Inhalt

Politik

USA

Regierung genehmigt Marihuana als Medizin

Die US-Regierung hat grünes Licht für den medizinischen Einsatz von Marihuana gegeben, sofern dies von Gesetzen in den Bundesstaaten gedeckt ist. "Es hat für uns keinen Vorrang, Ressourcen des Bundes für die strafrechtliche Verfolgung von Patienten oder ihren Betreuern einzusetzen, wenn dies den Gesetzen der Staaten entspricht", teilte US-Justizminister Eric Holder am Montag mit. Zugleich werde die Regierung aber nicht dulden, dass sich Drogenschmuggler hinter solchen Richtlinien versteckten. 14 US-Bundesstaaten haben den Einsatz von Marihuana für medizinische Zwecke in der einen oder anderen Weise legalisiert. Die Regierung des früheren US-Präsidenten George W. Bush lehnte dies jedoch strikt ab. Mit der Erklärung Holders wurde nun die unter Nachfolger Barack Obama eingeführte Praxis, keine strafrechtlichen Ermittlungen einzuleiten, offiziell festgeschrieben. Entsprechende Richtlinien gingen gleichzeitig an die Bundesstaatsanwälte.

 

BfArM

Experte fordert "Pille danach" ohne Rezept

Die "Pille danach" sollte endlich auch in Deutschland rezeptfrei abgegeben werden können, verlangen Beratungsstellen wie pro familia und viele Wissenschaftler. Im Gegensatz zu anderen großen Ländern in Europa müssen Frauen, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhüten möchten, hier erst zum Arzt gehen und sie sich verschreiben lassen - "weil die Pille danach in Deutschland nicht nur eine medizinische, sondern auch eine politische Frage ist", kritisiert Ulrich Hagemann in der "Apotheken Umschau". Er leitet die Abteilung Arzneimittelsicherheit im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und weist darauf hin, dass seit 2003 die Empfehlung eines Sachverständigenausschusses für die Freigabe existiert. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) wendet sich jedoch dagegen. Er möchte die Beratungspflicht durch den Arzt erhalten. Im Gespräch ergebe sich oft auch, dass ein Teil der Frauen die Pille gar nicht brauche, sagt Klaus König, BVF-Vorsitzender in Hessen. Arzneimittel-Experte Hagemann betont jedoch, es gebe weder toxische Risiken noch ein Abhängigkeitspotential. "Bei zu später Einnahme drohen keine Risiken für Mutter und Fötus." Fakten, nicht Weltanschauungen sollten entscheiden, ob ein Medikament aus der Verschreibungspflicht entlassen werde.

 

National Health System

Ausverkauf im britischen Königreich

Um der staatlichen Rekordverschuldung in Großbritannien entgegen zu wirken, will die Regierung unter anderem Kliniken verkaufen. Das meldet die Badische Zeitung: "Gestern enthüllte Brown seinen jüngsten Plan zur Sanierung der Finanzen. So sollen in den nächsten zwei Jahren die Bahnverbindung zum und durch den Kanaltunnel, der Themse-Tunnel und die Themse-Brücke bei Dartford in Ost-London, die staatliche Wettorganisation "tote" mit ihren 540 Filialen, die ebenfalls staatseigene Bank für Studentendarlehen, Kliniken und der britische Anteil an der Uranproduktion des Landes privatisiert werden. Zusammen mit dem Verkauf von allerlei wertvollen Gebäuden und Grundstücken aus öffentlichem Besitz soll diese Aktion um die 16 Milliarden Pfund (17 Milliarden Euro) eintragen. Hunderte von Millionen haben in jüngster Zeit Landverkäufe des Verteidigungsministeriums und des Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) eingebracht. Auch in den nächsten Jahren soll der Verkauf von Kasernen und Klinik-Anlagen die Staatskasse wieder füllen. Britische Ministerien – den Gesundheitsdienst noch gar nicht mitgerechnet – verfügen über Immobilien im Wert von mehr als 220 Milliarden Pfund."

 

Ambulante Versorgung

Ärzte verordnen Heilmittel für 904 Millionen Euro

Von Januar bis März dieses Jahres haben niedergelassene Ärzte in Deutschland Heilmittel wie zum Beispiel Krankengymnastik oder Massagen im Wert von rund 904 Millionen Euro verordnet. Dies sind 9,2 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres, wie die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf die aktuelle Statistik des GKV-Spitzenverbandes mitteilt. Die Statistiken sind im Internet unter www.gkv-his.de verfügbar.

 

Gesundheitsfonds

Oettinger für Korrekturen am Gesundheitsfonds

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) will erhebliche Korrekturen am Gesundheitsfonds erreichen. Den Krankenkassen müsse es wieder möglich sein, unterschiedliche Beiträge zu erheben - auch von Bundesland zu Bundesland, sagte Oettinger am Donnerstag bei der Vorstellung der Forderungen der Südwest-CDU an die künftige Bundesregierung. “Den Gesundheitsfonds aufzulösen, halte ich nicht für zwingend notwendig.” Dieser könne auch in Zukunft als Kapitalsammelstelle erhalten bleiben. Ansonsten müssten die regionalen Akteure im Gesundheitswesen wieder mehr Flexibilität erhalten. Die FDP will den Fonds abschaffen.

 

Wirtschaft

Anzeige

ZENO-Workshop:

Strategien und Unternehmenskultur als Erfolgsfaktoren

Veranstaltung am 26. November 2009 in Berlin

Zeno

Strategien sind die Summe von Maßnahmen und Taktiken, um gesetzte Ziele zu erreichen. Diese Definition liest sich sicher einfach, jedoch scheint das Thema in der Praxis eher schwierig zu sein. Dieser ZENO-Workshop bietet Ihnen konkrete Werkzeuge für strategische Planung, Beispiele für erfolgreiche Projekte sowie Methoden für die Einbindung zahlreicher Mitarbeiter in den Strategie- und Changeprozeß. Weiterhin wird der Begriff ”Unternehmenskultur“ aufbereitet und der Zusammenhang von Kultur und Erfolg erläutert.

Führungserfahrene Experten und Praktiker aus Krankenhäusern und Kliniken sowie von einem internationalen Industrieunternehmen berichten Ihnen von ihren Erfahrungen.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

USA

Roche klagt gegen Credit Suisse

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat in den USA gegen die Großbank Credit Suisse eine Klage eingereicht. Diese steht in Zusammenhang mit Wertpapiertransaktionen, wie ein Roche-Sprecher in einen Bericht der Zeitung "Le Temps" bestätigte. Weitere Auskünfte wollte der Sprecher mit Blick auf das laufende Verfahren nicht erteilen. Eingereicht wurde die Klage am 13. Oktober beim New York Southern Federal District Court.

 
Anzeige

MCC

„Deutschland nach der Wahl – Der Gesundheitsmarkt im Umbruch”

29. Oktober 2009 in Berlin

MCC

Wie wird das deutsche Gesundheitswesen nach der Bundestagswahl gestaltet? Wie lässt sich eine nachhaltige Finanzierung sicherstellen? Was passiert mit dem Gesundheitsfonds? Welche strukturellen Änderungen sind geplant? Stehen Strukturen wie die KV-en und das klassische PKV-GKV-System vor dem Aus? Wie wird die Kranken­hauslandschaft aussehen? Was passiert mit der Gesundheitskarte? Welchen Regularien wird die Pharmaindustrie ausgesetzt werden?

Auf „Deutschland nach der Wahl – Der Gesundheitsmarkt im Umbruch“ stehen Ihnen kompetente Experten, Vertreter der Regierung und Opposition zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Sichern Sie sich Ihren persönlichen Wettbewerbsvorsprung. Melden Sie sich jetzt an!

Weitere Informationen unter www.mcc-seminare.de

 

Trumpf

Maschinenbauer schließt Verlust nicht aus

Der Maschinenbauer Trumpf schließt einen Verlust für das laufende Geschäftsjahr nicht aus. Lediglich die Medizintechniksparte schreibt ein Umsatzplus von elf Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 schaffte Trumpf noch einen Vorsteuergewinn von 52,2 Millionen Euro, die Erlöse sanken um 22,5 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro. Der Auftragseingang sackte sogar um 35 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ab. "Sollte sich die Auftragslage nicht deutlich bessern, ist auch ein Verlust unvermeidbar", sagte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller.

 
Anzeige

Das Gesundheitswesen nach der Wahl

5. Hamburger Symposium zur Integrierten Versorgung

Veranstaltung am 6. November 2009 im Grand Elysee Hamburg

Unter dem Titel „Probieren, Etablieren, Profilieren (PEP) - Der PEP von IV-Modellen“ schafft das Albertinen-Diakoniewerk e.V. erneut eine Informations- und Kommunikationsplattform für alle Interessierten und Akteure aus dem Gesundheitswesen.

Neben den Themenschwerpunkten

  • Wunderpille Morbi-RSA
  • Realität der Integrierten Versorgung - Vom Papiertiger zum Versorgungsmodell
  • Pharma & Co. - Vom Reserve- zum Stammspieler
  • Kampf um den ambulanten Versorgungssektor

steht nach der aktuellen Bundestagswahl die Diskussionsrunde „Das Gesundheitswesen nach der Wahl“ im weiteren Fokus der Veranstaltung. Der gesundheitspolitischen Diskussion um einen stärkeren Wettbewerb, die Beitragsautonomie der Krankenkassen oder die flächendeckende Einführung der Kostenerstattung stellt sich Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD).

Information unter www.iv-hh.de.

 

Pharmaindustrie

Pfizer überrascht mit starkem Gewinnanstieg

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im abgelaufenen dritten Quartal trotz Umsatzrückgang deutlich mehr verdient als erwartet. Der Überschuss sei zwischen Juni und September um 26 Prozent auf 2,878 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Branchenprimus am Dienstag in New York mit. Beim Umsatz verbuchte Pfizer wegen ungünstiger Währungseffekte und eines erneuten Umsatzrückgangs bei dem wichtigen Medikament Lipitor (Blutfettsenker) ein Minus von 3 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Konzernchef Jeff Kindler erhöhte wegen der abgeschlossenen Milliardenübernahme des US-Konkurrenten Wyeth sowohl die Gewinn- wie auch die Umsatzprognose für 2009. Einen Ausblick auf 2010 will der Pfizer-Chef im Januar geben.

 
Anzeige

Pro Convenience:

Speisenversorgung im Krankenhaus auf neuen Wegen

Centrum für Krankenhaus-Management, Universität Münster

Das Centrum für Krankenhaus-Management (CKM, Universität Münster) geht davon aus, dass sich der Umfang der Convenience-Produkte in der Speisenversorgung in der Zukunft deutlich steigern wird; gleichzeitig geht die Anzahl der Krankenhausküchen tendenziell zurück.

Die Gründe: Im Zuge von Fusionen, Akquisitionen und Kooperationen wird die Speisenversorgung zentralisiert, oft werden zusätzliche Kunden (andere Krankenhäuser, Kindertagesstätten und Altenheime) mit versorgt, was bei gleichen Kapazitäten nur durch Zurüstung von Convenience-Elementen wirtschaftlich sinnvoll und hygienisch sicher erfolgen kann. Aber auch die Fähigkeit, Sonderkostformen kostengünstig und portionskontrolliert entsprechend dietätischer Vorgaben herzustellen, die vergleichsweise niedrigeren Herstellungskosten des Cook-and-Freeze-Verfahrens sowie die Möglichkeit, durch Auslagerung notwendige Ersatzinvestitionen zu vermeiden, sprechen für diesen Trend.

Weitere Informationen: kma, Heft 10/2009, S. 52-55 und www.wiwi.uni-muenster.de/ckm

 

Fundraising

Sozialbank bietet neues Spendenportal

Mit dem Spendenportal www.spendenbank.de verstärkt die Bank für Sozialwirtschaft (BFS) jetzt ihre Maßnahmen zur Optimierung des Online-Fundraisings ihrer Kunden. Fast 500 Spendenorganisationen sind unter www.spendenbank.de bereits gelistet. Das neue Portal können alle gemeinnützigen Organisationen nutzen, die zur Abwicklung ihrer Online-Spenden das Fundraisingtool der Sozialbank (BFS-Net.Tool XXL) nutzen. Dieses ermöglicht Spenden per Lastschrift und per Kreditkarte. Die Präsentation jeder Organisation beinhaltet eine kurze Beschreibung ihrer Ziele und Tätigkeitsfelder sowie eine Verlinkung zu ihrer Website.

 
Anzeige

ZENO-Veranstaltung:

Zuweisermarketing: Patientenströme erfolgreich lenken - Zuweiser binden, bevor es andere tun

Veranstaltung am 10. November 2009 in Berlin

Zeno

Das eigene Klinikum gegenüber den Wettbewerben zu positionieren heißt heute, den Zuweiser zu verstehen und über attraktive Alleinstellungsmerkmale für den Einweiser zu verfügen. Einweiser sichern zu einem sehr hohen Prozentsatz die Auslastung der Klinik und können deshalb als wichtigster Partner und Kundengruppe angesehen werden.

Die Veranstaltung gibt konkrete Anregungen für den Aufbau eines strategischen Einweisermanagements einerseits, wird aber auch Experten die Möglichkeit geben, das Bestehende kritisch zu überprüfen. Intelligentes Einweisermarketing ist viel mehr als eine monetäre Frage. Die komplexen Anforderungen der Zuweiser müssen verstanden werden, um diese Erkenntnisse in eine zukunftsweisende Strategie münden zu lassen. Nur so werden Sie die Patientenströme in Ihrer Organisation mit Erfolg lenken.

Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de

 

Hautkrebs

BKK Mobil Oil bietet Hautkrebs-Screening an

Die BKK Mobil Oil bietet allen volljährigen Versicherten ein kostenloses Hautkrebs-Screening an. Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung: mehr als 140.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich. Deutlich häufiger als der "Schwarze Hautkrebs", das bekannte Maligne Melanom, sind sogenannte nicht melanozytäre Krebserkrankungen, der "Helle Hautkrebs". Zwar steigt das Risiko an Hautkrebs zu erkranken mit der lebenslangen UV-Dosis und daher mit zunehmendem Alter, dennoch sind immer häufiger auch junge Menschen betroffen. Die BKK Mobil Oil hat ihren Leistungskatalog jetzt erweitert und bietet in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen allen volljährigen BKK-MOBIL-OIL-Versicherten jährlich ein umfassendes Hautkrebs-Screening an, das bei allen teilnehmenden Dermatologen kostenlos und ohne Entrichtung der Praxisgebühr durchgeführt werden kann.

 

Siemens

US-Auftrag über 135 Millionen Dollar

Siemens erhält Service-Auftrag über 135 Millionen US-Dollar von einer der größten Kliniken in den USA. Das University of Pennsylvania Health System, eine der größten Kliniken in den USA, hat Siemens den Auftrag für integriertes Service-Management erteilt. Über sieben Jahre hinweg wird Siemens in den verschiedenen Krankenhäusern des Kunden rund 700 diagnostische Systeme und circa 30.000 elektromedizinische Geräte verschiedener Hersteller warten und rund um die Uhr für deren Verfügbarkeit sorgen. Während zu den diagnostischen Systemen unter anderem Magnetresonanz-, Computertomographen und Ultraschallgeräte zählen, umfasst die zweite Gruppe auch Laborsysteme, Überwachungsmonitore und Anästhesiegeräte.

 

Johnson & Johnson

Konzern bekommt Generika-Konkurrenz zu spüren

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) hat auch im dritten Quartal die wachsende Generika-Konkurrenz zu spüren bekommen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick (US-Bundesstaat New Jersey) mitteilte. Das war etwas schwächer als vom Markt erwartet. Der Überschuss stieg hingegen um 1,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar an. Das entspricht einem Gewinn pro Aktie von 1,20 Dollar. Experten hatten sieben Cent weniger erwartet. Der Konzern hob seine Gewinnprognose leicht an und erwartet nun einen Überschuss vor Sondereffekten von 4,54 bis 4,59 Dollar je Aktie. Zuvor hatte J&J 4,45 bis 4,55 Dollar in Aussicht gestellt

 

Pharmaindustrie

Merck übernimmt Biotech-Unternehmen in China

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA baut sein Biotechnologie-Geschäft mit einer Übernahme in Indien aus. Von der Sanmar-Gruppe übernimmt Merck deren Tochtergesellschaft Bangalore Genei Private, wie das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mitteilte. Bangalore Genei hat sich unter anderem auf die Genom-Forschung spezialisiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet 3 Millionen Euro. Mit dem Zukauf will Merck zu einem führenden Anbieter von Biotechnologie-Produkten in Indien werden.

 

Arbeitsmarkt

Bei Krankenstand drittniedrigster Stand seit 1970

Die Krankenstände in den deutschen Betrieben haben nach einem Zeitungsbericht in den ersten neun Monaten dieses Jahres den drittniedrigsten Stand seit Einführung der Statistik 1970 erreicht. Laut neuen Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums, die der Zeitung “Die Welt” (Montag) vorliegen, fehlten die Arbeitnehmer zwischen Januar und September 2009 durchschnittlich 3,25 Prozent der Soll-Arbeitszeit (Vorjahr: 3,32 Prozent). Dies entspreche 7,2 Arbeitstagen, schreibt das Blatt.

 

Aufräumarbeiten

Sanierung der Merckle-Gruppe kommt voran

Die Sanierung der hoch verschuldeten Unternehmensgruppe Merckle kommt einem Pressebericht zufolge voran. Die Finanzschulden, die sich zum Höhepunkt der Krise vor neun Monaten auf fünf Milliarden Euro belaufen hatten, lägen mittlerweile deutlich unter drei Milliarden Euro, berichtete die Südwest-Presse (Montag) unter Berufung auf einen Beteiligten. Finanziell Luft habe sich Alleinerbe Ludwig Merckle vor allem durch den Verkauf von Aktien des Baustoffherstellers Heidelberg Cement im Wert von mehr als 1,7 Milliarden Euro Luft gemacht. Das stärke nun den Verhandlungsspielraum bei der Suche nach einem Käufer für den Arzneimittelhersteller Ratiopharm. Einen Sanierungskredit von 400 Millionen Euro habe die Merckle-Gruppe noch nicht in Anspruch nehmen müssen.

 

Grippe-Trends

Google startet in Deutschland Grippe-Frühwarnsystem

Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen: Wenn viele Menschen nach Symptomen wie diesen im Internet suchen, rollt bald eine Grippewelle an. Der Technologiekonzern Google wertet nun auch in Deutschland die Eingaben seiner Nutzer aus, um Ärzte und Gesundheitsbehörden frühzeitig zu warnen. Der Service “Grippe Trends” ging nach einer Pilotphase in den USA am Donnerstag in 19 weiteren Ländern an den Start. “Wir können ein bis zwei Wochen im Voraus sagen, ob eine Grippewelle anrollt”, sagte Google-Sprecher Stefan Keuchel an Donnerstag in Hamburg.
Das Frühwarnsystem basiert auf der Annahme, dass Patienten sich über ihre Beschwerden zunächst online informieren, bevor sie zum Arzt gehen. Es wertet dafür Millionen von Anfragen anonymisiert aus. Zur wissenschaftlichen Fundierung des Angebots habe man untersucht, welche Begriffe Nutzer in der Vergangenheit suchten, wenn sich die Grippe ausbreitete, erklärte Google-Sprecher Stefan Keuchel. Dafür griff das Unternehmen auf Daten des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zurück.

 

Aids

FDA befürwortet Pfizer-Medikament

Ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA hat sich für einen verstärkten Einsatz des HIV-Medikaments Selzentry des Pharmakonzerns Pfizer ausgesprochen. Mit zehn zu vier stimmten die Fachleute dafür, berichtete die Behörde am Donnerstag. Allerdings wünschten sich die Experten mehr Datenmaterial. “Wir suchen nicht nach dem absolut Besten, sondern nach einer neuen Option”, sagte eine FDA-Forscherin. Bislang darf das Medikament nur bei HIV-Infizierten eingesetzt werden, bei denen sich andere Stoffe als wirkungslos herausgestellt haben. Pfizer bemüht sich nun darum, den Einsatz ausdehnen zu dürfen. Konkret geht es um den Kampf gegen eine der beiden HIV-Arten. Der Konzern hofft, bis zum 20. November auf eine Entscheidung der FDA

 

Apotheken

Celesio prüft Apothekengeschäft in drei Ländern

Europas größter Pharmahändler Celesio hält sich alle Optionen für sein Apothekengeschäft in Italien, Irland und Niederlanden offen. Auch ein Rückzug bei Präsenzapotheken sei dort möglich, sagte Unternehmenschef Fritz Oesterle am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Anders als in Großbritannien und Norwegen besitzt Celesio in Italien, Irland und Niederlanden kein flächendeckendes Netz von Apotheken. Das Geschäft mit Apotheken liefe in den Ländern gut, wo Celesio breit aufgestellt sei, erläuterte Oesterle. Der Ausbau des Apothekennetzes in den drei Problemländern gestaltet sich jedoch schwierig. Es gebe keine Angebote zu einem vernünftigen Preis, sagte Oesterle. Aufgrund staatlicher Maßnahmen schreibt Celesio bei Präsenzapotheken in den Niederlanden 87 Millionen Euro, in Irland 85 Millionen Euro und in Italien 31 Millionen Euro ab.

 

Pharmamarkt

Globaler Wachstum um 4 bis 6 Prozent

Der US-Branchendienst IMS Health erwartet für die globale Pharmabranche im kommenden Jahr dank der besseren Aussichten in den USA ein Wachstum von vier bis sechs Prozent. Das wäre ein Wachstum auf 825 Milliarden Dollar, rund 561 Milliarden Euro. 2013 könnte der weltweite Pharmamarkt ein Volumen von 975 Milliarden Dollar erreichen, wie IMS Health am Donnerstag mitteilte. Bis 2013 rechnet das in der Branche vielbeachtete Institut mit einem jährlichen Wachstum von vier bis sieben Prozent.

 

Namen & Nachrichten

KKH-Allianz

HPV gehört zu Top 5-Arnzeimitteln bei Jugendlichen

Laut einer Auswertung der Arzneimitteldaten der KKH-Allianz wird die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei 12- bis 17-Jährigen vielfach in Anspruch genommen Seit November 2007 wird die sogenannte HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Die Immunisierung soll vor bestimmten Humanen Papillomviren schützen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Wie eine aktuelle Auswertung der Arzneimitteldaten der KKH-Allianz ergab, wird die Impfung vielfach in Anspruch genommen. Seit dem Jahr 2008 gehört der Impfstoff gegen HPV zu den Top 5 der am meisten abgegebenen Arzneimittel bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Rund 11.200 Impfdosen wurden 2008 an KKH-Allianz versicherte Mädchen abgegeben. Geht man davon aus, dass von den drei notwendigen Impfungen mindestens zwei erfolgt sind, haben sich fast 6000 Mädchen gegen HPV impfen lassen. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) hat die Impfung für Mädchen empfohlen, unter Experten herrscht jedoch ein geteiltes Meinungsbild.

 

Niedergelassene Chirurgen

„Ambulante Operationen sparen Milliarden”

Würde die Regierung das ambulante Operieren fördern, könnte das mehrere Milliarden Euro sparen, sagt der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen. "Würden Politik und Kassen endlich das ambulante Operieren angemessen fördern, könnten sie jährlich einige Milliarden Euro Krankenhauskosten sparen. Damit wäre das Milliardenloch im Gesundheitsfonds um einiges kleiner", erklärte der Präsident des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC) Dieter Haack. Er kommentierte damit aktuelle Berechnungen des GKV-Schätzerkreises, wonach 2009 rund 2,3 Milliarden und 2010 knapp 7,5 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds fehlen werden. "Bei einer einzigen Leistenbruch-Operation sparen die Kassen beispielsweise rund 950 Euro, wenn sie nicht stationär im Krankenhaus durchgeführt wird, sondern ambulant beim niedergelassenen Chirurgen", sagte Haack. Ähnliche Einsparsummen ergeben sich bei Krampfader-Operationen (rund 900 Euro) oder Korrekturen von Fußfehlstellungen wie dem Hallux valgus (rund 700 Euro). "Darüber hinaus erholen sich die Patienten in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung schneller und riskieren keine Infektion mit gefährlichen Krankenhauskeimen", ergänzte der BNC-Präsident.

 

Fulda

Herz-Jesu-Krankenhaus sucht neuen Geschäftsführer

Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda sucht einen neuen Geschäftsführer. Das meldet der Lauterbacher Anzeiger. In dem Blatt heißt es: "Nach sechs Jahren Tätigkeit als Geschäftsführer des katholischen Herz-Jesu-Krankenhauses in Fulda wird Alexander Schmidtke die gemeinnützige Gesellschaft zum 31. März 2010 auf eigenen Wunsch verlassen. Das erklärte der Orden der Barmherzigen Schwestern als Trägerin des Krankenhauses. Die Mitarbeiter wurden inzwischen von der Veränderung informiert. Der Jahresumsatz liegt in diesem Jahr bei 33 Millionen Euro. Im Jahr 2003, als der Bamberger Schmidtke nach Fulda kam, lag der Umsatz bei 20 Millionen Euro, das Haus hatte 210 Betten und 450 Mitarbeiter. Im Lauterbacher Anzeiger heißt es weiter: "Zu welchem Unternehmen er wechselt, will der 44-jährige Manager noch nicht bekannt geben. Es haben in den vergangenen Jahren immer wieder Offerten von kommunalen und privaten Krankenhausträgern gegeben. Jetzt sei er überzeugt, dass das vertragliche Angebot und die neue besondere Herausforderung passten."

 

Bieterwettstreit

Rhön und Asklepios buhlen um Kliniken

Die Klinikkonzerne Rhön und Asklepios sind die letzten verbliebenen Bieter um drei kommunale Krankenhäuser im Landkreis Rottal-Inn. Das meldet der niederbayrische Fernsehsender TRP1. Auf dessen Webseite heißt es: "Privatisierung oder nicht Privatisierung der Krankenhäuser an den Standorten Eggenfelden, Simbach am Inn und Pfarrkirchen, diese Frage, spaltet derzeit die Bewohner des Landkreises. Bei einer Pressekonferenz informierte Bruni Mayer über den aktuellen Stand der Dinge: Bereits im Frühjahr wurde seitens des Landkreises ein Bieterverfahren eingeleitet. Zwei Interessenten, Asklepios und die Rhön-Klinikum AG sind jetzt noch übrig. Bei einer Kreistagssitzung am Mittwochnachmittag stellten sich beide Firmen vor. Nächsten Dienstag fällt dann die endgültige Entscheidung für einen der Bewerber.

 

Rehacare Düsseldorf

Schwarzbuch "Medizinische Hilfsmittelversorgung"

Das Aktionsbündnis "meine Wahl!" stellt auf der internationalen Fachmesse Rehacare in Düsseldorf das "Schwarzbuch Medizinische Hilfsmittelversorgung" vor. In dem Schwarzbuch werden anhand realer Fälle die Folgen der Ausschreibungspraxis der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgearbeitet und daraus resultierende Qualitätsdefizite in der Hilfsmittelversorgung belegt. Demnach gehören die Mehrfachnutzung von Einmalkathetern, die Rationierung von Inkontinenzhilfen, schlecht angepasste Rollstühle und Beratungsmängel zu den Auswirkungen von Hilfsmittelausschreibungen der gesetzlichen Krankenkassen, die seit dem Jahr 2008 durch die Gesundheitsreform angestoßen wurden. Insbesondere bei der Versorgung mit aufsaugenden oder ableitenden Inkontinenzhilfen, in der Rollstuhlversorgung sowie in der Atem- und Schmerztherapie häufen sich Fälle von Qualitätsmängeln und Fehlversorgungen. Mit dem Schwarzbuch wendet sich das Aktionsbündnis "meine Wahl!" gegen die zunehmende Missachtung des Mitspracherechtes von Patienten bei der Wahl ihrer Hilfsmittel und Versorgungspartner und plädiert für die Stärkung des Patientenwahlrechts.

 

Frankreich

Riesendefizit in Sozialversicherung

Wie in Deutschland tut sich in Frankreich ein riesiges Loch in den Sozialkassen auf. Die Ausgaben der Krankenversicherungen sollen dennoch um drei Prozent steigen. Das Defizit werde in diesem Jahr 23,5 Milliarden Euro erreichen und 2010 weiter auf 30,6 Milliarden steigen, teilte die Regierung am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung mit. Die Ausgaben der Krankenversicherung sollen trotz Sparmaßnahmen von 2,2 Milliarden Euro 2010 aber dennoch um drei Prozent steigen. Um das Defizit zu begrenzen, sollen künftig auf Einnahmen aus Aktienverkäufen vom ersten Euro an Sozialbeiträge gezahlt werden. Lebensversicherungen und Lohnzuschläge werden stärker besteuert.

 

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte

Bundesverdienstkreuz für Glomm

VDBW-Vizepräsident Detlef Glomm erhielt Bundesverdienstkreuz am Bande für Verdienste in der Arbeitsmedizin. Im Rahmen eines Festaktes in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek in Kiel überreichte ihm Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, die Auszeichnung des Bundespräsidenten.

 

Los Angeles

206 Patienten zu stark bestrahlt

In einem Krankenhaus in Los Angeles sind 206 Patienten bei einer Computertomographie versehentlich einer zu hohen Strahlendosis ausgesetzt worden. Das meldet Zeit-online. Die Patienten des Medical Centers hätten das Achtfache der üblichen Strahlung abbekommen. 40 Prozent der Betroffenen hätten anschließend über Haarausfall geklagt, berichtet die "Los Angeles Times". Eine weitere Folge seien Hautrötungen gewesen. Ursache soll eine Computerpanne gewesen sein. Der Fehler war offenbar 18 Monate lang nicht entdeckt worden.

 

Klinik-News

Kreis Pinneberg

Chefarzt Braune rehabilitiert

Der Arbeitsgerichtsprozess zwischen dem Kreis Pinneberg und Holger Braune, dem langjährigen Chefarzt des Krankenhauses Wedel, ist beendet. Das meldete das Hamburger Abendblatt am vergangenen Samstag. Darin heißt es: "Nach einem Vergleich im Verfahren ((AZ: 1 CA 1003 b /08), das zunächst vor dem Arbeitsgericht Elmshorn geführt worden war, formulierten beide Parteien eine Verlautbarung, die so freundlich klingt, als hätte es nie einen Konflikt gegeben." Der Wortlaut der Erklärung: "Der Kreis Pinneberg und Herr Dr. Braune haben den zwischen ihnen bestehenden Rechtsstreit nach konstruktiven und vertrauensvoll geführten Gesprächen einvernehmlich beigelegt und sind übereingekommen, das zwischen ihnen bestehende Anstellungsverhältnis zu beenden. Die gegenüber Herrn Dr. Braune erhobenen Vorwürfe werden nicht aufrechterhalten. Der Kreis Pinneberg dankt Herrn Dr. Braune aufrichtig für seine langjährigen Verdienste als Chefarzt des Klinikums Wedel." Der Kreis Pinneberg hatte Braune nach 20-jähriger Tätigkeit im Krankenhaus Wedel fristlos gekündigt und ihm Abrechnungsbetrug vorgeworfen. Das Gericht hatte die Kündigung für nichtig erklärt, doch das wurde Braune verwehrt, der klagte. Jetzt ist der Streit beendet. "Der Fall", so schreibt das Abendblatt, "der viel Unruhe unter den Patienten und auch niedergelassenen Ärzten ausgelöst hatte, ist dem Vernehmen nach auch durch die positive Mitwirkung des neuen Anteilseigners der Regio-Kliniken, der Sana-Gruppe, zu einem guten Ende gekommen".

 

Universitätsklinik Magdeburg

Christoph Arens ist neuer Direktor der HNO

Christoph Arens ist der neue Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Magdeburg. Der neu berufene W3-Professor für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde hat am 1. Oktober 2009 das Amt des Klinikdirektors von Ulrich Vorwerk übernommen, der seit dem vergangenen November die Klinik kommissarisch geleitet hat und nun als leitender Oberarzt weiterhin an der Einrichtung tätig sein wird. Arens hat sich in seiner klinischen Tätigkeit vor allem auf die Diagnostik und Behandlung von Kehlkopferkrankungen sowie Tumoren der oberen Luft- und Speisewege spezialisiert.

 

Klinikum Westfalen

Klinikfusion im Ruhrgebiet

Das Dortmunder Knappschaftskrankenhaus fusioniert mit der kommunalen "Klinik am Park" in Lünen-Brambauer. Eine neue Gesellschaft mit dem Arbeitstitel "Klinikum Westfalen" soll bis 1. Januar 2010 gegründet werden. Das meldet das Online-Portal "Der Westen". Der Rat der Stadt Lünen hat der Fusion bereits zugestimmt, ein Vertrag ist noch nicht unterzeichnet. Das Dortmunder Knappschaftshaus beschäftigt 880 Mitarbeiter, die Klinik am Parkt 250.

 

Charité

CFM unterschreitet Mindestlohn von 7,50 Euro

Im Sicherheitsbereich der Charité wird der vom Senat gerade beschlossene Mindestlohn von 7,50 Euro deutlich unterschritten. Wachschützer verdienen nur 5,55 Euro pro Stunde. Auch Gärtner werden unter Tarif bezahlt. Das meldet heute die Berliner Morgenpost. Die Zeitung schreibt weiter: "Konkret geht es um eine Tochtergesellschaft der Berliner Charité, die Charité Facility Management. Die CFM erbringt für die Charité Dienstleistungen von der Abfallwirtschaft bis zur Patientenverpflegung. Aber nicht für sämtliche Tätigkeiten wird ein Mindeststundenlohn von 7,50 Euro gezahlt. Wie aus dem Bericht 'Vergütung von Mitarbeitern unterhalb des Tariflohns' des Wissenschaftsstaatsekretärs Hans-Gerhard Husung an das Abgeordnetenhaus hervorgeht, ist besonders der Bericht 'Sicherheitsdienste' prekär.”

 

Asklepios

Ahmadi-Simab heuert in Hamburg-Altona an

Ab 1. November 2009 wird Keihan Ahmadi-Simab (44) an der Asklepios Klinik Altona eine neue Abteilung für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie aufbauen. Der Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, klinische Immunologie und Physikalische Therapie leitete bisher die Klinik für Innere Medizin, Rheumatologie und Klinische Immunologie des Regio Klinikums Wedel. Die neue Abteilung wird konsiliarisch allen Hamburger Asklepios Kliniken bei rheumatologischen Fragestellungen zur Verfügung stehen.

 

Helios

Neue Verwaltungsleiterin in Müllheimer Klinik

Die Verwaltungsspitze an der Müllheimer Helios-Klinik hat gewechselt: Seit 1. Oktober führt Claudia Bauer-Rabe das Krankenhaus. Das vermeldet die Badische Zeitung. Vorgänger Djordje Nikolic wechselt zum 1. November als Geschäftsführer an ein Klinikum in Berlin-Zehlendorf mit 600 Betten. Die 41-jährige Bauer-Rabe ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern von 16 und 18 Jahren. Sie sammelte bei verschiedenen Trägern 15 Jahre lang Führungserfahrung.

 

Amalie Sieveking-Krankenhaus

Neuer Geschäftsführer und neuer Chefarzt für Geriatrie

Hans-Peter Beuthien hat zum 1. Oktober 2009 die Geschäftsführung im Amalie Sieveking-Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf übernommen. Ebenfalls zum 1. Oktober wurde Michael Musolf zum neuen Chefarzt der Geriatrie und Physikalischen Medizin berufen. Der 57-jährige Beuthien war zuvor unter anderem Verwaltungsleiter des Kreiskrankenhauses Segeberg und Geschäftsführer der Südholstein Kliniken Bad Segeberg. Zuletzt war der gebürtige Hamburger als Geschäftsführer der Sana Kliniken Lübeck GmbH tätig.

 

Rheinische Fachhochschule Köln

Innovationspreis geht an Uniklinik Mannheim

Die Rheinische Fachhochschule Köln hat den RFH-Hospital-Innovation-Preis 2009 an die Universitätsmedizin in Mannheim vergeben. Durch ihr bundesweit einzigartiges Patientenhaus- Konzept hat die Mannheimer Universitätsmedizin den ersten Platz belegt. Der Preis wird an Gesundheitseinrichtungen verliehen, die innovative Ansätze bei der sektorübergreifenden Versorgung ihrer Patienten verfolgen, so die Ärzte Zeitung. Insgesamt wurden fünf Klinikmanagement-Teams ausgezeichnet

 

Pflege

Deutscher Pflegerat

DPR fordert Stimmrecht im GBA

Der Deutsche Pflegerat stellt Forderungen an Union und FDP. "Der Druck auf die Pflegfachkräfte war nie so groß wie heute. Durch die schlechten Arbeitsbedingungen, die chronische Überlastung und die fehlenden Perspektiven droht die Versorgung durch Pflegefachkräfte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und der ambulanten Pflege wegzubrechen," so Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. "Die Probleme der Pflegeberufe seien vielfach dokumentiert, der Spardruck sei überproportional auf dem Rücken der Pflegefachkräfte abgeladen und die Warnungen der Berufsverbände seit Jahren ignoriert worden", so Westerfellhaus weiter. Um einem pflegerischen Versorgungsnotstand gegenzusteuern, müsse die neue Bundesregierung dringend gegensteuern und Perspektiven eröffnen.

 

Pflege-Tüv

Schlechte Noten für viele Pflegeheime

Von den 1057 Heimen, die bislang überprüft wurden, erhielten 17,3 Prozent im pflegerischen Kernbereich nur die Note “ausreichend” oder “mangelhaft”. In fast jedem fünften Pflegeheim in Deutschland gibt es erhebliche Mängel bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung. Das geht aus den ersten Ergebnissen des neuen Pflege-TÜV hervor, die der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Von den 1057 Heimen, die bislang überprüft wurden, erhielten 17,3 Prozent im pflegerischen Kernbereich nur die Note “ausreichend” oder “mangelhaft”.
Hochgerechnet auf die bundesweit 10 300 Heime bedeute dies kritische Werte für rund 1700 Einrichtungen, bemängelte Dieter Voß vom GKV-Spitzenverband. Peter Pick, Geschäftsführer beim Medizinischen Dienst des Krankenkassen-Spitzenverbands (MDS), ergänzte, nach den bisherigen Erkenntnissen müsse man die Aufmerksamkeit weiterhin vor allem auf Ernährung und Flüssigkeitsversorgung richten.

 

Medizin

Medizinische Hochschule Hannover

Implantiertes Schirmchen soll Schlaganfall verhindern

Ein kleines Schirmchen am Herzen soll Patienten besser vor Schlaganfällen schützen. Die Mediziner implantieren dabei ein Schirmchen von drei Zentimetern Durchmesser in das sogenannte linke Vorhofohr, das wie eine kleine Tasche auf dem oberen Teil des Herzens liegt. Das soll Blutgerinnseln den Weg in die Blutbahn versperren, erläuterte Gunnar Klein, Oberarzt der Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Denn eine häufige Ursache für einen Schlaganfall bei Vorhofflimmern sei eine Ansammlung von Blutgerinnseln im Vorhofohr. Die Gerinnsel können ins Gehirn gelangen und dort Blutgefäße verstopfen. Die Methode ist seit Frühjahr weltweit zugelassen. "Durch den Verschluss des linken Vorhofohres mit einer Art Schirmchen können Schlaganfälle ebenso effektiv verhindert werden wie mit Medikamenten", sagte Klein. Fünf Patienten wurden bereits in Hannover mit dem Verschlussimplantat behandelt, das aus einem mit Kunststoff überzogenen Stahlgeflecht besteht. Damit soll das ganze eine gute Stütze für das Gewebe sein. Das Gewebe soll das Implantat umschließen. Der 71 Jahre alte Helmut Diederich war der erste Patient, bei dem die Mediziner das Schirmchen implantierten. Sieben Jahre litt der Rentner an Herzrhythmusstörungen und Herzbeschwerden.

 

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

So wirkt Placebo

UKE-Forscher haben nachgewiesen, dass das Schmerzempfinden beim Übergang von der Haut ins Rückenmark geblockt wird, wenn ein Mensch keinen oder weniger Schmerz erwartet. Es gibt viele Wege, über die psychologische Faktoren unsere Schmerzwahrnehmung beeinflussen können: zum Beispiel die Lenkung der Aufmerksamkeit, Hypnose oder eben der sogenannte Placebo-Effekt. Doch welche neurobiologischen Mechanismen sorgen dafür, dass die Schmerzempfindung reduziert wird? Falk Eippert, Forscher am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), konnte zusammen mit Christian Büchel, Jürgen Finsterbusch und Ulrike Bingel nachweisen, dass ein Placebo-Effekt mit einer verringerten Nervenzellaktivität im Rückenmark einhergeht. Ihre Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift "Science" (Vol. 326, 16. Oktober 2009) publiziert.

 

Riechen, wann Gefahr droht

Warum Angstschweiß Menschen zum Fürchten bringt

Menschen nehmen ständig Gerüche wahr. Obwohl dies oft unbewusst geschieht, beeinflussen uns die Geruchsinformationen in unserem Denken, Fühlen und Handeln. Riechen Menschen Angstschweiß, so führt dies zum Beispiel dazu, dass sie selbst Furcht empfinden und sich vorsichtiger verhalten. Dies zeigen Forschungsergebnisse, die im Rahmen von neuroRAD, der 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR), vorgestellt wurden. Der Kongress mit mehr als 1 300 Teilnehmern fand vom 8. bis zum 10. Oktober 2009 in Köln statt. Mediziner der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München untersuchen mithilfe einer besonderen Form der Magnetresonanztomographie (MRT), der sogenannten funktionellen MRT, welche Hirnregionen durch Gerüche aktiviert werden. ?Dies sind aber keineswegs nur die Bereiche, die für die bewusste Identifizierung der Gerüche notwendig sind?, erläutert Privatdozent Martin Wiesmann, Leiter des Bereichs Funktionelle Bildgebung der Abteilung Neuroradiologie an der LMU. ?Es gibt zudem direkte Verbindungen zu Zentren des Gehirns, die für Emotionen oder unser Verhalten wichtig sind. Das macht den Geruchssinn einzigartig unter all unseren Sinnen.? Gerüche, so der Neuroradiologe, werden auch vom Unterbewusstsein wahrgenommen und verarbeitet ? jederzeit, auch wenn wir schlafen.

 

Neurologie

Frau mit nur einer Hirnhälfte überrascht Mediziner

Michelle Mack hat nur eine Hirnhälfte - und lebt dennoch ein überraschend selbstständiges Leben. Die 37-Jährige aus Falls Church im US-Bundesstaat Virginia verblüfft die Mediziner. Erst vor zehn Jahren habe ein Arzt entdeckt, dass der Frau fast die komplette linke Hirnhälfte fehlt, berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag. Ursache sei wahrscheinlich ein Schlaganfall noch vor der Geburt gewesen. Mit der linken Hirnhälfte seien für die Bewegungssteuerung, das Verhalten und das geistige Vermögen wichtige Strukturen verloren gegangen, erklärte der Neurowissenschaftler Jordan Grafman vom US- Gesundheitsinstitut NIH dem Sender. Die verbleibende rechte Hirnhälfte habe sich aber "neu verdrahtet" und wichtige Funktionen übernommen. So könne die 37-Jährige sprechen und lesen - wenn auch eingeschränkt. Die Frau hat dem Bericht zufolge einen High School- Abschluss und arbeitet bei einer Kirche, für die sie Daten erfasst.

 

Weltpremiere

Klinik implantiert Prothese in die Brustschlagader

Erstmals weltweit wurde im St. Franziskus-Hospital vor zwei Tagen eine neue Prothese zur Behandlung eines Aortenaneurysmas der Brustschlagader eingesetzt. Unter Leitung von Giovanni Torsello, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im St. Franziskus-Hospital Münster und Direktor des Centrums für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie des Universitätsklinikums Münster, wurde ein 61-jähriger Patient damit versorgt. Nach mehrjähriger Forschungsarbeit in Kooperation mit der Firma Medtronic (USA) ist es möglich geworden, eine Prothese zu entwickeln die auch bei einem krummen Verlauf der Brustschlagader exakt freigesetzt werden kann. Trotz der ausgeprägten Ausdehnung des Aneurysmas konnte die Operation durch einen winzigen Schnitt in der rechten Leiste durchgeführt werden. Ärzte aus England, Japan und aus den USA sowie die Entwicklungsingenieure aus Santa Rosa (Kalifornien) haben die Operation in Münster beobachtet.

 

Technologie

Klassifikationen ICD-10

Dimdi veröffentlicht endgültige Fassung

Das DIMDI hat die endgültige Fassung der ICD-10-GM Version 2010 auf seinen Internetseiten veröffentlicht. In die neue Version flossen über 40 Vorschläge aus Fachgesellschaften und von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken ein sowie über 100 Änderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Klassifikation bildet die Basis für das pauschalierende Vergütungssystem G-DRG (German Diagnosis Related Groups).

 

Stellenmarkt

Stellenmarkt Oktober 2009

Bereich, Stelle Firma, Ort Link
Wirtschaft
Krankenhausdirektor/in
Dr. Heimeier & Partner
Düsseldorf
» Anzeigen
Wirtschaft
Betriebswirtschaftliche Leitung (m/w)
Gesundheitsverbund HBH-Kliniken
Singen (Hohentwiel)
» Anzeigen
Management
Verwaltungsleiter (m/w)
Fachklinikum Borkum GmbH & Co. KG
Bonn
» Anzeigen
Pflege
Pflegedirektor/-direktorin
MummertHealthcare Gesellschaft für Executive Consulting mbH
Hannover
» Anzeigen
Medizin
(ltd.) Oberarzt Neurologie (m/w)
IHRK CONSULTING
München
» Anzeigen
Management
Leiterin/Leiter Stabstelle Personal- und Organisationsentwicklung / Qualitätsmanagement
Evangelisches Krankenhaus Oberhausen GmbH
Oberhausen
» Anzeigen
Technologie
Projektleiter (m/w) IT-Beratung
mgm – Management-Beratung im Gesundheitswesen GmbH
Grünstadt
» Anzeigen
Management
Verantwortliche/n für KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach gGmbH
Bergisch Gladbach
» Anzeigen

Preise
Die Aktionspreise finden Sie als PDF-Dokument unter: http://www.kma-online.de/fb/download/formulare/atf_wp_stellenmarkt.pdf

Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de

 

Vorschau

Vorschau kma medien - November 2009

kma – Gesundheitswirtschaftsmagazin

Die November-Ausgabe von kma beschäftigt sich ausführlich mit dem 2. Gesundheitsmarkt. Welche Chancen bietet er den Kliniken konkret? Ein weiteres Schwerpunkt-Thema ist eine umfangreiche Vorschau auf die Medica, die größte Medizintechnik-Messe der Welt.

Anzeigenschluss: 28.10.2009


kmaMessemagazin zur MEDICA

Das „kma – Messemagazin zur MEDICA“, mit der Möglichkeit für Firmen, sich aus eigener Sicht zu präsentieren, gehört seit Jahren zu den beliebtesten Messeführern. Das kma-Messemagazin ist nicht nur ein begehrter Messeführer, sondern auch ein exzellentes Werbemedium, zumal dieses Supplement allen kma-Ausgaben im Vorfeld der MEDICA beigelegt wird. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das kma-Messemagazin bei der Messe-Rundgangplanung eine wichtige Rolle spielt.

Anzeigenschluss: 28.10.2009


kma-Report „bauen&planen“

Der große Erfolg des 1. kma-Reports „bauen&planen“ im vergangenen Jahr bewies den hohen Bedarf an fachgerechter Informationen bei den Planungen eines Neubaus oder Renovierungsmaßnahmen. Auch die Fachindustrie war von dieser Ausgabe so angetan, dass sie die kma-Redaktion gebeten hat, auch zur diesjährigen MEDICA wieder diesen kma-Report herauszugeben. Auch dieses Supplement wird allen November-Ausgaben von kma beigelegt.

Anzeigenschluss: 27.10.2009


Kontakt Anzeigenverkauf:

 

Impressum

Kontakt Standort Wegscheid:
kma medien in Georg Thieme Verlag KG
Karlhäuser 6 • 94110 Wegscheid • Germany
Telefon: +49 (0)8592/9357-0 • Fax: +49 (0)8592/9357-29

Redaktionsverantwortung
Gunter Murzin

Anzeigenverkauf
Gerhard Hirz, Tel.: +49 (0)8592/9357-12
Adelheid Rödig, Tel.: +49 (0)8592/9357-17

Abmeldung
Wenn Sie den Newsletter nicht mehr erhalten möchten, dann klicken Sie bitte zum Abbestellen auf folgenden Link:
Link: » Newsletter abbestellen

Copyright
© 2009 - Georg Thieme Verlag KG / Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere dürfen Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigungen vor allem auf CD-ROM, DVD-ROM und ähnliche Datenträger nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch die Georg Thieme KG erfolgen.

kma Medien in Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14 • 70469 Stuttgart
Postfach 301120 • 70451 Stuttgart
Tel.: +49(0)711/89 31-0 • Fax: +49(0)711/89 31-298 • http://www.thieme.de

Verkehrsnummer 16 427 • Steuer-Nr. 97108/00604 • Ust-Id-Nr. DE147638607 • Sitz und Handelsregister Stuttgart • HRA 3499, phG: Dr. Albrecht Hauff