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Politik

Rehabilitierung

Steinmeier holt Ulla Schmidt doch noch ins Team

Trotz Dienstwagenaffäre: SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in sein Wahlkampf-Team geholt. Nach der Entlastung der Ministerin durch den Bundesrechnungshof erklärte Steinmeier: "Das vorliegende Ergebnis ist klar und eindeutig, und damit ist Ulla Schmidt Teil meines Teams." Der Rechnungshof war nach zehntägiger Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Ministerin mit der Nutzung des Dienstwagens im Spanien-Urlaub korrekt verhalten hatte.

 

Orkan

In der US-Gesundheitsdebatte fliegen die Fetzen

In der US-Gesundheitsdebatte kochen die Emotionen hoch, es fliegen die Fetzen. Gleich bei mehreren Veranstaltungen, bei denen jüngst demokratische Kongressmitglieder für die Reformpläne von Präsident Barack Obama warben, kam es zu Handgreiflichkeiten. Verletzte mussten im Krankenhaus behandelt werden, Polizisten einschreiten, Politiker-Auftritte aus Sicherheitsgründen abgeblasen werden. Obama-Unterstützer wurden niedergeschrien, Fäuste geschwungen, angsterfüllte Bürger weinten, ein Kongressmitglied erhielt eine Todesdrohung.

Dem Präsidenten selbst werden Euthanasie-Pläne angelastet, als Sozialist wird er gebrandmarkt, ein Poster, das ihn als den Bösewicht "Joker" aus der Batman-Filmserie abbildet, kursiert im Internet, dazu ein bedrucktes Papier mit dem Titel Gesundheitsreform und einem dicken Hakenkreuz darüber. Auch die unlängst als Gouverneurin von Alaska zurückgetretene Sarah Palin hat sich eingeschaltet, nennt Obamas Plan "böse". Es könne passieren, gab sie zu verstehen, dass ihr behinderter kleiner Sohn Opfer eines "Todes-Gremiums" werde, das - sollte Obama seinen Willen bekommen - darüber entscheiden werde, "wer eine Gesundheitsversorgung wert ist".

Die Hauptknackpunkte: Die hohen Kosten der Reform, nach Schätzungen mehr als eine Billion Dollar im Zeitraum von zehn Jahren, und Obamas Plan, eine öffentliche Krankenversicherung als Alternative zu den privaten Anbietern aufzulegen. Eine solche Option soll letztere zu mehr Kostendisziplin zwingen und mehr Bürgern den Zugang zu einer Versicherung eröffnen: 46 Millionen Amerikaner haben bisher keine. Einem großen Teil der Konservativen graust es bei der Vorstellung, dass künftig die Regierung über die staatlichen Gesundheitsprogramme Medicare für die Älteren und Medicaid für die Armen hinaus ihre Finger im Spiel haben könnte. Das ist für sie, die prinzipiell "so wenig Regierung wie möglich" wollen, das rote Tuch schlechthin - und eine Klaviatur, die Obamas politische Gegner nun rauf und runter spielen.

 

Wahlkampf

CDU: Steinmeier-Plan lässt Kassenbeiträge steigen

Der von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier geplante Ausbau von Arbeitsplätzen würde nach Auffassung der Union zu deutlich höheren Krankenkassenbeiträgen führen. Die Beiträge müssten um vier Prozentpunkte steigen, um die angestrebte eine Million neue Arbeitsplätze im Gesundheitswesen zu finanzieren, sagte der CDU- Mittelstandspolitiker Michael Fuchs dem Magazin "Focus". Dies ergebe sich, wenn ein Jahreseinkommen der Beschäftigten von 50.000 Euro veranschlagt werde. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), nannte Steinmeiers Ankündigung, insgesamt vier Millionen Jobs schaffen zu wollen, in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" "unrealistisch".

 

Gegenwehr

Ärzte kritisieren Behandlungsfehler-Studie

Eine Studie über Behandlungsfehler von Ärzten ist bei den Medizinern auf massive Kritik gestoßen. Der Erhebung zufolge unterlaufen fast jedem dritten Praxisarzt regelmäßig Fehler mit ernsthaften Folgen für die Patienten. Nach Langzeituntersuchungen anderer Institute, aber auch Erkenntnissen der Schlichtungsstelle der Ärztekammer passiere nur bei 0,0002 Prozent aller Behandlungen ein ärztlicher Kunstfehler, sagte der Sprecher der Bundesärztekammer, Andreas Dückers, der "Leipziger Volkszeitung" (Samstag). Er vermutete, dass auch alltägliche Fehler im Praxisablauf Eingang in die Studie der Stiftung Gesundheit gefunden haben.

In der Studie gaben 23 Prozent der Ärzte an, Fehler passierten einmal pro Monat. 6 Prozent berichteten sogar von Fehlern einmal pro Woche. Die Art der Fehler ist unbekannt. Als Beispiel angegeben wurden von den Ärzten verkehrt eingeordnete Patientenakten ebenso wie übersehene Laborbefunde.

 

Charité Berlin

Politiker und Forscher treffen sich zum ersten Weltgesundheitsgipfel

Der erste Weltgesundheitsgipfel an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der vom 15. bis 18. Oktober stattfindet, wird zum Treffpunkt der internationalen Politik. Er steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Ministerinnen und Minister sowie Staatssekretäre aus vier Kontinenten haben ihr Kommen zugesagt. Neben Kanzleramtsminister Thomas de Maizière wird auch der Gründer von Ärzte ohne Grenzen und heutige französische Außenminister Bernard Kouchner sprechen. Mary Robinson, ehemalige Staatspräsidentin Irlands und derzeitige Präsidentin der Global Alliance for Vaccines and Immunisation (GAVI), hat ebenfalls zugesagt, wie auch Mark Walport, Direktor der britischen Stiftung Wellcome Trust. Ebenso geplant ist die Teilnahme von US- Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius, die Präsident Obamas ambitionierte Reformen des amerikanischen Gesundheitswesens umsetzen soll.

 

Zwei-Klassen-System

Zähes Ringen um Therapien für Kassenpatienten

Fast drei von vier Bundesbürgern fürchten einen unheilvollen Trend zu immer mehr Zwei-Klassen-Medizin. Ein Zwei-Klassen-Bewusstsein gibt es schon. So sorgen sich einer neuen Allensbach-Umfrage zufolge 45 Prozent der gesetzlich Versicherten, eine notwendige Behandlung nicht bezahlt zu bekommen - aber nur 13 Prozent der Privatversicherten. Müssen sich die 70 Millionen Versicherten bei AOK, Barmer und Co. auf Einschnitte bei teuren Therapien einstellen?

Die Debatte über das Niveau der Medizinversorgung für die Mehrheit dürfte weit über die Bundestagswahl hinaus zu den Dauerbrennern zählen. Zuletzt hat Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe im Mai mit seiner Forderung nach gesetzlichen Vorranglisten für die Medizinversorgung einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Priorisierung ist das von ihm propagierte Konzept überschrieben. 82 Prozent der Ärzte fürchten nun, dass sie künftig tatsächlich nicht mehr alle nötigen Leistungen verordnen können. Deshalb legt Hoppes kampferprobter Vize Frank Ulrich Montgomery nun nach: Die Sparzwänge erhöhe den Druck auf die Ärzte, in der Praxis zulasten der Patienten zu rationieren. "Diese Politik muss man unbedingt stoppen."

 

Wahlkampf-Aktion

Umfrage-Absturz der SPD ein Erfolg der Ärzte

Wie Ärzte versuchen Einfluss auf die Bundestagswahl zu nehmen, zeigt nachfolgende Presseerklärung zu einer bundesweiten Plakataktion: "Auch wenn es niemand in Berlin aussprechen mag: Der Absturz der SPD in den aktuellen Umfragen ist ein unmittelbarer Erfolg der Proteste der Ärzte in ihren Wartezimmern", sagt Dr. Thomas Fix.

"Nicht nur Sigmar Gabriel ist die Kaffeetasse aus der Hand gefallen, wie die Medien berichten, nach unseren Informationen war unsere Aktion bereits Thema im Kabinett", sagt der Sprecher der Aktion 15: "Es beweist sich Adenauers Weisheit: Versuche nicht, gegen die Ärzte zu regieren".

Der Slogan "Wählen Sie, was Sie wollen, aber nicht SPD" hatte kürzlich bundesweit heftige Diskussionen darüber ausgelöst, ob Ärzte in ihren Warte- und Sprechzimmern politisch informieren dürfen. Ihm sei beim Anblick der Plakate fast die Kaffeetasse aus der Hand gefallen, gestand beispielsweise Umweltminister Sigmar Gabriel der Goslarschen Zeitung.

Seit Februar hatte die Gruppe ständig neue Plakate nachgeschoben und nach unterschiedlichen Schätzungen bis zu 40.000 Wartezimmer erreicht. Auch Schmidts Dienstwagenaffäre wurde sofort kommentiert. "Damit sind viele Millionen Patientenkontakte zustande gekommen, verstärkt durch direkte Gespräche zwischen Arzt und Patient. Diesen Druck aus den Warte- und Sprechzimmern hält auf Dauer keine Partei aus", sagt Fix.

 

Zusatzbeiträge

Kassen werfen Schmidt-Ressort Schönrechnen vor

Trotz Milliardenpolsters bei den Krankenkassen droht den Versicherten nach Einschätzung des Kassenverbands eine Welle von Zusatzbeiträgen. "Auch wenn das Gesundheitsministerium anderes verbreitet, bleiben wir bei unserer Einschätzung", sagte die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, der "Frankfurter Rundschau" (Freitag).

Spätestens 2010 müssten die Kassen Zusatzprämien von im Höchstfall 36,75 Euro pro Monat erheben. "Wenn der Damm (...) einmal gebrochen ist, wird es auf breiter Front Zusatzbeiträge geben", sagte Pfeiffer. Ähnlich hatte sie sich bereits Ende Juni geäußert. Allerdings veröffentlichte das Ministerium von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in der Zwischenzeit das Jahresendergebnis, das mit einem Plus von 1,4 Milliarden Euro für 2008 einen doppelt so hohen GKV-Überschuss wie zunächst angenommen auswies.

 

Lob trotz Hagel

Schmidt tritt gegen Verschwendung ein

Ungeachtet der Kritik an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wegen der Nutzung ihres Dienstwagens im Spanien-Urlaub hat Transparency Deutschland die SPD-Politikerin wegen Einsatzes gegen Geldverschwendung gelobt. Die Nutzung des Dienstautos sei kein besonders großes Problem, sagte Anke Martiny, Vorstandsmitglied der Antikorruptionsorganisation, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. "Man sollte sich um die wichtigen Sachen kümmern", sagte Martiny. "Aus der Aufdeckung von Interessenkonflikten ist viel mehr Honig zu saugen."

So gebe es im Gesundheitswesen massive Lobbyarbeit zugunsten der Pharmaindustrie und Ärzten, sagte Martiny. Schmidt habe sich wiederholt dagegen eingesetzt. "Als nun bekannt wurde, dass etliche Milliarden Euro neu in die Ärztevergütung fließen, hätte es sich eigentlich gehört zu sagen: Das hat sie gut gemacht, die Frau Schmidt", sagte Martiny. Während Ärzte gegen die Honorarregeln mit Praxisschließungen und Vorkasse protestiert hatten, habe Schmidt die Mediziner nämlich richtigerweise zum Proteststopp gedrängt.

 

Wirtschaft

Gerüchte

Schweizer Nycomed will Pharmasparte von belgischer Solvay kaufen

Der Schweizer Arzneimittel-Hersteller Nycomed will offenbar das Pharmageschäft der belgischen Solvay-Gruppe übernehmen. Dies verlautete aus Finanzkreisen. Nycomed werde nach Abschluss der Finanzierungsdetails in wenigen Wochen ein Gebot in Höhe von 4 bis 5 Milliarden Euro abgeben, hieß es weiter. Die Übernahme soll durch Kredite, Aktien und Cash finanziert werden. Eine Nycomed-Sprecherin lehnte auf Anfrage einen Kommentar ab. Nycomed gehört einigen Beteiligungsgesellschaften - den größten Anteil hatte sich die schwedische Nordic Capital 2005 gesichert.

 
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ZENO-Veranstaltung:

Gesprächsführung: Fragen stellen, Antworten deuten

Veranstaltung am 27. und 28. Oktober 2009 in Frankfurt/Neu-Isenburg

ZenoDie Informationsgewinnung im Gespräch ist ein konstitutiver Teil ihrer täglichen Berufsausübung. An die Validität der von ihnen gewonnenen Informationen werden hohe Ansprüche gestellt; sie unterliegen früher oder später einem Realitätstest.
Deswegen ist es für Manager von entscheidender Bedeutung zu wissen, wie sie in Gesprächen relevante Informationen gewinnen und validieren können; welche Fragen in welcher Form gestellt werden müssen, wie Antworten auf diese Fragen zu deuten sind.
Darum wollen wir von anerkannten Repräsentanten aus diesen Berufen lernen: Gespräche führen, Fragen stellen, Antworten deuten – eine zentrale Sozialkompetenz, von der wir nie genug besitzen können.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Expansion

iSOFT eröffnet Niederlassung in Bremen

iSOFT, einer der führenden Anbieter von Informationssystemen für das Gesundheitswesen hat in Bremen eine neue Niederlassung eröffnet. An diesem Standort arbeiten seit August dieses Jahres 15 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Produktmanagement und Qualitätssicherung. Damit ist das IT-Unternehmen bereits an acht Standorten deutschlandweit vertreten. Um der wachsenden Zahl neuer Kunden in Norddeutschland standortnahen Support bieten zu können, war es sinnvoll, eine zusätzliche Niederlassung in dieser Region aufzubauen.

 
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3. Kliniksprechertag

Chancen des Internets – Online-Kommunikation im Gesundheitswesen

Veranstaltung am 16. September 2009 in Münster

KliniksprechertagUnter der Überschrift „Chancen des Internets – Onlinekommunikation im Gesundheitswesen" steht das Programm des 3. Kliniksprechertags ganz im Zeichen der digitalen Medien: Bewertung von Klinikwebsites, Möglichkeiten der Online-PR und Trends im Bereich Social Media wie Netzwerke, Podcasts und Twitter sind Themen des Fachkongresses. Kooperationen zwischen Medien und Kliniken in den Bereichen Print, Online oder Crossmedia bilden einen weiteren Programmschwerpunkt.

Daneben stehen beim 3. Kliniksprechertag – dem Kommunikationskongress für Pressesprecher und Kommunikationsverantwortliche im Krankenhaus – wieder Austausch und Netzwerkarbeit der Kliniksprecher untereinander im Vordergrund.  

Programm und Anmeldung unter www.kliniksprecher.de.

 

Gelegenheit

GKV erwägen wegen Schweinegrippe Beitragserhöhung

Die gesetzlichen Krankenkassen erwägen nach einem Bericht der ”Bild”-Zeitung eine Beitragserhöhung zum 1. Oktober, wenn sie für die Kosten der Schweinegrippen-Impfung aufkommen müssen. Wie das Blatt am Donnerstag unter Berufung auf eine Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes zur geplanten Impfverordnung der Bundesregierung berichtet, begründet der Verband dies mit einem unvorhersehbaren Ausgabenanstieg durch die geplante Massenimpfung. "Sofern keine Finanzierung aus Steuermitteln erfolgt, wäre eine Alternative, die unterjährige Anpassung des allgemeinen Beitragssatzes mit voraussichtlicher Wirkung zum 01.10.2009", heißt es laut "Bild" in dem Papier.

 

Umsatzplus

Pflegespezialist Hartmann in Krise gesund

Der Pflegeproduktspezialist Paul Hartmann hat im ersten Halbjahr 2009 mit dem Handel von Wundauflagen, OP-Masken und Einlagen Umsatz und Ergebnis verbessert. Die Erlöse kletterten um 11,9 Prozent auf 759 Millionen Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Heidenheim am Mittwoch mitteilte. Das Konzernergebnis inklusive Einmaleffekten aus der Übernahme zweier Unternehmen wuchs um 33 Prozent auf 29,9 Millionen Euro. Ohne die Übernahmen lag das operative Konzernergebnis zum 30. Juni 2009 bei 29,1 Millionen Euro (plus 29,5 Prozent).

 
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MCC hospital world 2009

Der internationale Kongress für Entscheider im Krankenhausmarkt

21. und 22. September 2009 in Berlin

MCC Hospital World 2009Die internationale Krankenhauslandschaft steht unter weiter steigendem Kostendruck und weiter tendenziell sinkenden Einnahmen bei sich ständig erhöhenden Qualitätsanforderungen. Auf der MCC hospital world 2009 werden erfolgreiche Internationalisierungsstrategien vor dem Hintergrund unterschiedlicher Länderstereotypen diskutiert. Sog. „Emerging Markets“ werden mittels Praxisbeispielen unter die Lupe genommen. Prozessoptimierung, Outsourcing und der „Grad von Fertigungstiefen“ in der Krankenhauslandschaft werden erörtert. Schwierige Zeiten verlangen ein prospektiv ausgerichtetes und nachhaltiges Management.

Wie aber kommt man an die kompetenten Manager und Managerinnen? Gerade in Zeiten wie diesen ist es (über-) lebenswichtig, sich mit internationalen Experten über die aktuellen Probleme und Lösungen auszutauschen. Auch in diesem Jahr stehen Ihnen wieder mehr als 20 namhafte Referenten internationaler Top-Adressen aus Großbritannien, Indien, Russland, Deutschland, Frankreich, Israel, Hongkong und den USA zur Verfügung. Nutzen Sie Ihre Chance und sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung.

Melden Sie sich jetzt an! Weitere Informationen unter www.hospitalworld.info.

 

Sparprogramm

Drägerwerk erneut mit schwachen Quartal

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat nach Ansicht von Experten auch im zweiten Jahresviertel 2009 einen Rückgang bei den Ergebnissen verzeichnet. Vor allem ein negativer Wechselkurs und ungünstiges Produktmix sollten erneut die Marge in der Medizintechnik belastet haben, schrieb Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank in einer Studie. Den Umsatz erwartet der Experte hingegen annähernd auf Vorjahreshöhe. Neben den Zahlen steht bei den Analysten vor allem das Mitte Juni angekündigte "Turnaround-Programm" im Mittelpunkt des Interesses.

 

Erwartungen

Milliardendefizit in den Sozialkassen

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise bis Ende 2010 mit Milliardendefiziten in den Sozialkassen. Nach einer RWI-Analyse laufe ein ungedeckter Finanzbedarf in der gesetzlichen Kranken- und Arbeitslosenversicherung von fast 30 Milliarden Euro auf, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Bei der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit erwarte das Institut ein Finanzierungsdefizit von rund 18 Milliarden Euro. Bei den Krankenkassen beziffere es den Fehlbetrag in diesem und im nächsten Jahr auf zusammen 10,5 Milliarden Euro. RWI-Forscher Heinz Gebhardt sagte dem Magazin: "Um die Defizite auszugleichen, reicht es nicht, auf Wachstum zu setzen." Die nächste Regierung müsse in großem Stil Ausgaben kürzen, Beiträge erhöhen oder Steuermittel zuschießen.

 
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ZENO-Veranstaltung:

Gynäkologie & Geburtshilfe

Veranstaltung am 09. November 2009 in Köln

ZenoDas Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe steht vor vielen Herausforderungen. Die Entwicklung des Gesundheitswesens mit zunehmendem Qualitätsanspruch und steigendem Kostendruck, und nicht zuletzt das ”Scharfschalten“ der DRGs, bedingen eine konsequente Neuausrichtung aller Kliniken. In diesem Zusammenhang muß auch der Stellenwert der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Unternehmen Krankenhaus neu definiert werden. Ein weiteres Problem ist der eklatante Ärztemangel. Wie kann man gegensteuern? Wie kann man Ärzte finden und binden?

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Verringerter Einfluss

Münch verliert Anteile

Wie die Wirtschaftszeitung Financial Times (30.7.) berichtet, reduziert sich der Anteil von Großaktionär und Aufsichtsratschef Eugen Münch an der Rhön-Klinikum AG. München hielt bisher 16 Prozent der Aktien an der AG, die durch eine Kapitalerhöhung nunmehr auf 12,45 Prozent sinken. Münch habe laut der Unternehmenssprecherin die Kapitalerhöhung nicht in vollem Umfang mittragen wollen.

 

Absturz

Siemens rutscht viel tiefer in die Krise als befürchtet

Der Mischkonzern Siemens ist im dritten Geschäftsquartal viel tiefer in die Wirtschaftskrise gerutscht als befürchtet. "Erwartungsgemäß hat das wirtschaftliche Umfeld deutliche Spuren im Neugeschäft hinterlassen", sagte Konzernchef Peter Löscher am Donnerstag in München. Die Kunden orderten nur noch für 17,2 Milliarden Euro und damit 28 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Analysten hatten zwar mit einem Abschmelzen gerechnet, aber bei weitem nicht in dieser Größenordnung. Zum ersten Mal seit Beginn der Krise ging auch der Umsatz zurück - um 4 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. "Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern haben wir uns erneut gut geschlagen", kommentierte Löscher. Vorbörslich lagen die Aktien gut 1,5 Prozent im Minus. Die Zahlen wurden in einer ersten Händlereinschätzung als "gemischt" bezeichnet.

Durch die geringere Auslastung der Fabriken litt in der Folge der Gewinn. In seinen drei Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Medizintechnik verdiente Siemens mit knapp 1,7 Milliarden Euro ein Fünftel weniger. Unterm Strich ging der Gewinn indes nur leicht von 1,4 Milliarden auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Gestützt wurde der Überschuss durch den Verkauf von Wohnimmobilien sowie dem Anteil am Computer-Dienstleister Fujitsu Siemens Computers, was sich zusammen mit mehr als 500 Millionen Euro niederschlug.

 

Namen & Nachrichten

Wiedergeburt

Totgeglaubtes Baby “erwacht” im Pappkarton

In Paraguay ist ein von den Ärzten für tot erklärtes Baby nur wenige Stunden danach lebend von seiner Familie zurück in die Klinik gebracht worden. Die Angehörigen waren bereits bei den Trauervorbereitungen, als sie aus dem Pappkarton, in dem das angeblich tote Baby von der Klinik nach Hause gebracht worden war, ein Wimmern und Weinen hörten. Daraufhin brachten sie den kleinen Jungen, eine Frühgeburt, wieder in das Krankenhaus, wo die staunenden Ärzte das Kind in einen Inkubator legten.

 

Konfliktpotential

Eltern computersüchtiger Kinder erhalten Hilfe

Wenn die besten Freunde des Sprösslings Blutelfen, Trolle und Orcs sind, machen sich viele Eltern Sorgen. Denn ihr Kind spielt "World of Warcraft" am Computer. Das Online-Rollenspiel birgt nach Einschätzung von Experten die größte Suchtgefahr. Die Kinder sitzen dann nur noch vor dem Computer, verlassen das Zimmer - wenn überhaupt - zum Essen, die Schule wird abgebrochen und Freunde vernachlässigt. So beschreibt Claudia Kraemer die typischen Anzeichen einer Computerspielsucht. Kraemer ist Leiterin des Selbsthilfebüros Darmstadt der Paritätische Projekte gGmbH und hat eine Selbsthilfegruppe für Eltern computerspielsüchtiger Kinder ins Leben gerufen.

 

Kriminialität

Tierschützer zünden Haus von Novartis-Chef an

Zum wiederholten Male ist die Pharma-Firma Novartis Ziel von Anschlägen militanter Tierschützer geworden. In Bach im österreichischen Tirol zündeten Aktivisten das Jagdhaus von Novartis-Konzernchef Daniel Vasella an. In einem Schreiben bekannte sich die militante Tierschutzorganisation MFAH (Militant Forces against Huntingdon Life Science) zu dem Anschlag und drohte mit weiteren Aktionen.

 

Gesundheitsmanagement

Neues Bachelorstudium zu Prävention, Sport und Bewegung

Ab dem Wintersemester bietet EC Europa Campus ein neues Bachelorstudium zum ”Gesundheitsmanagement” mit den Schwerpunkten ”Prävention, Sport und Bewegung an den Studienorten Baden-Baden und Mannheim an. Grundlage des sechssemestrigen Studiums, das mit dem staatlichen Hochschulabschluss des Bachelor auf Arts abschließt, ist die Gesundheitsökonomie. Die Studierenden werden gezielt auf Managementaufgaben in der Gesundheitswirtschaft, drittgrößter Wirtschaftsbereich der westlichen Industrieländer, vorbereitet. Die Spezialisierung geht in Richtung Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitskommunikation und -marketing sowie Gesundheitssport, Spa und Wellness, also auf marktgerechte Arbeitsbereiche in der Gesundheitswirtschaft.

Informationen zum Bachelorstudium sind im Internet unter www.ec-europa-campus.com abrufbar.

 

Trendbefragung:

Ein Drittel der Verbraucher denkt an einen Krankenkassenwechsel

Die Verbraucher betrachten die Beitragssätze bei den Krankenkassen aufmerksam. Ein Drittel der Befragten spielt mit dem Gedanken, die Krankenkasse zu wechseln. Knapp 20 Prozent der Versicherten haben sogar schon mit einer Kündigung der alten Kasse die rote Karte gezeigt. Das ist das Resultat einer aktuellen FinanceScout24-Trendbefragung.

Entgegen den Erwartungen haben die Krankenkassen zum 1. Juli ihre Beiträge nur in seltensten Fällen erhöht. Mehr noch: Etwa jede zehnte Kasse hat erzielte Überschüsse an die Mitglieder weitergereicht und den Beitrag sogar gesenkt. Zudem wirkt sich das Konjunkturpaket II aus - der bundeseinheitliche allgemeine Beitragssatz sinkt um 0,6 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent.

 

Ausbau der Marktposition:

Martin Fuchs leitet ICW Deutschlandgeschäft

Martin Fuchs (43), seit 2006 Geschäftsführer der InterComponentWare (Schweiz) AG, leitet ab sofort auch das Deutschlandgeschäft des eHealth Spezialisten und verstärkt die erweiterte Geschäftsleitung. Er folgt Dirk Albers (47) nach, der ebenfalls in die erweiterte Geschäftsleitung wechselt. Albers verantwortet zukünftig den Bereich Portfolio Management.

Fuchs übernimmt von Albers die Verantwortung für die Landesgesellschaft Deutschland. Er wird die Geschäftstätigkeiten noch stärker an den Mehrwerten für die Anwender von eHealth-Produkten orientieren und Partnerschaften auf- und ausbauen. Sein Ziel ist der Ausbau der Marktposition im eHealth Bereich.

 

Seltsame Motive

Familien-Grab von Novartis-Chef Vasella geschändet

Tierversuchsgegner haben in der vergangenen Woche auf einem Friedhof der Schweizer Stadt Chur ein Grab geschändet, in dem die Eltern des Chefs des Basler Pharmakonzerns Novartis beerdigt wurden. Novartis-Sprecher Michael Schiendorfer bestätigte einen entsprechenden Bericht des "SonntagsBlick". Danach entwendeten die Aktivisten die Urne der Mutter von Novartis-Konzernchef Daniel Vasella und verschmierten den Grabstein. Einrichtungen des Pharmakonzerns und auch dessen Mitarbeiter seien in den letzten Monaten vermehrt Ziel der Aktionen von extremistischen Tierschützern, gewesen, schrieb die schweizerische Nachrichtenagentur SDA am Sonntag.

 

Harter Besen

Neuer Chef will aufräumen

Jens Scholz ist neuer Chef der Uniklinik Schleswig-Holstein. Der Bruder des Bundesarbeitsministers übernimmt ein von Skandalen geschütteltes Haus. Jetzt will er es aufräumen - und in die schwarzen Zahlen führen.

 

Führungswechsel

Erfahrenes Duo setzt erfolgreichen Kurs bei Aescudata fort

Die CompuGROUP Holding AG hat Karl Pranzl zum neuen Geschäftsführer ihres Tochterunternehmens Aescudata GmbH mit Hauptsitz in Winsen/Luhe berufen. Mit Pranzl fiel die Entscheidung auf einen erfahrenen Spezialisten für Software im Bereich Materialwirtschaft und Apotheke. Unterstützt wird er von Britta Krause. Sie übernimmt die kaufmännische Leitung der Aescudata. Seit Langem ist Karl Pranzl mit dem Unternehmen und seinen Lösungen für Apotheken sowie die Materialwirtschaft im Gesundheitswesen bestens vertraut. Denn als Leiter der Aescudata Österreich zeichnete er ab 2001 verantwortlich für das Produkt AMOR3. “Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, die auf mich zukommen. Dabei werden meine langjährigen Erfahrungen und Produktkenntnisse nicht nur hilfreich, sondern auch von Vorteil sein”, so der optimistische Ausblick des neuen Geschäftsführers in die Zukunft.

Mit Britta Krause steht dem Österreicher in kaufmännischen Belangen eine ebenfalls langjährige und versierte Kollegin zur Seite. In den vergangenen Jahren war die Controllerin maßgeblich an der positiven Entwicklung von Aescudata beteiligt. Als kaufmännische Leiterin wird Krause künftig für das Rechnungswesen und Controlling sowie die innerbetriebliche Organisation zuständig sein.

 

Kriminalität

Kinderschutz vor Datenschutz

Im Zusammenhang mit dem Fall der jahrelang versteckten 13-Jährigen aus Brandenburg haben Ärztevertreter eine einfachere Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Jugendämtern verlangt. Die engen Fesseln der ärztlichen Schweigepflicht müssten bei Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls gelockert werden, forderte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, in Münster. Es gelte eine einfache Regel: ”Kinderschutz geht vor Datenschutz”. Auch die Kooperation unter Ärzten dürfe nicht blockiert werden. Nur so könne das ”Ärzte-Hopping” verhindert werden. Nach der Erfahrung von Medizinern wechseln Eltern oft den Arzt, wenn ein Verdacht auf Misshandlung des Kindes aufkommt.

 

Niederlage

Celesio-Vizechef will nach Machtkampf Unternehmen verlassen

Der Vizechef von Celesio, Stefan Meister, wird laut einem Zeitungsbericht nach dem Machtkampf um die Spitze von Europas größtem Pharmagroßhändler das Unternehmen verlassen. Der bisherige Chef des Apothekengeschäfts und Arbeitsdirektor bleibe aber im Konzern und rücke in den Vorstand der Muttergesellschaft Haniel auf, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitag). Weder Haniel noch Celesio wollten die Informationen der Zeitung gegenüber kommentieren.

Zwischen dem Celesio-Chef Fritz Oesterle und Meister sei es im Zuge der Übernahme des brasilianischen Pharmahändlers Panpharma, des ersten Zukaufs Celesios außerhalb Europas, zu einem Gerangel um den Chefposten gekommen, hieß es in dem Bericht weiter. Meister habe dem Vorstandschef vorgeworfen, die Übernahme schlecht vorbereitet zu haben. In dem Streit habe Meister zunächst Haniel-Konzernchef und Celesio-Aufsichtsratschef Eckhard Cordes auf seiner Seite gehabt. Nun habe Clan-Oberhaupt Franz Markus Haniel entschieden, Meister in den Haniel-Vorstand zu holen, um zu verhindern, dass der Konzern einen fähigen Manager verliere, schreibt das Blatt. Meister gelte bei den Haniels mittelfristig als möglicher Kandidat für die Celesio-Spitze.

 

Kompetenzerweiterung

Urologie-Team wechselt vom Klinikum Wedel zur Asklepios Klinik in Rissen

Das Asklepios Westklinikum Rissen erweitert das Versorgungsangebot seiner urologischen Abteilung. Der strategische Ausbau als Teil des Zentrums für operative Medizin ist bereits seit längerem in Vorbereitung. Der Schritt ist die logische Fortsetzung der positiven Entwicklung, die die Rissener Urologie in den vergangenen Jahren Dank der Belegärzte Dr. Thorsten Bruns und Dr. Matthias Heitz genommen hat. "Wir freuen uns sehr über diesen Zugewinn und die Anerkennung der Abteilung", erklärt Dr. Thorsten Bruns.

Das Team von Chefarzt Dr. Tobias Pottek (bislang Chefarzt der Urologie im Klinikum Wedel) wird ab 1. September in Rissen starten. Die Gründe für den Wechsel erläutert Dr. Pottek: "Mich hat das neue und moderne Versorgungskonzept von Asklepios in Hamburg überzeugt. Hier wird die Interdisziplinarität zwischen Urologie, der Visceralchirurgie, Onkologie, Palliativ-Medizin, Psychosomatik sowie vielen weiteren Fachgebieten überzeugend umgesetzt."

 

Klinik-News

Finanzklemme

Charité soll mit Privatkapital saniert werden

Die finanziellen Probleme der Charité sollen laut einem Bericht von DTN (8.8.) mit privatem Kapital gelöst werden. "Die drei Universitätskliniken der Berliner Charité sollen nach Willen ihres Vorstandes mit privatem Kapital saniert werden." berichtet DTN am 8.8.. "Die investiven Probleme der Charité sind wahrscheinlich nicht allein mit dem Landeshaushalt zu lösen”, so der Ärztliche Direktor Ulrich Frei gegenüber der "Berliner Zeitung”. Nun müsse überlegt werden, ob man einen Bauinvestor für die Standorte Mitte und Steglitz finde. Der Direktor regte an, einen Charité-Baufonds zu gründen und die mit privatem Geld sanierten Gebäude später zu leasen.

 

Lösungswege

Penzberger Krankenhaus soll nicht ausgeschrieben werden

Das Penzberger Krankenhaus soll derzeit nicht zum Verkauf ausgeschrieben werden. Der Aufsichtsrat der Krankenhaus-GmbH hat sich dagegen entschieden. Nun wird ein externer Berater gesucht, der alle Modelle für eine Krankenhaus-Zukunft in Penzberg untersucht, darunter auch eine Lösung unter dem Dach der GmbH. Der Aufsichtsrat beschloss in einer nichtöffentlichen Sitzung in Schongau, die Berater-Stelle auszuschreiben. Gerechnet wird damit, dass der Krankenhaus-Experte bald seine Arbeit aufnehmen wird.

 

Folgelasten

Patienten wegen Fehler in Hüftprothese untersucht

Wegen fehlerhafter Hüftprothesen müssen in Südbaden hunderte Patienten zur Nachuntersuchung. Diese beginnen in den kommenden Tagen, wie der Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) in Freiburg mitteilte. Sie seien für die betroffenen Patienten freiwillig. Sollten Fehler an den künstlichen Gelenken festgestellt werden, müsse erneut operiert werden. Nur so könne eine Schädigung des umliegenden Knochens vermieden werden. Knapp 860 Menschen seien von der Nachuntersuchung betroffen. Grund sei ein fehlerhaftes Prothesenmodell, das mittlerweile nicht mehr verwendet werde.

 

Angriff der Privaten

Vorbereitungen auf neue Privatisierungswelle

Bei Helios habe das organische Wachstum laut Pressemitteilung des privaten Krankenhaustägers mit 5% weiterhin auf einem guten Niveau gelegen. Die Umsätze seien um +10,5% auf 587 Mio. EUR gestiegen, unterstützt durch die jüngsten Krankenhausakquisitionen. Das EBIT habe um 24% auf 56 Mio. EUR zugelegt und auch die EBIT-Marge habe von 8,47% auf nun 9,54% deutlich verbessert werden können. Der Ausblick für 2009 sei auch hier bestätigt worden.

Die Umsätze sollten 2009 2,3 Mrd. EUR übersteigen und das EBIT am oberen Ende der ursprünglichen Guidance (nun zwischen 190 und 200 Mio. EUR) liegen. Analog den Aussagen von Wettbewerbern wie RHÖN-KLINIKUM gehe man auch hier von einer verstärkten Privatisierungsaktivität nach den Wahlen im September aus. Aus diesem Grunde seien auch die Managementkapazitäten jüngst ausgebaut worden. Zusätzlichen Kapitalbedarf zur Finanzierung potenzieller Krankenhausübernahmen sehe man derzeit nicht.

 

Frisches Geld

Rhön-Klinikum platziert alle neuen Aktien

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum ist alle neuen Aktien im Rahmen seiner Kapitalerhöhung losgeworden. Die MDAX Gesellschaft sammelte dadurch wie geplant rund 460 Millionen Euro frisches Geld ein, wie aus einer veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. 99,9 Prozent der neuen Aktien seien von Bezugsrechts-Inhabern gezeichnet worden. Die verbliebenen Aktien wurden den Angaben zufolge im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung veräußert.

"Damit sind die Weichen für unseren Wachstumskurs gestellt, sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Rhön-Klinikum will mit dem Geld weitere Kliniken aus der öffentlichen Hand übernehmen. Das Unternehmen rechnet von 2010 an mit einer neuen Privatisierungswelle.

Das Grundkapital wurde durch die Kapitalerhöhung um 86,38 Millionen auf 345,58 Millionen aufgestockt. Insgesamt wurden gut 34,5 Millionen Stückaktien ausgegeben.

 

Neubau

Größtes Krankenhaus zwischen Freiburg und Tübingen entsteht

Eines der größten Krankenhausprojekte Baden-Württembergs nimmt nach einem Bericht des Schwarzwälder Boten (5.9.) Gestalt an. "In dreieinhalb Jahren Bauzeit und mit einem Bauvolumen von 263 Millionen Euro soll, so Rupert Kubon, Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, "das Beste an medizinischer Versorgung zwischen der Schweiz und Tübingen, Ulm und Freiburg" entstehen.", so der Schwarzwälder Bote (5.8.)

Der Neubau des Zentralklinikums in Villingen-Schwenningen soll die bisherigen Krankenhäuser in St. Georgen, Villingen und Schwenningen ersetzen. Ein weiterer Standort des neuen Zentralklinikums wird das Krankenhaus in Donaueschingen sein.

 

Bürgermacht begrenzt

Bürgerbegehren ist gescheitert

Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens gegen die Privatisierung der Regio-Kliniken ist gescheitert. Obwohl dem Aktionsbündnis "Pro Regio.Kliniken" 4.000 Unterschriften bei den Bürgerbegehren fehlten, geben sich die Initiatoren laut der "Üternser Nachrichten" (4.8.), der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Birke und der Vorsitzende der Grünen-Fraktion Thomas Giese kämpferisch. Dennoch mit dem Scheitern des Bürgerbegehrens ist der Verkauf von 74,9 Prozent der Klinik-Anteile an Sana AG nicht mehr aufzuhalten.

 

Energiesparen

Helios wechselt ab 2010 die Stromanbieter

Mit der Kündigung aller Verträge mit den bisherigen Energieversorgern ihrer 62 deutschen Krankenhäuser setzt Helios seine Kundenmacht ein. Um Kosten bei der Energieversorgung ihrer Krankenhäuser einzusparen, hat der private Krankenhausbetreiber alle Verträge mit seinen bisherigen Energiepartnern zum 31.12.2009 gekündigt. Die Kündigung betrifft sowohl die Strom- wie Fernwärmeversorgung.

Die jeweiligen Energieversorger reagieren zum Teil entsetzt, bzw. mit großer Flexibilität, weil Krankenhäuser immer noch zu den wichtigsten Kunden zählen.

 

Maulkorb

Professoren unter Druck

Nach einem Bericht der Zeitung ”Der Tagesspiegel” (5.8.) hat der Charité-Vorstand Direktoren des Steglitzer Klinikums zurecht gewiesen. Die Professoren wurden nach dem Bericht in die Charité-Leitung nach Mitte zitiert und dort von einem Mitglied des Justiziarats "belehrt" worden, wie sich laut Tagesspiegel gegenüber dem Vorstand verhalten sollen. "Die Klinikdirektoren seien erinnert worden, dass es für sie ein Mäßigungsgebot, ein Loyalitätsgebot, ein Verschwiegenheitsgebot und ein Unterstützungsgebot gegenüber dem Vorstand gäbe", so der Tagesspiegel.

Christof Schmitt, der Leiter der Charité-Rechtsabteilung, stellte klar, dass allein "der Vorstand die Charité nach innen und außen vertritt."

Trotz des Maulkorberlasses warben vier Klinikdirektoren auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit FU-Präsident Lenzen dafür, das Steglitzer Klinikum aus der Charité herauszulösen.

 

Rote Zahlen

Klinik-Defizit sinkt

Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass das Klinikum Augsburg sein Defizit abbauen konnte. Nun liegt der Jahresabschluss 2008 vor und der Verwaltungsrat kann etwas aufatmen. Das Defizit fiel geringer aus als erwartet. Der Jahresfehlbetrag lag bei 6,8 Millionen Euro. Das Klinikum machte um fast drei Millionen Euro weniger "Miese" als im Jahr zuvor.

 

Geldsegen

Zwei Millionen Euro für Klinikum Westerwald

Die Gesamtfördersumme, auf die sich die Landesregierung und der Krankenhausträger verständigten, umfasst einen Festbetrag von über 7,8 Millionen Euro. Der vierte Bauabschnitt der Generalsanierung des Krankenhauses Altenkirchen sei der Abschluss der 1990 begonnenen Generalsanierung des Krankenhauses, so Ministerin Dreyer. "Mit dem letzten Bauabschnitt wird die Sanierung und Modernisierung des gesamten Bettenhauses, die Errichtung einer stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie und einer Schmerztagesklinik verwirklicht.

"Die Maßnahme soll nach den derzeitigen Planungen bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. "Aufgrund der Bewilligung der Gesamtmaßnahme und Bereitstellung des Teilbetrages von zwei Millionen Euro ist es dem Krankenhausträger möglich, den langjährigen Sanierungs- und Umbauprozess erfolgreich voranzubringen. Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern der Region in absehbarer Zeit ein generalsaniertes Krankenhaus für eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau zur Verfügung", so die Ministerin.

 

Pflege

Ideen für Alte

Von der Leyen will Alternativen zu Pflegeheimen

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) fordert mehr Wohn-Alternativen zu herkömmlichen Pflegeheimen. Der demografische Wandel in der Gesellschaft erfordere dringend Maßnahmen: "Die meisten älteren Menschen wollen so lange wie möglich in ihrem Umfeld bleiben. Deswegen müssen wir jetzt viele kluge und praktische Ideen erproben, wie geeignete Wohnformen für ältere Menschen aussehen können", sagte von der Leyen in Berlin.

Das Familienministerium bietet daher, unterstützt durch die KfW- Förderbank, das Programm "Wohnen für (Mehr)Generationen" an. Jeweils bis zu 100.000 Euro erhalten insgesamt 30 Projekte, die vorbildliche Konzepte zu barrierefreiem und integrativem Wohnen verwirklicht haben.

 

Zustimmung

Steinmeiers Deutschland-Plan ist nur der erste Schritt

Der Arbeitgeberverband Pflege begrüßt den Vorstoß des Vizekanzlers und ergänzt: 300.000 neue Jobs verdienen eine ehrliche Debatte über den Wert der Pflege in Deutschland. In seinem "Deutschland-Plan" hat der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier zentrale Jobmotoren für Deutschland skizziert, darunter die Pflege: 300.000 neue Jobs würden bis 2020 in dem Bereich entstehen. Eine Prognose, die der Arbeitgeberverband Pflege teilt: "Kaum etwas kommt so zuverlässig wie das Alter", sagt Thomas Greiner, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Pflege. Schon heute sind 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig, in vierzig Jahren werden es doppelt so viele sein. Entsprechend steigt die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich bis zum Jahr 2050 auf über 1,8 Millionen – von derzeit etwa 800.000. Eine Zahl, die belegt, dass der Pflegebereich schon heute vergleichbar viele Menschen beschäftigt wie die gesamte deutsche Automobilindustrie.

 

RN4CAST

7. Gesundheitspflege Kongress in Hamburg

Auf dem 7. Gesundheitspflege-Kongress, der am 30. und 31. Oktober 2009 in Hamburg stattfindet, wird zum ersten Mal über die so genannte ”RN4CAST”-Studie berichtet. Es ist die größte Untersuchung im Bereich der Bedarfsplanung von Krankenpflegekräften, die weltweit je durchgeführt wurde. Prof. Reinhard Busse von der TU Berlin, Leiter des deutschen Projektteils, wird diese Studie auf dem Kongress vorstellen.

Dem Fachkongress geht am 29. Oktober ein Schülerkongress voraus, der von Auszubildenden für Auszubildende gestaltet wird. Pflegekräfte erhalten für ihre Teilnahme am Kongress sechs Fortbildungspunkte pro Tag von der Registrierungsstelle für beruflich Pflegende (RbP).

 

Technologie

Qualitätssicherung

Weggeschnappt

Das kleine Aqua-Institut setzte sich in einer europaweiten Ausschreibung gegen die Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) durch. Seitdem fliegen die Fetzen. Seit der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) den Auftrag für die Entwicklung einer sektorenübergreifenden Qualitätssicherung dem Göttinger Institut für angewandte Qualitätssicherung und Forschung im Gesundheitsweisen, kurz Aqua-Institut, in Göttingen erteilt hat, steht der Gründer und Geschäftsführer des privaten Instituts unter Dauerbeschuss.

Seitdem ist zwar Szecsenyis Bekanntheit gestiegen – aber auch die öffentlichen Anfeindungen gegenüber seinem Unternehmen.

In der August-Ausgabe, die am Wochenende erscheint, berichtet "kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin" ausführlich über die Hintergründe der Vergabe durch GBA und die heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) und Aqua.

 

Erfolgreiche Tests

Gesundheitskarte funktioniert

Die ab Herbst geplante Gesundheitskarte funktioniert nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums. Das hätten Tests in mehreren Regionen ergeben, berichtete das Ministerium am Freitag in Berlin. Dabei ging es um die Online-Übermittlung von Daten. Mittels sicherer Verbindungen zwischen Arztpraxen und Krankenkassen seien Versichertendaten aktualisiert worden.

Dies zeige, dass auch die hinter der Karte steckende Telematik- Infrastruktur funktioniere. Ärzte und Kassen streiten noch darüber, ob die Mediziner sich zu einem Online-Gebrauch der Karte verpflichten sollen. Die Ärzteorganisationen lehnen dies wegen Widerstands in den eigenen Reihen ab. Die Karte soll ab Oktober zunächst im Rheinland und dann bundesweit verteilt werden.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt August 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Medizin
Strategischer Einkäufer (m/w)
Märkische Gesundheitsholding GmbH & Co. KG
Lüdenscheid
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Technologie
Sicherheitsingenieurin/ Sicherheitsingenieur
Universitätsklinikum Greifswald
Greifswald
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Pflege
Stellvertretende(n) Pflegedirektor(in)
Gesundheitsverbund HBH-Kliniken
Singen (Hohentwiel)
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Management
Geschäftsführer/in
ifp Personalberatung, Managementdiagnostik
Köln
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Management
Referenten des Geschäftsführers (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stellvertretende/r Leiter/in Produkt und Qualität
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stabstelle Unternehmensentwicklung (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Technologie
Projektleiter Versorgungstechnik (m/w)
Schön Klinik Verwaltung GmbH
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Pflege
Bereichsleitung m/w
Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Lahr
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Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - September 2009

kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

In der September-Ausgabe beschäftigt sich das monatliche Spezialthema mit Innovationen in der Medizintechnik – speziell bildgebende Verfahren.

Die monatlichen Spezialthemen vermitteln einen verstärkten Einblick in die Entwicklungen einzelner Märkte und bieten den betreffenenden Unternehmen exzellente Präsentationsmöglichkeiten.

Anzeigenschluss: 26.8.2009 

kma-Report "Pharma & Diagnostik"

Der regelmäßig erscheinende "kma-Report", der als Supplement allen kma-Ausgaben beigelegt wird, befaßt sich dieses Mal mit dem Themenbereich Pharma & Diagnostik". Die Spezialausgabe beleuchtet das gesamte Spektrum dieses wichtigen Bereiches.

Anzeigenschluss: 25.8.2009

 

kma-Pflege – Das Magazin für die Pflegewirtschaft

Das Magazin "kma-Pflege" beleuchtet das gesamte Spektrum der Pflegewirtschaft und geht auf aktuelle Themen ein. Unter anderem:

  • Was bringen die Wahlen?
  • Bekleidung ist...die schönste Nebensacher der Welt. Auch im Heim und Krankenhaus.
  • Das Ehrenamt.........wird in Deutschland immer beliebter und birgt Chanchen für Heime und ambulante Pflege
  • Technologie ...........wird auch für die Pflege immer wichtiger
  • Hauptschüler oder Abiturienten ....wer wird die Kranken und Pflegebedürftigen künftig pflegen.

Anzeigenschluss: 17.8.2009

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Impressum

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Adelheid Rödig, Tel.: +49 (0)8592/9357-17

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