Inhalt

Politik

Starre Grenzen

Union will mehr Transparenz für Patienten

Die Union will nach der Wahl ein Patientenschutzgesetz vorlegen. "Wir brauchen mehr Transparenz für Patienten bezüglich der Verträge zwischen Ärzten und anderen Leistungserbringern", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Annette Widmann-Mauz, der "Welt am Sonntag". In dem Gesetz solle festgeschrieben werden, dass vertragliche Vereinbarungen offen gelegt werden müssen, erklärte die Gesundheitspolitikerin mit Blick auf die Diskussion um Fangprämien für Ärzte, die ihre Patienten in bestimmte Kliniken einweisen. Dabei gehe es nicht nur um Verträge von Ärzten mit Krankenhäusern, sondern auch mit anderen Leistungserbringern wie etwa Hörgeräteakustiker oder Physiotherapeuten, sagte Widmann-Mauz. Die aktuelle Diskussion und auch die Debatte um die Honorare der Mediziner habe das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient beeinträchtigt. "Vertrauen bekommt man nur zurück, wenn man die Karten offen auf den Tisch legt", sagte die CDU-Politikerin. Widmann-Mauz verteidigte die Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern. Diese sei medizinisch sinnvoll und dürfe durch die aktuelle Diskussion nicht in Verruf geraten. "Nicht jede Zahlung ist Korruption", betonte Widmann-Mauz. Es gehe darum, starre Grenzen im Gesundheitswesen aufzubrechen.

 

Wahlkampf

Söder will Gesundheitsfonds umbauen

Die CSU verlangt eine grundlegende Neuorganisation der Krankenkassen nach der Bundestagswahl. "Meine Bedenken gegen den Gesundheitsfonds haben sich bestätigt. Eine grundlegende Überarbeitung ist notwendig", sagte der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) der "Süddeutschen Zeitung". Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) warf Söder vor, sich mit dieser Forderung bei der FDP anzubiedern, die die solidarische Krankenversicherung abschaffen wolle. Söder betonte, er wolle den Fonds nicht vollständig abschaffen. Die CSU werde allerdings nach der Wahl eine grundlegende Reform fordern. "Der Einheitsbeitrag muss fallen. Die Kassen sollen wieder die Möglichkeit haben, ihre Beiträge eigenständig festzusetzen", sagte der Minister. Zudem müssten die Gelder aus einer Region auch für die medizinische Versorgung der Menschen eben dieser Region eingesetzt werden. Nach Schmidts Worten sei die Stoßrichtung einer schwarz-gelben Gesundheitspolitik klar. "Privatisierung, Spitzenmedizin nur noch für wohlhabende Regionen und für Gutverdiener, Abschaffung der Steuerzuschüsse, schleichende Einführung von Kopfpauschalen", sagte die SPD-Politikerin nach Angaben ihres Ministeriums. Derzeit fließen alle Beitragseinnahmen der gesetzlichen Krankenkassen in den Fonds. Von dort bekommen Krankenkassen einen einheitlichen Betrag je Versicherten zurück. Zuschläge gibt es für besonders kranke Kassenmitglieder. Würde sich die CSU mit diesen Forderungen durchsetzen, bliebe der Fonds zwar noch als Hülle erhalten, würde aber seine derzeitige Funktion nicht mehr erfüllen.

 

Kampf gegen die Mühlen

Obama kämpft um Gesundheitsreform

US-Präsident Barack Obama macht den Kampf um die Gesundheitsreform zur Chefsache. Um in dem seit Monaten tobenden Streit wieder in Offensive zu gehen, will er am kommenden Mittwoch (9. September) vor beiden Häusern des Parlaments sprechen. "Die Debatte tritt in eine neue Phase", sagte Obamas Top-Berater David Axelrod. Zu Einzelheiten wollte er sich aber nicht äußern. Unklar ist daher, ob Obama bei seiner Rede stärkere Kompromissbereitschaft signalisieren oder im Gegenteil auf seine Kernpunkte bei der Reform beharren will. Die Erneuerung des Gesundheitssystems ist das wichtigste innenpolitische Reformvorhaben Obamas, es war auch einer seiner großen Wahlkampfthemen. Kernpunkt ist es, allen Amerikanern eine Krankenversicherung zu ermöglichen. Derzeit sind über 46 Millionen der rund 300 Millionen Amerikaner nicht krankenversichert. Die Reform stößt aber auf massiven Widerstand der Republikaner, aber auch unter den Demokraten herrscht Skepsis, ob sich das milliardenschwere Vorhaben überhaupt finanzieren lässt. Zusätzliches Problem: Laut Umfragen bröckelt auch die öffentliche Unterstützung. Die spannendste Frage in der derzeitigen Debatte ist, ob Obama bereit ist, angesichts massiver Kritik auf einen Kernpunkt seiner Vorhabens zu verzichten. Dabei geht es um den Plan, in den USA künftig auch eine staatliche Krankenkasse zu schaffen und den zumeist gut verdienenden Privatkassen damit eine Konkurrenz gegenüberzustellen. Obama-Berater Axelrod wollte auf diese Frage nicht eingehen, betonte jedoch, der Präsident befürworte nach wie vor eine staatliche Alternative zu den Privatkassen. Dagegen gab es kürzlich Berichte, Obama sei zu einem Rückzieher bereit. Obama will die Gesundheitsreform bis zum Jahresende durch das Parlament bringen.

 

Bestechungsvorwürfe:

SPD-Experte will Meldestellen für Ärzte-Korruption

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vom Gesetzgeber Maßnahmen gegen die Ärzte-Korruption gefordert. Im Deutschlandfunk schlug er vor, Meldestellen bei den Landesbehörden einzurichten. Dort könnten sich zum Beispiel Krankenhausärzte anonym melden und Missstände mitteilen. Man solle sich nicht allzu sehr auf die Selbstverwaltung der Ärzteschaft verlassen. "Das Problembewusstsein scheint nicht ausreichend ausgeprägt zu sein." "Es ist auf jeden Fall klar, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt", sagte Lauterbach. Derzeit wisse niemand genau, wie umfänglich das Problem sei. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, hatte eingeräumt, dass es in Einzelfällen Ärztebestechung durch Kliniken in Form von "Motivationsprämie, Fangprämie, Kopfpauschale" gebe. Die Spitzen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der Bundesärztekammer und der KBV wollen heute bei einem Treffen in Berlin ein gemeinsames Vorgehen beraten.

 

Honorarplus

Ärzte müssen auch mehr leisten

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) forderte, dass sich das Honorarplus auch für die Versicherten auszahle. "Die Patienten können erwarten, dass mehr Geld auch mehr Leistung folgt und dass jede Art von Vorkasse, längere Wartezeiten für gesetzlich Versicherte oder das Verschieben von Leistungen ins nächste Quartal der Vergangenheit angehören." Die Vertreter der Ärzteverbände liefen Gefahr, das Vertrauen in die Ärzte aufs Spiel zu setzen. "Das Geld muss von Beitragszahlern aufgebracht werden, die vielfach in Kurzarbeit beschäftigt sind oder um ihren Arbeitsplatz bangen." Für Zwei-Klassen-Service im Wartezimmer habe niemand mehr Verständnis.

 

Unausweichlich

Zusatzbeiträge sind so sicher wie das Amen in der Kirche

Zur anhaltenden Debatte über Zusatzbeiträge für die gesetzlichen Krankenkassen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Frank Spieth: "Zusatzbeiträge für die Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Trotz der positiven Finanzentwicklung geben die Kassen eindeutige Hinweise, dass das Geld im Gesundheitsfonds früher oder später knapp wird. Bis zum 27. September gilt noch eine Schamfrist. Aber nach der Bundestagswahl, spätestens im kommenden Jahr, werden die Versicherten dann flächendeckend Zusatzbeiträge entrichten müssen. Das ist das Ergebnis einer verfehlten Politik der Bundesregierung, die den Gesundheitsfonds nicht mit ausreichenden Einnahmen ausgestattet hat."

 

Rechtliche Grundlagen

Hilfsorganisationen werben für Patientenverfügung

Hilfsorganisationen werben für die in Kraft tretende Patientenverfügung. Die Klärung der rechtlichen Grundlagen sei sehr hilfreich, weil jetzt "die lästige Diskussion zur Rechtslage nicht auf der Intensivstation stattfinden muss", sagte der Medizinethiker Arnd May von der Universität Aachen in Berlin. Der Bundesgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Rainer Brückers, zeigte sich froh über die Nachbesserung des Gesetzgebers. Der rechtliche Rahmen für Patientenverfügungen sei bislang unzureichend gewesen. Mit der Verfügung können Volljährige im Voraus festlegen, ob und wie sie ärztlich behandelt werden wollen, wenn sie ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Sie gilt nicht nur für tödliche Krankheiten, sondern auch für Fälle von Wachkoma oder schwerer Demenz. Eine Patientenverfügung könne jederzeit, etwa vor einer Operation, auch mündlich widerrufen werden, betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD). Auch dürfe kein Krankenhaus und keine andere Einrichtung Druck auf Patienten ausüben, eine derartige Verfügung zu verfassen. Die AWO hat alle erforderlichen Unterlagen zusammengestellt. Ähnliche Hilfe bieten auch andere Organisationen an. Auch das Bundesjustizministerium hat Textbausteine für eine Verfügung ins Internet gestellt.

 

Vorehekrach

Union und FDP streiten über Gesundheitspolitik

Vier Wochen vor der Bundestagswahl haben Union und FDP nun auch einen Streit über die Gesundheitspolitik vom Zaun gebrochen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigte in einem veröffentlichten Gespräch mit der "Apotheken Umschau" den Gesundheitsfonds und erteilte zugleich FDP-Modellen eine Absage. Die FDP sah in der Garantie-Erklärung der CDU-Vorsitzenden für den Gesundheitsfonds eine "Koalitionsaussage für Schwarz-Rot". Merkel sagte, der Gesundheitsfonds "bewährt sich gerade jetzt in der Krise, denn ohne den Fonds würde eine Vielzahl von Kassen jetzt ihre Beiträge erhöhen. Das wäre für die Konjunktur in der Rezession absolutes Gift. Heute können wir, falls es notwendig wird, Darlehen an den Gesundheitsfonds geben. Er ist damit sozusagen Teil unseres Konjunkturprogramms." Es sei ihr "klares Ziel" auch in einer Koalition mit dem Wunschpartner FDP an der gesetzlichen Krankenversicherung und am Gesundheitsfonds festzuhalten. "Ich will zwar eine Koalition mit der FDP, das ist ja bekannt. Aber die FDP-Modelle im Gesundheitssystem entsprechen für mich nicht dem Gedanken der sozialen Ausgewogenheit und soziale Unausgewogenheit wird die Union nicht zulassen", sagte Merkel. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Daniel Bahr, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "Solche seltsamen Lobeshymnen auf den Gesundheitsfonds, wie sie jetzt von der Bundeskanzlerin vorgetragen werden, kannte ich bislang nur von Ulla Schmidt." Merkel wolle die Politik von Gesundheitsministerin Schmidt (SPD) fortsetzen. "Die FDP steht für einen Richtungswechsel. Die Bundestagswahl wird auch eine Abstimmung über die Gesundheitsreform." Merkel argumentierte weiter: "Wir schießen Steuern hinzu und werden noch etwas mehr hinzugeben, solange bis zum Beispiel die Finanzierung der Gesundheitskosten für Kinder in der Gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Steuersystem bezahlt wird." Bahr sagte: "Ich appelliere an die Aufrechten in der Union, gegen den Gesundheitsfonds mobil zu machen. Im CDU-Wahlprogramm wird der Gesundheitsfonds mit keinem Wort erwähnt. ... Mit der Zementierung des Gesundheitsfonds hat die Bundeskanzlerin ihr eigenes Wahlprogramm praktisch für ungültig erklärt."

 

Positionspapier

Marburger Bund fordert Neuanfang in der Gesundheitspolitik

Der Marburger Bund hat sich vehement gegen eine Zwei-Klassen-Medizin in der Behandlung von Patienten gewandt. "Ärztliche Hilfe darf nicht vom Geldbeutel abhängen und auch nicht vom Versichertenstatus. Ob jemand zur gesetzlichen Krankenkasse gehört, privat versichert ist oder Beihilfe vom Staat bekommt, macht keinen Unterschied in der ärztlichen Behandlung. Beim Hotelkomfort mag es Unterschiede geben, in der Medizin aber muss die Behandlung eines jeden Patienten fachlich immer auf der Höhe der Zeit erfolgen", heißt es in einem Zehn-Punkte-Papier der Ärztegewerkschaft zur Bundestagswahl am 27. September. Jeder Patient müsse Zugang zu den gesundheitlichen Leistungen haben, die er aus medizinischer Sicht brauche. "Es muss transparent sein, wenn Leistungen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt werden und wofür Versicherte stattdessen in eigener Entscheidung zusätzlich privat vorsorgen sollten. Die Politik kann sich der Aufgabe nicht entziehen, den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung zumindest in seinen Grundzügen zu bestimmen und zu verantworten." Zugleich bekräftigte der Marburger Bund seine Ablehnung einer staatlichen Einheitskasse zu Lasten der privaten Krankenversicherung. "Kein Problem im Gesundheitswesen wäre gelöst, wenn die PKV einer Einheitszwangsversicherung geopfert werden würde." Auch die Auslagerung bisheriger Selbstverwaltungsentscheidungen in staatsnahe Institutionen sei auf den Prüfstand zu stellen. "Der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ist wieder mehr Freiraum zu geben", fordert der Marburger Bund.

 

Aussichten

Bahr neuer Gesundheitsminister

Der FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr (32) ist neuer Gesundheitsminister. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl des Branchendienstes APOTHEKE ADHOC erhielt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP in einer Direktwahl 32,2 Prozent der Stimmen. Die Liberalen wurden über die Zweitstimme außerdem stärkste Fraktion im Parlament: Für die FDP stimmten 44,5 Prozent. Mehr als 2000 Nutzer des Branchendienstes für den Apotheken- und Pharmamarkt haben am 27. August - einen Monat vor der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag - an der Umfrage teilgenommen.

 

Wirtschaft

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ZENO-Workshop:

Ärzte finden und binden

Veranstaltung am 09. Oktober 2009 in Köln

ZenoDas ärztliche Personal ist durch veränderte Erwartungen bei gleichzeitig sich verschlechternden Rahmenbedingungen immer schwieriger zu finden und zu binden: Ein nicht unerheblicher Teil der ausgebildeten Ärzte, wandert ins Ausland ab oder steigt in attraktive berufsfremde Branchen und Positionen ein.

Dieser Workshop will praxisnah neue Erkenntnisse für die Personal- wie auch für die Strategieverantwortlichen vermitteln, damit diese im Wettbewerb um ärztliches Personal einen Schritt voraus sind. Es werden bewußt erfolgreiche Ansätze und Lösungen aus der Gesundheitsbranche wie auch aus anderen Industrien/Branchen dargestellt. Mit dem so gewonnenen Vorsprung können Sie die für Sie wichtigen ärztlichen Leistungsträger nachhaltig an Ihre Organisation binden und neue Chancen finden, die für Sie richtigen Ärzte zu rekrutieren.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Fehlgriff

Krankenversicherungs-Basistarif ist Flop

Der neue Basistarif der privaten Krankenversicherer erweist sich nach Angaben der Zeitung ”Der Tagesspiegel” als Flop. Bei den größten drei Privatversicherern Debeka, Allianz und DKV hätten nur insgesamt 3306 Menschen diesen Tarif gewählt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Beim Rest der Branche sehe es nicht anders aus: 9800 Versicherte im Basistarif habe der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) am 1. Juli gezählt. Neuere Zahlen lägen noch nicht vor. Den Basistarif gibt es seit Jahresanfang. Er kostet bis zu 570 Euro im Monat - seine Leistungen entsprechen im Wesentlichen denen der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Basistarif soll Nicht- Versicherten die Rückkehr in die private Krankenversicherung und Versicherten den Wechsel zu einem anderen Anbieter ermöglichen.

 
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A+I Healthcare Solutions

Umfrage zur Krankenhaus-Logistik

Optimierungspotenziale, aktuelle Trends und Entwicklungen

A+I Healthcare Solutions

Die Veränderungen im Gesundheitssystem zwingen Krankenhäuser zur Kostenoptimierung. Die Überprüfung logistischer Prozesse bietet sich an, denn in der Regel sind hier Einsparungen mit einem großen Hebel auf die Gesamtkosten eines Krankenhauses zu erzielen. Um Optimierungspotenziale, aktuelle Trends und Entwicklungen in diesem Bereich zu identifizieren, führt die A+I Healthcare Solutions in deutschen und amerikanischen Krankenhäusern eine Umfrage zur aktuellen Situation des Supply-Chain-Managements durch.

Unter www.ai-healthcaresolutions.com können sich Interessenten an der Umfrage beteiligen.

Die Ergebnisse der Studie stellen die Mitarbeiter der A+I darüber hinaus im Rahmen der Konferenz „Prozessoptimierung für Supply Chains im Gesundheitswesen, Deutschland/USA“ vor und liefern ausführliche Hintergrundinformationen zum Themenfeld.

 

Kniefall

Pfizer zahlt Milliarden

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer zahlt die Rekordsumme von 2,3 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Euro), um den Streit mit den US-Behörden über unerlaubtes Medikamenten-Marketing beizulegen. Das teilten das Unternehmen und das US-Justizministerium am Mittwoch mit. Die Behörden werfen Pfizer vor, das Schmerzmittel Bextra auch zur Behandlung anderer Krankheiten vermarktet zu haben. Dazu hatte die nationale Arzneimittelbehörde dem Unternehmen aber keine Zulassung erteilt. Bextra wurde unterdessen bereits vom Markt genommen. Bei der Milliardensumme handelt es sich um eine strafrechtliche Geldbuße in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar und um eine Milliarde Dollar zivilrechtlicher Strafe. Mit der Zahlung soll ein entsprechendes Ermittlungsverfahren beigelegt werden, heißt es. Nach Angaben der Behörden hatte Pfizer unter anderem Ärzte gedrängt, das Schmerzmittel für solche Behandlungen zu verschreiben, für die es nicht zugelassen war. Die finanziellen Belastungen seien bereits im Geschäftsjahr 2008 verbucht worden, heißt es. Weitere 33 Millionen Dollar bezahlt Pfizer zudem im laufenden Quartal wegen der Werbepraxis für sein Antipsychotikum Geodon.

 
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Von Experten für Experten:

MCC RehaForum 2009

13. und 14. Oktober 2009 im Lindner Congress Hotel Düsseldorf

MCC

Mit der Gesundheitsreform 2007 hat sich die Politik für die Reha stark gemacht und Rehaleistungen in den Pflichtkatalog der Krankenkassen aufgenommen. Dennoch droht bis zu jeder 5. dt. Reha-Klinik nach einer Studie des RWI die Insolvenz. Kosten steigen, Einnahmen stagnieren und ab 2010 werden die hohen Lohnabschlüsse zusätzlich nachwirken. Zusammen mit der Wirtschaftskrise und dem durch den Gesundheitsfonds bedingten Kostendruck sehen Reha-Einrichtungen einer ungewissen Zukunft entgegen. Daher gilt es heute umso mehr, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen, Chancen und Risiken klar zu definieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wer sich im Markt behaupten will, muss neue Wege gehen. Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung auf dem 5. MCC RehaForum und melden Sie sich jetzt an.

Programm und Anmeldung unter: www.mcc-seminare.de.

 

Trübe Aussichten

Abwärtstrend bei Finanzen

Die Kassen widersprachen der optimistischen Einschätzung der Ministerin. "Während die gesetzliche Krankenversicherung im ersten Quartal noch einen Überschuss von 1,07 Milliarden Euro verzeichnen konnte, betrug er im isolierten zweiten Quartal nur noch 139 Millionen Euro", sagte Verbandssprecher Florian Lanz. "Dies ist ein deutlicher Abwärtstrend." Daran ändere auch nichts, dass es ein Überschuss von 1,2 Milliarden Euro sei, wenn man erstes und zweites Quartal zusammennehmen. Zwar sei das Zwischenergebnis positiv, aber die Kassen betrachteten den Trend mit Sorge.

 
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Albertinen-Diakoniewerk e. V.

5. Hamburger Symposium zur Integrierten Versorgung

Veranstaltung am 6. November 2009, Grand Elysee Hamburg

Unter dem Titel „Probieren, Etablieren, Profilieren (PEP) - Der PEP von IV-Modellen“ schafft das Albertinen-Diakoniewerk e.V. erneut eine Informations- und Kommunikationsplattform für alle Interessierten und Akteure aus dem Gesundheitswesen und macht so deutlich, dass der Pep neuer Versorgungsmodelle nicht darin besteht, „alten Wein in neuen Schläuchen“ zu verkaufen. Neue Wege zu gehen heißt eben auch, sich von bisherigen Denk- und Strukturmustern in der Gesundheitspolitik zu lösen, Neues auszuprobieren und das Bewährte mutig weiterzuentwickeln.

Themenschwerpunkte:

  • Wunderpille Morbi-RSA
  • Realität der Integrierten Versorgung - Vom Papiertiger zum Versorgungsmodell
  • Das Gesundheitswesen nach der Wahl, Professor Lauterbach was nun?
  • Pharma & Co. - Vom Reserve- zum Stammspieler?
  • Kampf um den ambulanten Versorgungssektor


Weitere Informationen zum Symposium sowie eine Online-Anmeldung können Sie auf der Internetseite www.iv-hh.de abrufen.

 

Einbruch

Fresenius-Konkurrent knackt Monopol für Heparin auf US-Dialysemarkt

Das amerikanische Pharmaunternehmen Hospira hat das Monopol des deutschen Gesundheitskonzerns Fresenius bei Heparin auf dem US-Dialysemarkt geknackt. Die Gesundheitsbehörde FDA habe die Zulassung für sechs neue Darreichungsformen von Heparin erteilt, teilte Hospira am Montagabend am Firmensitz in Lake Forest mit. Analysten fürchten nun, dass den Deutschen viel Geschäft verloren geht. Die Aktie fiel um 5 Prozent. Heparin hemmt die Gerinnung des Blutes und wird unter anderem bei der Dialyse eingesetzt. Bislang war die Fresenius-Tochter APP Pharmaceuticals der einzige Anbieter in den USA auf diesem Feld. Der Wettbewerb setze neun Monate früher ein als gedacht, sagte Commerzbank-Analyst Volker Braun. Fresenius selbst wollte sich zu den Auswirkungen der FDA-Entscheidung nicht äußern. Dazu sei es zu früh, sagte ein Sprecher auf Anfrage. "Die FDA-Zulassung ist das eine, der Zeitpunkt des Markteintritts und die Entwicklung der Marktanteile das andere."

 
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Pflegemesse Leipzig und homecare leipzig:

Größte Fortbildungsveranstaltung für Pflege und Homecare in Deutschland

Veranstaltung vom 29. September bis 1. Oktober 2009 in Leipzig

Die beiden Fachkongresse der Pflegemesse Leipzig und der home­care leipzig bieten vom 29.9. bis 1.10.2009 insgesamt 116 Seminare und Workshops mit mehr als 250 Experten. Die 80 Seminare im Kongress der Pflegemesse Leipzig widmen sich den drei Bereichen stationäre Altenpflege, stationäre Krankenpflege und ambulante Pflege sowie erstmals, in einer vierten Säule, der Behindertenhilfe. Allein für das Management in der Pflege stehen 40 Seminare zur Verfügung. In den 36 Veranstaltungen des neuen Kongresses der homecare leipzig beleuchten Experten die aktuellen Entwicklungen in den relevanten Therapiebereichen. An Manager und Entscheider richten sich 14 Diskussions- und Informationsforen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pflegemesse.de.

 

Honorare

Ärzte nach wie vor Spitzenverdiener

Die Ärztehonorare sind nach einer Untersuchung der Barmer Ersatzkasse (BEK) in den vergangenen vier Jahren im Durchschnitt um gut ein Fünftel gestiegen. Während 2005 die Gesamthonorarsumme 35,1 Milliarden Euro betrug, stehen für 2009 rund 42,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Das geht aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Barmer-Publikation "Gesundheitswesen aktuell" hervor. Trotz der Zuwächse hatten die Ärzte gegen die jüngste Honorarreform massiv protestiert. Für den einzelnen Arzt errechnen sich durchschnittliche Gesamteinkünfte von 311 000 Euro jährlich. Werden davon die Praxiskosten von etwa 116 000 Euro abgezogen, ergibt sich pro Mediziner ein zu versteuerndes Einkommen von etwa 195 000 Euro in diesem Jahr. Dabei ist die Altersvorsorge noch nicht berücksichtigt. Die Ärzte verdienen damit im Durchschnitt etwa das Sechs- bis siebenfache der Kassenmitglieder und zählen damit nach BEK- Einschätzung zu den Spitzenverdienern in Deutschland. BEK-Chef Johannes Vöcking wies daher weitergehende Honorarforderungen der Kassenärzte kategorisch zurück. Auch wenn Mediziner im Einzelfall weniger verdienten, so zeigten die Zahlen doch, dass es kein Problem auf der Ebene der Gesamthonorierung gebe, lautet das BEK-Fazit. In der Berechnung sind die Einkünfte aus der Behandlung von gesetzlich und privat Versicherten zusammengefasst. Der Untersuchung zufolge hat sich allein der Honorartopf der gesetzlichen Krankenversicherung für die niedergelassenen Ärzte seit Beginn der 90er Jahre auf aktuell knapp 30 Milliarden Euro fast verdoppelt. Die Zahl der Kassenärzte erhöhte sich im selben Zeitraum um etwa ein Drittel auf knapp 135 000.

 
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Praxisforum Personal: 3. Fachkonferenz für Personalmanagement im Krankenhaus

Ganzheitliches Personalmanagement – ein Überlebensfaktor für das Krankenhaus der Zukunft

29./30. Oktober 2009 in Berlin

Wieder hebt sich das Praxisforum Personal deutlich von den vielen Tagungsangeboten ab. Konsequent wird der Praxisbezug auch im 3. Personalforum zusammen mit der Uniklinik Köln verfolgt. Diesmal wendet es sich nicht nur an Klinikleitungen und Personaler sondern ausdrücklich auch an Ärzte mit Aufgaben im Personalmanagement. Auf der Agenda stehen übergreifende Themen wie Ganzheitliches Personalmanagement, die Personalseite im Data-Warehouse und die Zielsetzung eines Personalcontrollers. Auf der Konferenz wechseln sich Impulsvorträge mit Workshops ab. Bewährt haben sich diese Mischung und das Arbeiten  im kleinen Kreis mit Praktikern auf beiden Seiten.

Weitere Informationen finde Sie unter www.praxisforum-personal.de.

 

Medizintechnik

Siemens rechnet mit längerer Durststrecke

Der Mischkonzern Siemens rechnet mit einer längeren Durststrecke in seinem wichtigen Industriegeschäft. Die Märkte dürften auf absehbare Zeit das Niveau des letzten Boomjahres 2008 nicht erreichen, ließ Finanzchef Joe Kaeser am Mittwoch auf einer Analystenveranstaltung wissen. Siemens habe die Kosten entsprechend heruntergefahren. Derzeit sind Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit, in besonders hart getroffenen Sparten wie der Lichttochter Osram läuft ein Umbau. Dafür muss Siemens im laufenden vierten Quartal rund 100 Millionen Euro aufwenden. Wie aus der Präsentation von Finanzchef Kaeser hervorgeht, gibt es immer noch keinen Aufschwung bei der einstigen Ertragsperle Industrieautomatisierung und der Antriebstechnik, bei Osram läuft es weiter schleppend, in der Gebäudetechnik schwächt sich der Markt sogar ab. Lichtblicke bilden einzig die Verkehrstechnik mit den Zügen sowie in Teilen die Industrie-Dienstleistungen dank ihres guten Auftragsbestands. Das Industriegeschäft steht bei Siemens für die Hälfte des Umsatzes, zweites großes Standbein ist die Energietechnik. Diese hatte sich vergleichsweise lange stabil gehalten, leidet aber auch seit einigen Monaten unter rückläufigen Bestellungen. Dieser Trend hat sich in allen drei großen Untersparten fortgesetzt: dem Kraftwerks-Geschäft, dem Geschäft mit den erneuerbaren Energie sowie dem Geschäft mit Stromnetzen. Für die Offshore-Windanlagen rechnet Kaeser aber nur mit einer zeitweiligen Delle. Die Medizintechnik als kleinstes Standbein hält sich trotz einer Marktschwäche auf dem wichtigen US-Markt weiter gut. Probleme bereitet Siemens dagegen die seit einiger Zeit laufende Trennung von Randgeschäften im Konzern. Das "Aufräumen" werde zu Belastungen führen, hieß es. Siemens hat bereits etliche Töchter verkauft. Wo dies nicht gelingt, soll im Extremfall das entsprechende Geschäft geschlossen werden. An der Prognose für das laufende Geschäftsjahr, das Ende des Monats endet, wollte Kaeser trotz allem nicht rütteln: Er erwartet im Kerngeschäft einen Gewinn von mindestens 6,6 Milliarden Euro. Von seinem ursprünglichen Gewinnziel von mehr als 8 Milliarden Euro hatte sich Siemens zwischenzeitlich aber schon verabschiedet.

 
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ZENO-Veranstaltung:

Geriatrie 2010

Veranstaltung am 30. September 2009 in Berlin

Zeno

Trotz verbleibender Unsicherheiten zur künftigen Finanzierung des Gesundheitssystems gerät die geriatrische Versorgungslandschaft in Bewegung. Treibende Impulse kommen hierbei derzeit vor allem aus den Bundesländern. Vielerorts werden dort teilweise altgediente Geriatriekonzepte einer Überprüfung, Umarbeitung oder Ergänzung unterzogen. Nach wie vor schaffen die verschiedenen geriatrischen Versorgungsstrukturen in den Ländern unterschiedliche Zugangschancen zu geriatrischer Behandlung. Es gibt weiterhin Bundesländer ohne relevante akutgeriatrische Versorgung.

Die Veranstaltung wird hierzu die aktuellen Entwicklungen und Interessen aus Perspektive der Politik, der Kostenträger und der Leistungserbringer zusammenfassen und einer kritischen Überprüfung unterziehen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Strategische Bedeutung

Merck übernimmt Hersteller von Effektpigmenten in China

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck übernimmt in China einen führenden Anbieter von Effektpigmenten. Wie das Darmstädter Unternehmen mitteilte, sei die Übernahme der Suzhou Taizhu Technology Development Co Ltd ("Taizhu") für das Pigmentgeschäft von Merck von hoher strategischer Bedeutung. Die Transaktion habe einen Wert von 28 Millionen Euro. Dafür gingen die Vertriebsorganisation von Taizhu sowie die Produktionsstätte am Unternehmenssitz in Taicang, nahe Schanghai, an Merck. Taizhu zähle mit einem Umsatz von über 14 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr und 300 Mitarbeitern zu den größten Unternehmen im chinesischen Markt für Effektpigmente. Taizhu ergänze das Produktportfolio von Merck um das mittlere Preissegment, erklärte Sparten-Chef Klaus Bischoff. China zählt den Angaben zufolge zu den am schnellsten wachsenden Märkten für Effektpigmente. Laut Marktforschern könnte China schon im nächsten Jahr zum zweitgrößten Markt nach den USA aufsteigen. Effektpigmente finden Verwendung in der Lack-, Kunststoff-, Druck-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

 
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Compliance gut – alles gut:

Schulungsfilm ”Hygienische Händedesinfektion”

BODE Chemie

BODE ChemieJede zweite Händedesinfektion, die zum Schutz des Patienten erforderlich wäre, wird in der Praxis nicht durchgeführt. Ein Umstand, der Patienten und Personal gleichermaßen gefährdet und hohe wirtschaftliche Kosten nach sich ziehen kann.

Über die vielfältigen Gründe dieser mangelnden Compliance informiert jetzt ein neuer Schulungsfilm von BODE. Mehr noch: Die DVD „hygienische Händedesinfektion“ zeigt auf, mit welchen Maßnahmen die Compliance erhöht werden kann. Ein Schwerpunkt liegt auf den Indikationen zur Händehygiene und deren richtiges Vorgehen. Dabei orientiert sich der Film an den aktuellen Empfehlungen der weltweiten Kampagnen zur Händedesinfektion, die in Deutschland von der „Aktion Saubere Hände“ umgesetzt wird. Ausführlich dargestellt werden die so genannten 5 Momente der Händehygiene. Auch zum Thema „Hautschutz“, einem weiteren Kampagnen-Schwerpunkt der „Aktion Saubere Hände“, bietet der Film zahlreiche Tipps.

Ein echtes Novum stellt die eigenverantwortliche Einreibemethode dar, die im Film eingehend gezeigt und begründet wird. Dabei wenden Mitarbeiter ihre eigene Technik an und achten darauf, sorgfältig alle Hautareale während der für die hygienische Händedesinfektion vorgeschriebenen Einwirkzeit von 30 Sekunden mit dem Desinfektionsmittel zu benetzen.

Sequenzen wie die 5 Momente, die neue Einreibemethode oder der Gebrauch der Kittelflasche bieten sachliche und nachvollziehbare Informa

Neue Einreibemethode, 5 Momente der Händedesinfektion, Hautschutz: Die neue Schulungs-DVD von BODE informiert brandaktuell über Händehygiene.
tionen jenseits jeglicher moralischer Wertungen. Ergänzt wird die unkomplizierte und praxisorientierte Darstellung des Themas durch Kurz-Interviews mit Mitarbeitern, die ungekünstelt ihre Sichtweise der Händehygiene schildern. Mit einer Länge von 13 Minuten lässt sich die DVD „Hygienische Händedesinfektion“ in jede Schulung integrieren und bietet außer handfesten Infos auch noch jede Menge Stoff für interessante Gruppen-Diskussionen.

Die DVD kostet 25,00 € und kann im BODE Webshop unter www.bode-chemie.de oder über die telefonische Hotline 01805-000 777 bezogen werden.

Tipp: Wer einen Eindruck des Films erhalten will und sich für die neue eigenverantwortliche Einreibemethode interessiert, kann sich diese Sequenz kostenlos auf der BODE-Webseite ansehen unter www.bode-chemie.de.

 

Schweinegrippe-Impfung:

Pharmagroßhändler schlagen Bundesländern effektives Distributionsmodell vor

Der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. (PHAGRO) bietet den Bundesländern eine schnelle und effektive Versorgungslösung für die bevorstehenden Impfungen gegen die Schweineinfluenza an. Grundlage des Modellvertrages sind die bestehenden Vereinbarungen zur Abgabe von antiviralen Arzneimitteln im Pandemiefall. Der PHAGRO hat die Regelungen entsprechend der Besonderheiten bei der Distribution der Grippeimpfstoffe erweitert. Die Lösungsansätze rund um die Dokumentation, die speziellen Anforderungen an die Kühlung der Medikamente sowie die geänderten Abgabestellen können nun von den Bundesländern mit ihren jeweiligen Vertragspartnern individuell ergänzt und spezifiziert werden.

"Ziel unseres Angebots ist es, die Bundesländer bei der Pandemiebekämpfung effektiv zu unterstützen und eine frühzeitige Impfung zu ermöglichen", sagt Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender des PHAGRO. "Mit unserem Vorschlag können wir das Prozedere der Vertragserstellung angesichts der bevorstehenden ersten Impfphase deutlich beschleunigen. Die zuständigen Landesministerien müssen organisatorisch nicht bei Null anfangen, sondern können auf unserem nationalen Distributionsmodell aufbauen."

Voraussichtlich soll bereits im Oktober mit den Impfungen begonnen werden. Die Bundesregierung geht alleine im Herbst von rund 22,5 Millionen Impfungen aus. Dabei handelt es sich zunächst um die sogenannten Risikogruppen, wie Schwangere, chronisch Kranke, Ärzte, medizinisches Personal sowie Mitglieder von Polizei und Feuerwehr. Die Pharmakonzerne haben in den vergangenen Monaten auf Hochtouren daran gearbeitet, einen Impfstoff gegen das Influenzavirus A/H1N1 zu entwickeln, und auch die Kostenaufteilung zwischen Krankenkassen und Bundesgesundheitsministerium konnte geklärt werden. Die logistische Organisation der Versorgung ist hingegen bis dato noch weitgehend offen.

 
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BME-Forum:

Einkauf und Logistik im Krankenhaus

Es besteht Informationsbedarf bei Entscheidungsträgern im Krankenhaus

Best Practices-Ansätze im Einkaufsmanagement und innovative Organisationsformen der Krankenhauslogistik standen im Mittelpunkt des BME-Forums „Einkauf und Logistik im Krankenhaus“, das unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff (Centrum für Krankenhaus-Management, Universität Münster) in Frankfurt stattfand. Eine vor Beginn des Forums durchgeführte Befragung der 60 Teilnehmer (Einkaufsleiter und Geschäftsführer) ergab:

  • 84 % waren Logistikformen auf Basis elektronischer Versorgungsschränke mit den Organisationskomponenten „Automatisierter Direktabruf von Station“, permanente Inventur“, „Wiederauffüllung durch Service-Level Agreement“ und „Direktanlieferung durch logistische Dienstleister“ „praktisch nicht bekannt“.
  • 92 % gaben an, an solche Logistiklösungen „großes Interesse“ zu haben.
  • 40 % vermuteten, dass solche Systeme „zu aufwändig und teuer“ seien.
  • 48 % beurteilten diese Konzepte als „exzellente Logistiklösung im Sinne Efficient Health Care Consumer Response“.

Das Centrum für Krankenhaus-Management organisiert im Oktober 2009 einen Informationsbesuch zum Thema „Einkauf und Logistikmanagement“ in ausgewählten Hospitälern in London. Interessierte wenden sich bitte an: ckm@wiwi.uni-muenster.de.

 

Namen & Nachrichten

Glückliche Operation

Neugeborenes an 1,5 Kilo schwerem Tumor operiert

Ein neugeborenes Frühchen ist in Frankreich erfolgreich an einem 1,5 Kilogramm schweren Tumor operiert worden. Das Mädchen selbst ohne den Tumor wog nur 1,7 Kilo. Das Baby sei in der 31. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt gekommen, sagte eine Sprecherin des Pariser Krankenhauses Robert Debré der dpa am Freitag. Dem Kind gehe es gut; die Ärzte seien jedoch wachsam, wie sich der Zustand des Babys in den nächsten Wochen entwickeln werde. Die Ärzte hatten den gutartigen Tumor unmittelbar nach der Geburt des Kindes am 25. August entfernt. Der Eingriff wurde erst jetzt bekanntgegeben.

 

Berufung

Neuer Chefarzt in der Medizinischen Klinik II des Lukas-Krankenhauses Bünde

Dr. med. Thomas Wege ist der neue Chefarzt der Medizinischen Klinik II im Lukas-Krankenhaus Bünde. Nachdem der Aufsichtsrat ihn in seiner Sitzung einstimmig berufen hat, hat er am 15. Juli 2009 seinen Dienst aufgenommen. Der 42-jährige Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie wurde in Minden/Westfalen geboren, ist verheiratet und Vater von 2 Kindern. Das Medizinstudium absolvierte er an der Freien Universität in Berlin und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seine beruflichen Tätigkeiten führten ihn über das Diakoniekrankenhaus in Rothenburg/Wümme und das Johannes Wesling Klinikum in Minden, wo er zuletzt als Oberarzt tätig war.

 

Qualität und Wirtschaftlichkeit durch Digitale Industrialisierung

5. Gesundheitswirtschaftskongress sieht Patienten in starker Position

Mit gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegener Beteiligung ist der 5. Gesundheitswirtschaftskongress zu Ende gegangen. Der 2 tägige Kongress in Hamburg war mit mehr als 800 Anwesenden wieder ausverkauft. Mit diesem Teilnehmerergebnis wurden die Erwartungen der Veranstalter deutlich übertroffen. Die Akteure waren sich darin einig, dass in Hamburg auch in diesem Jahr die zentralen Fragen der Gesundheitswirtschaft auf der Tagesordnung standen. Der Kongresspräsident, Prof. Heinz Lohmann, zum Abschluss des Kongresses vor der Presse: “Gesundheit und Wirtschaft, diese Wortkombination hat noch vor wenigen Jahren in der öffentlichen Diskussion erhebliche Abwehrreaktionen ausgelöst.” Das sei inzwischen völlig anders, indem die Chancen der Trendbranche Gesundheit mehr und mehr erkannt würden. Gerade die zunehmende Zahl der Beschäftigten auf dem Gesundheitsmarkt trage maßgeblich zur wachsenden Anerkennung des Wirtschaftsbereichs bei. Lohmann weiter: “Der Patient rückt jetzt tatsächlich in den Mittelpunkt der Gesundheitsbranche.” Das verändere die Unternehmen nachhaltig. Nur durch die Nutzung modernen Service- und Technologiekonzepte, wie sie in anderen Branchen entwickelt würden, könnten Qualität und Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Prof. Lohmann wörtlich: “Die informationstechnologischen Innovationen erlauben jetzt die Digitale Industrialisierung der Medizin.”

 

Blick in die Zukunft

Globale Pharmabranche sucht nach neuem Innovationsmodell

Krankenversicherungen reduzieren Kosten, Patente laufen ab und der Wettbewerb durch Nachahmer steigt. Obwohl die Pharmafirmen weltweit mehr denn je in Forschung & Entwicklung (F&E) investieren, bleibt die Produktivität gering und Innovationen konnten die rückläufigen Umsätze bisher nicht ausgleichen. Die Unternehmen müssen Innovation also grundlegend neu definieren und ihr strategisch höchste Priorität einräumen. Die Roland Berger Studie "What's next? Innovating the concept of innovation in the pharmaceutical industry" analysiert Trends und Innovationskonzepte von Pharmaunternehmen weltweit, die vor allem patentierte, verschreibungspflichtige Medikamente herstellen. Die teilnehmenden Unternehmen repräsentieren 21 der 30 weltgrößten Pharmakonzerne sowie mehr als die Hälfte des globalen Pharmaumsatzes. "Innovation ist die größte Herausforderung für die Pharmaindustrie", sagt Stephan Danner, für die Pharmabranche verantwortlicher Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. "Durch den demographische Wandel wird der Bedarf an Medikamenten weltweit steigen, während gleichzeitig viele Regierungen gerade in Zeiten der Finanzkrise die Ausgaben für Gesundheit stärker als bisher kontrollieren." Nur echte Innovation kann diese Lücke füllen. "Die Pharmafirmen müssen ihr traditionelles Geschäftsmodell deshalb überdenken und der Innovation wieder oberste Priorität einräumen - noch vor dem Marketing." Die Studie identifiziert fünf Gebiete der Innovation, in denen sich Trends abzeichnen: Therapiegebiete, Produktportfolio, Finanzierungsmodelle, Forschung & Entwicklung sowie kulturelle Aspekte.

 

Geld beruhigt

Milliarden-Plus bringt Ruhe in Praxen

Nach dem neuen Milliarden-Plus für die rund 145 000 Mediziner in Deutschland müssen die Patienten vorerst keine weiteren Proteste ihrer Ärzte fürchten. Die niedergelassenen Ärzte hätten nun das Signal: "Es wird uns nichts mehr weggenommen", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, in Berlin. Massive Proteste erwarte er nicht mehr. Die Arbeitgeber kritisierten: "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Arzthonorare mitten in der Krise erneut kräftig steigen." Insgesamt soll das Honorar 2010 um 1,17 Milliarden Euro auf mehr als 32 Milliarden wachsen.

 

Lebenskampf

Boykottaufruf besteht weiter

Im Streit mit der Unternehmerfamilie Wirtz um Entschädigungen in Milliardenhöhe lassen Conterganopfer nicht locker. Der Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer betonte, der Boykottaufruf gegen Produkte der Familiengruppe habe weiterhin Bestand. Dazu gehören der Contergan-Hersteller Grünenthal und die Dalli-Gruppe, die Waschmittel und Kosmetika herstellt. Die Dalli-Gruppe will erst gegen den Boykottaufruf klagen, wenn ein neuer Aufruf Arbeitsplätze gefährde, sagte Geschäftsführer Ulrich Grieshaber der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das Schlafmittel Contergan der Firma Grünenthal hatte Ende der 50er Jahre einen der größten Arzneimittelskandale in der deutschen Geschichte ausgelöst. Weltweit kamen rund 10 000 Kinder mit schweren körperlichen Missbildungen zur Welt, vor allem an Armen und Beinen. In Deutschland waren 5000 Kinder betroffen.

 

Skurril:

Biete Abendessen für Kariesbehandlung - Tauschbörse in USA boomt

Wer kein Geld hat, tauscht. Dieser Grundsatz hat in den USA angesichts der Rezession nun auch schon die Gesundheitsversorgung erreicht. "Brauche Zahnarzt, biete Kochen", heißt es da in der Anzeige einer Frau aus dem Bundesstaat New Mexico. Sie hofft, mit einem exquisit zubereiteten Abendessen ihre dringend benötigte Kariesbehandlung zu bekommen. Ein Mann aus Kalifornien muss seine Augen untersuchen lassen - und bietet dafür "Reparaturarbeiten aller Art". Ein Physiotherapeut in Maryland offeriert "Massagen gegen Violinenunterricht". Angebote wie diese haben in den USA mit seinem maroden Gesundheitssystems derzeit Hochkonjunktur. Denn viele US-Bürger haben keine oder keine ausreichende Krankenversicherung. Auf Webseiten wie "favorpals.de", über Tauschbörsen und diverse Agenturen suchen Patienten Wege, um die Arztrechnung begleichen zu können - und kommen mit Medizinern auch ohne Geld ins Geschäft. Die Angebote reichen dabei von Gemüse, über Brennholz bis hin zum Spanisch-Unterricht.

 

Zukunftsstrategie

Lutz Kleinholz wird neuer ICW Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat von InterComponentWare AG (ICW) hat Dr. Lutz Kleinholz (48) zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Die wichtigste Aufgabe des promovierten Informatikers wird es sein, die führende Position des Unternehmens im Bereich der Vernetzung des Gesundheitswesens auszubauen. Unter der Führung von Kleinholz soll das Unternehmen auch zukünftig national und international organisch und durch Akquisitionen weiter wachsen. Moderne und sichere Softwarelösungen für das Gesundheitswesen bilden die Basis dieses Wachstums. Das ICW Vorstandsteam besteht nun aus Lutz Kleinholz als Chief Executive Officer (CEO), Dr. Georg Ralle als Chief Operating Officer (COO) für den Bereich Operations und Medizin sowie Jörg Stadler als Chief Product Officer (CPO) für die ICW Produkte. Der Gründer, Vordenker und langjährige ICW Vorstandsvorsitzende Peter Reuschel scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus und wurde von den Eigentümern in den Aufsichtsrat berufen.

 

Zufriedenheit

Frauen sind mit Ärzten deutlich unzufriedener als Männer

Was den Service in deutschen Arztpraxen angeht, sind Frauen deutlich anspruchsvoller als Männer. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau" beklagten sich vor allem Patientinnen über unzureichende Behandlung von Medizinern. Mehr als ein Viertel der weiblichen Befragten (26,4 %) beschwerte sich darüber, dass sich der Arzt zu wenig Zeit für sie genommen und ihnen nicht zugehört habe. Bei den Männern war dies nicht einmal jeder fünfte (18,1 %). Jede achte Bundesbürgerin (12,5 %) fühlte sich zudem von ihrem Arzt nicht ernst genommen. Sie sagen: "Er hat meine Wünsche nicht berücksichtigt." Bei den männlichen Patienten erhebt gerade einmal jeder Dreizehnte (7,9 %) solche Vorwürfe.

 

Skandal

Mindestens 21 Tote durch Ärzte-Streik in Indien

In Indien sind mindestens 21 Menschen in einer Klinik gestorben, weil sie wegen eines Ärztestreiks nicht rechtzeitig behandelt wurden. Vor allem fehlende Ärzte in der Notaufnahme des staatlichen Krankenhauses im ostindischen Bundesstaat Bihar hätten zu den meisten Todesfällen geführt, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur IANS. Seit Donnerstag sind mehr als 400 junge Ärzte in einem unbefristeten Streik für höhere Gehälter. Vor allem die arme Bevölkerung leidet unter dem Streik, da alle, die es sich leisten können, in private Kliniken ausweichen.

 

Stabswechsel

Irmgard Raschka-Halberstadt löst Herbert Dreisbach ab

Irmgard Raschka-Halberstadt hat die Geschäftsführung des Merxhäuser Psychiatriezentrums übernommen. Die 49-jährige Diplom-Ökologin löst Herbert Dreisbach in der der Geschäftsführung der Vitos Kurhessen ab. Dreisbach (65) geht in den Ruhestand.

 

Studie:

Gebildete sind weniger krank

Wer gut ausgebildet ist, ist seltener krank. Das geht aus einer Untersuchung der Barmer Ersatzkasse (BEK) hervor, die vorgestellt wurde. Danach lag bei den Versicherten ohne abgeschlossene Berufsausbildung die Kranken-Quote bei 37 Prozent, bei den Versicherten mit Hochschulabschluss bei 29 Prozent. "Der Anteil "kranker" Mitglieder nimmt mit steigendem Bildungsabschluss deutlich ab", heißt es in dem Bericht. Unter Menschen mit niedrigem Bildungsgrad sind der Erhebung zufolge ein Viertel mehr Kranke als unter Menschen mit höchstem Bildungsgrad. Diese seien auch sozial bessergestellt sind und lebten offensichtlich gesundheitsbewusster. Der Bericht zeigt zudem den Zusammenhang zwischen Krankheit und Alter auf. In der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen sind laut BEK neun von zehn Versicherten gesund, bei den über 80-Jährigen sind fast neun von zehn krank.

 

Klinik-News

Neue Einrichtung

Park-Klinik Sophie Charlotte am Schloss Charlottenburg eröffnet

In Anwesenheit von Dr. Richard von Weizsäcker wurde die Park-Klinik Sophie Charlotte auf dem Gelände der Schlosspark-Klinik feierlich eröffnet. Mit 35 klinischen und 10 tagesklinischen Behandlungsplätzen ist sie die bisher einzige private Fachklinik für Psychiatrie und Psychosomatik in Berlin. Die Leitung hat Chefarzt Prof. Dr. Hans Stoffels übernommen, der 15 Jahre Chefarzt der Psychiatrischen Abteilung der Schlosspark-Klinik war. Prof. Stoffels fasst das individuelle Behandlungskonzept, das auf jahrzehntelangen Erfahrungen von Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und Kreativtherapeuten u.a. für Kunst, Musik und Tanz in der Schlosspark-Klinik beruht, zusammen:

 

Branchenkompass

Kliniken forcieren Kooperationen mit Ärzten

Acht von zehn Gesundheitsdienstleistern planen in den kommenden drei Jahren Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten. Vor allem für die Krankenhäuser sind Mediziner mit eigener Praxis Wunschpartner Nummer eins. Aber auch Krankenkassen werden zunehmend umworben: Drei von vier Dienstleistern suchen die Zusammenarbeit mit den Kostenträgern. Solche Kooperationen zwischen allen Beteiligten im Gesundheitswesen sind aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich, sondern auch politisch erwünscht und vom Gesetzgeber ausdrücklich gefordert. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Branchenkompass 2009 Gesundheitswesen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. "Dass es vermehrt Kooperationen gibt, beispielsweise zwischen Ärzten und Kliniken, überrascht nicht. Der Trend geht eindeutig hin zur Aufweichung von Grenzen zwischen allen Gesundheitsdienstleistern", sagt Horst Martin Dreyer, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. So hat der Gesetzgeber den Kliniken und Krankenkassen mit der Gesundheitsreform ausdrücklich größere Freiheiten in der Angebots- und Vertragsgestaltung eingeräumt und gezielt Raum für Kooperationen geschaffen. "Natürlich entsteht daraus eine Zusammenarbeit, die auch vertraglich gestaltet wird", so Dreyer.

 

Zahlenspiele

Krankenhauspatienten immer früher entlassen

Deutschlands Krankenhäuser entlassen ihre Patienten immer früher. 2008 dauerte die Behandlung in Kliniken im Schnitt nur 8,1 Tage und damit knapp zwei Tage weniger als noch im Jahr 2000. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Der Aufenthalt verkürzt sich seit Jahren kontinuierlich. Die Zahl der vollstationär aufgenommenen Kranken hielt sich mit 17,4 Millionen aber auf dem Niveau der vergangenen Jahre, auch wenn die Kliniken 2008 etwa 200 000 Patienten mehr zählten als noch im Vorjahr - ein Zuwachs von rund 1,2 Prozent. Bundesweit gab es im vergangenen Jahr 2067 Krankenhäuser, das sind 20 weniger als noch vor zwei Jahren. 17 Kliniken in öffentlicher Trägerschaft schlossen. Die verbleibenden 660 Häuser öffentlicher Träger stellen aber noch knapp die Hälfte der insgesamt 500 000 Krankenbetten. Doch schon jedes sechste Bett stand in einer privat geführten Klinik. Etwa ein Drittel entfiel auf freigemeinnützige Träger, darunter etwa Kirchen oder Verbände. Die Bettenauslastung lag im vergangenen Jahr bei 77,4 Prozent, was annähernd dem Vorjahresniveau entspricht (77,2 Prozent). 804 000 Vollzeitkräfte arbeiteten 2008 in den Krankenhäusern. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12 000 Stellen und der höchste Wert seit 2004. Gut jeder Sechste davon war als Mediziner beschäftigt, für die Pflege gab es 298 000 Vollzeitstellen. Bei der Krankenhausstatistik werden die 1227 deutschen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen nicht berücksichtigt. Dort betrug die Behandlungszeit der über Nacht bleibenden Patienten 2008 im Schnitt 25,3 Tage. 169 000 Betten standen zur Verfügung und waren zu 81,1 Prozent ausgelastet. Zwei Millionen Menschen wurden behandelt. In diesem Bereich arbeiteten 2008 gut 110 000 Vollzeitbeschäftigte.

 

Ausgeblutet

Deutsche Krankenhäuser blicken pessimistisch in die Zukunft

Jedes zweite Krankenhaus in Deutschland steht aktuell vor einem Haushaltsdefizit, das künftig sogar weiter wachsen wird. Dies gilt sowohl für Kliniken in privater als auch öffentlicher Trägerschaft. Die Ursachen liegen vor allem in den steigenden Kosten für das Fachpersonal - doch genau hier ist der Investitionsbedarf besonders hoch. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 200 Geschäftsführern und Leitern des Bereichs Buchhaltung/Controlling deutscher Krankenhäuser im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG, durchgeführt von TNS Emnid. Obwohl besonders öffentliche Kliniken in den vergangenen Jahren ihre Umsätze deutlich steigern konnten, sind ihre Aussichten insgesamt wenig positiv. Daran kann offenbar auch die Novelle des Krankenhausfinanzierungsgesetzes nicht viel ändern. "Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht", so Experte Ralf Klassmann, Leiter des BDO-Branchencenters "Gesundheit und Soziales". "Um den Krankenhäusern eine echte Perspektive aufzuzeigen, ist weit mehr notwendig als die letzte Novelle des Krankenhausfinanzierungsgesetzes. Die bereitgestellten 3,5 Mrd. Euro sind angesichts des Personal- und Finanzierungsnotstands nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein", so Klassmann weiter. Auch der Abbau von Personal biete kein Einsparpotenzial mehr, nur sechs Prozent der Krankenhäuser halten hier noch Kostensenkungen für möglich. Jedes siebte Haus sieht gar keine Einsparmöglichkeiten mehr.

 

Urabstimmung

Tarifverhandlungen mit DRK-Kliniken Berlin sind gescheitert

In einer außerordentlichen Sitzung hat der Vorstand des Marburger Bund Landesverbandes Berlin/Brandenburg die Tarifverhandlungen mit den DRK Kliniken Berlin für gescheitert erklärt. Die Mitglieder des Marburger Bundes in den DRK Kliniken Berlins werden nun aufgefordert, in einer Urabstimmung über die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen zu entscheiden. "Wir sind die Täuschungsmanöver und Hinhaltetaktik der Arbeitgeberseite leid. Seit über einem Jahr bemühen wir uns redlich um einen tragfähigen Kompromiss auf der Basis des Tarifvertrages mit den Vivantes-Kliniken. Dieses Angebot hat die Arbeitgeberseite rüde ausgeschlagen. Deshalb werden wir jetzt zu anderen Mitteln greifen, um die berechtigten Interessen der Ärztinnen und Ärzte an den DRK Kliniken durchzusetzen. Die Ärzte an den DRK Kliniken haben das Recht, genauso bezahlt zu werden wie ihre Kollegen an den kommunalen Krankenhäusern. Der Vivantes-Tarif muss auch die Leitwährung für die DRK Kliniken in Berlin sein", sagte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag.

 

Besitzerwechsel

Klinik Regina an privaten Betreiber RECURO verkauft

Die Klinik Regina wechselt den Besitzer: Die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd verkauft das Haus an die Firma RECURO Rehabilitations- und Präventionszentrum GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Firma Parksanatorium Bad Bocklet GmbH. Die Kapazität des Rehazentrums Bad Bocklet soll um die Räumlichkeiten der Klinik Regina erweitert werden. Wir freuen uns nicht nur über die Tatsache, dass wir einen Käufer für die Klinik Regina gefunden haben, sondern besonders darüber, dass sie als Klinik weiter geführt wird", so Elisabeth Häusler, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd. "Sie wurde ursprünglich mit den Mitteln der Beitragszahlern erbaut, um Versicherte durch gezielte Rehabilitation wieder fit für den Beruf zu machen. Diesen Zweck wird sie auch in Zukunft erfüllen." Auch Harald Barlage, Geschäftsführer beider Gesellschaften, zeigte sich erfreut über diese Entwicklung, denn einerseits, so Barlage, ist die DRV Bayern Süd seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner der Bad Bockleter Einrichtung und anderseits wäre es sehr schade, wenn in Deutschlands bekanntesten Kurort eine solch renommierte Klinik endgültig geschlossen worden wäre.

 

Zusammenarbeit

Charité und Vivantes bilden Arbeitsgruppen

Der Berliner Senat fordert bereits seit langem,dass die beiden landeseigenen Klinikunternehmen Vivantes und Charité enger zusammenarbeiten sollen. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost rücken Charité und Vivantes näher zusammen. "Unter der Regie von Vivantes-Chef Joachim Bovelet und Charité-Manager Professor Karl Max Einhäupl sind fast 20 Arbeitsgruppen gebildet worden, die Synergien herausfinden sollen. Die zuständigen Senatsverwaltungen für Finanzen, Wissenschaft und Gesundheit haben ebenfalls erstmals ein Arbeitsteam Charité-Vivantes gebildet. Bis Ende Oktober will dieses Projektteam dem Senat ein Konzept vorstellen."

 

Gesundheitscampus

Bezirkungsvertetung stimmt für Neubau des Gerresheimer Krankenhauses

Die Geschäftsleitung der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH begrüßt Entscheidung der Bezirksvertretung 7 für den Neubau des Gerresheimer Krankenhauses. Dr. Birgit Fouckhardt-Bradt, Geschäftsfüherin der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH sagt dazu: "Mit der Zustimmung der Bezirksvertretung zu unserer Bauvoranfrage ist der Weg für den Neubau endgültig frei. Darüber freuen wir uns sehr. Von Seiten der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH werden wir nun dafür sorgen, dass mit den Bauvorbereitungen wie geplant im Dezember begonnen wird. Wir sind zuversichtlich, dass das neue Krankenhaus dann Mitte 2012 bezogen werden kann. Entstehen wird ein völlig neuartiger Gesundheitscampus mit neuen medizinischen Schwerpunkten. Der Gesundheitscampus wird den Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürgern und auch den Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Gemeinden Mettmann und Erkrath eine noch bessere medizinische und pflegerische Versorgung als bisher bieten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dank der verbesserten Logistik optimale Bedingungen für ihre Arbeit bekommen.

 

Warnung

Marburger Bund warnt vor Preisdumping in Krankenhäusern

Der Marburger Bund (MB) hat nach einer Meldung des Ärzteblattes (27.8.) die Politik aufgerufen, auf ”marktradikale” Modelle in der Krankenhauslandschaft zu verzichten und stattdessen eine qualitativ hochwertige, flächendeckende stationäre Versorgung sicherzustellen. "Dumping-Preise und Rabattverträge mögen zum Sommerschlussverkauf passen, zu den Leistungen in den Krankenhäusern passen sie nicht", kritisierte MB-Vorsitzender Rudolf Henke entsprechende Überlegungen von Beratern des Bundesfinanzministeriums und der Barmer Ersatzkasse. In einem vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebenen Gutachten fordern die Autoren "mehr Preiswettbewerb im Krankenhaus" durch Einzelverträge zwischen Krankenkassen und Klinikbetreibern.

 

Management

Umgarnung

Korruption mit System

Die 250 Milliarden Euro, die jährlich im Gesundheitswesen umgesetzt werden, laden zur Korruption geradezu ein. Es gibt zum Beispiel für Ärzte schicke Reisen von Pharmakonzernen, auf dass sie das Richtige verschreiben. Es gibt für Apotheker nette Rabatte, auf dass sie das Richtige anbieten. Krankenhauschefs werden von den Herstellern medizintechnischer Großgeräte umgarnt, auf dass sie in das Beste investieren. Und nun steht als neuer Vorwurf im Raum, dass Kliniken Ärzten Geld angeboten haben, direkt oder indirekt, auf dass sie ihre Patienten zur Behandlung oder Operation zu ihnen schicken und dass etliche Ärzte es angenommen haben. Ja, dass es regelrechte vertragliche Vergütungssysteme dieser Art gibt. Stimmt dieser Vorwurf, dann wäre das ein schwerer Vertrauensbruch im Verhältnis Arzt-Patient, denn der erwartet bei einer so heiklen Entscheidung einen ehrlichen Rat. Und es wäre sogar Körperverletzung, wenn der Patient dadurch eine schlechtere Behandlung erfahren sollte, als ihm bei objektiver Auswahl der besten Klinik möglich wäre. Das ist keine Angelegenheit, die die Ärzteschaft und die Kliniken auf die leichte Schulter nehmen sollten. Bei ihrem Gipfeltreffen aber kam wenig mehr als eine Absichtserklärung heraus, den Sachverhalt nicht zu akzeptieren. Von strukturellen Konsequenzen keine Spur. Auch die Parteien, die sich den Ärzten besonders verbunden fühlen, Union und FDP, hätten allen Anlass, das Thema sehr ernst zu nehmen.

 

Pflege

Gute Aussichten:

Pflegeheimbetreiber Marseille-Kliniken sieht gute Chancen für Reha-Verkauf

Der Pflegeheimbetreiber Marseille-Kliniken sieht gute Chancen für den Verkauf seiner acht Rehabilitationskliniken. "Private Equity funktioniert wieder", sagte Vorstandschef Axel Hölzer auf der DVFA-Small-Cap-Konferenz in Frankfurt. Im vergangenen Monat hatten die Beteiligungsgesellschaft Advent und der britische Immobilieninvestor Marcol den Reha-Klinikbetreiber Median übernommen. Man befinde sich auf ordentlichem Wege zum Verkauf der verbliebenen Häuser. Die Geschäftsaussichten für Reha-Kliniken seien an sich nicht schlecht. Immer mehr ältere Menschen gingen ins Krankenhaus, müssten es immer früher wieder verlassen und benötigten dann professionelle Nachsorge. Von den acht Kliniken befänden sich sechs in Baden-Württemberg.

 

Urteil

Kasse muss Pflege mit Privat-Arznei zahlen

Eine Krankenkasse muss die Pflege mit einer Arznei auch dann finanzieren, wenn das Mittel selbst nicht von ihr bezahlt werden muss. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel in einem veröffentlichten Urteil entschieden. Geklagt hatte vor zwei Jahren eine damals 88 Jahre alte Frau aus Hessen, die auf Empfehlung ihres Hausarztes privat Präparate bezahlte und von einem Pflegedienst spritzen ließ. Die AOK Hessen wollte aber nicht zahlen: Das Medikament stehe nicht im Leistungskatalog der Kasse, demzufolge müsse sie auch die Kosten für die Verabreichung nicht übernehmen (Az.: B 3 KR 25/08 R). Das sahen die höchsten deutschen Sozialrichter anders. Zwar dürfe eine Krankenkasse zwischen privat und auf Kassenrezept verschriebenen Medikamenten in gewisser Weise differenzieren. Wenn ein Patient Anspruch auf Pflege habe, dürfe das aber auch mit privat verordneten Medikamenten geschehen. Der Gesetzgeber habe zwar einige Medikamente aus dem Katalog der Kassen genommen, nicht aber die Pflege mit diesen Arzneien. Die Behandlung müsse "medizinisch notwendig, zweckmäßig und ausreichend" sein. Das sei in diesem Fall gegeben gewesen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste begrüßte den Spruch, der eine Grundsatzentscheidung für viele Fälle sei. "Wir freuen uns über dieses eindeutige Urteil des Bundessozialgerichts; es stärkt die Patienten und ermöglicht die erforderliche Behandlung. Auch für die Pflegedienste herrscht jetzt endgültig Klarheit und Rechtssicherheit", sagte Verbandsgeschäftsführer Bernd Tews. Der Verband hatte die Klage unterstützt.

 

Medizin

Gefahren

Hohes Kinderleukämie-Risiko nahe Atommeilern

Den Verdacht gibt es seit Jahren: Wohnen in der Nähe eines Atomkraftwerks kann besonders für Kinder gesundheitsschädlich sein. Ihr erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken, bestätigt jetzt eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie des Arztes und Epidemiologen Eberhard Greiser. Die Gefahren betreffen nicht nur Säuglinge und Kleinkinder, sondern auch Jugendliche vor allem bis 14 Jahre. Im Umkreis von 20 bis 50 Kilometern um Atommeiler sei das Risiko bei Kindern unter fünf Jahren um 19 Prozent erhöht und unter 15 Jahren um 13 Prozent, berichtete Greiser . Grüne und atomkritische Ärzte forderten, endlich den Strahlenschutz für Bürger zu verbessern.

 

Impfmuffel

Grippe-Impfmüdigkeit bei medizinischem Personal

Impfmüde Ärzte und Krankenschwestern: Weniger als jeder dritte Beschäftigte im deutschen Gesundheitswesen lässt sich einer Studie zufolge gegen Grippe impfen. Das berichten Mediziner im "Deutschen Ärzteblatt" (Bd. 106, S. 567 ff.). Die Autoren um Sabine Wicker vom Universitätsklinikum Frankfurt/Main empfehlen daher, über eine Impfpflicht für Beschäftigte, die immungeschwächte Patienten betreuen, nachzudenken. Die Impfung gegen Influenza-Viren gelte als sicher und effektiv, schreiben die Experten. Zudem verhindere sie, dass Krankenhaus- Personal Grippe-Viren auf Patienten überträgt. Es müssten allerdings mindestens 50 Prozent der Beschäftigten geimpft sein, betonen die Verfasser, die vor allem Fachartikel zum Thema ausgewertet hatten. Wer sich impfen lässt, tut dies in erster Linie, um sich selbst zu schützen, wie anonyme Fragebogenerhebungen am Frankfurter Universitätsklinikum ergaben. Zweitwichtigster Grund sei die Sorge um die eigene Familie, Freunde und Kollegen. Erst an dritter Stelle stand demnach die Besorgnis um die Patienten. Die häufigsten Gründe, die von Impfverweigerern angeführt wurden, waren: Sie sahen kein Risiko für sich selbst, sie hatten Angst vor Nebenwirkungen und sie bezweifelten, dass der Impfstoff einen ausreichenden Schutz bietet. Mit einer Dienstanweisung an alle ungeimpften Mitarbeiter, eine Mundschutzmaske zu tragen, konnte die Impfquote in der Grippesaison 2008/09 am Klinikum der Goethe-Universität erhöht werden: Innerhalb von zehn Tagen stieg die Durchimpfungsrate von 33 auf 57,7 Prozent.

 

Der weibische Mann

Immer mehr Männer gehen zum Schönheitschirurgen

In Deutschland gehen immer mehr Männer zum Schönheitschirurgen "Die Anzahl der Faltenbehandlungen bei Männern ist massiv gestiegen - allein um 44 Prozent haben die Behandlungen mit Botulinumtoxin (Botox) im Vergleich zum Vorjahr zugelegt", sagte Prof. Heinz G. Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD), in Hamburg. Männer störe vor allem die sogenannte Zornesfalte, die das Gesicht oft alt und vergrämt aussehen lasse. Die Anzahl der Brustverkleinerungen bei Männer habe sich nahezu verdoppelt. Ein Grund dafür sei unter anderem das unkontrollierte Doping im Amateursportbereich, das je nach Zusammensetzung des Mittels Brustwachstum auslösen könne. Dagegen sind die Faltenbehandlungen bei Frauen rückläufig. "Die Zeiten der Wirtschaftskrise bringen mit sich, dass Frauen nach wie vor ihre Falten behandeln lassen, die Frequenz aber geringer ist", sagte Bull. Er appellierte an die Patienten, vor einem schönheitschirurgischen Eingriff das Fachgebiet des Arztes zu prüfen. "Fachfremde Ärzte können ästhetische Eingriffe nicht in Wochenendkursen lernen", sagte der GÄCD-Präsident. Oft führten Ärzte Operationen an Körperteilen durch, die nicht zu ihrem Fachgebiet gehören. Immer noch - trotz eindeutiger Gerichtsurteile - nähmen zum Beispiel Zahnärzte Faltenbehandlungen im Gesicht vor.

 

Erfolg:

H1N1-Impfstoff gegen Schweinegrippe von Novartis zeigt Wirksamkeit

Der in der Entwicklung befindliche Impfstoff des Schweizer Pharmakonzerns Novartis gegen das Schweinegrippe-Virus scheint erfolgreich zu sein. Die erhofften starken Immunreaktionen der Patienten seien bereits nach einer Dosis eingetreten, teilte Novartis in Basel mit. Angaben, wann der Impfstoff erhältlich sein soll, machte Novartis nicht. Die Tests mit 100 Freiwilligen an der britischen Leicester Universität hätten bei 80 Prozent bereits nach einer Dosis eine Reaktion des Immunsystems auf das Virus gezeigt. Bei zwei Dosen seien es 90 Prozent der Patienten gewesen. Der Testimpfstoff wurde laut Novartis gut vertragen. Schmerzen an der Einstichstelle seien die häufigsten Beschwerden gewesen. Novartis will den Impfstoff weltweit in weiteren Versuchen an mehr als 6.000 Erwachsenen und Kindern testen. Dabei sollen sowohl Zellkultur-basierte als auch traditionell mit Eiern hergestellte Impfstoffseren getestet werden. Der Impfstoff soll unter dem Markennamen "Celtura" verkauft werden.

 

Recht

Erklärung

Jüngste Debatte um Ärztepfusch überzogen

Alarm über immer mehr Behandlungsfehler, Forderungen nach mehr gesetzlichem Patientenschutz, Nörgeleien über lange Prozesszeiten: Die jüngste Debatte um Ärztepfusch in Deutschland ist aus Sicht einer Expertin überzogen. "Man tut dem System Unrecht und hat die falsche Anspruchshaltung", warnte die Vorsitzende des Vereins Medizinrechtsanwälte, Britta Specht, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Kaum zu verhindern sei etwa, dass sich solche Prozesse oft über Jahre hinzögen. "Ein potenzieller Behandlungsfehler ist eben kein Kfz-Unfall", sagte Specht am Rande des 10. Deutschen Medizinrechtstags in Frankfurt.

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt September 2009

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Wirtschaft
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Produktmanager/in interventionelle Kardiologie
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Rheinfelden-Herten
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Rheinfelden-Herten
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Management
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Medizin
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Vorschau

Vorschau kma medien - Oktober 2009

kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Optimale Patientenversorgung ist ein wichtiger Baustein für Wirtschaftlichkeit. Das Magazin „kma“  berichtet in seinem Schwerpunktthema der Ausgabe „Oktober 2009“ ausführlich über wichtigsten Bereiche von patientenorientierter Serviceaufgaben: Verpflegung – Reinigung.

In diesem Schwerpunkt-Thema werden die neuesten Innovationen sowohl der Dienstleister wie der Zulieferer dargestellt. Für diese Zielgruppe ist diese kma-Ausgabe ein glänzendes Präsentationsumfeld.

Anzeigenschluss: 23.09.2009 


kma-Report „Finanzierung“

Für das Management der Krankenhäuser stellt das Thema „Finanzierung“ eine besondere Herausforderung dar. Das Supplement (kma-Report – Finanzierung) der Oktober-Ausgabe von „kma“ befasst sich mit allen Aspekten von Finanzierungs- und Leasingsfragen.

Anzeigenschluss: 18.09.2009

 

Sonderheft „Krankenhaus-Technik“

Kurz vor der MEDICA bringt das Magazin „kma“ als Supplement seiner Oktober-Ausgabe das Sonderheft „Krankenhaus-Technik“ heraus. Dieses Sonderheft geht auf die neuesten Innovationen in der Krankenhaus-Technik ein.

Unternehmen, die Informationen dazu beitragen können, sind herzlich eingeladen.

Anzeigenschluss: 23.09.2009

 

kma-Kongressmagazin zum Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie

Zum Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, der vom 21.10. bis 24.10. in Berlin stattfindet, bringt das Magazin „kma“ sowohl als Supplement seiner Oktober-Ausgabe wie als offizielles Informationsorgan das Kongressmagazin heraus.

Im Kongressmagazin können sich die ausstellenden Unternehmen sowohl redaktionell wie werbemäßig darstellen und erreichen damit einen optimalen Präsentationserfolg auf dem wichtigen Spezialkongress.

Anzeigenschluss: 23.09.2009

 

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Vorschau kma medien - November 2009

kma - Das Gesundheitswirtschaftsmagazin

Spezialthema: MEDICA

Anzeigenschluss: 28.10.2009

Druckunterlagenschluss: 02.11.2009

Erscheinung: 13.11.2009

 

kma-Messemagazin zur MEDICA

Anzeigenschluss: 28.10.2009

Druckunterlagenschluss: 02.11.2009

Erscheinung: 13.11.2009

 

kma-Report bauen & planen

Anzeigenschluss: 02.10.2009

Druckunterlagenschluss: 08.10.2009

Erscheinung: 13.11.2009

 

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