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Buchtipp der Woche

Zukunft Gesundheitswirtschaft – 4 neue Buchtitel liefern Ideen für morgen

Zukunft Gesundheitswirtschaft

In der neuen Buchreihe Zukunft Gesundheitswirtschaft, herausgegeben von Prof. Heinz Lohmann und Dr. Uwe K. Preusker, ist soeben Band 1 Geschäftsmodell Systempartnerschaften: Die Digitale Industrialisierung der Medizin erschienen. Es stellt die Prinzipien von Systempartnerschaften vor und präsentiert erste Projekte. Dabei wird deutlich, dass die Politik gefordert ist, diese modernen Entwicklungen durch Anpassungen des Ordnungsrahmens im Gesundheitssystem zu fördern.

Das Buch kann zum Preis von 34,80 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten) hier bestellt werden.

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Politik

Wahlkampfgetöse

FDP pocht auf Ende des Gesundheitsfonds

Die FDP will im Fall einer Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl auf eine Reform des Gesundheitssystems dringen. Ein Koalitionsvertrag von Union und FDP müsse einen Richtungswechsel in der Gesundheitspolitik festschreiben, sagte der FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr im Gespräch mit den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Kölnischen Rundschau". "Der Gesundheitsfonds muss wieder rückabgewickelt werden. Die Beitragsautonomie der gesetzlichen Krankenkassen muss wieder eingeführt werden." Angesichts der demografischen Entwicklung sei auch ein "Einstieg in mehr Eigenvorsorge und mehr Eigenverantwortung" nötig. Bahr kritisierte den gesundheitspolitischen Teil des Wahlprogramms der Union. Er würde gerne wissen, was die Union wirklich wolle. "In ihrem Wahlprogramm stehen nur Allgemeinplätze. Alles wird offen gelassen. Vor allem äußert sie sich zu der von ihr mitbeschlossenen Gesundheitsreform so gut wie gar nicht. Der Gesundheitsfonds kommt als Thema gar nicht vor."

 

Hilferuf

Kassen weisen Regierungsangaben zurück

Die Ersatzkassen wiesen die Darstellung Schröders über ein ausreichendes Finanzpolster der Kassen in diesem Jahr zurück. "Die Einnahmen brechen von Wochen zu Woche ab", sagte die Sprecherin des Ersatzkassenverbandes VDEK, Manuela-Andrea Pohl, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies liege an den Folgen der Wirtschaftskrise. Mit dem erwarteten Anstieg der Arbeitslosenzahlen werde die Lage noch ungünstiger. Der VDEK beharrte auf der Forderung nach Steuermitteln für die Kassen für die Impfung. "Die Kassen werden die Impfung auf jeden Fall finanzieren", sagte sie. "Die Frage ist, ob die Mehrausgaben nicht durch Steuermittel ausgeglichen werden." Die Pandemie habe bei der Aufstellung des Finanztableaus für den Gesundheitsfonds keiner eingeplant.

 

Gefechte

Streit um Kosten der Schweinegrippe-Impfung

Wenige Wochen vor der geplanten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe streiten Bundesregierung und gesetzliche Krankenkassen über die Millionenkosten. Das Gesundheitsministerium wies Forderungen der Krankenkassen zurück, die die Impfung nicht allein zahlen wollen. Auch die Warnungen der Kassen vor Zusatzbeiträge sind laut Ministerium haltlos.

 

AOK-Hausarzt

Programm

Rund ein Jahr nach dem Start des ersten umfassenden Hausarztvertrags in Deutschland ohne Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ziehen die Vertragspartner eine positive Zwischenbilanz. Im Mai 2008 unterzeichneten AOK Baden-Württemberg, der Deutsche Hausärzteverband und der MEDI Verbund unter großem öffentlichen Interesse den "Eisbrechervertrag", der bundesweit als Einstieg in eine neue und zukunftsweisende Versorgungwelt gesehen wurde. Er war deshalb von Anfang an auch Gegenstand massiver Kritik und Gegenwehr der ärztlichen Körperschaften und einzelner Ärztegruppierungen. Seit 1. Juli 2008 können sowohl Ärzte als auch Versicherte dem Vertrag auf freiwilliger Basis beitreten. Bislang haben bereits 600.000 AOK-Versicherte und über 3.000 Ärzte ihre Teilnahme erklärt. Die Zukunftsfähigkeit des Vertrags ist durch seine fünfjährige Laufzeit langfristig gesichert.

 

Panikmache

Nach Honorarzuwachs mehr Zeit für Patienten gefordert

Nach den deutlichen Honorarsteigerungen für Ärzte kritisiert der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen das Verhalten der Mediziner scharf. Die Zahlen entlarvten den Protest der Ärztefunktionäre als "reine Panikmache und haltlosen Populismus auf Kosten der Patienten", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, der "Berliner Zeitung". Von der Ärzteschaft erwarte er, dass Patienten nun wieder ordentlich versorgt würden. Aus Protest waren Patienten abgewiesen und Praxen geschlossen worden.

 

Pech

Schmidt verteidigt Dienstwagen-Nutzung

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Kritik an der Nutzung ihres Dienstwagens in ihrem Urlaub an der spanischen Costa Blanca zurückgewiesen. Die Benutzung entspreche der Rechtslage und den Richtlinien, sagte sie am Montagabend am Rande einer Informationsveranstaltung für deutsche Senioren in Els Poblets nahe Denia. "Ich nutze den Dienstwagen dienstlich und ich nutze ihn privat. Wenn ich ihn privat nutze, wird sehr genau nach Fahrtenbuch abgerechnet und versteuert", betonte die Ministerin. Jeder, der Fragen habe, könne diese im Haushaltsausschuss beantwortet bekommen, und der Bundesrechnungshof könne jederzeit eine Wirtschaftsprüfung vornehmen.

 

Umfrage

Große Mehrheit für Sterbehilfe in Großbritannien

Eine große Mehrheit der Briten ist für die Anwendung der aktiven Sterbehilfe im eigenen Land. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Tageszeitung "The Times". Drei Viertel der Befragten wollen, dass Mediziner aktive Sterbehilfe in Kliniken leisten dürfen. Besonders die 55- bis 64-Jährigen befürworten die Legalisierung.

 

Schweinegrippe

Länder bestellen 50 Millionen Impfdosen

Die Bundesländer haben am Freitag 50 Millionen Impfdosen zur Abwehr der Schweinegrippe bestellt. Sie reichen für den Schutz von 30 Prozent der Bevölkerung, teilte das Thüringer Sozialministerium mit, das zurzeit die Gesundheitsministerkonferenz leitet. "Mit der heutigen Bestellung werden die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Beschluss der Gesundheitsminister Deutschlands zügig umgesetzt", sagte Ministerin Christine Lieberknecht (CDU). Die Kosten belaufen sich auf rund 700 Millionen Euro. Sie werden später pro Impfung von den Krankenkassen gezahlt. Der Impfstoff wird zurzeit noch entwickelt und soll Ende September zur Verfügung stehen. Die Impfungen könnten damit im Oktober beginnen. An erster Stelle stehen gefährdete Gruppen wie Asthmatiker, chronisch Kranke und Beschäftigte im Gesundheitswesen. Mit der Bestellung sei eine Option zum Kauf weiterer Impfdosen verbunden. Ein Schutz für die Gesamtbevölkerung würde zwei Milliarden Euro kosten.

 

Söder:

Ärzte sind für Schmidt Feindbild

In der Diskussion über Ärztehonorare hat Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) angegriffen. "Die Ärzte sind für Frau Schmidt ein bloßes Feindbild", sagte Söder in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in München. Die aktuellen Honorar- Zahlen der Ärzte seien nur ein Zwischenergebnis. "Wenn es nach Frau Schmidt gegangen wäre, dann hätten etliche Praxen Verluste von 15 Prozent und mehr hinnehmen müssen. Ganze Arztgruppen wären dann gefährdet." Bayern sei es gewesen, das einen Ausgleich unter den Ärzten erreicht habe. Söder forderte grundlegende Korrekturen der seit Jahresanfang gültigen Honorarreform. Sonst werde es am Ende doch zu "existenziellen Verwerfungen" kommen. "Es gibt keinerlei Anlass für eine voreilige Entwarnung." Schmidt hatte die niedergelassenen Ärzte wegen der überraschenden Honorarzuwächse aufgefordert, ihre Proteste gegen die Honorarreform zu beenden.

 

Rückschlag

Widerstand gegen rasche US-Gesundheitsreform

Rückschlag für US-Präsident Barack Obama: Keine 24 Stunden nach seinem leidenschaftlichen Appell für eine rasche Verabschiedung der Reform des Gesundheitswesens wächst der Widerstand bei seinen demokratischen Parteifreunden. Der Führer der Demokraten im Senat, Harry Reid, kündigte am Donnerstag in Washington an, dass es entgegen Obamas Vorstellungen keine Abstimmung über die Reform vor Beginn der Sommerpause Anfang August geben werde. Ziel sei es, zu einem parteiübergreifenden Reformplan zu kommen, das allerdings brauche seine Zeit, so Reid laut dem US-Fernsehsender ABC. Er rechne aber damit, dass Demokraten und Republikaner sich noch im August auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf einigen könnten. "Es ist besser etwas zu schaffen auf Grundlage von Qualität und Überlegung, als etwas einfach durchzuboxen", meinte Reid laut ABC. Das Gesetzespaket zur Gesundheitsreform könnte durchaus noch im Herbst im Kongress verabschiedet werden, sagte Obama dem US-Sender als Reaktion auf Reids Ankündigung. Die Verzögerung im Senat bedeute nicht automatisch, dass der Zeitplan für die Reform gefährdet sei, so Obama in einem ABC-Interview.

 

Gutachten

Höhere Ausgaben im Gesundheitswesen müssen zu mehr Effizienz führen

Im internationalen Ranking nimmt Deutschland keinen Spitzenplatz bei den Gesundheitsausgaben je Einwohner ein. Dennoch sollte das System zukunftssicher gemacht werden. Denn die Ansprüche der Patienten und damit der Druck auf die Ausgaben werden steigen. Verteilungskonflikte werden die Folge sein. Welchen Beitrag eine stärkere Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen leisten kann, den Herausforderungen wachsender Ansprüche bei begrenzten Finanzmitteln zukünftig zu begegnen, zeigt ein heute vorgelegter Forschungsbericht im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen auf. Daran beteiligt waren die Gesundheitsexperten Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup, das IGES Institut, Prof. Dr. Eberhard Wille und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/DIW econ). Die Forschergruppe attestiert den jüngsten Gesundheitsreformen den richtigen Ansatz: den Krankenkassen Anreize zu setzen, ihre Angebote stärker und in effizienter Weise auf Patienten auszurichten und hierfür gleichzeitig mehr Möglichkeiten für selektive Verträge und mehr Leistungswettbewerb zu schaffen.

"Eine Reform des Systems ist kein Ersatz dafür, Effizienzpotenziale bei den Ausgaben und der Organisation durch Wettbewerb zu heben. Aus diesem Grunde sind wettbewerbsstimulierende Reformen das Gebot der Stunde", betont Prof. Rürup, ehemals Vorsitzender des Sachverständigenrates für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Forscher geben in ihrem Gutachten eine Vielzahl von Empfehlungen. Die größten Effizienzpotenziale sehen sie im Bereich der Krankenhäuser. Gut organisierte und wirtschaftlich effizient arbeitende Krankenhäuser sollten die Möglichkeit haben, über Preisnachlässe Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Ebenso sollte eine nachweislich überdurchschnittliche Qualität mit Honoraraufschlägen honoriert werden können. Gegenwärtig gelten für jede Klinik einheitliche Fallpauschalen. Desweiteren sollten die Kliniken sowohl Betriebs- als auch Investitionsausgaben alleine aus der Vergütung der Krankenversicherungen bestreiten.

 

Kriminalität

Schmidt will härteres Vorgehen gegen Korruption

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat nach den jüngsten Berichten über Korruption und Betrug im Gesundheitswesen Ärzte, Selbstverwaltungsgremien und die Pharmaindustrie aufgerufen, stärker durchzugreifen und noch genauer zu prüfen. Schmidt sagte der "Bild"-Zeitung: "Der Kampf für mehr Transparenz lohnt sich. Wir haben das Gesetz verschärft, damit schwarze Schafe ans Licht kommen." Die allermeisten Ärztinnen und Ärzte arbeiteten ordentlich. Jeder Arzt, der sich anders verhält, muss wissen, dass er das Vertrauen in die gesamte Ärzteschaft erschüttern wird. Wir erwarten von der Selbstverwaltung, dass die Korruptionsbeauftragten alles tun und noch genauer prüfen."

 

Sanktionen

Türkei verschärft Rauchverbot

In der Türkei gilt seit Sonntag ein verschärftes Rauchverbot. Auch in Restaurants, Kaffeehäusern und Bars ist der Glimmstängel jetzt nicht mehr erlaubt. Selbst das Schmauchen von Wasserpfeifen in speziellen Cafés ist untersagt. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings weiter gequalmt werden. Wer dagegen gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von 69 türkischen Lira (35 Euro) rechnen. Die Geschäftsführung muss sogar mit einer Strafe von bis zu 5600 Lira (2800 Euro) rechnen. Selbst ein auf die Straße geworfener Zigarettenstummel oder eine Zigarettenpackung kann künftig einen Strafzettel bedeuten und umgerechnet 12,50 Euro kosten.

 

Salto-Mortale

Vorläufiger Schlusspunkt zu Rauchverbot in Bayern

Vom 1. August an darf in Bayerns Wirtshäusern mit Einschränkungen wieder geraucht werden. Die Verabschiedung des Gesetzes im Landtag setzt den vorläufigen Schlusspunkt unter einen dreijährigen Fortsetzungsroman voller Irrungen und Wirrungen. SPD und Grüne protestierten vergeblich gegen die "Bankrotterklärung" im Gesundheitsschutz. Doch möglicherweise ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Denn die ÖDP wird nun voraussichtlich verstärkten Zulauf für ihr Volksbegehren gegen die Lockerung erhalten. Und die EU im fernen Brüssel denkt über ein europaweites striktes Rauchverbot nach. Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) ist optimistisch, dass nun Frieden in Bayerns Wirtshäuser einzieht. Die neue Regelung werde der "bayerischen Lebenswirklichkeit" gerecht, sagt er. Bayerische Lebenswirklichkeit heißt im Klartext, dass die Regierung bei dem Versuch kläglich scheiterte, das frühere strenge Rauchverbot in Bayerns Wirtshäusern durchzusetzen. Tausende Wirte im Freistaat umgingen das Rauchverbot mit der Gründung von Raucher-Clubs. "Ein strenges Gesetz mit lockerem Vollzug", das passt nicht", sagt der FDP-Rechtsexperte Andreas Fischer.

 

Wirtschaft

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ZENO-Veranstaltung:

Geriatrie 2010

Veranstaltung am 30. September 2009 in Berlin

ZenoTrotz verbleibender Unsicherheiten zur künftigen Finanzierung des Gesundheitssystems gerät die geriatrische Versorgungslandschaft in Bewegung. Treibende Impulse kommen hierbei derzeit vor allem aus den Bundesländern. Vielerorts werden dort teilweise altgediente Geriatriekonzepte einer Überprüfung, Umarbeitung oder Ergänzung unterzogen. Nach wie vor schaffen die verschiedenen geriatrischen Versorgungsstrukturen in den Ländern unterschiedliche Zugangschancen zu geriatrischer Behandlung. Es gibt weiterhin Bundesländer ohne relevante akutgeriatrische Versorgung.

Die Veranstaltung wird hierzu die aktuellen Entwicklungen und Interessen aus Perspektive der Politik, der Kostenträger und der Leistungserbringer zusammenfassen und einer kritischen Überprüfung unterziehen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Familienbesitz

Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim zählt nach eigenen Angaben zu den 20 größten Pharmaunternehmen der Welt. Der aus etwa 138 Gesellschaften bestehende Unternehmensverband, der seinen Sitz in Ingelheim hat, entwickelt, erforscht, produziert und vermarktet weltweit Arzneimittel. Das 1885 von Albert Boehringer in Nieder- Ingelheim gegründete Unternehmen befindet sich in Familienbesitz. Im ersten Halbjahr 2009 lag die Mitarbeiterzahl ohne Auszubildende mit 39 944 um 0,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Im Geschäftsjahr 2008 kletterte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 6 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Umsatzplus des nicht börsennotierten Unternehmens 9,5 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank wegen des starken Euros und höherer Investitionen in Forschung und Entwicklung um 6 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro (2007: 2,1 Mrd Euro). Das Nachsteuerergebnis ging von 1,81 Milliarden Euro auf 1,43 Milliarden Euro zurück.

 
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mibeg-Institut Medizin

Mit Methodenkompetenz zum Krankenhausmanager

14. Intensivseminar Krankenhausmanagement

Unter dem Druck neuer Finanzierungsformen, knapper Budgets und des Endes der Konvergenzphase wandeln sich die Kliniken zu wettbewerbsorientierten Dienstleistungsunternehmen. Die Anzahl privater Trägerschaften wächst, Konzentrationen und Fusionen werden in Zukunft die Struktur des Gesundheitswesens in höherem Maße bestimmen, als dies bisher vorstellbar war. Krankenhäuser benötigen Führungskräfte mit Management-Qualitäten, die ihr Unternehmen effizient mit motivierten und leistungsorientierten Mitarbeitern leiten. Diese Kompetenzen werden gleichermaßen in Medizin, Pflege und Verwaltung gefordert.

Am 18. September 2009 startet das mibeg-Institut Medizin in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein und der DKI GmbH in Köln das 14. Intensivseminar Krankenhausmanagement. Es richtet sich interdisziplinär an Verantwortliche im Krankenhaus, die sich praxisnah zum Krankenhausmanager weiterqualifizieren möchten. In sechs Seminarabschnitten werden zentrale Themenkomplexe behandelt und die Managementkenntnisse vermittelt, die für die Übernahme von Leitungsverantwortung in Medizin, Pflege und Verwaltung wichtig sind. Das Seminar findet berufsbegleitend statt.

Weitere Informationen unter www.mibeg.de

 

Zukunftsbranche

Mit Medizintechnik und Gesundheitstourismus im Norden auf Zukunftskurs

Institut Arbeit und Technik erstellte eine Expertise zur Gesundheitswirtschaft für Schleswig-Holstein. Im Gesundheitssektor in Schleswig-Holstein wurden in den letzten Jahren klare Schwerpunkte gesetzt und die Branche hat gut zu tun. Fast 172 000 Menschen arbeiten im nördlichsten Bundesland für die Gesundheit, die Beschäftigungsquote der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt mit 18,4 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 15 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie, die das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen für das Gesundheitsministerium des Landes erstellt hat. Weitere 22 000 Arbeitsplätze könnte die Gesundheitswirtschaft in den nächsten 15 Jahren in Schleswig-Holstein schaffen.

 
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MCC

Deutschland nach der Wahl – Der Gesundheitsmarkt im Umbruch

Veranstaltung am 29. Oktober 2009 in Berlin

MCCWie wird das deutsche Gesundheitswesen nach der Bundestagswahl gestaltet? Wie lässt sich eine nachhaltige Finanzierung sicherstellen? Was passiert mit dem Gesundheitsfonds? Welche strukturellen Änderungen sind geplant? Stehen Strukturen wie die KV-en und das klassische PKV-GKV-System vor dem Aus? Wie wird die Kranken­hauslandschaft aussehen? Was passiert mit der Gesundheitskarte? Welchen Regularien wird die Pharmaindustrie ausgesetzt werden?

Auf „Deutschland nach der Wahl – Der Gesundheitsmarkt im Umbruch“ stehen Ihnen kompetente Experten, Vertreter der Regierung und Opposition zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung. Hören Sie unmittelbar nach der Wahl und aus erster Hand, wie es zukünftig im Gesundheitsmarkt weitergehen wird. Sichern Sie sich Ihren persönlichen Wettbewerbsvorsprung. Melden Sie sich jetzt an!

Weitere Informationen unter www.mcc-seminare.de

 

Einbruch

Maschinenbauer Trumpf drohen rote Zahlen

Dem Maschinenbauer Trumpf drohen einem Zeitungsbericht zufolge im laufenden Geschäftsjahr rote Zahlen. "Es wird wohl keinen Gewinn geben", sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger- Kammüller der "Stuttgarter Zeitung". Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 (30. Juni) sank der Gewinn nach vorläufigen Zahlen auf einen zweistelligen Millionenbetrag, wie das Unternehmen mitteilte. Im Geschäftsjahr 2007/2008 lag der Jahresüberschuss nach Angaben eines Unternehmenssprechers noch bei knapp 230 Millionen Euro. Die Trumpf Gruppe fertigt Werkzeugmaschinen, Elektrowerkzeuge, Laser und Medizintechnik.

 
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ZENO-Veranstaltung:

Die G-DRG Version 2010

Veranstaltung am 06. Oktober 2009 in Köln

ZenoDie Konvergenzphase zur G-DRG-Einführung ist abgeschlossen, das scharf geschaltete G-DRG-Preissystem wirkt in voller Breite. Veränderungen in der G-DRG-Version 2010 haben einen direkten Einfluß auf das Erlösbudget eines Krankenhauses. Krankenhäuser aller Versorgungsstufen und Fachabteilungen aller Ausprägungen müssen sich daher sehr intensiv mit der G-DRG-Version 2010 auseinandersetzen.

Eine wesentliche Bedeutung in diesem Kontext wird aber auch der ordnungspolitische Rahmen haben, der ab 2010 den Anwendungsrahmen für das G-DRG-System bilden wird. Herausragende Referenten von den Kostenträgern, aus den Organen der Selbstverwaltung und aus der DRG-Forschung werden Ihnen den gesamten Kontext hochaktuell darlegen. Informieren Sie sich rechtzeitig, um sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten optimal auf die Zeit nach der Konvergenzphase vorzubereiten.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Neuer Versuch

DocMorris-Apotheke öffnet mit neuem Besitzer

Die ehemals einzige Filialapotheke des Versandhändlers DocMorris in Saarbrücken wird wieder eröffnet. Die bislang angestellte Leiterin Jutta Müller werde die Apotheke künftig selbstständig als Markenpartnerin von DocMorris führen, teilte das Unternehmen mit. Ab diesem Montag an stünden Müller und ihr Team wieder bereit. Die DocMorris-Filiale hatte am 22. Mai schließen müssen. Hintergrund ist das Apothekenurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg vom 19. Mai (Rechtssachen: C-171/07 und C- 172/07). Die obersten EU-Richter hatten darin das deutsche Apothekenrecht bestätigt, wonach nur Pharmazeuten mit Kammerzulassung Apotheken betreiben und maximal drei Filialen besitzen dürfen. Die Bildung von Apothekenketten durch Unternehmen wurde damit untersagt.

 

Ungleichheiten

Arzneihersteller warnen vor Versorgungsgefälle

Menschen in Mecklenburg-Vorpommern werden am großzügigsten mit Pillen versorgt - die Ärzte in Bayern zücken den Verschreibungsblock am zurückhaltendsten. Für Medikamente je Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2008 im Schnitt rund 499 Euro aus, gefolgt von Berlin und Sachsen-Anhalt (496) und Sachsen (490). Schlusslichter waren Niedersachsen (402), Westfalen (396), Hessen (389), Schleswig- Holstein (388) und Bayern (387), wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Arzneimittel-Atlas 2009 hervorgeht. Das Berliner IGES- Institut hat die Daten im Auftrag des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) errechnet.

 

Kriminalität

ratiopharm wehrt sich gegen Betrugs-Vorwürfe

Der Generikahersteller ratiopharm wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe der Staatsanwaltschaft Ulm. Die Anschuldigungen gegen Ärzte seien weder straf- noch sozialrechtlich nachvollziehbar, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Es sei kein Schaden durch die Verordnung von ratiopharm-Produkten entstanden - weil Ärzte meist statt teurerer Originalprodukte günstigere Nachahmerpräparate verschrieben hätten. Die Staatsanwaltschaft Ulm hatte Ende Juni mitgeteilt, dass rund 2800 Verfahren, vornehmlich gegen Ärzte, an die zuständigen Staatsanwaltschaften bundesweit abgegeben worden seien.

 

Ergebnisse

RHÖN KLINIKUM steigert im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn

Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum hat im ersten Halbjahr von gestiegenen Patientenzahlen profitiert und mehr verdient als im Vorjahr. Der Konzerngewinn sei in den ersten sechs Monaten um 6,3 Prozent auf 65,8 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen am Montag mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 5,8 Prozent auf 91,2 Millionen Euro zu. Der Umsatz verbesserte sich um 8,6 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Unternehmenschef Wolfgang Pföhler bestätigte den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr: Danach soll der Umsatz 2009 bei 2,3 Milliarden Euro und der Konzerngewinn bei 130 Millionen Euro mit möglichen Abweichungen von 5 Millionen Euro nach unten oder oben liegen. Am Vortag hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung angekündigt.

 

Krankenkassen-Mafia

Aufsichtsbehörde prüft Betrug mit Patientendiagnosen

Das Bundesversicherungsamt (BVA) will verstärkt gegen Betrügereien mit Patientendiagnosen vorgehen. Wie das Bielefelder "Westfalen-Blatt" unter Berufung auf die Behörde berichtete, sollen Krankenkassen Ärzte aufgefordert haben, Diagnosen zu fälschen, um Extrazahlungen aus dem Gesundheitsfonds kassieren zu können. Betroffene Mediziner hätten den Kassenärztlichen Vereinigungen und dem BVA gemeldet, dass sie von einzelnen Krankenkassen gedrängt würden, Diagnosen von Patienten noch einmal zu überprüfen: Diese Patienten sollten anders eingestuft werden, damit die Krankenkassen zusätzliches Geld erhielten.

 

Spirale

Kosten für Gesundheitskarte steigen um Milliarden

Die elektronische Gesundheitskarte wird voraussichtlich weit teuerer als geplant. Das Gesamtprojekt werde inklusive der dahintersteckenden Technik einen hohen einstelligen Milliardenbetrag kosten, sagte der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Franz-Joseph Bartmann, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Trotz Streits zwischen Krankenkassen und Ärzten soll die Karte nun kommen. "Die Karte selbst dürfte für einen dreistelligen Millionenbetrag zu haben sein", sagte Bartmann. Er ist im Vorstand der Bundesärztekammer dafür zuständig. Nach dem Beschluss für die Karte hatte das Bundesgesundheitsministerium 2004 die Kosten auf rund eine Milliarde Euro beziffert. Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Gematik sagte, für den ungünstigsten Fall seien dann Kosten von 14,1 Milliarden Euro veranschlagt worden. Allerdings könne die Karte durch schlankere Abläufe längerfristig auch 14,3 Milliarden Euro einsparen. Die Gematik geht von Investitionskosten für Karte und erste Online- Anwendungen von bis zu 1,6 Milliarden Euro aus.

 

Prognose

Kassenchef erwartet flächendeckend Zusatzbeiträge

Der Chef der größten deutschen Krankenkasse erwartet im kommenden Jahr flächendeckend Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen. "Ich gehe davon aus, dass 2010 die meisten Kassen Zusatzprämien erheben müssen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, dem "Weser-Kurier". Danach werde es wieder einen Preiswettbewerb zwischen den Kassen geben. Seit Anfang dieses Jahres erheben die gesetzlichen Krankenkassen einen Einheitsbeitrag, der zunächst 15,5 und seit 1. Juli 14,9 Prozent vom Bruttoeinkommen beträgt. Klusen sieht enorme Arbeitsplatz- und Wachstumschancen in der Gesundheitsbranche. "Das Gesundheitswesen ist ein Jobmotor", sagte er. "Die Unternehmen hier sind etwa in der Medizintechnik führend. Bis 2020 werden ohnehin 640 000 neue Jobs entstehen. Zusätzlich könnten noch einmal 430 000 neue Jobs entstehen, würde das System nur ein wenig freiheitlicher gestaltet." In der Branche könnten viele krisenresistente Arbeitsplätze geschaffen werden, etwa im Pflegebereich, in der Medizintechnik oder bei Pharmaunternehmen.

 

Elefantenhochzeit

AOK Rheinland und Westfalen peilen Fusion an

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen Rheinland- Hamburg und Westfalen-Lippe steuern auf eine Fusion zur größten AOK in Deutschland zu. "Die Zeit dafür ist reif", sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Westfalen-Lippe, Martin Litsch, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Verwaltungsrat werde sich bei seiner Sitzung am 25. August mit Organisationsfragen befassen. "Danach sehen wir weiter." Die durch eine Fusion neu entstehende Kasse hätte gut fünf Millionen Mitglieder.

 

Pfizer-Chef

Berlin ist idealer Standort

Der größte Pharmahersteller der Welt Pfizer sieht Berlin als ein Zentrum der Krebsforschung in Europa. Das sagte der Pfizer-Deutschlandchef Andreas Penk nach einem Bericht der Berliner Morgenpost auf einer Veranstaltung des Vereins der Berliner Kaufleute und Industriellen VBKI. Die Berliner Morgenpost berichtet weiter: - "Wir haben deshalb unser europäisches Headquarter für die Onkologie nach Berlin geholt." Ein wichtiger Grund für die Entscheidung sei auch gewesen, dass Berlin sehr attraktiv für hoch qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland sei. Zudem sei die Region Berlin/Brandenburg im Bereich der Lebenswissenschaften in Deutschland fast konkurrenzlos. Pfizer arbeitet zum Beispiel eng mit der Charité und dem Klinikkonzern Vivantes zusammen. "Dort findet hoch qualitative Forschung statt."

 

Namen & Nachrichten

Saarbrücken:

Erste private Rechtsmedizin gegründet

In Saarbrücken ist nach einer Meldung von SR-online das erste private rechtsmedizinische Institut im Saarland gegründet worden. Es wird von drei ehemaligen Mitarbeitern der Rechtsmedizin an der Uniklinik Homburg betrieben. Die Gründer wollen ein breites Arbeitsspektrum wie zum Beispiel gerichtliche Leichenöffnungen oder Untersuchungen von verletzten Personen nach Unfällen oder Straftaten anbieten. Nach Einschätzung der Institutsgründer ist die Nachfrage an Begutachtungen zurzeit sehr hoch. Von den Homburgern allein sei der Bedarf derzeit nicht zu bewältigen.

 

Betrug

Staatsanwalt ermittelt gegen Asklepios-Chefarzt

Ein Asklepios-Urologe soll mit Rechnungen geschummelt haben. Laut einem Bericht von Welt-Online soll die Staatsanwalt gegen den Urologen ermitteln. "Der Vorwurf lautet Falschabrechnungen: Der Chefarzt der Urologie am Asklepios Klinikum Altona soll Rechnungen für Diagnostik und Therapien geschrieben haben, die tatsächlich seine Mitarbeiter erbracht haben. Chefarztrechnungen aber können - je nach Art des Eingriffs - beträchtlich teurer sein als die für die Leistungen des übrigen Teams. Herausgekommen sind die Vorwürfe angeblich durch einen anonymen Brief an eine Krankenkasse."

 

DocMorris

Ralf Däinghaus übergibt Verantwortung

Ralf Däinghaus, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Apotheke DocMorris, verlässt vereinbarungsgemäß zum 31. Juli 2009 das Unternehmen. Er wird DocMorris weiterhin beratend zur Seite stehen und so der Unternehmensgruppe eng verbunden bleiben. Im Zuge der Eingliederung von DocMorris in den Celesio-Konzern wurden die beiden stark wachsenden Geschäftszweige Versandhandel und Vor-Ort-Geschäft in eigenständige Gesellschaften überführt. Ralf Däinghaus hat wichtige Führungsaufgaben Schritt für Schritt an starke Persönlichkeiten und Experten für die einzelnen Bereiche übergeben.

 

Neue Spitze

Wechsel an der Spitze der GeTeG

Sascha Portius übernimmt die Geschäftsführung der GeTeG Gesellschaft für Telematik im Gesundheitswesen mbH & Co. KG mit Sitz in Köln. Der bisherige Geschäftsführer Dirk Drees verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Drees und die Gesellschafter der GeTeG trennen sich in bestem Einvernehmen, er wird dem Unternehmen auch weiterhin beratend zur Verfügung stehen. Sascha Portius (Jg. 1976) kommt von der InterComponentWare AG, wo er seit Juni 2007 zahlreiche Projekte als Senior Projektmanager begleitet hat. Der ausgebildete Jurist leitet seit Juli 2008 das Projekt Infrastruktur und AOK Hausarzt+ Rollout Baden-Württemberg. Sascha Portius hat bereits vielfältige Erfahrungen im Projektmanagement im Rahmen von Beratungsprojekten, der Strukturierung von ServiceManagement und Analyse und Definition von Business Requirements gesammelt.

 

KVB:

Mehr Honorar für viele Ärzte in Bayern

Die von den bayerischen Haus- und Fachärzten befürchteten massiven Honorareinbußen sind weitgehend ausgeblieben. Im Gegenteil: Eine Vielzahl der bayerischen Mediziner kann für das erste Quartal 2009 sogar mit einem Honorarzuwachs rechnen. Das haben die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern und das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung in München mitgeteilt. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bringt die Honorar-Reform Bayerns Ärzten zum Teil bis zu 18 Prozent mehr. Gegen die seit Jahresanfang gültige bundesweite Honorarreform waren viele Ärzte Bayerns in den vergangenen Monaten unter Hinweis auf angeblich drohende massive Einkommenseinbußen Sturm gelaufen. Sie protestierten mit Demonstrationen und zeitweisen Praxisschließungen und bekamen dabei auch Unterstützung von Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU).

 

Führungsqualitäten

Pulmonx bestimmt Michael A. Baker als neuen Präsidenten und CEO

"Wir sind hocherfreut, dass Mike die Führung in unserer Firma übernehmen wird, da wir gerade mit der Vermarktung unserer patentrechtlich geschützten, gerätegestützten medizinischen Therapien für diese bedeutenden Indikationen beginnen", erklärte Dr. Rodney Perkins, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrates. "Die strategischen Fähigkeiten und Führungsqualitäten, die er im Laufe seiner Karriere entwickeln konnte, werden für Pulmonx von grossem Nutzen sein."

 

Rückkehr

Paracelsus-Akut-Krankenhäuser haben neue Unterstützung

Die Akut-Krankenhäuser des Paracelsus-Konzerns haben seit Anfang Juli einen neuen Leitenden Verwaltungsdirektor. Arno Kuge unterstützt nun den Geschäftsführer Bert Juhnke im Bereich der Akut-Krankenhäuser. Der 58-jährige Diplom-Ökonom Arno Kuge hat am 1. Juli 2009 seinen Dienst in der Osnabrücker Konzernzentrale angetreten. Arno Kuge war bereits von 1979 bis 1995 im Paracelsus-Unternehmen tätig. Neben dem Aufbau und der neunjährigen Führung der Paracelsus-Klinik Bad Ems leitete Kuge als Gebietsdirektor die Paracelsus-Kliniken in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus übernahm er die Neuorganisation, Entwicklung und Supervision der ostdeutschen Paracelsus-Kliniken im Akut- und Reha-Bereich.

 

Uniklinik Freiburg

Vertrag mit Frank Wertheimer wurde verlängert

Der Vertrag des Kaufmännischen Direktors der Freiburger Uniklinik, Frank Wertheimer, ist um ein Jahr verlängert worden. Das hat der Aufsichtsrat der Klinik gestern einstimmig beschlossen. Gleichzeitig sollen die Geschäftsbereiche und Zuständigkeiten innerhalb des Uniklinik-Vorstands neu geregelt werden.

 

Klinik-News

“Steinbruch”

Mediziner der Charité für Privatisierung

Der Plan des FU-Präsidenten Professor Dieter Lenzen, den Steglitzer Campus Benjamin Franklin (UKBF) der Charité zum Teil zu privatisieren, stößt nach einer Meldung der Berliner Morgenpost bei den betroffenen Professoren im Benjamin Franklin auf große Akzeptanz. Die Berliner Morgenpost schreibt weiter: "Aus Angst vor Repressionen durch den Charité-Vorstand wollen die Universitätsmediziner allerdings nicht ihren Namen nennen. "Eine Teilprivatisierung würde das Benjamin Franklin zu einem profitablen Unternehmen machen", sagt einer der Uni-Mediziner. Zurzeit werde der Standort zum "Steinbruch der Charité" degradiert, der andere Klinikstandorte subventioniere."

 

Demonstration

500 Ärzte protestieren in Kulmbach

Rund 500 Teilnehmer sind nach einer Meldung von Radio Plassenburg dem Aufruf des Kulmbacher Fachärztevereins gefolgt, und haben gestern auf dem Marktplatz gegen die Gesundheitspolitik der Großen Koalition demonstriert. "Mit dem Spruch "Wer tut uns weh? CDU und SPD!" machten sie ihrem Ärger Luft. Im Gegensatz zu ähnlichen Veranstaltungen in der Vergangenheit stand diesmal nicht das Honorar der Ärzte im Mittelpunkt. Gernot Petzold, der Vorsitzende des Kulmbacher Fachärztevereins, richtete seinen Protest gegen Klinik-Konzerne und forderte den Erhalt der freien Ärzteschaft:In Zukunft wird ein angestellter Arzt in einem medizinischen Versorgungszentrum oder in einer Klinikambulanz abhängig von den Vorgaben des Klinikbetreibers entscheiden.

 

Bad Krozingen

Fünf-Sterne-Service auf Krankenschein

Das privat geführte Herz-Zentrum im südbadischen Bad Krozingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) lässt sich von einem Fünf-Sterne-Hotel fit machen und engagiert es für die langfristige Absicherung der Servicequalität. Die ungewöhnliche Allianz zwischen Krankenhaus und Luxushotel ist nach Angaben der Beteiligten einmalig in Deutschland. "Der Service bekommt einen immer höheren Stellenwert. Dies gilt nicht nur für das Gastgewerbe, sondern in stark zunehmendem Maße auch für das Gesundheitswesen", sagt Roland Burtsche (70), seit mehr als drei Jahrzehnten Chef und Eigentümer des Fünf-Sterne-Superior-Hotels Colombi in Freiburg, einem der "Leading Hotels Of The World". Der Spitzengastronom und seine führenden Mitarbeiter gehen neue Wege. Sie kümmern sich nicht nur um die eigenen Gäste, sondern indirekt auch um Krankenhauspatienten: Das Colombi bildet die Mitarbeiter des Herz-Zentrums im 15 Kilometer von Freiburg entfernten Bad Krozingen aus. "Wir wollen den Servicegedanken schärfen", sagt Burtsche, der mehrfach "Hotelier des Jahres" war - zuletzt 2008.

 

Haftung

Anwältin fordert Schmerzensgeld nach Überdosis

Nachdem ein mittlerweile gestorbener 15-jähriger Krebspatient an der Berliner Charité eine Überdosis eines Medikaments bekommen hat, fordert die Anwältin der Mutter Schmerzensgeld. "Das war ein grober ärztlicher Behandlungsfehler", sagte die Frankfurter Spezialistin für Arzthaftung, Michaela Bürgle. Zunächst wolle man sich außergerichtlich mit dem behandelnden Arzt einigen. Wenn das nicht zum Erfolg führe, werde man vor Gericht gehen. "Ich sehe dabei gute Aussichten für einen Erfolg", sagte Bürgle. Der Arzt müsse nun beweisen, dass der Junge nicht an dem Behandlungsfehler gestorben sei. Ihre Kanzlei prüfe derzeit sämtliche Behandlungsunterlagen.

 

RBB

Berliner Charité lehnt Teilverkauf ab

Die Berliner Charité lehnt nach einer Meldung von Radio RBB einen Teilverkauf des Klinikums Steglitz an private Investoren ab. Der Präsident der Freien Universität (FU) Berlin, Lenzen, hatte vorgeschlagen, das Klinikum Steglitz herauszulösen und einen Investor mit 49 Prozent am Campus Benjamin Franklin zu beteiligen. Die Charité solle für Lehre und Forschung zuständig bleiben. Der Ärztliche Direktor der Charité, Frei, erklärte dazu, Lenzen verkenne die weit fortgeschrittene Integration der vier Standorte. Die Diskussion sei absurd und setze eine erfolgreiche Entwicklung aufs Spiel. Der Senat erwägt angesichts der Finanzprobleme der Charité, den Steglitzer Standort aufzugeben oder an den ebenfalls landeseigenen Klinikkonzern Vivantes zu übertragen.

 

Klinikum Bogenhausen

Medizinisches Versorgungszentrum ruft Proteste hervor

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung protestieren die Kassenärzte gegen die Absicht des Klinikums Bogenhausen, ein Medizinisches Versorgungszentrum einzurichten. "Die städtischen Kliniken wollen verstärkt in die ambulante Versorgung ihrer Patienten einsteigen.", so die Süddeutsche Zeitung. Die Stadtratsmehrheit hat den Plan des Klinikkonzerns, am Krankenhaus Bogenhausen ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu gründen, das Nuklearmedizin und physikalische Rehabilitation anbietet, bereits gebilligt. "Mit dem unter dem Namen "MediCenter GmbH" firmierenden Zentrum will der städtische Klinikkonzern sich auch auf dem Markt der ambulanten Medizin neue Einnahmen erschließen."

 

Klinikum Fulda:

Ermittlungen nach Salmonellen-Skandal eingestellt

Der Salmonellen-Skandal am Klinikum Fulda im Sommer 2007 hat keine strafrechtlichen Konsequenzen: Die Verantwortlichen sind mit dem Schrecken und einem blauen Auge davon gekommen. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Fulda gegen den ehemaligen Küchen-Leiter des Klinikums sowie das Führungspersonal des Krankenhauses sei eingestellt worden, teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung habe sich nicht bestätigt.

 

Bundeskartellamt

Gesundheit Nordhessen legt Beschwerde ein

Die Gesundheit Nordhessen (GNH) hat beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen den Beschluss des Bundeskartellamtes eingereicht, den Erwerb der Gesundheitsholding Werra-Meißner durch die GNH zu untersagen. Die Gesundheit Nordhessen hat nun noch einen Monat Zeit, um ihre Beschwerde zu begründen. Außerdem wird nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerhard M. Sontheimer die Beantragung einer Ministererlaubnis beim Bundeswirtschaftsministerium vorbereitet. Denn die Entscheidung des Bundeskartellamtes stehe im krassen Widerspruch zum erklärten gesundheitspolitischen Willen einer hochwertigen, wirtschaftlichen und flächendeckenden Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Bildung von regionalen Klinikverbünden in kommunaler Trägerschaft würde mit diesem Beschluss extrem erschwert, wenn nicht verhindert. Die GNH hatte Ende 2008 den Kaufvertrag für die Gesundheitsholding Werra-Meißner GmbH mit ihren beiden Krankenhäusern in Eschwege und Witzenhausen unterzeichnet und das Vorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet. Mitte Juni hatte das Bundeskartellamt den Erwerb mit der Begründung untersagt, die Übernahme durch die GNH würde die im Werra-Meißner-Kreis bereits bestehende marktbeherrschende Stellung der Gesundheitsholding Werra-Meißner verstärken.

 

Mehrheitsbeteiligung

Kreistag Pinneberg votiert für Sana Kliniken AG

Der Kreistag Pinneberg stimmte gestern Abend für eine Mehrheitsbeteiligung von 74,9 Prozent der Sana Kliniken AG an der Regio-Kliniken GmbH. Der Kreis hatte aufgrund finanzieller Probleme einen Partner gesucht, um die Versorgungssicherheit in der Region auch in Zukunft zu gewährleisten. Sana konnte die Politiker mit seinem Angebot zum Standorterhalt sowie dem Personal- und Investitionskonzept überzeugen und bedankte sich bei den politischen Gremien für das entgegengebrachte Vertrauen. Die nächsten Schritte im Verfahren sind die Beantragung der Zustimmung der Kommunalaufsicht, des Kartellamtes sowie die Einholung der Zustimmung des Aufsichtsrates der Sana Kliniken AG. Zur Wirksamkeit des Kaufvertrages bedarf es noch der Umsetzung der vereinbarten Vollzugsbedingungen.

 

Northeim

Zustimmung für Krankenhausneubau

Für den Neubau des Northeimer Krankenhauses am Sultmer zeichnet sich eine Mehrheit im Northeimer Kreistag ab. Wie Landrat Michael Wickmann (SPD) am Mittwoch der HNA bestätigte, hat der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung dem Kreistag empfohlen, der Verlagerung der Klinik an den Stadtrand zuzustimmen.

 

Vorwürfe

Charité zahlt viele Rechnungen nicht

Viele Lieferanten der Charité sollen laut ”Berliner Zeitung” auf ihr Geld warten. Seit Anfang 2009 habe sich die Zahl nicht beglichener Rechnungen wegen Problemen mit der Computersoftware auf 5 680 "Vorgänge" summiert, meldet das Blatt. Mehrere Lieferanten seien nicht bereit, weitere Waren an die Charité zu liefern. Ausgelöst wurden die Zahlungsprobleme der Zeitung zufolge durch die im Januar erfolgte Einführung eines neuen elektronischen Rechnungswesens. Die Charité habe eingeräumt, es existierten noch Probleme mit dem System. Es stimme aber nicht, dass es Tausende offene Rechnungen gebe, sagte eine Charité-Sprecherin dem Blatt.

 

Pinneberg

“Zwei Fälle für den Staatsanwalt”

Unter diesem Titel berichten die Elmshorner Nachrichten , dass wegen Korruptionsverdacht und des Straftatbestandes der Strafvereitelung gegen den beurlaubten Geschäftsführer der Regio-Kliniken und gegen den Landrat von Pinneberg ermittelt wird. Die Zeitung schreibt: "Gegen den beurlaubten Geschäftsführer der Regio-Kliniken GmbH, Alexander Schlick, soll die Staatsanwaltschaft ermitteln und prüfen, ob ein Korruptionsverdacht besteht. Gestern erklärte ein Sprecher der Kreisverwaltung, die Staatsanwaltschaft in Kiel habe entsprechende Unterlagen erhalten. Gleichzeitig soll die Itzehoer Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Landrat Wolfgang Grimme (CDU) prüfen – dabei geht es um den Straftatbestand der Strafvereitelung. "

 

Management

Personalpolitik

Personaldienstleister präsentieren ihre Leistungen auf dem 5. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS in Hamburg

”Ärzte und Krankenschwestern sind immer häufiger Mangelware”, darauf hat die Geschäftsführerin der den GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS veranstaltenden WISO HANSE management GmbH in Hamburg hingewiesen. Und weiter: "Fünf Personaldienstleistungsunternehmen stellen im neuen Programmformat "Werkstatt Gesundheit" ihre Lösungen für Krankenhäuser und Rehaeinrichtungen vor." Die Teilnehmer des Kongresses hätten anschließend Gelegenheit, im direkten Dialog mit den Experten über die Konzepte und Methoden zu diskutieren. Es gehe um Führungskräfteauswahl, Personalgewinnung und Zeitarbeit. Ines Kehrein wörtlich: "Wir versprechen uns von der neuen Veranstaltungsform einen direkten Einblick in die Arbeitsweise innovativer Personaldienstleister, durch intensive Kommunikation der Akteure." Insgesamt bietet der 5. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 2. und 3. September in Hamburg 36 Foren mit rund 140 Referenten, Diskutanten und Moderatoren. Die Veranstalter erwarten ca. 700 Teilnehmer aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft.

 

Pflege

Ausbildung

Europäische Pflegestudenten besorgt über Auswirkungen der Finanzkrise

Zum Abschluss ihrer Jahrestagung Mitte Juli in Berlin haben die Delegierten der European Nursing Students Association (ENSA) eine Resolution zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Qualität und Ergebnisse der Pflegeausbildung veröffentlicht. Die Vertreter aus Großbritannien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Niederlande, Frankreich und Deutschland berichteten übereinstimmend und in großer Sorge über gravierende Auswirkungen der Krise auf das Gesundheitswesen ihrer Heimatländer. Nach ihrer Einschätzung könnten Haushaltskürzungen, Arbeitsplatzabbau, drastisch steigende Arbeitsbelastung und sinkende Einkommen in den Gesundheitssystemen die pflegerische Ausbildung und damit die Gesundheit und Sicherheit von Patienten deutlich gefährden. "Neben den offensichtlichen Effekten dieser Krise beobachtet ENSA, dass die gestiegene Arbeitsbelastung der Pflegefachkräfte unmittelbare Konsequenzen für Qualität und Ergebnisse unserer praktischen Ausbildung hat", stellt Sascha Laackmann fest, einer der deutschen Delegierten und Mitglied des gastgebenden Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK).

 

Medizin

Infektionskrankheit

Kupfer tötet Schweinegrippe-Viren

Die vermehrte Verwendung von Kupfer könnte aus Expertensicht die Verbreitung der Schweinegrippe verlangsamen. Auf Kupferoberflächen sterben nach einer Stunde drei Viertel der darauf befindlichen Virus-Partikel ab, wie ein Forscher von der Universität Southampton herausgefunden hat. Nach sechs Stunden sind der Studie zufolge weniger als 0,01 Prozent der Viren aktiv, teilte die Universität mit. "Da viele Infektionskrankheiten durch Handkontakt weiterverbreitet werden, könnten Kupferoberflächen an öffentlichen Plätzen die Ansteckungsrate erheblich senken", erklärte der britische Mikrobiologe Bill Keevil.

 

Neue Methode

CO2 bei vorgeburtlichen Operationen eingesetzt

Mit Hilfe von Kohlendioxid haben Bonner Chirurgen die Sicht bei vorgeburtlichen Operationen verbessert. Ein Medizinerteam habe Kohlendioxid in die Gebärmutter gepumpt und somit die ungeborenen Patienten kurzzeitig trockengelegt, teilte die Universität mit. Das trübe Fruchtwasser sei dadurch aus dem Blickfeld geraten. Bisher sei die neue Methode bei 37 Operationen getestet worden. Einmal sei es dabei zu Komplikationen gekommen. Ohne die Einleitung von Kohlendioxid hätte in keinem der Fälle operiert werden können. Bisher sei in der Medizin von der Trockenlegung von Föten abgeraten worden. Nach Angaben der Bonner Forscher richtet die Gaseinleitung aber keinen Schaden an. Trotzdem soll die Kohlendioxid- Auffüllung der Fruchthöhle, "partial amniotic carbon dioxide insufflation" (PACI) genannt, auch in Zukunft nur bei technisch sehr schwierigen minimal-invasiven Eingriffen angewendet werden. Das Verfahren stammt ursprünglich aus dem Bereich der Bauchspiegelungen.

 

Genfer Studie

Geplanter Kaiserschnitt verdoppelt Sterberisiko für Babys

Ein geplanter Kaiserschnitt verdoppelt nach einer Studie von Forschern der Universität Genf das Sterberisiko für den Säugling. Bei normalen Geburten sterbe ein Kind von 1000, bei geplanten Kaiserschnitt-Geburten seien es zwei, teilte die Universität am Mittwoch mit. Die Ursachen sehen die Forscher in vorgezogenen Geburtsterminen bei Kaiserschnitten und Problemen mit der Lunge, die beim normalen Geburtsvorgang besser ausgebildet werde. Sie kritisieren, dass die Kaiserschnittraten weltweit sprunghaft ansteigen und die dabei auftretenden Komplikationen oft nicht beachtet oder verharmlost würden. Die Genfer Studie ist die weltweit größte Untersuchung, bei der Geburtsarten verglichen und dabei die Schwangerschaftsdauer berücksichtigt wurde, erläuterte die Hochschule. Ein Team um den Mediziner Riccardo Pfister hatte dafür im Universitätskrankenhaus Genf 56 549 Geburten aus den Jahren 1982 bis 2004 analysiert. Berücksichtigt wurden Schwangerschaften, die mindestens 34 Wochen gedauert hatten. In den 22 Jahren der Studie verdoppelte sich der Anteil der Kaiserschnittgeburten auf 20 Prozent.

 

Recht

ifap GmbH

Gericht untersagt Abgabe kostenloser Arzneimitteldatenbanken

Das Landgericht München I hat mit seinem Endurteil vom 15.4.2009 der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH (ifap) untersagt, die Arzneimitteldatenbank "ifap praxisCenter" kostenlos anzubieten, anzukündigen oder zu gewähren. Die nunmehr vorliegende Urteilsbegründung bestätigt die von der ePrax AG als Klägerin vorgetragenen Argumente auf der ganzen Linie, da das ifap-Geschäftsmodell der Verteilung kostenloser Arzneimitteldatenbanken sowohl gegen das UWG als auch gegen das HWG als auch gegen die Berufsordnungen der Ärzte verstößt. Die Abgabe der kostenlosen Datenbank, die mit Werbung der Pharmaindustrie gefüllt ist und durch diese Werbung finanziert wird, ist eine Werbegabe i.S.d. § 7 Abs.1 S.1 HWG. Sie stellt sozusagen ein Gemeinschaftsgeschenk dar, das die ifap zusammen mit Pharmaherstellern den niedergelassenen Ärzten zuwendet. Da dieses Geschenk nach § 7 HWG keineswegs geringfügig ist, liegt ein gesetzlicher Verstoß vor, wobei § 7 Abs. 1 HWG sowohl die kostenlose Zuwendung durch die ifap als auch die Annahme dieses Geschenkes durch Ärzte verbietet.

 

Kriminalität

Ermittlungen gegen 480 Ärzte

Staatsanwaltschaft Aachen Ermittlungen gegen 480 Ärzte aus ganz Deutschland eingeleitet. Sie sollen für Medikamenten-Studien vom Pharmaunternehmen Trommsdorff aus Alsdorf (Kreis Aachen) Geschenke bekommen haben, ohne dies den Krankenkassen zu melden, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Samstag und bestätigte damit einen Bericht des "Spiegel". Die Ärzte hätten bei Anwendungsbeobachtungen Angaben zu Nebenwirkungen von Medikamenten machen sollen. Abhängig von der Anzahl der Patienten hätten sie dafür im Gegenzug von Trommsdorff beispielsweise Flachbildschirme, Laptops oder Kaffee- Automaten bekommen. Die Aachener Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Mitarbeiter des Pharmaunternehmens. Laut "Spiegel" wurden die ersten zehn Verfahren gegen Außendienstler gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt. Deller sagte, dass die Strafen der Ärzte noch nicht absehbar seien. Zudem seien noch nicht alle Unterlagen vollständig ausgewertet, so dass sich die Zahl der Ermittlungsverfahren noch erhöhen könnte. In einem ähnlichen Fall um die Ulmer Pharmafirma ratiopharm war Ende Juni bekanntgeworden, dass bundesweit rund 2800 Verfahren gegen Ärzte und Mitarbeiter laufen.

 

Technologie

eHealth-Infrastruktur

Medizinische Datenautobahn in Baden-Württemberg bei rund 1.500 Ärzten in Betrieb

Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, in dem Hausärzte im regulären Praxisbetrieb Daten über eine stabile medizinische Datenautobahn verschicken. Das erfolgt innerhalb des AOK Hausarztvertrages nach §73b SGB V. Aktuell haben sich bereits rund 3.000 Ärzte und über eine halbe Million Patienten in den AOK-Hausarztvertrag eingeschrieben. Circa die Hälfte der Ärzte nutzt dabei zur sicheren Übermittlung von Abrechnungsdaten neue Technologien einer eHealth-Infrastruktur. Die elektronische Abrechnung der medizinischen Leistungen verläuft reibungslos.

 

Beruf & Karriere

Weiterbildung

APOLLON kooperiert mit Hochschule für Gesundheit e. V.

Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft ist dem Kooperationsverbund ”Hochschulen für Gesundheit e. V.” beigetreten. Der eingetragene Verein unterstützt die medienbasierte Aus-, Fort- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe sowie die Kooperation zwischen Hochschulen, anderen Bildungsträgern und Praxiseinrichtungen. Der Verbund bündelt die Ressourcen der Kooperationsmitglieder und deren Expertise im Bereich des E-Learnings. Lehrenden der beteiligten Hochschulen bietet er die Möglichkeit über die Online-Plattform "system2teach" medienbasierte Lehrmaterialien im Austausch didaktisch zu optimieren oder nach dem Modell der "best practice" zu nutzen. Über "system2teach" werden Materialien zu unterschiedlichen gesundheitsbezogenen Modulen kooperativ entwickelt. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung, Pflegewissenschaft und Public Health sowie Themen zur primärmedizinischen Versorgung. Der Verein hat sich den programmatischen Zielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verschrieben.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt Juli 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Management
Geschäftsführer/in
ifp Personalberatung, Managementdiagnostik
Köln
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Management
Referenten des Geschäftsführers (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stellvertretende/r Leiter/in Produkt und Qualität
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stabstelle Unternehmensentwicklung (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Technologie
Projektleiter Versorgungstechnik (m/w)
Schön Klinik Verwaltung GmbH
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Management
Radiologiemanager/in in Praxis und Abteilung
Curagita AG
» PDF-Dokument
Management
Engagement Manager/in
Curagita AG
» PDF-Dokument
Management
Berater/in für Radiologen
Curagita AG
» PDF-Dokument
Management
Vorstand (m/w)
Kienbaum Executive Consultants GmbH
Gummersbach
» PDF-Dokument
Management
Alleinvorstand (m/w)
Kienbaum Executive Consultants GmbH
Düsseldorf
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Management
Kfm. Direktor/-in
mainmedico GmbH
Frankfurt a.M.
» PDF-Dokument
Management
Bereichsleiter/in Personal
MummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover
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Management
Geschäftsführer (m/w)
Rhön-Klinikum AG
Bad Neustadt/Saale
» PDF-Dokument
Management
Verwaltungsleiter (m/w)
Rhön-Klinikum AG
Bad Neustadt/Saale
» PDF-Dokument
Management
Leiter/Leiterin der Technischen Abteilung
Kliniken Herzberg und Osteroade GmbH
Herzberg am Harz
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Technologie
Medizingerätetechniker/in
Bezirkskliniken Mittelfranken
Ansbach
» PDF-Dokument
Wirtschaft
Leiter/-in Buchhaltung inkl. Finanz- und Rechnungswesen
Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen gGmbH
Essen
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Pflege
Bereichsleitung m/w
Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Lahr
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Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - September 2009

kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Das Thema “Medizintechnik” - speziell der Bereich Bildgebende Verfahren – wird ein Schwerpunkt -Aspekt in der September-Ausgabe des inzwischen führenden Gesundheitswirtschaftsmagazin “kma”.

“kma-Medien”, die vom WIKOM-Verlag auf den Stuttgarter Thieme-Verlag übergegangen sind, erweitern gegenwärtig ihre Zielgruppen. Neben den klassischen Großorganisationen im Gesundheitswesen wie Krankenhäuser spielen immer mehr die Praxis- und Versorgungsnetze eine wichtige wirtschaftliche Größe. Das Magazin “kma” und die Online-Plattform “kma-online.de” tragen dieser Entwicklung nunmehr Rechnung.

 

kma-Report

Mit der Ausgabe September 2009 erscheint auch ein weiteres Supplement, der “kma-Report”-Reihe. Dieses Supplement befasst sich mit dem Thema “Pharma & Diagnostik” und bietet des Unternehmen hervorragende Präsentationsmöglichkeiten.

 

Anzeigenschluss für kma und kma-Report ist 20.8.2009

 

kma-Pflege – Das Magazin für die Pflegewirtschaft

Im September erscheint eine weitere Ausgabe des ersten Magazins für die gesamte Pflegewirtschaft mit interdisziplinären Themenstellungen.

Die Themen der September-Ausgabe sind u.a.:

  • Was bringen die Wahlen ?
  • Bekleidung ist die schönste Nebensache der Welt (Heim- und Krankenhaus)
  • Technologie wird auch für die Pflege wichtiger
  • Das Ehrenamt wird in Deutschland immer beliebter und birgt Chancen für Heime und Pflegedienste
  • Hauptschüler und Abiturienten - Wer wird die Kranken und Pflegebedürftigen künftig pflegen?
  • ... und viele weitere Themen


Anzeigenschluss ist 12. August 2009

 

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Impressum

Kontakt Standort Wegscheid:
kma Medien in Georg Thieme Verlag KG
Karlhäuser 6 • 94110 Wegscheid • Germany
Telefon: +49 (0)8592/9357-0 • Fax: +49 (0)8592/9357-29

Redaktionsverantwortung
Gunter Murzin

Anzeigenverkauf
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Adelheid Rödig, Tel.: +49 (0)8592/9357-17

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