

Ungeachtet aller Anstrengungen für mehr Sicherheit in der Medizin haben Ärzte im vergangenen Jahr bei der Behandlung von Patienten in 2090 Fällen Fehler gemacht. 1695 mal führten diese Behandlungsfehler nach Feststellung von Gutachtern der Ärztekammern zu Schäden und zu Ansprüchen auf Schadenersatz, berichtete die Bundesärztekammer am Donnerstag in Berlin. Dies entsprach in etwa dem Niveau des Vorjahres. Gut zwei Drittel der Fehler passierten erneut in Krankenhäusern.

Die meisten Fehler gab es bei der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sowie bei der Behandlung von Brustkrebs und Knochenbrüchen. Die Zahl der Patientenbeschwerden bei den Gutachterstellen der Kammern stieg 2008 gegenüber dem Vorjahr von 10 432 auf 10 967 an, also um etwa fünf Prozent. Insgesamt beschwerten sich schätzungsweise 40 000 Patienten bei Kammern, Gerichten, Versicherungen und Krankenkassen. Verbraucherschützer gehen von einer hohen Dunkelziffer ärztlicher Fehler aus.

 

Medizin

Ärztepfusch

Britische Ärzte verwechseln Embryonen

Britischen Ärzten sind bei zwei künstlichen Befruchtungen Fehler im Labor unterlaufen. Im ersten Fall in der Universitätsklinik Wales in Cardiff wurden Embryonen verwechselt. Ihr Embryo sei vor zwei Jahren irrtümlich in die Gebärmutter einer anderen Frau gepflanzt worden, sagten die Eltern dem Boulevardblatt "Sunday Mail". Als die Ärzte den Fehler bemerkten, hätten sie der Patientin eine Abtreibungspille gegeben, die die Schwangerschaft beendete, hieß es in dem Bericht. Für das Paar sei der falsch eingepflanzte Embryo die letzte Möglichkeit gewesen, ein zweites Kind zu bekommen. Die Klinik habe sich für den Fehler entschuldigt und wolle eine Entschädigung zahlen.

In einem zweiten Fall hat laut dem Bericht eine weiße, nordirische Frau einen dunkelhäutigen Jungen zur Welt gebracht. Ihr Sohn ist heute zehn Jahre alt. Nach Angaben der Zeitung war dies die erste Panne bei Reagenzglas-Befruchtungen in Großbritannien. Die Eltern wollen nun die Gesundheitsbehörden verklagen, weil der Fehler im Labor beinahe ihre Familie zerstört habe. "Wir können nicht das Haus verlassen, die Leute starren uns nur an", sagte der 47-jährige Mann. "Meine Frau wurde gefragt, ob sie eine Urlaubsaffäre mit einem Inder gehabt hätte. Öffentlich nimmt sie das gelassen hin, aber privat weint sie oft." In Großbritannien gehen 1,7 Prozent aller Geburten auf künstliche Befruchtungen zurück.

 

Kostenfaktor

Ärzte in Deutschland verordnen immer mehr Arznei

Allen Spar-Aufrufen zum Trotz verordnen die Ärzte den Versicherten in Deutschland immer mehr Arzneimittel. Eine Analyse der Situation auf dem Arzneimittelmarkt im vergangenen Jahr legt die Krankenkasse GEK mit dem Arzneimittel-Report 2009 in Berlin vor. Vorab bekannt wurde zudem, dass insgesamt auch teurer verordnet wurde als im Vorjahr.

Bereits der Arzneimittel-Report 2008 hatte ergeben, dass Ärzte zu viele Antibiotika an Kinder und Antidepressiva an Senioren verschreiben. Teure Spezialmedikamente setzten sie demnach oft verkehrt ein. Der Autor des Berichts ist der Bremer Gesundheitsexperte Gerd Glaeske, der dafür regelmäßig die GEK-Daten auswertet.

 

Recht

EU-Urteil:

Krankenkassen sind öffentliche Auftraggeber

Gesetzliche Krankenkassen sind laut einem Urteil des höchsten EU-Gerichts öffentliche Auftraggeber, die sich an einschlägige Vergabevorschriften halten müssen. Das urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) laut einem am Donnerstag in Luxemburg veröffentlichten Urteil. Im dem Rechtsstreit ging es um Aufträge der AOK Rheinland/Hamburg an Orthopädie-Schuhtechniker. Ein Schuhmacherbetrieb hatte sich gegen die Praxis bei einem deutschen Gericht beschwert, das sich wiederum an den EuGH wandte. (Rechtssache C-300/07).

 

Technologie

Zeithorizont

Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte ab Oktober unrealistisch

Die Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte könne in der Region Nordrhein bereits am 1. Oktober dieses Jahres beginnen, ist nach Einschätzung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) unrealistisch. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes, Dr. Günther E. Buchholz: "Die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für diese Aktion sind noch gar nicht geschaffen. Erst ein Teil der Hersteller hat eine Zertifizierung für ihre Karten, und das Verfahren für ihre Ausgabe ist auch noch nicht geklärt.

Die Tests, ob die Karten von der Verwaltungssoftware in den Praxen überhaupt gelesen werden können, werden nicht vor August stattfinden. Der Oktober ist als Zeithorizont für die Ausgabe der eGK deshalb nicht zu halten. Das wird hinten und vorne nicht funktionieren. Wir haben hier wieder einmal ein Beispiel für die permanent unrealistische Zeitplanung beim eGK-Projekt."

 

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Vorschau

Vorschau kma Medien - Juli 2009

In Juli-Ausgabe des Magazins "kma" beschäftigt in einem Spezial zwei zentralen Aspekten der technischen und organisatorischen Sicherheit im Krankenhausbetrieb: dem Schutz vor unbefugten Zutritt (Schließanlagensysteme, Zutrittsüberwachung und dem Thema Brandschutz (Brandmelde-/Sprinkleranlagen, Brandschutztüren).

Anzeigenschluss ist 24.6.2009

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