Inhalt
- Politik
- Wirtschaft
- Anzeige - Entgeltverhandlungen nach DRG-Systematik 2010
- Untreue-Ermittlungen gegen Kassen-Chef
- Anzeige - Chancen und Risiken im Pharmamarkt von Heute und Morgen
- Schwedischer Investor kauft Fachverlag
- Anzeige - ZeQ Management Campus wünscht fröhliche Weihnachten
- Industrieverband reagiert auf Mitgliederbefragung
- Anzeige - Die Abrechnung von Arzneimitteln für parenterale Zubereitungen
- 2,2 Millionen Euro für Mitarbeiter
- Namen & Nachrichten
- Klinik-News
Politik
Gesetzesänderungen
Was sich für die Bürger zum 1. Januar ändert
Ab 2010 können alle Krankenkassen pleitegehen, die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung steigen. Noch sind nicht alle Entscheidungen gefallen, die für die Bürger im kommenden Jahr wichtig sind. Der Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages etwa muss erst noch der Bundesrat am 18. Dezember zustimmen. Viele Neuerungen stehen aber bereits fest. Nachfolgend ein Überblick:
Die in der Wirtschaftskrise als Puffer gegen Entlassungen bewährte Kurzarbeiter-Regelung wird um ein Jahr verlängert. Kurzarbeitergeld, das 2010 erstmals beantragt wird, kann dann aber nur noch maximal 18 Monate lang bezogen werden. Aktuell sind es bis zu zwei Jahre.
Besserverdiener werden monatlich etwa 18 Euro mehr an Sozialabgaben zahlen müssen. Das bringt die zum Jahreswechsel übliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen mit sich. Sie folgen der Entwicklung der Einkommen. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze um jeweils 100 Euro auf monatlich 5500 Euro im Westen und 4650 Euro im Osten. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird die Grenze einheitlich um 75 Euro auf 3750 Euro nach oben verschoben. Oberhalb dieser Grenzen werden keine Sozialabgaben auf das Einkommen fällig.
Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt von 48.600 Euro auf 49.950 Euro pro Jahr. Wer drei Jahre lang oberhalb dieser Schwelle verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Alle Krankenkassen können von 2010 an pleitegehen - auch Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) und andere regionale Kassen. Bislang waren nur Kassen unter Bundesaufsicht - wie Barmer und DAK - insolvenzfähig. Bei einer Pleite haften die anderen Kassen der jeweiligen Kassenart.
Die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung steigen. Pflegehilfe: Pflegestufe 1 von 420 auf 440 Euro, Stufe 2 von 980 auf 1040 Euro, Stufe 3 von 1470 auf 1510 Euro. Pflegegeld: Stufe 1 von 215 auf 225, Stufe 2 von 420 auf 430, Stufe 3 von 675 auf 685 Euro. Vollstationäre Versorgung: Stufe 3 von 1470 auf 1510 Euro, Härtefälle von 1750 auf 1825 Euro. Kurzzeitpflege: 1470 auf 1510 Euro.
Bundesgesundheitsministerium
Neuer Abteilungsleiter und Pressesprecher
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat vorgeschlagen, Ulrich Orlowski zum Abteilungsleiter der Abteilung Krankenversicherung und Pflegeversicherung zu ernennen. Außerdem schlug er vor, Christian Lipicki zum neuen Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Gesundheitsministerium zu berufen. Diesem Vorschlag hat das Bundeskabinett zugestimmt. Orlowski war bisher Unterabteilungsleiter des Bereichs Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium. Lipicki ist derzeit noch Sprecher beim Bundesverband Deutscher Banken und tritt seine neue Funktion zum 1. Januar 2010 an.
Kassenärztliche Bundesvereinigung
"Patienten sollen mitbestimmen"
Patientenvertreter und Landespolitiker sollen künftig zusammen mit Medizinern, Krankenhäusern und Kassen festlegen, wo sich Haus- und Fachärzte niederlassen dürfen. Das fordert die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Nur so könne angesichts eines drohenden Ärztemangels künftig noch eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Köhler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen die Ärzte in der Fläche und an den Krankenhäusern, die Verteilung kann man nur noch gemeinsam lösen", sagte Köhler. Niemand brauche im Umfeld eines Krankenhauses fünf Ärzte der gleichen Fachrichtung, die dann in der Fläche fehlten. Damit revidierte Köhler die bisherige Linie der KBV.
Arzneimittelpreise
SPD-Politiker Lauterbach kritisiert Hessen
Angesichts der angekündigten Zusatzprämien vieler gesetzlicher Krankenkassen hat der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach die hohen Kosten für Arzneien in Deutschland kritisiert. Er sagte am Freitag im Deutschlandradio Kultur, ein Medikament könne in Deutschland bis zu 40 Prozent mehr kosten als in den Niederlanden oder der Schweiz. Grund sei die Stärke der Pharmalobby. "Die Pharmaindustrie hat sich bislang immer durchsetzen können. Das hat immer über den Bundesrat und die Union funktioniert." Lauterbach nannte besonders Hessen als Standort vieler Pharmafirmen. Im aktuellen Koalitionsvertrag gebe es im Bereich Arzneimittel keinen einzigen Sparvorschlag mehr, so der SPD-Politiker. Die meisten der rund 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten müssen im kommenden Jahr voraussichtlich höhere Beiträge zahlen. Der Kassen-Spitzenverband kündigte Zusatzprämien auf breiter Front an.
Wirtschaft
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ZENO-Workshop:
Entgeltverhandlungen nach DRG-Systematik 2010
Veranstaltung am 25. Februar 2010 in Köln
Das G-DRG-System 2010 beinhaltet wieder viele Änderungen, die einen Einfluß auf die Leistungsdarstellung und -bewertung und damit auf das Erlösbudget haben. Auch 2010 verändert sich der Case-Mix eines Krankenhauses bei unveränderter Leistung alleinig als Folge des DRG-System-Wechsels. Diese Änderungen müssen bekannt sein und sollten unbedingt bei der Entgeltverhandlung berücksichtigt werden. Sie haben einen erheblichen Einfluß auf die Verhandlung der Leistungen, der Ausgleiche und der alternativen Bewertung von Leistungsveränderungen im Erlösbudget.
Kompetente praxiserfahrene Referenten vermitteln Ihnen auf diesem ZENO-Workshop die notwendige Information zu den relevanten Änderungen im GDRG-System 2010 und den Auswirkungen auf die Leistungsplanung. Die zu berücksichtigenden Einflußfaktoren werden detailliert besprochen.
Razzia
Untreue-Ermittlungen gegen Kassen-Chef
Ermittlungen gegen einen Krankenkassen-Chef in Schleswig-Holstein: Die Staatsanwaltschaft Kiel ließ 27 Geschäfts- und Wohnräume in sieben Bundesländern durchsuchen. "Hintergrund ist der Verdacht der Vorteilsannahme, der Untreue in einem besonders schweren Fall, des Vorenthaltens von Beiträgen zur Sozialversicherung und der Steuerhinterziehung", hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Ermittelt werde gegen den Vorsitzenden einer Krankenkasse und gegen mutmaßliche Mittäter. 250 Beamte und 13 Staatsanwälte durchsuchten bis zum Abend Räume in Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Baden- Württemberg und Bayern. Die Sprecherin der IKK Nord (Lübeck), Angelika Stahl, bestätigte, dass es um die IKK-Direkt gehe. Die Kasse war zum Jahreswechsel mit der Techniker Krankenkasse (TK) zur größten deutschen Krankenkasse fusioniert. Gegen wen sich die Vorwürfe richten, könne sie nicht sagen, erklärte Stahl.
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MCC pharma world 2010
Chancen und Risiken im Pharmamarkt von Heute und Morgen
8. und 9. Juni im Ellington Hotel Berlin
Die Umbruchsituation im Gesundheitsmarkt und die Wirtschaftskrise fordern neue Implikationen ebenso wie Innovationen. Stellt der Regierungswechsel eine Chance für eine konstruktive Neusausrichtung dar? Wie sieht die Arzneimittelversorgung der Zukunft aus? Wie gestalten sich die unabdingbaren Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Qualität?
Zu diesen und weiteren höchst brisanten Fragen werden aktuelle Einschätzungen und Zukunftsvisionen von Experten und Entscheidungsträger der Pharmaindustrie, der Apothekerschaft, den Pharmagroßhandel sowie Krankenkassen, Krankenhäuser, KV´en und Anbieter von Dienstleistungen beleuchtet und diskutiert. Lernen Sie von den Erfahrungen anderer und erweitern Sie Ihr Netzwerk.
Wer sich in diesem Markt behaupten will, muss neue Wege gehen. Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung auf der MCC pharma world2010 und melden Sie sich jetzt an.
Programm und Anmeldung unter: www.mcc-seminare.de.
Ohne kompetentes Lobbying sind politische Entscheidungsprozesse kaum denkbar. Für alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt ist es erforderlich, die eigenen Vorstellungen und Interessen politisch zu kommunizieren. Dieser Workshop soll Beteiligten im Gesundheitswesen Grundstrukturen des parlamentarischen Betriebs, der Denk- und Arbeitsweise von Parlamentariern und ihrer Gremien näherbringen. Vor allen Dingen geht es aber um die Vermittlung von Erfahrungen mit Instrumenten des Lobbying und der Roadshow.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de
Springer Science + Business
Schwedischer Investor kauft Fachverlag
Der schwedische Investor EQT kauft den Heidelberger Fachverlag Springer Science + Business. Das meldet das "Handelsblatt" auf seiner Webseite. Mit einem Gesamtvolumen inklusive Schulden von rund 2,3 Milliarden Euro sei der Deal die größte Übernahme eines Finanzinvestors in Deutschland, so das "Handelsblatt". Weiter heißt es auf der Webseite: "EQT soll zusammen mit seinem Partner zwischen 100 und 150 Millionen Euro gezahlt haben. Das berichten Finanzkreise. Rund eine halbe Milliarde Euro fließe in die Entschuldung des Verlages. Offenbar drohte Springer Science demnächst die Kreditbedingungen zu brechen. Nach Unternehmensangaben ist mit dem Kauf auch der Abbau sämtlicher Schulden verbunden."
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ZeQ Management Campus
ZeQ Management Campus wünscht fröhliche Weihnachten
Wir wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.
2010 – ein ganz besonderes Jahr für uns. Feiern Sie mit uns 10 Jahre ZeQ! Mit einem Jubiläumsrabatt möchten wir uns für 10 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit, anregende Diskussionen sowie spannende und fröhliche Seminarstunden bedanken.
Der ZeQ Management Campus ist eine Stätte des Dialogs – Erfahrungsaustausch zwischen Führungskräften und Fachexperten steht im Vordergrund. Unsere Seminare (auch gerne in Ihrer Einrichtung) bieten praxiserprobte Lösungen, 2010 auch zu einer Vielzahl neuer und innovativer Themen. Überzeugen Sie sich selbst!
Informationen und unser Seminarprogramm 2010 erhalten Sie per E-Mail (training@zeq.de), Telefon (0621/32885035) oder unter www.management-campus.eu.
Spectaris
Industrieverband reagiert auf Mitgliederbefragung
Der neu geschaffene Bereich “Politische Kommunikation” beim Industrieverband Spectaris kümmert sich ab sofort verstärkt um die politische Interessenvertretung. Geleitet wird dieser Bereich von Jan Wolter, der seit seinem Eintritt in den Verband im Januar 2006 bis zuletzt für den Fachverband Medizintechnik im Bereich der medizinischen Hilfsmittel verantwortlich war. Spectaris hat mit der Umstrukturierung seiner Geschäftsstelle auf die Ergebnisse einer Mitgliederzufriedenheitsanalyse reagiert. Spectaris ist Verband für die Branchen Medizintechnik, Optische Technologien und Labortechnik sowie die Augenoptischen Industrie. Der Verband hat rund 400 überwiegend mittelständische Mitgliedsunternehmen.
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ZENO-Veranstaltung:
Die Abrechnung von Arzneimitteln für parenterale Zubereitungen
Veranstaltung am 22. Februar 2010 in Berlin
Die 15. AMG-Novelle hat die Abrechnung für Arzneimittel in parenteralen Zubereitungen grundlegend geändert. Das Gesetz sieht vor, daß die Preise der Fertigarzneimittel in parenteralen Zubereitungen (Infusionen) vom Geltungsbereich der AMPreisV freigestellt werden. Diese Preise sollen künftig im Einkauf auch von öffentlichen Apotheken frei vereinbart werden. Diese werden damit gleichgestellt mit Krankenhausapotheken und Herstellungsbetrieben. Alternativ hierzu ist eine Vereinbarung zwischen dem DAV und dem GKV-SV über die Preise möglich.
Krankenhäuser, Apotheken und die pharmazeutischen Unternehmen werden mit vielen Fragen der Umsetzung und vor allem der Auswirkungen der neuen Regelung konfrontiert und erhalten einen Überblick, welche Neuerungen der Rahmenvertrag nach § 129 SGB V mit sich bringt.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de
Ohne kompetentes Lobbying sind politische Entscheidungsprozesse kaum denkbar. Für alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt ist es erforderlich, die eigenen Vorstellungen und Interessen politisch zu kommunizieren. Dieser Workshop soll Beteiligten im Gesundheitswesen Grundstrukturen des parlamentarischen Betriebs, der Denk- und Arbeitsweise von Parlamentariern und ihrer Gremien näherbringen. Vor allen Dingen geht es aber um die Vermittlung von Erfahrungen mit Instrumenten des Lobbying und der Roadshow.
Programm und Anmeldung unter: www.zeno24.de
Uniklinik Leipzig
2,2 Millionen Euro für Mitarbeiter
Mit einer freiwilligen Einmalzahlung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro will das Klinikum Leipzig die Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter würdigen. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sich dafür stark engagiert und die Leistungssteigerungen mit großen Anstrengungen realisiert. Deshalb sollen sie nach 2007 und 2008 auch 2009 wieder am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben", erklärt Matthias Wokittel, kaufmännischer Vorstand des Klinikums. Die Sonderzahlung enthält einen festen, für jede Vollkraft gleichen Anteil und einen variablen Anteil. Im Schnitt bekommt der vollbeschäftigte Mitarbeiter zusätzlich circa 500 Euro. Das sind rund 130 Euro mehr als im vergangenen Jahr.
Zusatzbeiträge
Angst vor Milliarden-Bürokratie
Die für 2010 erwarteten Zusatzbeiträge bei vielen Krankenkassen werden nach Einschätzung des BKK-Bundesverbandes “immense Bürokratiekosten” verursachen. Für die Einrichtung und Pflege von Einzelkonten für jeden der über 50 Millionen Beitragszahler sowie für Zahlungsanforderungen und Mahnbescheide könnten sich die Verwaltungskosten auf bis zu eine Milliarde Euro belaufen, sagte Christine Richter vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag). Die meisten Kassen wollen trotz eines voraussichtlichen Defizits von vier Milliarden Euro für 2010 zum 1. Januar auf Zusatzbeiträge verzichten, ergab eine Umfrage der Zeitung. In den Folge-Monaten seien Zusatzbeiträge auf breiter Front aber "durchaus wahrscheinlich", sagte Richter der Zeitung. Auch nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ist damit zu rechnen, "dass sehr viele Kassen in den kommenden Monaten ein akutes Finanzproblem bekommen und dann Zusatzbeiträge erheben müssen".
Fallstudie
Krankenkassen erhöhen Werbedruck
Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben ihren Bruttowerbedruck seit Beginn des Jahres 2009 um 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausgebaut. Sie intensivieren damit ihre werbliche Zielgruppenansprache, um Mitglieder für sich zu gewinnen. Um sich zu informieren, nutzten die (potentiellen) Mitglieder von den Online-Angeboten gesetzlicher Krankenkassen im Oktober 2009 vor allem die Portale von AOK, Techniker Krankenkasse und BIG Gesundheit. Über diese GKV diskutierten User in Blogs und Foren von Januar bis Oktober 2009 zudem deutlich häufiger als im Vorjahreszeitraum: Die Anzahl der verfassten Beiträge zu AOK, Techniker Krankenkasse und BIG Gesundheit stieg um fast die Hälfte. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Fallstudie des Markt- und Medienforschungsunternehmens Nielsen, die sich mit den werblichen Anstrengungen und der Internetwahrnehmung von GKV vor dem Hintergrund der Einführung des Gesundheitsfonds befasst.
Fresenius Medical Care
Lipps bekommt Kronprinz
Der weltgrößte Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) baut seinen Vorstand um. Der Vertrag mit Vorstandschef Ben Lipps wurde bis Ende 2012 verlängert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig wurde mit der Ernennung von Rice Powell mit Wirkung zum Jahreswechsel zum stellvertretenden Vorstandschef die Weichen für die Nachfolge von Lipps gestellt. Michael Brosnan wird ebenfalls zum Jahreswechsel neuer Finanzvorstand. Neu geschaffen wurde die Position eines Produktionsvorstands, die von Kent Wanzek besetzt wird. Sie soll die weltweiten Produktionsaktivitäten vernetzen und koordinieren.
Bundesrechnungshof
Behörde fordert weniger Gehalt für Kassenchefs
Der Bundesrechnungshof hat die Begrenzung der üppigen Vorstandsvergütung deutscher Krankenkassen-Chefs gefordert. Die Gehälter bis zu 300.000 Euro pro Jahr seien deutlich höher als von Gewerkschaften und Arbeitgebern empfohlen, sagte Rechnungshof-Präsident Dieter Engels am Dienstag bei der Vorstellung des aktuellen Prüfberichtes. "Hier ist das Gesundheitsministerium gefordert, eine entsprechende Gesetzesvorlage zu initiieren." Die Bundesregierung wies die Forderung zurück. Engels unterstrich, es handele sich um Versichertengelder. Die Gehälter von 90 Prozent der Vorsitzenden größerer Kassen lägen über 130.000 Euro. Das entspreche dem Höchstbetrag, den der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände empfohlen hätten. In einem Fall seien 700.000 Euro Abfindung geflossen, obwohl dem Empfänger schwere Verfehlungen zur Last gelegt worden seien. In einem anderen Fall sei ein Beraterhonorar von rund einer Million Euro für die Anbahnung einer Fusion gezahlt worden, obwohl die Beratung gar nicht nötig gewesen sei.
Krankenkassen
HKK kündigt Prämienausschüttung für 2010 an
Als erste Krankenkasse Deutschlands hat die HKK die Ausschüttung einer Beitragsprämie für das Jahr 2010 beschlossen. Dies erklärte Vorstand Michael Lempe nach der entsprechenden Entscheidung des Verwaltungsrats. "Damit erhalten unsere beitragspflichtigen Mitglieder im zweiten Jahr hintereinander eine Prämie ohne weitere Vorbedingungen ausgeschüttet", sagte Lempe. Im Gegensatz zur HKK werden bei etwa 25 anderen Krankenkassen ab dem ersten Quartal 2010 Zusatzbeiträge erwartet. Die HKK erwartet für das Jahr 2009 einen Rekord-Überschuss von 26 Millionen Euro. Die Hälfte des Überschusses - rund 13 Millionen Euro - wird an die Mitglieder ausgeschüttet.
Namen & Nachrichten
Umstrittener Ansatz
Spendernieren von Krebskranken verpflanzt
Von Tumoren befallene Nieren als Spenderorgan: Diesen riskanten und umstrittenen Ansatz haben US-Ärzte getestet - als möglichen Ausweg angesichts knapper Spenderorgane. Fünf schwerkranke Patienten bekamen Nieren transplantiert, aus denen zuvor Geschwüre entfernt worden waren, berichten die Mediziner der Universität von Maryland in Baltimore im Fachjournal "BJUI" (Bd. 104, S. 1655). In drei Fällen waren die Geschwüre bösartig, in zweien gutartig. Alle fünf Patienten waren Nierenkranke im Endstadium, die sonst sehr wahrscheinlich kein Spenderorgan mehr erhalten hätten. Sie litten an fortgeschrittenem Nierenversagen, extremem Bluthochdruck und Herzproblemen. Ihr Alter lag zwischen 47 und 61 Jahren, die Spender waren 38 bis 72 Jahre alt. Weder die Spender noch die Empfänger der von Tumoren befallenen Nieren zeigten im Zeitraum der Studie Anzeichen neuer Geschwüre. Bei der letzten Untersuchung 9 bis 41 Monate nach der OP ging es vier Transplantierten gut. Ein Patient starb ein Jahr nach dem Eingriff bei einem Unfall, der nichts mit seiner Krankheit zu tun hatte.
Klinik-News
Investitionsförderung
Bremen kürzt Gelder für Krankenhäuser
Das Bundesland Bremen hat die Investitionsförderung für Kliniken um 1,8 Millionen Euro gekürzt. Das erklärt die Bremer Krankenhausgesellschaft (HBKG). Demnach betrug die Förderung 2009 noch 28,3 Millionen Euro, 2011 werden es nur 26,5 Millionen sein. Die Krankenhäuser haben eine lange Liste von Investitionsvorhaben angemeldet.Dazu gehören Maßnahmen, wie die Erneuerung von Intensivstationen, die Sanierung von Operationssälen oder zur Herstellung des Brandschutzes. Der Plan, die verbleibenden freien Mittel ab 2012 oder 2013 als Investitionspauschale auszuschütten, stößt bei der HBKG auf Ablehnung.
Damp Holding
Vorstand wird 2010 komplettiert
"Ich werde nicht das einzige Vorstandsmitglied bleiben", versichert Torben Freund, Vorsitzender des Vorstandes und momentan einziges Vorstandsmitglied der Damp Holding. Allerdings wird der Posten des Vorstands Michael Almeling, der die Damp Holding verlässt, erst im neuen Jahr besetzt. Almeling geht aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die Ausrichtung des Unternehmens. Er gehörte dem Vorstand nur rund acht Monate an. Vorstandschef Freund betont: "Der Weggang Almelings und die unterschiedliche Auffassung zur Ausrichtung des Unternehmens stehen ausdrücklich nicht im Zusammenhang mit der Veräußerung der Klinikgruppe. Die Damp-Gruppe wird auch in den kommenden Jahren eigenständig bleiben." Vor zwei Jahren habe es Überlegungen des Gesellschafters gegeben, Damp zu verkaufen, aber das sei vom Tisch.
Helios
Neue Chefin für Klinikum in Bad Saarow
Das Helios Klinikum Bad Saarow hat mit der 36-jährigen Corinna Glenz zum 1. Januar 2010 eine neue Geschäftsführerin. Enrico Jensch, bisheriger Geschäftsführer des Helios Klinikums Bad Saarow, übernimmt mit Beginn des nächsten Jahres die Helios Kliniken Schwerin, das größte Krankenhaus der Maximalversorgung der Helios Kliniken Gruppe.
Corinna Glenz leitete zuletzt die zwei Helios Akutkrankenhäuser Bad Schwalbach und Idstein im Bundesland Hessen. Von 1997 bis 2004 war die Diplomingenieurin für Chemie als Dozentin, Projektleiterin und später Kanzlerin an der Hochschule Fresenius in Idstein tätig. Anschließend wechselte sie zu den Wittgensteiner Kliniken, wo sie das Krankenhaus in Herbholzheim als Kaufmännische Direktorin übernahm. Zur Helios Kliniken Gruppe gehören 62 eigene Kliniken, darunter 43 Akutkrankenhäuser und 19 Rehabilitationskliniken.
Uniklinik Freiburg
Nun redet die Universität mit
Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg hat sich erfolglos in den Streit der beiden zerstrittenen Vorstände der Freiburger Uniklinik eingeschaltet. Jetzt will das Ministerium in einem Arbeitskreis mit der Universität beraten. Das berichtet die "Badische Zeitung". Nicht mehr der Minister, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, sondern ein paritätisch besetzter, Arbeitskreis aus sechs Vertretern von Universität und Ministerium soll den Weg aus der Führungskrise im Universitätsklinikum aufzeigen. Dessen Aufsichtsrat hatte vor einer Woche sowohl dem Kaufmännischen Direktor Frank Wertheimer als auch dem Ärztlichen Direktor Wolfgang Holzgreve das Vertrauen entzogen und Frankenberg die letzte Entscheidung überlassen. "Über dessen Gespräch am Montag mit den beiden Direktoren verlautete aus dem Ministerium nichts", schreibt die "Badische Zeitung". Weiter heißt es in der Zeitung: "In der gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Ministerium wird niemand aus der Medizinischen Fakultät oder dem Aufsichtsrat (und damit auch nicht dessen Vorsitzender Heribert Knorr) sitzen – weil die Universität dem Klinikum eine Lösung aus eigener Kraft nicht mehr zutraut." Vor den Weihnachtsferien werden keine Ergebnisse mehr erwartet. Das letzte Wort soll wieder der Aufsichtsrat haben.
Der Konflikt zwischen Wertheimer, der seit 2005 im Amt ist, und Holzgreve, der vor einem Jahr aus Basel kam, schwelt seit Monaten. Holzgreve möchte Kompetenzen, die bisher im Bereich des kaufmännischen Vorstands Wertheimer liegen. "Insbesondere die Chefärzte wollen ihn und nicht Wertheimer als den starken Mann an der Spitze der Universitätsklinik sehen", schreibt die Badische Zeitung.
NRW
Millionen-Förderung für Kliniken
Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) will seine Kliniken im kommenden Jahr mit fast 500 Millionen Euro unterstützen. Das meldet die Könische Rundschau. Die Methode der Förderung bleibt wie zuletzt: Die Krankenhäuser müssen nicht mehr Einzelmaßnahmen beantragen, sondern erhalten Pauschalsummen. Das bestätigte auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Für Investitionen in Geräte seien rund 300 Millionen Euro eingeplant, für Bauvorhaben 190 Millionen Euro. Damit bleibt die Fördersumme im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Im kommenden Jahr könnten 300 der 400 Kliniken in NRW mit Geld aus dem Landeshaushalt rechnen.
Uniklinik Göttingen
Martin Siess ist neuer Vorstand Krankenversorgung
Der 43-jährige Mediziner und Betriebswirt Martin Siess übernimmt zum 1. Januar 2010 den Vorstandsposten an der Universitätsmedizin Göttingen. Siess kommt von der internationalen Strategieberatung Booz & Company. Er tritt die Nachfolge von Günter Bergmann an, der eine Aufgabe im klinischen Bereich in Süddeutschland übernommen hat. Siess stammt aus München, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit Mai 2005 arbeitet er für die Strategieberatung Booz & Company im Sektor Gesundheitswesen.
Augsburg
Streit verzögert Zeitplan für Uniklinik
Die Entscheidung über die Umwandlung des Augsburger Zentralklinikums in eine Uniklinik verzögert sich. Das meldet die "Süddeutsche Zeitung". Der Grund sind unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten in der Expertenkommission des Wissenschaftsministeriums. In der Zeitung heißt es: "Die zehn Fachleute aus Verwaltung, Hochschule und Medizin trafen sich am Dienstag im Ministerium - die Sitzung war als letzte Besprechung gedacht, anschließend sollte der 'Abschlussbericht' an Minister Wolfgang Heubisch und Ministerpräsident Horst Seehofer gehen. Doch die Experten konnten sich nicht auf eine Formulierung einigen, sodass für Februar eine weitere Sitzung einberaumt werden musste."
Pflege
Umfrage
Anspruch auf Pflegeberatung wird zu selten eingefordert
Der Hausarzt gilt als erster Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema Pflege: Jeder dritte Bundesbürger schreibt ihm die größte Kompetenz bei der Pflegeberatung zu. Die im Zuge der Pflegereform von 2008 eingeführten Beratungsstellen werden dagegen nur von jedem Achten als Ansprechpartner genannt. Nur wenige Menschen wissen von diesen Angeboten. So ist beispielsweise gerade einmal jedem fünften Bundesbürger über 60 Jahre bekannt, dass er ein Recht auf eine kostenlose telefonische Beratung hat. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF). Für die Untersuchung wurden im September 2009 insgesamt 1.008 Personen von Forsa befragt.
Recht
Kaiserslautern
Geschäftsführer zu drei Jahren Haft verurteilt
Das Landgericht Kaiserslautern hat den früheren Geschäftsführer des Klinikums Ludwigshafen, Volker Graf, wegen Untreue zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Das meldet der Südwestfunk auf seiner Webseite. Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Graf hatte in dem Verfahren vor dem Landgericht Kaiserslautern zugegeben, dass er dem Klinikum Bonuszahlungen von Lieferanten in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro vorenthalten hatte.
Stellenmarkt
Stellenmarkt Dezember 2009
Bereich, Stelle Firma, Ort Link Wirtschaft
Berater/in mit Schwerpunkt Finanzierung und BeschaffungANDREE CONSULT
Hennef» Anzeigen Medizin
Medizincontrolling / MedizinID GmbH & Co. KGaA
Berlin» Anzeigen Wirtschaft
Kaufmännische/r Direktor/inDr. Heimeier & Partner
Stuttgart» Anzeigen Management
Alleingeschäftsführer/inEUREGIO-KLINIK
Nordhorn» Anzeigen Technologie
Technische/r Leiterin/LeiterStiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH
Wiesbaden» Anzeigen Technologie
Technischer Leiter (w/m)Medizinisches Zentrum Eichhof
Lauterbach» Anzeigen Technologie
Technischer Leiter (m/w)Klinikum Pforzheim GmbH
Pforzheim» Anzeigen Pflege
Stomatherapeuten (m/w)assist GmbH
Merzig» Anzeigen Medizin
Leiter/in Medizin-ControllingAsklepios Klinik Nord Personalmanagement
Hamburg» Anzeigen Pflege
Bereichsleitung m/wKlinikum Garmisch-Partenkirchen
Garmisch-Partenkirchen» Anzeigen Pflege
Gesundheits- und (Fach) Krankenpfleger/inKlinikum Garmisch-Partenkirchen
Garmisch-Partenkirchen» Anzeigen Kontakt Anzeigenverkauf
Adelheid Rödig • Telefon: 08592/9357-17 • Telefax: 08592/9357-29 • E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de
Vorschau
Vorschau kma medien - Januar 2010
kma – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin
Die Januar-Ausgabe von kma beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Sicherheitstechnik und Überwachung.
Anzeigenschluss: 08.01.2010
Kontakt Anzeigenverkauf:
- Gerhard Hirz, Telefon: 08592/9357-12 oder E-Mail: gerhard.hirz@kma-medien.de
- Adelheid Rödig, Telefon: 08592/9357-17 oder E-Mail: adelheid.roedig@kma-medien.de





