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Politik

Patientenrechte

Zypries will mehr Klarheit für Patienten

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will die Rechte der Patienten stärken. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa schlug die Ministerin vor, in der nächsten Legislaturperiode ein entsprechendes einheitliches Gesetzbuch zu schaffen und dabei auch über die Verbesserung von Patientenrechten zu diskutieren. Sie wies darauf hin, dass derzeit die Patientenrechte in Deutschland in vielen Gesetzen verstreut seien und zu einem guten Teil nur auf Gerichtsurteilen beruhten. "Ein Gesetz, in dem jeder seine Rechte und Pflichten nachlesen kann, bringt Klarheit und Sicherheit", meinte die SPD-Politikerin. Eine "Angstmedizin" wegen erhöhter Rechtsstandards will sie aber vermeiden.

 

Tauziehen

Bund und Länder einigen sich nicht über Impfkosten

Die Finanzierung über die weitergehende Massenimpfung gegen die Schweinegrippe bleibt zunächst ungelöst. Bund und Länder konnten sich heute noch nicht über die Finanzierung einigen und gingen ohne Ergebnis auseinander, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Verhandlungskreisen. Der Bund beharrte demnach auf einer Kostenteilung. Ländervertreter lehnten dies ab. Sie kritisierten, dass zuvor keine Kosten für die Bundesländer vereinbart worden seien. Dabei geht es um die Aufteilung der Kosten, wenn sich mehr als die Hälfte der Versicherten impfen lassen will. Der Bund schätzt, dass dies insgesamt mehr als 60 Millionen sein könnten.

 

Wahlkampfgetöse

Neue Vorwürfe gegen Ulla Schmidt

Nach der Kritik an Bundesgesundheitsministerin Ullas Schmidt (SPD) wegen der Nutzung ihres Dienstwagens im Urlaub sind neue Vorwürfe gegen sie laut geworden. Dabei geht es nach übereinstimmenden Berichten der "Leipziger Volkszeitung" und der "Bild am Sonntag" um die Inanspruchnahme der Flugbereitschaft der Bundeswehr am 26. April von Maastricht nach München. Die in Köln stationierte Maschine sei zuerst nach Maastricht beordert worden, um die Ministerin dann, nach einer Veranstaltung zum Thema Pflege in ihrer Heimatstadt Aachen, zu einem Anschlussflug in die USA vom Flughafen München aus zu bringen. Die Ministerin sei mit ihrem Dienstwagen zu dem knapp 40 Kilometer entfernten Flughafen Maastricht gefahren. Schmidts Sprecherin Dagmar Kaiser sage dazu der "Bild am Sonntag": "Ohne die Inanspruchnahme der Flugbereitschaft wäre ein Erreichen des Fluges in die USA nicht möglich gewesen." Nach dem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" ruft auch ein Flug der Ministerin mit einer Regierungsmaschine am 18. Mai von Nürnberg nach Genf Oppositionskritik hervor. Nach einem SPD-Termin bei ihrem Parteifreund Ludwig Stiegler in Bayern habe die Politikerin an diesem Tag in Genf Termine bei der Weltgesundheitsorganisation und mit der neuen US-Gesundheitsministerin wahrgenommen.

 

Risiko: Schweinegrippe-Impfung

Ärzte warnen vor Risiken

Mehrere Ärzteverbände haben angesichts der bevorstehenden Massenimpfung gegen Schweinegrippe vor möglichen Nebenwirkungen gewarnt. Bei der Impfung von Risikopatienten wie chronisch Kranken und Schwangeren sei erhöhte Sorgfalt geboten, weil der Impfstoff noch nicht an ihnen getestet worden sei, erklärten die Berufsverbände der Kinder- und Jugendärzte sowie der Internisten in Kreuztal bei Siegen und München. Bei einer Massenimpfung dieses Ausmaßes sei möglicherweise ”mit einer vermehrten Anzahl bisher unbekannter Nebenwirkungen zu rechnen”. Der Hausärzteverband kritisierte, dass die Gesundheitsämter der Städte und Gemeinden die Impfungen vornehmen sollen und nicht die Hausärzte. Es sei "unverantwortlich", vor allem Risikopatienten zu impfen, ohne deren gesundheitliche Situation zu kennen, erklärte der Verband in Köln. Die bisher größte Impfaktion der Bundesrepublik soll im Herbst beginnen. Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut hatte bereits darauf hingewiesen, dass beim neuen Impfstoff Nebenwirkungen wie Schwellungen oder Kopfschmerzen eher zu erwarten seien als bei der üblichen saisonalen Grippeimpfung. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte gesagt, sie würde eine Impfung von Kindern nicht empfehlen, bis nicht alle Studien abgeschlossen seien.

 

Offene Flanke

Union streitet über Gesundheitspolitik

Die Unionsparteien sind nach einem Bericht der WAZ (20.8.) uneins über die künftige Gesundheitspolitik und wollen erst nach der Wahl darüber entscheiden. "Das Thema ist nicht ausdiskutiert, da gibt es einen Dissens zwischen CDU und CSU", sagte CSU-Gesundheitsexperte Max Straubinger der WAZ-Gruppe. Die Gesundheitsprämie, mit der die Union 2005 gegen die Bürgerversicherung der SPD angetreten ist, taucht im aktuellen Wahlprogramm nicht mehr auf. Die CSU hält die Idee einer Pauschale, die jeder unabhängig von der Höhe seines Einkommens zahlen soll, für nicht vermittelbar. "Das Prämienmodell war beim letzten Mal nicht sehr erfolgreich", sagte Straubinger, "deshalb steht es diesmal nicht im Programm." Die CSU favorisiert eine Rückkehr zum alten System. Bis 2008 konnte jede Kasse ihren Beitragssatz selbst festlegen. Mit dem Gesundheitsfonds wurde ein bundesweit einheitlicher Beitragssatz eingeführt. "Es spricht vieles dafür, den Kassen die Finanzhoheit zurückzugeben, zum Beispiel die regionalen Spielräume", so Straubinger. Dagegen hält die CDU am Gesundheitsfonds fest. "Es macht keinen Sinn, alle vier Jahre das gesamte deutsche Gesundheitswesen einmal komplett umzustülpen", sagte Annette Widmann-Mauz (CDU), die auch Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit in der Unionsfraktion ist. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte der WAZ: "Der Union fehlt ein Konzept zur Zukunft des Gesundheitswesen. Niemand traut sich, die Karten auf den Tisch zu legen. Und von der Kopfprämie will offiziell keiner mehr was wissen."

 

Selbstverwaltung

Söder stößt mit Patientenbeauftragten auf Widerstand

Die Mediziner sehen nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung keinen Bedarf für einen Patientenbeauftragten. "Die von Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) geplante Einführung eines staatlichen Patientenbeauftragten ist bei Ärzten auf Kritik gestoßen. "Streitfälle zu schlichten sei nach dem Gesetz ausdrücklich Aufgabe der Heilberufekammern, also beispielsweise der Landesärztekammer und der Landeszahnärztekammer, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme dieser beiden. Söders Initiative stelle daher ein Grundprinzip des Gesundheitsystems, die Selbstverwaltung der Heilberufe, in Frage. Bereits heute gebe es bei den Kammern ein "umfassendes Beratungsangebot" für Patienten bis hin zur Begutachtung möglicher Behandlungsfehler. Zusätzlicher staatlicher Stellen bedürfe es daher nicht, kritisierten die Kammern. "Das Gesundheitssystem braucht nicht mehr, sondern eher weniger Staat."

 

Revolver oder Pistole

Mit Sturmgewehr zur Obama-Rede

Mit Revolvern und Sturmgewehr bewaffnet haben etwa ein Dutzend Demonstranten in Phoenix (Arizona) am Rande einer Veteranen-Veranstaltung mit US-Präsident Barack Obama demonstriert. "Es war eine Gruppe, die sich für ihr Recht einsetzt, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen", sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei dem Nachrichtensender CNN. In Arizona verbietet kein Gesetz das offene Tragen von Waffen. Die meisten der Demonstranten trugen Revolver oder Pistole, einer hatte sogar ein schweres Sturmgewehr vom Typ AR 15 geschultert. Schon mehrfach hatten in den vergangenen Wochen - vor allem in der aufgeheizten Debatte über die Gesundheitsreform - bewaffnete Konservative gegen Obama und seine politischen Pläne demonstriert.

 

Konzentration

Ulla Schmidt betont: 30 bis 50 Krankenkassen reichen

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat ihr Ziel unterstrichen, die Zahl der Krankenkassen zu verringern. Derzeit gebe es noch 187 Kassen, aber es werde weitere Fusionen geben. "30 bis 50 Kassen reichen nach meiner Auffassung aus, damit die Menschen genügend Wechselmöglichkeiten haben", sagte Schmidt dem "Weser-Kurier". Diese Zahlen nennt die Ministerin seit Jahren. Zugleich unterstrich Schmidt: "Die Bürgerversicherung ist das Ziel für die nächste Legislaturperiode."

 

Wirtschaft

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ZENO-Veranstaltung:

Patientensteuerung: Hohe Qualität, weniger Kosten

Veranstaltung am 19. und 20. Oktober 2009 in Köln

ZenoDer Versicherte soll gesteuert werden - gemeinsam von Krankenkassen und Ärzten. Dabei dürfen Qualität und Service (man ist ja schließlich im Wettbewerb) nicht zu kurz kommen. Im Focus steht jedoch die Kostensenkung. Der niedergelassene Arzt wird zum entscheidenden Steuermann. Zusammengeschlossen im Praxisnetz, Medizinischen Versorgungszentrum oder im Leistungsverbund mit dem Krankenhaus kann er regionales Versorgungsmanagement mit dem Vertragspartner Krankenkasse umsetzen.

In dieser Veranstaltung stellen wir Ihnen die neuesten Entwicklungen vor. Wegbereiter aus Praxen und Kliniken, aber auch Datenspezialisten und Krankenkassenmanager, berichten von ihrem Aufbruch in ein neues Gesundheitswesen.


Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Gesundheitswirtschaft trotzt Finanzkrise:

Trendbranche für Investoren attraktiv!

”Die Gesundheitswirtschaft zählt unverändert zu den am nachhaltigsten wachsenden Märkten in Deutschland und auch international”, betonte Markus Rosenbaum von der HSH Nordbank in Kiel. Die Branche zeige trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise relative Robustheit. Die Renditechancen seien im Vergleich mit anderen Bereichen der Volkswirtschaft auf den ersten Blick zwar eher bescheiden, dafür aber deutlich klarer kalkulierbar und damit sicher. Rosenbaum wörtlich: “Der Gesundheitsmarkt braucht wegen des anhaltenden Kostendrucks und der partiellen Unterfinanzierung dringend privates Kapital. Deshalb gewinnt er für Investoren zunehmend an Attraktivität.” Der 5. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 2. und 3. September in Hamburg räumt dem Thema Finanzierung wegen der wachsenden Bedeutung großen Raum ein. Darauf hat der Kongresspräsident und Gesundheitsunternehmer, Prof. Heinz Lohmann, jetzt hingewiesen. Unter der Fragestellung “Finanzkrise und die Folgen: Gesundheitswirtschaft für Investoren attraktiv?” werden moderiert von Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt auf dem Kongress neben Markus Rosenbaum von der HSH Nordbank, Dr. Henning C. Schneider, Partner bei Latham & Watkins, Prof. Dr. Volker Penter, Partner bei KPMG, und Dr. Manfred Krukemeyer, Gesellschafter der Paracelsus Kliniken, diskutieren.

In der erstmalig veranstalteten Gesundheitslounge des Kongresses geht es um das Spezialthema “Welchen Mehrwert können strukturierte Leasinglösungen in der Gesundheitswirtschaft bieten?”. Dabei wird die DAL-Deutsche Anlagen Leasing Ansätze und Beispiele maßgeschneiderter Investitions- und Finanzierungslösungen sowohl für mittelständische, als auch für große Unternehmen der Gesundheitswirtschaft vorstellen. Die DAL-Gruppe hat bisher zahlreiche Immobilien-Leasingtransaktionen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 600 Mio. € im Altenpflege- sowie weitere nennenswerte Transaktionen im Klinikbereich erfolgreich abgeschlossen.

Das gesamte Programm des 5. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESSES finden Sie im Internet unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.

 
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MCC hospital world 2009

Hochrangige Chinesische Delegation auf der MCC hospital world 2009

Veranstaltung am 21. und 22. September 2009 in Berlin

MCC Hospital World 2009

MCC hospital world steht nicht nur für Wissensvorsprung, sondern insbesondere auch für nationales und internationales know how. In diesem Jahr  wird auf der MCC hospital world eine hochrangige Delegation aus China mit 20 Krankenhausdirektoren aus chinesischen Großstädten erwartet. Die chinesische Delegation kommt mit großen Erwartungen nach Berlin. Geht es doch neben der Wissens-Generierung und dem Erfahrungsaustausch auf dem Kongress insbesondere um die Herstellung wertvoller Kontakte zur deutschen und europäischen Health Industry sowie Pharma.

Sog. „Emerging Markets“ werden mittels Praxisbeispielen unter die Lupe genommen. Prozessoptimierung, Outsourcing und der „Grad von Fertigungstiefen“ in der Krankenhauslandschaft werden diskutiert. Gerade in Zeiten wie diesen ist es (über-) lebenswichtig, sich mit internationalen Experten über die aktuellen Probleme und Lösungen auszutauschen. Ihnen stehen abermals mehr als 20 namhafte Referenten internationaler Top-Adressen aus Großbritannien, Indien, Russland, Deutschland, Frankreich, Israel, Hongkong und den USA zur Verfügung.

Nutzen Sie Ihre Chance und riskieren Sie einen Blick über den Tellerrand hinaus.

Melden Sie sich jetzt an! Weitere Informationen unter www.hospitalworld.info

 

Beistand

HUK-COBURG hilft bei Behandlungsfehlern

Als eine der ersten privaten Krankenversicherungen bietet die HUK-COBURG-Krankenversicherung jetzt Hilfe bei Behandlungsfehlern an. Im Rahmen einer Telefonhotline haben vollversicherte Kunden dabei die Möglichkeit, sich bei konkreten Fragestellungen im Umfeld der Krankenversicherung, wie z.B. bei Behandlungsfehlern oder bei Fragen nach Gewährleistungsansprüchen aus dem Behandlungsvertrag, juristisch beraten zu lassen.

 
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ZeQ Management Campus

Der Klassiker - DIN EN ISO 9001

Veranstaltung vom 30. September bis 1. Oktober 2009

ZeQ

Im deutschen Gesundheitswesen lässt sich eine steigende Bedeutung der Norm feststellen, insbesondere bei der Zertifizierung von Kompetenz- oder Organzentren oder in Instituten wie Radiologien oder Laboratorien.

In unserem Seminar lernen Sie die Denkweise und Grundprinzipien der DIN EN ISO 9001 kennen. Wir zeigen Ihnen, wie die Anforderungen der Norm (inkl. Neuerungen 2008) in die Sprache des Gesundheitswesens „übersetzt“ werden und Sie diese in Ihrer Einrichtung umsetzen können.

Nächster Termin im ZeQ Management Campus Mannheim: 30.09.-01.10.2009

Der ZeQ Management Campus in Mannheim ist eine Stätte des Dialogs zwischen Führungskräften und Fachexperten. Unsere Seminare bieten praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie per E-Mail (training@zeq.de), Telefon (0621/32885035) oder unter www.management-campus.eu.

 

Willkommenes Argument

Schweinegrippe Auslöser für GBK-Zusatzbeiträge

Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) hat bis zuletzt gehofft, die bestehenden Belastungen ohne Zusatzbeiträge abfedern zu können. Als dann aber klar geworden sei, dass durch die Schweinegrippe eine weitere Belastung von 600 000 Euro auf die 30 000 Mitglieder zählende Krankenkasse zukomme, sei die Erhebung der Zusatzbeiträge notwendig geworden, sagte GBK-Vorstand Helmut Wasserfuhr in Köln. Anders seien die Schulden der GBK nicht zu begleichen. Der Sanierungsbeirat habe die Entscheidung getroffen. Rückwirkend zum 1. Juli sollen die Versicherten pro Monat acht Euro zahlen. Unklar ist, ob der Zusatzbeitrag über das Jahr hinaus zu zahlen sein wird. Im September kommt der neue Grundlagenbescheid. Der legt für die einzelnen Kassen fest, welche Zuweisungen sie aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Eine Tendenz sei im Augenblick noch nicht absehbar, sagte Wasserfuhr. Wenn klar sei, dass man mehr Mittel erhalte, könne sich das auch schnell auf den Zusatzbeitrag auswirken. Die Kasse war 2005 und 2006 wegen zweier Blutererkrankungen in finanzielle Schieflage geraten. Für die Medikamente zur Behandlung seien rund 14 Millionen Euro aufgewendet worden. Allein eine Spritze habe 27 000 Euro gekostet. Es flossen Ausgleichszahlungen innerhalb des Betriebskrankenkassen-Systems. Aber er habe auch Darlehen aufnehmen müssen, die zurückgezahlt werden müssten, sagte Wasserfuhr.

 
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mibeg-Institut Medizin

Managementkompetenzen für leitende Ärzte

Weiterbildung ”Health Management”

Wie sichere ich den wirtschaftlichen Erfolg meiner Klinik? Welche betriebswirtschaftlichen Kenntnisse benötigt man dazu? Wie positioniert man ein Krankenhaus im Markt? Wie motiviert und führt man seine Mitarbeiter und gestaltet mit ihnen gemeinsam den Erfolg?

Die Weiterbildung „Health Management“, die das mibeg-Institut Medizin bereits zum 22. Mal in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein startet, informiert leitende Ärztinnen und Ärzte über gesundheitspolitische und ökonomische Eckdaten des Gesundheitswesens und zeigt lösungsorientierte Ansätze für wirtschaftliches Handeln im Krankenhaus auf. Ziel des Seminars ist es, die ökonomischen Perspektiven medizinischer Prozesse so transparent zu machen, dass leitende Ärzte unterstützt werden in ihrer Entscheidungsverantwortung für eine optimale Patientenversorgung.

Die Weiterbildung startet am 25. September 2009 und umfasst sieben Seminareinheiten im Zeitraum eines Jahres.

Weitere Informationen unter www.mibeg.de

 

Zerschlagung

Merckle-Firma Mepha soll verkauft werden

Der zur Merckle-Gruppe gehörende Schweizer Generikahersteller Mepha soll verkauft werden. Das Bankenhaus Rothschild sei damit beauftragt worden, verschiedene Optionen zu prüfen, sagte ein Unternehmenssprecher am Firmensitz in Aesch im Kanton Basel-Landschaft. Der Verkauf hänge mit der Eigentümerstruktur zusammen. Die Familie Merckle halte die Mehrheit der Anteile. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 379 Millionen Schweizer Franken (249 Millionen Euro). In der Schweiz, wo das Unternehmen hauptsächlich Generika verkauft, lagen die Erlöse bei 167 Millionen Euro. Neben seiner Generikasparte stellt Mepha aber auch Originalpräparate zur Behandlung von Malaria her. Weltweit beschäftigt der Generikahersteller rund 1000 Menschen, davon rund 480 in der Schweiz.

 
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Zukunft Personal 2009:

Neue Impulse für die Personalarbeit

Veranstaltung vom 22. bis 24. September 2009 in Köln

Zukunft Personal 2009Zum zehnten Mal kommen Personalverantwortliche und Dienstleister für das Human Resource Management auf der Zukunft Personal zusammen: vom 22. bis 24. September 2009 in Köln. Rund 500 Aussteller und mehr als 200 Vorträge und Podiumsdiskussionen machen den Kölner HR-Gipfel zu Europas größter Fachmesse für Personalmanagement. Im Jubiläumsjahr der Zukunft Personal beschäftigen sich zahlreiche Experten mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Personalarbeit und geben Tipps für nachhaltige Strategien in einer sich immer schneller wandelnden Arbeitswelt.

Wie Kranken- und Pflegeeinrichtungen angesichts des demographiegetriebenen Fachkräftemangels an Attraktivität als Arbeitgeber gewinnen, ist ein Top-Thema der Vortragsreihe „Personal & Pflege“, die am 22. September bereits in die dritte Runde geht.

Weitere Informationen: www.zukunft-personal.de und www.personalundpflege.de

 

Stabil durch die Krise

Pharma-Branche trotzt der Krise

Die Pharmaindustrie leidet einem Magazinbericht zufolge sehr viel weniger unter der Wirtschaftsflaute als andere Branchen. Das zeige der Index der Auftragseingänge von 1991 bis heute, den der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in den nächsten Tagen mit weiteren aktuellen Zahlen der Branche veröffentlichen wird, schreibt die "Wirtschaftswoche" in ihrer aktuellen Ausgabe. Dem Magazin liegen die Daten bereits vor. So lag der Index im Juni für pharmazeutische Erzeugnisse bei 103,8 und damit höher als beim Verarbeitenden Gewerbe (89,1) und der Chemischen Industrie (93). Boom- oder Krisenzeiten beeinflussten die Auftragslage der Pharmaunternehmen in den vergangenen Jahren weit weniger als in anderen Branchen. "Grund ist der medizinische Bedarf der Gesellschaft, der keinen großen Nachfrageschwankungen unterliegt", sagte VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer dem Magazin. Die Firmen investierten 2008 rund 1,53 Milliarden Euro, mehr als im Spitzenjahr 2006. Damals waren es 1,51 Milliarden. Auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erreichten mit 4,84 Milliarden Euro einen Rekord. 442 neue Arzneimittel der VFA-Mitglieder haben die Chance, bis 2013 zugelassen zu werden. Der Exportanteil stieg von 36 Prozent 1995 auf 56 Prozent im Jahr 2008.

 
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ZENO-Veranstaltung:

Finanzielles Risikomanagement/Forderungsmanagement im Krankenhaus

Veranstaltung am 29. September 2009 in Köln

ZenoDas Thema Erlössicherung nimmt im Krankenhaus eine immer größere Bedeutung an. Mit Inkrafttreten des Krankenhausfinanzierungsrahmengesetzes sind die Krankenhäuser nunmehr verpflichtet, die Selbstbeteiligungen bei den Patienten selbst einzufordern. Die Krankenkassen können die vorgeschriebenen Selbstbeteiligungen der Patienten bei stationären Aufenthalten von den Erstattungsbeiträgen einhalten und die Krankenhäuser müssen die Differenz selbst tragen. Es kann sich um 6-stellige Erlösausfälle handeln!

Praxisbeispiele werden Hilfestellungen leisten bei einem zügigen Forderungseinzug gegenüber den Kostenträgern, KV und Patienten. Sie sollen Strategien zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen und Zahlungsverweigerungen aufzeigen und Möglichkeiten zur Überbrückung von Finanzierungsengpässen aufweisen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Kontinuität

MediClin wächst weiter

Der Gesundheitskonzern MediClin hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 230,9 Millionen Euro erwirtschaftet und damit 2,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Konzernbetriebsergebnis konnte von 5,2 auf 5,3 Millionen Euro gesteigert werden, wie das Unternehmen mitteilte.

 
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EuromedClinic

EuromedClinic seit 12. August 2009 zertifiziert nach DIN-ISO 9001

Qualitätsmanagement-Zertifizierung für mehr Patientenzufriedenheit

EuroMedFürth-Nürnberg: Nach einem Jahr intensiver Vorarbeiten konnte das Qualitätsteam der EuromedClinic heute stolz die Urkunde für die Zertifizierung ihres Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 entgegennehmen. Die Zertifizierung gilt für alle Bereiche der EuromedClinic GmbH und wird jährlich durch neutrale Auditoren der DEKRA überprüft.

Zertifizierungen sind bei öffentlichen wie privaten Kliniken freiwillig, öffentliche Krankenhäuser müssen lediglich alle zwei Jahre einen strukturierten Qualitätsbericht veröffentlichen. „Für uns ist die hohe Qualität unserer medizinischen Leistung, aber auch unserer Serviceleistung die wichtigste Managementaufgabe“, begründet Geschäftsführer Dr. med. Guido Quanz die Zertifizierung: „Ohne ein systematisches Qualitätsmanagement ist das aber in einem so komplexen Gebilde wie einem Krankenhaus heutzutage nicht mehr zu erreichen. Die Zertifizierung ist uns daher eine Selbstverpflichtung zum Wohl unserer Patienten.“

www.euromed.de

 

Auf Kurs

Anhaltender Aufwärtstrend in der Geschäftsentwicklung

Die MATERNUS-Kliniken AG, einer der führenden Betreiber von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen in Deutschland, hat ihren Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2009 veröffentlicht. Durch die bereits vorangetriebenen Maßnahmen zur Differenzierung der Angebotspalette und zur Professionalisierung von Strukturen und Abläufen konnten im ersten Halbjahr 2009 sowohl Marktposition als auch wirtschaftliche Ertragskraft weiter gestärkt werden. Im Berichtszeitraum stiegen die Umsatzerlöse um 3,5 Prozent von 53,2 Mio. EUR auf 55,1 Mio. EUR. Der MATERNUS-Konzern erzielte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,9 Mio. EUR nach 2,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer deutlich verbesserten EBITDA-Marge von 7,0 Prozent nach 4,0 Prozent im Vorjahr. Auch das Vorsteuerergebnis (EBT, nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter) konnte zum 30. Juni 2009 auf -1,6 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr: -4,1 Mio. EUR).

 
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ZeQ Management Campus

QM in Rehakliniken – Verfahren im Vergleich

Veranstaltung am 22. September 2009

ZeQ

Mit der im SGB IX formulierten Verpflichtung zur Zertifizierung von Rehakliniken gewinnt die Auswahl eines geeigneten QM-Verfahrens an Bedeutung: entscheidend ist, dass es die Strukturen und Zielsetzungen Ihrer Rehaklinik berücksichtigt.

Im Seminar stellen wir die relevanten QM-Verfahren vor und diskutieren deren Vor- und Nachteile. Sie erhalten praktische Tipps von Experten, so dass Sie am Ende entscheiden können, welches Verfahren für Ihre Einrichtung am besten geeignet ist.

Nächster Termin im ZeQ Management Campus Mannheim: 22.09.2009

Der ZeQ Management Campus in Mannheim ist eine Stätte des Dialogs zwischen Führungskräften und Fachexperten. Unsere Seminare bieten praxiserprobte Lösungen.

Informationen erhalten Sie unter 0621-32885035, per E-Mail (training@zeq.de) oder unter www.management-campus.eu.

 

Verbot

Apothekerterminal nur eingeschränkt zulässig

Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen von Apotheken nicht über ein automatisiertes Terminal abgegeben werden. Das hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim entschieden. Frei verkäufliche Medikamente dagegen darf ein Apotheker rund um die Uhr über ein solches System vertreiben, bei dem er nur noch über Mikrofon und Kamera Kontakt zum Kunden hat, heißt es in dem veröffentlichten Urteil. Damit war ein Mannheimer Apotheker mit seiner Klage gegen ein Verbot des Regierungspräsidiums Karlsruhe zum Teil erfolgreich. Die baden-württembergischen Richter zeigten sich großzügiger als ihre Kollegen in Rheinland-Pfalz: Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hatte Ende Juli jegliche Abgabe von Medikamenten über ein Terminal verboten (OVG 6 A 11397/08). Ihrer Ansicht nach steht ein Apothekenterminal im Widerspruch zum gesetzlich festgelegten Arzneimittelschutz. Die Mannheimer Richter sehen jedoch eine Änderung der Medikamentenabgabe dadurch, dass der Versandhandel mit Arzneimittel zulässig ist. "Seither gilt, dass der Kunde zur Entgegennahme von Arzneimitteln eine Apotheke nicht mehr betreten braucht, wenn er es nicht will", heißt es im Urteil. Darum mache es kaum einen Unterschied, ob ein Arzneimittel "von Hand zu Hand" oder mit dem "Medi-Terminal" überreicht werde. Darum dürfe es als Ergänzung zum "Normalbetrieb" einschließlich des Notdienstes benutzt werden. Der klagende Apotheker hatte in seiner Apotheke in der Mannheimer Innenstadt ein Terminal installiert, mit dem er Medikamente an Kunden abgeben kann, auch wenn er nicht im Geschäft ist. Der Apotheker kann dabei über ein Bildschirmtelefon mit dem Kunden kommunizieren. Rezepte werden eingescannt und können dann von ihm am Bildschirm überprüft werden. Während der Öffnungszeiten hat der Kunde mit dem Apotheker selbst Kontakt, in der Nacht mit einer Person in einem Servicezentrum.

 
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Albertinen-Diakoniewerk e.V.

5. Hamburger Symposium zur Integrierten Versorgung

Probieren, Etablieren, Profilieren (PEP) - Der PEP von IV-Modellen

Unter dem Titel „Probieren, Etablieren, Profilieren (PEP) - Der PEP von IV-Modellen“ schafft das Albertinen-Diakoniewerk e.V. erneut eine Informations- und Kommunikationsplattform für alle Interessierten und Akteure aus dem Gesundheitswesen und macht so deutlich, dass der Pep neuer Versorgungsmodelle nicht darin besteht, „alten Wein in neuen Schläuchen“ zu verkaufen. Neue Wege zu gehen heißt eben auch, sich von bisherigen Denk- und Strukturmustern in der Gesundheitspolitik zu lösen, Neues auszuprobieren und das Bewährte mutig weiterzuentwickeln.

Themenschwerpunkte:

  • Wunderpille Morbi-RSA
  • Realität der Integrierten Versorgung - Vom Papiertiger zum Versorgungsmodell
  • Das Gesundheitswesen nach der Wahl, Professor Lauterbach was nun?
  • Pharma & Co. - Vom Reserve- zum Stammspieler?
  • Kampf um den ambulanten Versorgungssektor

Programm und Anmeldung unter: www.iv-hh.de

 

Ärzteproteste

Ärzte-Einkommen überdurchschnittlich gestiegen

Bei den niedergelassenen Ärzten hat es nach einem Zeitungsbericht entgegen der Klagen vieler Funktionäre in den vergangenen Jahren keine Honorareinbußen gegeben. Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt, haben die Mediziner auch in den Jahren vor der Honorarreform deutliche Zuwächse verzeichnet. Laut Studie betrug 2007 der durchschnittliche Reinertrag eines Mediziners 142.000 Euro im Jahr. Das ist im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2002 ein Plus von 12,7 Prozent. Der Honoraranstieg aus der seit Anfang des Jahres geltenden Reform ist noch nicht berücksichtigt. Damit seien die Honorare der Mediziner stärker angestiegen als die Bruttoverdienste der Arbeitnehmer in Deutschland. Das durchschnittliche Plus bei den Ärzten habe pro Jahr 2,42 Prozent betragen, während es bei den Arbeitnehmern bei etwa 2,3 Prozent lag, schreibt die Zeitung. Durch die Honorar-Reform haben die Ärzte nach Berechnungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in den ersten drei Monaten des Jahres im Schnitt 7,4 Prozent mehr verdient als im Vorjahrsquartal. Die Honorare der Mediziner sind jedoch sehr unterschiedlich. So verdient ein Hausarzt im Schnitt weniger als ein Radiologe. Wer in einem wohlhabenden Teil des Landes praktiziert, erhält mehr als sein Kollege in einer ärmeren Region. Das Statistische Bundesamt ermittelte die Daten durch eine Befragung von 5.299 Arztpraxen in ganz Deutschland.

 
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Pflegemesse Leipzig:

Größte Fortbildungsveranstaltung für Pflege und Homecare in Deutschland

Veranstaltung vom 29. September bis 1. Oktober 2009 in Leipzig

Pflege Messe LeipzigDie Pflegemesse Leipzig und die homecare leipzig präsentieren vom 29. September bis 1. Oktober 2009 die gesamte Palette der Pflege und Homecare-Versorgung auf 17.000 Quadratmetern Ausstellungs­fläche. Insgesamt reisen mehr als 300 Unternehmen nach Leipzig an. Insgesamt zeigen 150 Unternehmen und damit jeder zweite Aussteller in Leipzig Produkte und Dienstleistungen für die Homecare-Versorgung und deren Leistungserbringer.

Die beiden Fachkongresse der Pflegemesse Leipzig und der home­care leipzig bieten 116 Seminare und Workshops im Congress Center Leipzig. Mehr als 250 Experten geben Auskunft, wie die pro­fessionelle pflegerische Versorgung in unserer Gesellschaft gewähr­leistet und die sektorenübergreifende Patientenversorgung umgesetzt werden kann.

Weitere Informationen unter www.pflegemesse.de.

 

Geschäftsanteile

Celesio übernimmt DocMorris komplett

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio hat einem Medienbericht zufolge das Apotheken-Handelsunternehmen DocMorris komplett übernommen. Wie der Branchendienst "Apotheke Adhoc" berichtete, übertrug DocMorris-Gründer Ralf Däinghaus seine Geschäftsanteile an das mehrheitlich zum Haniel- Konzern gehörenden Unternehmen Celesio. Damit scheide Däinghaus nicht nur als Firmenchef von DocMorris, sondern auch als Anteilseigner aus dem Unternehmen aus. Für einen unbekannten Kaufpreis habe Däinghaus sein Anteilspaket von 8,16 Prozent an die Celesio-Tochter Admenta Deutschland verkauft. Weitere 0,43 Prozent übertrug dem Bericht zufolge der ehemalige Marketing- und Vertriebsvorstand Thomas Schiffer. Die Anteile des früheren Finanzvorstandes Christoph Jennen in Höhe von 0,93 Prozent hatte Celesio dem Bericht zufolge bereits nach dessen Ausscheiden Ende 2008 übernommen. Damit sei Celesio nun Alleineigner von DocMorris. Der Konzern war den Angaben zufolge Ende April 2007 bei der Unternehmensgruppe eingestiegen und hatte damals für 183 Millionen Euro rund 90 Prozent der Anteile übernommen. Den Rest hatten die drei Manager behalten.

 
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ANDREE CONSULT:

ANDREE CONSULT veröffentlicht aktualisierten Strategieleitfaden für Krankenhäuser

Strategische Zielplanung für Krankenhäuser

Wie kann ein Krankenhaus zukünftig erfolgreich positioniert werden? Welche Kooperationen sind sinnvoll? Welche Stärken und Schwächen sollten berücksichtigt werden?

Bei der Erarbeitung von Antworten für diese und weitere strategische Fragen hilft der aktualisierte Leitfaden zur „Strategischen Zielplanung für Krankenhäuser“. Bereits im Jahr 2006 wurde die Erstauflage des Leitfadens erfolgreich von ANDREE CONSULT veröffentlicht gemeinsam mit dem Sozialministerium Hessen.

Auf Grundlage umfangreicher Projekterfahrungen mit Strategieprojekten im Krankenhausbereich hat ANDREE CONSULT den Strategieleitfaden praxisnah überarbeitet. Der Praxisleitfaden wird gerne persönlich im Krankenhaus vorgestellt oder kann kostenlos bestellt werden.

Weitere Informationen unter www.andreeconsult.de.

 

Namen & Nachrichten

Rauswurf

Uniklinik setzt Ines Manegold vor die Tür

Bei seiner Aufsichtsratssitzung hat das Universitätsklinikum Düsseldorf nach einer Meldung der Zeitung Express kurzerhand seine Kaufmännische Direktorin Ines Manegold vor die Tür gesetzt. Kommissarischer Nachfolger wurde jetzt zunächst Thorsten Celary, der bislang als Leiter der Stabsstelle Controlling fungierte. Ines Manegold war erst seit dem 15. Februar vergangenen Jahres im Amt. Über den Grund der Entlassung will man sich an der Uniklinik nicht äußern. "Vorstandschef Professor Dr. Wolfgang Raab: "Über die Details wollen wir hier nicht öffentlich sprechen. Das gehört in unserem Haus zum guten Ton. Nur so viel: Es hat mit unterschiedlichen Auffassungen in grundsätzlichen Angelegenheiten des Klinikums zu tun." , so Express. Manegold kam als Finanzdezernentin des Universitätsklinikums Köln nach Düsseldorf. Sie hatte den Direktorposten von ihrem Vorgänger Peter Zschernack übernommen.

 

Neuer Chef

Neuer Verwaltungschef in der Prümmer-Klinik

Die Franz-von-Prümmer-Klinik hat einen neuen Verwaltungsdirektor. Michael Abert ist Nachfolger von Margit Schmaus als Verwaltungsdirektor. Michael Abert stammt aus Lich in Hessen, ist 36 Jahre alt. Zuletzt war er Vorstandsassistent der Agaplesion gAG in Frankfurt; zu der Gesellschaft gehören mehr als zwanzig Kliniken und Altenheime mit rund 6200 Mitarbeitern.

 

Berufethos

Arzt soll 50 Frauen sexuell missbraucht haben

Einer der bekanntesten Spezialisten Brasiliens für künstliche Befruchtung ist unter dem Verdacht festgenommen worden, mehr als 50 Patientinnen während der Narkose oder in der Aufwachphase sexuell missbraucht zu haben. Roger A. wurde in seiner Nobel-Klinik in São Paulo von der Polizei abgeführt. Eine Patientin berichtete, der Mediziner habe sie an intimen Stellen berührt und geküsst. Sie sei aber von der Narkose noch zu benommen gewesen, um sich zu wehren.

 

Reorganisation

Celesio baut Vorstand um

Der Pharmakonzern Celesio hat seinen Vorstand neu organisiert. Nach dem Ausscheiden von Finanzvorstand Stefan Meister hätten die übrigen drei Vorstandsmitglieder seine Aufgaben vorübergehend übernommen, teilte die Aktiengesellschaft in Stuttgart mit. Celesio-Chef Fritz Oesterle ist demnach für Großbritannien und Norwegen verantwortlich. Zudem soll er nach der Zustimmung des Aufsichtsrats wieder Arbeitsdirektor werden. Finanzvorstand Christian Holzherr verantwortet die Geschäfte in Belgien, Irland, Niederlande und Tschechien sowie den Konzernbereich Human Resources. Wolfgang Mähr ist für Italien und den Geschäftsbereich Apotheken zuständig. Der Umbau wurde nötig, nachdem Meister zum Celesio-Großaktionär Haniel wechselte. Unternehmenskreisen zufolge gab es innerhalb des Celesio-Vorstandes Unstimmigkeiten.

 

Klinikum Gießen/Marburg

Neuer Kaufmännischer Geschäftsführer am Standort Marburg berufen

Herr Zimmer (41) begann seine berufliche Laufbahn nach dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium am Universitätsklinikum der Justus Liebig Universität in Gießen, wo er in der Zeit von 1994 bis 1999 als Vorstandsassistent und Projektmanager tätig war. 1999 wechselte er als Assistent der Geschäftsführung zur Kienbaum Consultants International GmbH, wo er neben der Geschäftsführungsassistenz zugleich als Berater für den Bereich Health Care der Kienbaum Management Consultants sowie ab Anfang 2001 dann als Bereichsleiter eBusiness der Kienbaum Gruppe verantwortlich zeichnete. Mit den Erfahrungen aus dem Universitätsklinikum sowie der Beratung wechselte Herr Zimmer 2003 zur HELIOS Kliniken GmbH, wo er deutschlandweit als Geschäftsführer verschiedener Krankenhäuser und anderen Unternehmen der HELIOS Gruppe eingesetzt wurde. Seit Anfang 2007 leitete er als Regionalgeschäftsführer die Region Mitte-West der HELIOS Gruppe. Herr Zimmer hat am 1. August 2009 die kaufmännische Geschäftsführung des Standortes Marburg übernommen. Der bisherige kaufmännische Geschäftsführer des Standortes Marburg, Dr. Peter Mein übernimmt als Geschäftsführer Zentrale Dienste standortübergreifende Tätigkeiten in den Bereichen Finanzen/Controlling, Technik, Dienstleistungen, Einkauf, IT, Apotheke und Personal. Diese Struktur wurde bereits zu Jahresanfang mit dem Führungswechsel im UKGM festgelegt.

 

Aktivitäten in Europa

Bill & Melinda Gates Foundation beruft Joe Cerrell zum Leiter des neuen Europabüros

Wie die Bill & Melinda Gates Foundation bekannt gab, ist Joe Cerrell mit Wirkung zum 1. Januar 2010 zum Leiter des neuen europäischen Büros der Stiftung in London berufen worden. Cerrell ist derzeit noch als Leiter des Bereichs Weltweite Gesundheitspolitik und Anwaltschaft (Director of Global Health Policy and Advocacy) für die Stiftung tätig. "Die Ausweitung unserer Aktivitäten in Europa geniesst für die Stiftung hohe Priorität, und wir freuen uns sehr darüber, dass Herr Cerrell sich in Zukunft für dieses Projekt verantwortlich zeichnen wird", erklärte Bill Gates, Mitvorsitzender der Gates Foundation. "Herr Cerrell ist bereits seit vielen Jahren eine der erfahrensten Führungskräfte der Stiftung und war wesentlich an der Weiterentwicklung und am Ausbau unserer Aktivitäten beteiligt. Gleichzeitig leitete er äusserst erfolgreiche Massnahmen zur Förderung der Weltgesundheit, von denen viele in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern umgesetzt wurden."

 

Hohe Geldstrafe

Ulrich Marseille zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Landgericht Halle hat nach einer Meldung von welt-online den Hamburger Klinikbetreiber Ulrich Marseille zu einem Jahr Haft, ausgesetzt auf vier Jahre zur Bewährung, verurteilt. Als Bewährungsauflage wurde ihm aufgegeben, sechs Millionen Euro an die Staatskasse zu zahlen, teilte der Sprecher des Landgerichts, Wolfgang Ehm, mit. Das Gericht verurteilte den Unternehmer wegen versuchter Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage in Tateinheit mit versuchter Nötigung. Das Gericht verurteilte Ulrich Marsaille wegen versuchter Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage in Tateinheit mit versuchter Nötigung. Er war angeklagt, einen früheren Mitarbeiter einer Wohnungsgesellschaft selbst oder durch Dritte bedroht zu haben, um den Mann von einer Zeugenaussage vor dem Oberlandesgericht Naumburg abzuhalten.

 

Einbruch

Stada-Finanzvorstand geht

Der Arzneimittelhersteller Stada trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Finanzvorstand. Wolfgang Jeblonski scheide im besten Einvernehmen aus dem Vorstand aus, teilte das Unternehmen in Bad Vilbel mit. Der Manager, dem Aufsichtsrat und Vorstand für seine langjährige erfolgreiche Arbeit dankten, werde Stada noch bis zum Jahresende als Berater zur Verfügung stehen. Die bisherigen Aufgaben Jeblonskis werden zunächst von dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff beziehungsweise dem Vorstand Produktion und Entwicklung, Christof Schumann, mit übernommen. Während die Dankformel dem Manager ein hervoragendes Zeugnis ausstellt, kommt der Weggang für das Unternehmen offenbar überraschend. Ein Stada-Sprecher wollte sich zu den Hintergründen des Abgangs von Jeblonski auf Anfrage nicht äußern.

 

Personenwechsel

Neuer Onkologe im Klinikum Ingolstadt

Ende Juli 2009 ist Dr. Matthias Burkert aus dem Dienst des Klinikums Ingolstadt ausgeschieden. Im September 2009 wird ein erfahrener Onkologe seine Arbeit im Klinikum aufnehmen. Tumoren des Magen-Darm-Traktes (Magen, Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Dickdarm) werden unverändert durch Prof. Dr. Josef Menzel und sein Team behandelt. Der neue Onkologe wird die Medizinische Klinik II ergänzen. Damit ist die Behandlung aller Tumorerkrankungen im Klinikum Ingolstadt in gewohnter Qualität auch weiterhin gewährleistet.

 

Klinik-News

Vertane Chance

Kein Interesse an Evaluierung der Krankenhausfinanzierung?

”Die Evaluierung der 2003 eingeführten Krankenhausfinanzierung über Fallpauschalen (DRG) lässt Kernfragen unbeantwortet”, so kritisiert Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) Auftraggeber und Ausführende der sogenannten DRG-Begleitforschung. Die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen, also Verbände der Krankenkassen und Krankenhäuser, hatten die Studie beim IGES-Institut in Auftrag gegeben. "Die Patienten haben ein Recht darauf, objektiv und vollständig darüber informiert zu werden, welche Auswirkung die Einführung der Fallpauschalen im Krankenhaus gehabt hat. Ist es objektiv zu "blutigen Entlassungen" oder häufigeren Wiederaufnahmen der Patienten gekommen, wie in den Medien immer wieder behauptet? Und werden am Freitagmittag Schwerkranke aus kleineren Krankenhäusern in die Häuser der Maximalversorgung verschoben, da sie die teuren Fachärzte am Wochenende nicht vorhalten können? Stattdessen gleicht der im Frühsommer verschickte Fragebogen einer Meinungsumfrage", erklärt Strehl in Berlin. "Wir sind bereits mit unserer Kritik an das Institut heran getreten - erfolglos". Die Universitätskliniken in Deutschland wollen sich geschlossen nicht an der Befragung durch das IGES-Institut beteiligen. Der Verband bezeichnet das Vorgehen als vertane Chance, die Reform zu überprüfen und auf Grundlage der Erkenntnisse Reformen im Gesundheitswesen weiter zu entwickeln. "Wenn Kassen und Leistungserbringer dazu nicht willens und in der Lage sind, müsste die Politik eine solche Untersuchung in Auftrag geben", fordert VUD-Vorsitzender Prof. Dr. Rüdiger Siewert, "denn zumindest die Bundesregierung sollte im Interesse der Bürger an echten Antworten interessiert sein".

 

Beliebtheitsskala

Die 50 besten Krankenhäuser Deutschlands

Das beliebteste Krankenhaus Deutschlands ist nach einem Bericht der Bild-Zeitung die Klinik St. Marienstift in Magdeburg. Das ergab eine neue Mitgliederbefragung der Techniker Krankenkasse für ihren Online-Klinikführer. Danach sind die Patienten mit Behandlungserfolg, Pflege, Information, Organisation und Unterbringung in der Magdeburger Klinik am zufriedensten. 93,67 Prozent bewerteten die Leistungen des St. Marienstift positiv. Auf die Plätze zwei und drei der Umfrage kommen das Herz-Zentrum Bad Krozingen (Patientenzufriedenheit 93,31 Prozent) und das St. Josef-Stift Sendenhorst (92,36 Prozent).

 

Fördermittel

13,6 Millionen Euro für Krankenhaus-Sanierung

Der letzte Sanierungsabschnitt für das Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) wird jetzt in Angriff genommen. Staatssekretär Winfried Alber (SPD) vom Gesundheitsministerium hat den entsprechenden Bescheid über Fördermittel in Höhe von 13,6 Millionen Euro übergeben. Die Sanierung des Nordwestflügels soll bis 2012 abgeschlossen werden. Bereits saniert sind der Südflügel für etwa 15,5 Millionen Euro und der Nordostflügel für 20,5 Millionen Euro. Im Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt gibt es mehr als 300 Betten. Beschäftigt werden in sieben Fachabteilungen 57 Mediziner sowie 178 Schwestern und Pfleger.

 

Personalmanagement

"Krankenhäuser müssen vor der eigenen Türe kehren"

Der Marburger Bund (MB) warnt davor, den Ärztemangel auf ein Studienplatzproblem zu reduzieren. Die Forderung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Studienplatzkapazitäten in der Medizin auszuweiten, geht in die richtige Richtung, greift aber zu kurz. Denn der Effekt einer solchen Maßnahme tritt erst mit einem Abstand von acht bis zehn Jahren ein, wenn die neu ausgebildeten Ärzte in der Versorgung ankommen. Für die aktuellen Probleme bei der Stellenbesetzung ist der DKG-Vorstoß keine Lösung. Das beste Mittel gegen Ärztemangel sind immer noch attraktive Arbeitsplätze", betonte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Die DKG habe ihre Vorschläge auch nicht zu Ende gedacht. Wenn mehr Studenten ausgebildet würden, müssten auch die Kapazitäten in der klinischen Ausbildung, am Krankenbett des Patienten, erweitert werden. Bisher würden nur die Universitätskliniken diese Aufgabe übernehmen. "Man kann nicht einfach eine höhere Zahl von Studienplätzen fordern und die Frage der klinischen Ausbildung unter den Tisch fallen lassen", kritisierte Henke. Als völlig untauglich bezeichnete der MB-Vorsitzende die Forderung der DKG, die bestehende Arbeitszeitgesetzgebung erneut in Frage zu stellen. "Wir sind dem Europäischen Parlament dankbar, dass es den Versuch abgewehrt hat, patientenfeindliche Marathondienste zuzulassen. Bei der EU-Arbeitszeitrichtlinie darf es keine Rolle rückwärts geben", so Henke.

 

Auf den Barrikaden

Warnstreik im Klinikum Dachau

Im Klinikum Dachau traten laut einer Meldung von merkur-online Pflege- und Servicekräften in den Ausstand. "Die Gewerkschaft Ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen. Arbeitnehmervertreter und die Amperkliniken AG haben die zweite Verhandlungsrunde hinter sich, doch eine Annäherung ist nicht in Sicht. Ver.di fordert zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr, die Unternehmensleitung bietet maximal 3,5 Prozent." (merkur-online) Ein "Hohn-Angebot", heißt es dazu in einer Presseerklärung von Ver.di, schließlich fahre die Röhn Klinikum AG, der die Häuser in Dachau und Indersdorf gehören, Rekordgewinne ein. Bei den Beschäftigten gebe es "Unverständnis und Wut". In einem Schreiben der Amper Kliniken AG hingegen heißt es, dass "zunehmend der Eindruck entsteht, dass Ver.di nicht in erster Linie die Interessen der Mitarbeiter vertritt, sondern eigene gewerkschaftspolitische Ziele durchzusetzen versucht". Vorstand, Chefärzte und Pflegedienstleitung hätten kein Verständnis für die völlig überzogenen Forderungen der Gewerkschaft.

 

Offene Fragen

Tarifverhandlungen an der Charité fortgeführt

Die Tarifverhandlungen zwischen der Charité und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund sind fortgesetzt worden. "Wir sind ein gutes Stück vorangekommen. Für Erfolgsmeldungen ist es aber noch zu früh. Wir sind noch nicht über den Berg", sagte Lutz Hammerschlag vom Marburger Bund. Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 23. September sollen nun noch offene Fragen bei den Arbeitszeiten der rund 2200 Charité-Ärzte und der Gehaltseinstufung bei Zusatzqualifikationen geklärt werden.

 

Zusammenarbeit

Neue Kliniken-Kooperation besiegelt

Die Waldburg-Zeil Kliniken in Isny und die St. Anna-Virngrund-Klinik in Ellwangen haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel des Vertrages ist, die bessere Verzahnung der Behandlung für Patienten, die zum Beispiel nach einer Operation besonderer therapeutischer Nachbetreuung bedürfen.

 

An neuen Ufern

Regio-Kliniken gehören jetzt Sana

Der Kreis Pinneberg hat den Verkauf seiner Regio Kliniken GmbH an die Sana Kliniken AG abgeschlossen, berichtet das Hamburger Abendblatt. Landrat Wolfgang Grimme und der Sana-Vorstandschef Michael Philippi unterzeichneten entsprechende Verträge. "Damit wechseln 74,9 Prozent der Anteile für 2,5 Millionen Euro den Besitzer. Sana garantiert die drei Standorte in Pinneberg, Wedel und Elmshorn für mindestens 20 Jahre. Die Kliniken sollen Mittel für notwendige Investitionen erhalten. Für die Beschäftigten gibt es Arbeitsplatzgarantien. "Dies sind Punkte, die der Kreis Pinneberg nicht leisten konnte", teilte Grimme mit. Die Kliniken hatten zuletzt massive Verluste erwirtschaftet."

 

Bürgerbegehren

"Krankenhäuser in Bürgerhand"

Das Bürgerbegehren "Krankenhäuser in Bürgerhand" im Landkreis Rottal-Inn ist zulässig. Das hat der Kreisausschuss in Pfarrkirchen einstimmig beschlossen. Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen einen möglichen Verkauf der drei Kreiskrankenhäuser in Pfarrkirchen, Eggenfelden und Simbach am Inn an einen privaten Investor. Der Kreistag hatte im Mai mit großer Mehrheit beschlossen, ein Bieterverfahren für die drei Krankenhäuser auszuschreiben. Insgesamt 13 private, öffentliche und kirchliche Betreiber haben bislang Interesse signalisiert. Der Bürgerentscheid findet am 8. November statt.

 

Geldsegen

Erbschaft ermöglicht Klinik-Neubau

Wie rp-online /13.8.) berichtet, hat die Kinderklinik im Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach geerbt. 750.000 Euro hat die im März 2007 verstorbene Ilse Lommel der Stadt hinterlassen. Zweckgebunden zur Förderung der Krankenpflege. Jetzt wird das Geld angelegt. Das Sozialpädiatische Zentrum wird erweitert. Rund 1,2 Millionen Euro wird der Neubau kosten.

 

Geldnot

Der Servicebereich der Kieler Uniklinik soll verkauft werden

Wie die Lübecker Narichten berichten, soll die 100-prozentige Servicetochter des UKSH verkauft werden. Die Ausschreibung sei gelaufen, die Bewerber hätten ihre Unterlagen eingereicht, übrig geblieben sind drei, die Bares für die UKSH Service GmbH auf den Tisch legen würden, so die Lübecker Nachrichten. Fünf Millionen Euro erwartet das UKSH vom Verkauf – "die sind schon im Wirtschaftsplan 2009 eingestellt."

 

KPMG-Analyse

Jede fünfte deutsche Klinik ist wirtschaftlich gesehen ernsthaft krank

80 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland sind gut oder sehr gut aufgestellt, doch krankt jedes fünfte Haus hierzulande an mangelnder Wirtschaftlichkeit. Vor allem überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft und Krankenhäuser in den alten Bundesländern müssen sich mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen. Das hat eine repräsentative KPMG-Analyse mit dem Titel "Zukunft deutsches Krankenhaus" ergeben, für die die Daten von 263 Kliniken mit jeweils mindestens 300 Betten ausgewertet wurden. Das entspricht knapp der Hälfte aller Häuser dieser Größenklasse in Deutschland. Die Analyse macht auch deutlich: Das deutsche Durchschnittskrankenhaus gibt es nicht. Jedes hat eigene Stärken und Schwächen und muss sich je nach regionaler Lage und Trägerschaft in einer Wettbewerbsumgebung mit ganz individuellen Chancen und Risiken behaupten. Für jedes Krankenhaus wurden Indikatoren wie Umsatzrentabilität, Bettenauslastung, Material- und Personalaufwandsquote oder Anlagenabnutzungsgrad erfasst und mit dem Branchenschnitt verglichen.

Ergebnis: Rund 18 Prozent der Krankenhäuser liegen in allen Bereichen mindestens im Durchschnitt oder sogar besser als ihre Wettbewerber. Solche Häuser setzen Branchenstandards und können sich darauf konzentrieren, ihre führende Position auszubauen. Die meisten Krankenhäuser in Deutschland (60,8 Prozent) sind zwar vergleichsweise gut aufgestellt, liegen aber bei einigen Indikatoren deutlich unter dem Durchschnitt. Prof. Dr. Volker Penter, Partner und Leiter des Bereichs Health Care bei KPMG: "Für viele Häuser besteht vor allem im Personalbereich noch Verbesserungspotenzial, Dabei geht es häufig gar nicht darum, weiter Stellen abzubauen, sondern in erster Linie, qualifiziertes Personal effizienter einzusetzen. Etwa indem man Prozesse besser organisiert, die Mitarbeiter ihrer Qualifikation entsprechend einsetzt und stärker leistungsorientiert bezahlt. Fast genauso wichtig ist aber auch ein effizienterer Materialeinsatz. Wenn es um Verbrauch von medizinischem Bedarf, Strom, Wasser oder Lebensmitteln geht, nutzen viele noch nicht alle Einsparmöglichkeiten. Aber auch durch ein professionelleres Gebäudemanagement oder durch konsequente Verhandlung von Einkaufspreisen ließe sich oft noch viel Geld sparen.

 

Management

Personalmangel

Immer mehr ausländische Ärzte in Deutschland

In Deutschland arbeiten nach einem Medienbericht immer mehr Mediziner aus dem Ausland. Grund sei der Ärztemangel, der sich in Zukunft noch verschärfen werde, berichtete das Bielefelder "Westfalen-Blatt" unter Berufung auf die Bundesärztekammer. Kammersprecher Alexander Dückers betonte allerdings im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa, es gebe von seinem Verband keine Hochrechnung der Zahlen zum künftigen Ärztemangel. Berechnungen, wonach die Zahl junger Nachwuchsärzte nicht ausreiche, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehenden Mediziner zu ersetzen, stammten nicht aus der Bundesärztekammer und seien auch nicht seriös, sagte Dückers. Die Zeitung hatte berichtet, bis zum Jahr 2017 fehlten in Deutschland fast 19 000 Ärzte. Nach dem Bericht arbeiten mittlerweile 22 000 ausländische Ärzte in Deutschland. Die meisten Mediziner kämen aus Österreich, Griechenland, Russland, Polen und dem Iran. In Nordrhein-Westfalen soll der Ärztemangel an Kliniken noch in diesem Jahr mit 400 Jungmedizinern aus Österreich aufgefangen werden, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, der Zeitung. Ein entsprechender Vertrag zwischen dem NRW- Gesundheitsministerium und der österreichischen Ärztekammer sei bereits unterschriftsreif. Die österreichischen Mediziner sollten in NRW ihre Facharztausbildung machen. Zudem gebe es erste Gespräche zur Anwerbung von Ärzten aus Spanien.

 

11. Hauptstadtkongress der DGA

Checklisten verbessern Vorgehen im Notfall

Wenn es im Kreißsaal zu Komplikationen kommt, ist rasches Handeln erforderlich. Damit keine Zeit verloren geht, haben Anästhesisten der Berliner Charité Verfahrensanweisungen entworfen, die das Handeln von Ärzten, Hebammen und Geburtshelfern in Notfallsituationen zu optimieren. Experten stellen diese Checklisten anlässlich des 11. Hauptstadtkongresses für Anästhesiologie und Intensivtherapie (HAI 2009) in Berlin vor.

 

Verbandsreaktion

Steht die Externe Qualitätssicherung bald im Regen?

Der Einspruch der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung BQS gegen das Vergabeverfahren zur sektorübergreifenden externen Qualitätssicherung wurde dieser Tage vom Sozialgericht Essen abgewiesen. Damit wird das Aqua Institut von Prof. Szecsenyi ab dem 1. Januar 2010 die Aufgabe übernehmen. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) sieht diesen Vorgang mit Sorge. Ein über die Jahre gewachsenes, inzwischen erfolgreiches Projekt der Selbstverwaltung, das auch international hoch anerkannt ist, wird auf diese Weise in Frage gestellt. Über das Aqua-Institut und seine Expertise hat die Fachöffentlichkeit im Krankenhausbereich dagegen bisher nur wenig bis nichts gehört. Wie es die externe Qualitätssicherung sektorübergreifend umsetzen will, wurde bisher zumindest den Krankenhäusern nicht mitgeteilt, obwohl diese ja per Gesetz verpflichtet sind, sich an der externen Qualitätssicherung zu beteiligen. Deren Ergebnisse sollen zudem künftig vergütungsrelevant sein. Unklar ist, wie die bisherigen Fachgruppen weiterarbeiten, wer – wenn er überhaupt weiter stattfinden soll - den strukturierten Dialog mit den Krankenhäusern führen wird, wie die Qualitätsdokumentation erfolgen soll. Das Krankenhausmanagement vermisst die sonst so viel beschworene Transparenz in diesen so wichtigen Fragen. Es geht um Dokumentationsaufwand, Vergütungsrelevanz und zukunftsorientierte Konzepte der Externen Qualitätssicherung – da sollten die Beteiligten nicht ausgeblendet werden. Werden die Erfahrungen, die in vielen Jahren gesammelt wurden, weiter genutzt? Was passiert ab dem 1. Januar 2010? Der Verband der Krankenhausdirektoren erwartet auf diese Fragen eine Antwort.

 

Pflege

Treffpunkt

Fachmesse und Kongress für ambulante und stationäre Pflege

Die Pflegemesse Leipzig und die homecare leipzig präsentieren vom 29. September bis 1. Oktober 2009 die gesamte Palette der Pflege und Homecare-Versorgung auf 17.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Insgesamt reisen mehr als 300 Unternehmen nach Leipzig. Das Angebot in der Ausstellung der Pflegemesse Leipzig reicht von Pflegehilfsmitteln, Einrichtung und Ausstattung bis hin zu EDV-Technik und Fachliteratur. Im Rahmen der Pflegemesse Leipzig findet erstmals die homecare leipzig - Fachausstellung und Kongress für vernetzte und intersektorale Patientenversorgung - statt. Ihr Angebotsspektrum umfasst Hilfsmittel und Medizinprodukte, Pflegegeräte und Reha-Technik sowie Kommunikationstechnik für den ambulanten Bereich. Erstmalig beteiligen sich auch Homecare-Dienstleister mit ihren bundesweiten Netzwerken an der Leipziger Veranstaltung.

 

Aufruf

Deutscher Pflegerat unterstützt Petition gegen ‚Absenkung des Zugangs-Bildungsniveaus

Dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages liegt eine Petition vor, mit der zu einer raschen, zukunftsfesten und an der europäischen Normalität orientierten Pflegebildungsreform unter Rücknahme der Absenkung des Zugangsniveaus in Krankenpflege- und Altenpflegegesetz aufgefordert wird. Diese Petition kann im Internet gezeichnet werden (https://epetitionen.bundestag.de). Wenn sich 50.000 Unterzeichner bis zum 29. August 2009 eingetragen haben, kommt es zu einer öffentlichen Anhörung. Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) fordert alle Pflegenden und alle an der Qualität der Pflege interessierten Bürgerinnen und Bürger auf, diese Petition zu unterstützen.

 

Medizin

Gesunde Gesundheit

Immer mehr Deutsche vertrauen auf Homöopathie

Bei Erkältungen, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen greifen immer mehr Deutsche laut einer Studie zu homöopathischen Arzneimitteln. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, die in Bonn vorgestellt wurde. In der vom Bundesverband der Arzneimittel- Hersteller in Auftrag gegebenen Untersuchung wurden die Bekanntheit, die Verwendung und das Image von Homöopathika untersucht. Fast alle Deutschen (92 Prozent) kennen heute die auf pflanzlicher Herkunft basierenden Arzneimittel. "Ein unerwartet positives Ergebnis", sagte der Projektleiter der Studie, Steffen de Sombre. Noch vor rund 30 Jahren hätten nur 76 Prozent den Begriff zuordnen können. Hatte 1970 jeder Vierte Westdeutsche homöopathische Mittel eingenommen, sind es der Studie zufolge mittlerweile mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung. "Der häufigste Weg zu Homöopathika führt über persönliche Empfehlungen von Bekannten, Ärzten oder Apothekern", sagte de Sombre. 14 Prozent der Deutschen lehnen homöopathische Arzneimittel dagegen ab. Der Anteil homöopathischer Mittel an rezeptfreien Arzneien lag im vergangenen Jahr bei rund 7 Prozent, dies entspricht einem Wert von etwa 399 Millionen Euro, hieß es weiter. Befragt wurden 1800 Personen ab 16 Jahren in der zweiten Junihälfte.

 

Meilenstein

Erste Gesichtstransplantation in Spanien

Ein Ärzteteam hat in Valencia die erste Gesichtstransplantation in Spanien vorgenommen. Wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte, erhielt bei dem Eingriff ein 43-jähriger Mann, der an einer schweren Gesichtsverletzung gelitten hatte, ein neues Aussehen. Er bekam das Gesicht eines 35-Jährigen, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Der Eingriff war nach spanischen Angaben weltweit der achte dieser Art. Bisher hatte es Gesichtstransplantationen in Frankreich, China und den USA gegeben. Die Operation unter der Leitung des Chirurgen Pedro Cavadas im La-Fe-Krankenhaus der ostspanischen Hafenstadt dauerte über 15 Stunden. Mehr als 30 Mediziner waren daran beteiligt. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, sagte der spanische Koordinator für Transplantationen, Rafael Matasanz. "Die Transplantation ist ein bedeutender Meilenstein für die spanische Medizin. Bei der Verpflanzung von Nieren und Lebern lagen wir über ein Jahrzehnt hinter anderen Ländern zurück. Nun ist Spanien das vierte Land der Welt, das solche Eingriffe vornehmen kann." Der Leiter des Ärzteteams äußerte sich nach dem Abschluss der Operation zunächst nicht, weil er sich zuerst ausruhen wollte. Es war nicht bekannt, welche Teile des Gesichts verpflanzt wurden. Cavadas hatte vor dem Eingriff erläutert, es handele sich um eine mikrochirurgische Operation, bei der alle Nerven, Arterien und Venen des Gesichts erneuert würden. Die weltweit erste Empfängerin eines neuen Gesichts war die Französin Isabelle Dinoire im Jahr 2005. Die damals 38-Jährige war von einem Hund angefallen und schwer entstellt worden.

 

Weltneuheit

Mini-Kunstherz erstmals in Heidelberg implantiert

Weltweit zum ersten Mal haben Heidelberger Herzchirurgen ein Miniatur-Kunstherz implantiert. Wie das Universitätsklinikum erst mitteilte, erhielt eine 50- Jährige Ende Juli das 92 Gramm leichte Gerät. "Wir wollten zunächst abwarten, wie es der schwer kranken Frau hinterher geht", erklärte Oberarzt Dr. Arjang Ruhparwar der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die Patientin hat den dreieinhalbstündigen Eingriff gut überstanden und ist wohlauf." Sie habe an einer Herzschwäche gelitten. Nun unterstützt das Kunstherz dauerhaft das Herz der Frau und pumpt das Blut aus der geschwächten linken Herzkammer in die Hauptschlagader. Es ist so klein, dass es in den Herzbeutel eingebettet wird. Frühere Pumpen wogen mehr als ein Kilogramm und passten nicht in den Brustkorb, hieß es. "Ähnlich wie beim Handy geht der Trend dahin, immer kleinere und leichtere Geräte zu entwickeln", sagte Ruhparwar. Das neue Gerät sei das derzeit weltweit kleinste und könne die Funktion der linken Herzkammer vollständig ersetzen. Zudem arbeite es besonders leise und effektiv. "Außerdem kann bei ihm der Fluss des Blutes genau gemessen werden", so der Mediziner. Bisherige Geräte hätten nur einen ungefähren Wert geliefert. Bei dem Mini-Kunstherz handelt es sich den Angaben zufolge um die fünfte Generation des sogenannten DeBakey-Herzens. Dieses war in den 90er Jahren in Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde NASA von dem Herzspezialisten Michael DeBakey entwickelt worden. Das Mini-Gerät ermöglicht den Patienten laut Klinik ein nahezu normales Leben. Nur eine Sache hat auch modernste Forschung noch nicht behoben: "Die Stromquelle ist immer noch außerhalb des Körpers", erläuterte Ruhparwar. Auf der rechten Seite des Körpers führe darum ein Kabel aus dem Körper heraus zu einer Batterie. Diese sei - ähnlich wie eine Handytasche - an einem Gürtel befestigt.

 

Volkskrankheit

Rückenschmerzen häufigste Ursache für Fehlzeiten

Jeden Tag fehlen wegen Rückenschmerzen gut 93 000 Beschäftigte in Deutschland an ihrem Arbeitsplatz. Dies sei die häufigste Ursache von Krankschreibungen, berichtete die Techniker Krankenkasse (TK), die für die Angaben ihre Zahlen hochgerechnet hat. Oft treffe es Arbeitnehmer in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland, seltener in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Von 2001 bis 2005 waren rückenbedingte Fehlzeiten weniger geworden, seit 2006 steigen sie wieder. Die meisten Rückenbeschwerden gehen nach Angaben des TK-Mediziners Thomas Ruprecht auf einen ungesunden Lebensstil zurück: "Dazu gehören vor allem mangelnde Bewegung und Übergewicht". Eine weitere wichtige Ursache sei psychische Überlastung. Dieser Stress könne den Betroffenen buchstäblich im Nacken sitzen und dort zu Verspannungen und damit zu Rückenbeschwerden führen. Häufig betroffen seien nach wie vor Arbeiter in Berufen, "in denen schwer geschuftet wird". Dazu zählten die Baubranche oder die Metallindustrie. Aber auch Dienstleister wie Friseure und Sicherheitsleute sowie die Gruppe der Arbeitslosen seien überdurchschnittlich oft betroffen.

 

Recht

Urteil

Krankenkasse muss nicht immer stationäre Behandlung zahlen

Eine Krankenversicherung muss eine stationäre Behandlung trotz eines ärztlichen Attests nicht ohne weiteres bezahlen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem bekanntgewordenen Beschluss. Vielmehr könne sie geltend machen, auch eine ambulante Behandlung wäre ausreichend gewesen, und eine gerichtliche Klärung herbeiführen. Das Gericht wies mit seinem Beschluss die Berufung eines Versicherten gegen einen Entscheidung des Landgerichts Koblenz zurück. Der Kläger hatte sich wegen starker Schmerzen in stationäre Behandlung begeben. Obwohl der Arzt deren Notwendigkeit in einem Attest bestätigte, verweigerte die private Krankenversicherung die Übernahme der Kosten mit der Begründung, eine ambulante Schmerztherapie wäre ausreichend gewesen. Der Versicherte erhob daraufhin Zahlungsklage. Ein gerichtliches Gutachten des Landgerichts bestätigte jedoch die gegenteilige Ansicht der Versicherung. Das OLG betonte nun, Krankenkasse und Landgericht hätten rechtmäßig gehandelt. Denn in diesen Fällen sei das ärztliche Attest des behandelnden Arztes nicht bindend. Vielmehr könne es beispielsweise in einem gerichtlichen Verfahren durch das Gutachten eines Sachverständigen überprüft werden.

 

Regressanspruch

Arzt muss Krankenkasse Medikament erstatten

Wenn Ärzte Medikamente außerhalb ihrer Zulassung verordnen, können Regressansprüche entstehen, falls die Mittel nicht zum Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg entschieden (Aktenzeichen L 7 KA 6/09). Im konkreten Fall hatte ein Arzt einer schwangeren Patientin mit Multipler Sklerose (MS) ein Medikament außerhalb der Zulassung verschrieben. Dieses betrachtete der Nervenheilkundler als schonender für Schwangere. Für den Off-Label-Use fehlten aber die zwingenden Voraussetzungen. Das LSG stellte fest, dass die Krankenkasse auf jeden Fall die Kosten der Patientin erstatten müsse. Gehört das Medikament nicht zum GKV-Leistungsspektrum, könne die Kasse den Arzt für das fälschlicherweise ausgestellte Rezept in Regress nehmen. Rechtsanwalt Dr. Thomas Motz, Vorstand des Medizinrechtsanwälte e.V., rät: "Bei Off-Label-Use sollten Ärzte im Zweifelsfall ein Privatrezept ausstellen. Dann sind sie vor Regressansprüchen sicher." Der Verein Medizinrechtsanwälte e.V. ist Träger des MedizinRechts-BeratungsNetzes. Ärzte und Patienten können bei Fragen zum Medizin- und Sozialrecht ein kostenloses juristisches Orientierungsgespräch durch ausgewählte Vertrauensanwälte in Anspruch nehmen. Beratungsscheine gibt es unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 0 73 24 83. Weitere Informationen unter: www.medizinrechts-beratungsnetz.de

 

Urteil

Kassen müssen Schwerstbehinderten kein E-Bike zahlen

Schwerstbehinderte Menschen haben keinen Anspruch darauf, sich mittels eines motorisierten E-Bikes fortzubewegen. Die Richter des 3. Senats des Bundessozialgerichts in Kassel gaben der AOK Baden-Württemberg Recht, die sich geweigert hatte, die Kosten in Höhe von rund 3500 Euro für die Umrüstung eines sogenannten Rollfiets' in ein E-Bike zu übernehmen. Ein Rollfiets ist ein Selbstfahrerrollstuhl mit einem hinten ankoppelbaren Fahrradteil. Der Vorsitzende Richter räumte zwar ein, dass Schwerstbehinderte von den Kassen nicht immer optimal versorgt würden. Ein E-Bike erschließe für die Betroffene aber den Fernbereich. Dazu reiche die im vorliegenden Fall vorhandene Laderampe im rollstuhlgerechten Familienwagen aus. Geklagt hatte eine mittlerweile 19-jährige junge Frau aus Calw, die seit ihrer Geburt körperlich gelähmt ist und weder laufen, stehen, aufrecht sitzen noch sprechen und infolgedessen auch keinen elektrischen Rollstuhl bedienen kann. Das von der Krankenkasse bewilligte Rollfiets stattete der Vater mit einem Motor aus. Da seine Tochter mit zunehmenden Alter schwerer werde und er selbst unter Kniebeschwerden leide, argumentierte der Vater, bereite ihm die Fortbewegung seiner Tochter immer größere Schwierigkeiten. Die Familie nutzt das Rollfiets vor allem für Fahrradausflüge. Die Bundesrichter schlossen sich der Auffassung der Vorinstanz an, wonach die Klägerin im Nahbereich ihrer Wohnung ausreichend versorgt sei. Längere Fahrten und Ausflüge könne die Familie auch mit ihrem rollstuhlgerecht ausgestatteten Fahrzeug unternehmen.

 

Beruf & Karriere

Qualifikation

Professionaliät bei Pharmareferenten infrage gestellt.

Die Befragung von 148 berufserfahrenen Pharmareferenten im Rahmen von Bewerbungsgesprächen förderte erschreckende Unkenntnisse zutage. Die Qualität der Antworten auf allgemeine Fragen zum aktuellen Gesundheitssystem lassen den Schluss zu, dass eine Beratungsfunktion von Pharmareferenten eher nicht erwartet werden kann. Neben der Beantwortung pharmakologischer Fragen suchen Ärzte heutzutage die Antwort auf betriebswirtschaftliche und gesundheitspolitische Fragen. Es darf nicht mehr nur darum gehen, Produktbotschaften sicher zu stellen. Doch hier sind offensichtlich Defizite vorhanden, so eine Studie der Personalberaterin Dr. rer. nat. Karen Focke-Hecht, Pulheim b. Köln. Eine Befragung von 148 berufserfahrenen Pharmareferenten im Rahmen von Bewerbungsgesprächen hat ergeben, dass nur etwa 13 Prozent der Befragten mit dem Thema "Integrierte Versorgung" vertraut sind. Die empirische Befragung zeigt weiterhin, dass weniger als 5 % der pharmazeutischen Berater beispielsweise das IQWiG und seine Aufgaben kennen. Gerade dieses Institut hat mit seinen Untersuchungen weitreichenden Einfluss auf Arzneimittelverordnungen. Focke-Hecht, die auch als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule für Management (FOM) in Essen tätig ist, stellt die Professionalität zahlreicher Außendienstmitarbeiter der pharmazeutischen Industrie infrage. Die Ergebnisse der Befragungen lassen den Schluss zu, dass es einen erheblichen Weiterbildungsbedarf im Vertrieb der pharmazeutischen Industrie zu geben scheint. Auch daraus resultiert die zunehmende Ablehnung persönlicher Kontakte von Pharmareferenten durch die Ärzte. Dies ist für den Pharmaexperten Hanno Wolfram, Biberach, nur zu verständlich. Ein über die pharmakologische Beratung hinausgehender Meinungsaustausch wird aufgrund fehlender Kenntnisse nicht zu erwarten sein, so Wolfram.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt August 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Download
Management
Stv. Geschäftsbereichsleiter Personal (m/w)
Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart
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Medizin
Leiter Medizincontrolling (m/w)
Dr. Heimeier & Partner
Stuttgart
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Medizin
Medizin- oder Kommunikationstechniker
Herz-Zentrum Bad Krozingen
Bad Krozingen
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Medizin
Strategischer Einkäufer (m/w)
Märkische Gesundheitsholding GmbH & Co. KG
Lüdenscheid
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Technologie
Sicherheitsingenieurin/ Sicherheitsingenieur
Universitätsklinikum Greifswald
Greifswald
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Pflege
Stellvertretende(n) Pflegedirektor(in)
Gesundheitsverbund HBH-Kliniken
Singen (Hohentwiel)
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Management
Geschäftsführer/in
ifp Personalberatung, Managementdiagnostik
Köln
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Management
Referenten des Geschäftsführers (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stellvertretende/r Leiter/in Produkt und Qualität
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
Stuttgart
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Management
Stabstelle Unternehmensentwicklung (m/w)
Dr. Heimeier & Partner - Management- und Personalberatung GmbH
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Pflege
Bereichsleitung m/w
Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim
Lahr
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Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de

 

Vorschau

Vorschau kma Medien - September 2009

September-Vorschau "kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin"

Die September-Ausgabe von "kma" beschäftigt sich in einem Schwerpunkt-Thema ausfürhlich mit dem Spezial-Thema Medizintechnik – Bildgebende Verfahren – Molekulare Bildgebung).

In dem Schwerpunkt-Thema wird die neueste Entwicklung in dem Medizin-Technik-Bereich dargestellt.

Anzeigenschluss: 31.8.2009 


kma-Report "Pharma & Diagnostik"

Der regelmäßig erscheinende "kma-Report", der als Supplement allen kma-Ausgaben beigelegt wird, befaßt sich dieses Mal mit dem Themenbereich Pharma & Diagnostik". Die Spezialausgabe beleuchtet das gesamte Spektrum dieses wichtigen Bereiches.

Anzeigenschluss: 29.8.2009

 

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